11 nachhaltige Vorsätze für 2021

11 nachhaltige Vorsätze für 2021

Hurra, die Fitnessstudios haben zu! Heißt das, wir müssen uns für 2021 keine guten Vorsätze machen? Also ich habe jedenfalls nicht vor, abzunehmen oder einen Marathon zu laufen. Allerdings finde ich, dass die ruhige Zeit zwischen den Jahren eine gute Gelegenheit ist, um mich mit meinem Lebensstil und eingefahrenen Gewohnheiten zu beschäftigen. Meine Vorsätze für 2021 haben weniger mit Selbstoptimierung zu tun als mit einem achtsameren Umgang mit unserer Natur.

Viele von euch, die corona-bedingt einen Gang runter schalten mussten, haben 2020 nach Inspirationen für ein nachhaltigeres Leben gesucht  – auf einmal wurde wieder auf dem Wochenmarkt eingekauft und selbst gekocht sowie das Fahrrad aus dem Keller geholt. Unser Team hat euch jeden Monat eine Challenge zum Mitmachen präsentiert und euch jede Woche auf www.NABU.de/Action mit Tipps zum ökologischeren Leben versorgt. Denn zusammen machen wir uns stark für die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. Im Fokus unserer Arbeit stehen: nachhaltiger Konsum, Klimaschutz und der Schutz von Leben unter Wasser und an Land.

Um ganz ehrlich zu sein, habe ich es noch nicht geschafft, wirklich jede gute Idee in die Tat umzusetzen. Wenn es dir genau so geht wie mir, dann hast du 2021 die Chance dazu. Hier kommt unser Best-Of:

11 Vorsätze für ein nachhaltiges Neues Jahr:

  1. Die Heizung runter drehen: Setze auf einen kuscheligen Pulli statt auf tropische Temperaturen. Wenn du die Heizung ein oder zwei Grad runter drehst, ist es immer noch warm und du sparst pro Grad Celsius 5 Prozent Energie und damit CO2 ein. Mit unseren Tipps zum richtigen Heizen kannst du außerdem richtig Geld sparen.
  2. Verpackungsmüll vermeiden: Käse in der Plastikschale, Kartoffeln im Kunststoffnetz, Brötchen in einer Papiertüte – ein herkömmlicher Einkauf verursacht Unmengen Verpackungsmüll. Ändere 2021 deine Einkaufsgewohnheiten: Nimm Beutel und Behälter mit zum (Super-)Markt oder die Bäckerei und vermeide industriell vorverpackte Lebensmittel. Dein Mittagessen kannst du in Mehrwegdosen füllen und Leitungswasser in deine Trinkflasche. Auch wichtig: Vermeide Lebensmittelverschwendung.
  3. Weniger Tier auf dem Teller: Dass die Erzeugung von tierischen Lebensmitteln den Klimawandel weiter anheizt, hast du bestimmt schon mitbekommen. Der „Veganuary“ ist eine gute Gelegenheit, um den Konsum an Fleisch und Milchprodukten zu reduzieren. Das ist auch gut für die Gesundheit.
  4. Saisonal und regional Essen: Auch lange Transportwege belasten das Klima. Versuche deshalb auf regional erzeugte Lebensmittel umzusteigen. Natürlich haben im Winter weniger Sorten Saison als im Sommer, aber trotzdem gibt es noch eine gute Auswahl. Achte auf die Kennzeichnung der Lebensmittel oder besorge dir dein Grünzeug direkt von einem Bauernhof in der Nähe.
  5. Mit dem Rad fahren oder zu Fuß gehen – ist eindeutig die klimafreundlichste Option der Fortbewegung. Da es mit der Anmeldung im Fitnessstudio in diesem Januar sowie nichts wird, schnapp dir deine wetterfesten Klamotten und tritt in die Pedale. Zur Motivation haben wir Tipps zum Radfahren und nachhaltigem Pendeln für dich zusammengetragen.
  6. Reparieren statt neu kaufen: Jedes Produkt, das neu hergestellt wird, verbraucht Ressourcen und Energie. Verwende deshalb das, was du schon hast, so lange wie möglich weiter! Repariere deine Schuhe, Möbel, Elektrogeräte oder was sonst so kaputt geht. Weitere Alternativen zum Neukauf sind Tauschen, Teilen und Leihen.
  7. Zu einer ökologischen Bank wechseln: Du weißt nicht, ob deine Bank schmutzige Geschäfte mit deinem Geld macht und in Kohlekraftwerke oder Kinderarbeit investiert? Dann informiere dich und finde ein grünes Girokonto und eine nachhaltige Geldanlage.
  8. Strom sparen: Der Stromverbrauch der deutschen Haushalte sinkt nur langsam. Zwar werden Elektrogeräte immer energieeffizienter, dafür haben wir immer mehr Elektronik im Haus. Spüre Stromschlucker im Standy-Modus auf und schalte im digitalen Alltag öfters mal ab, denn wenn wir ständig „on“ sind, verbrauchen wir auch ständig Energie.
  9. Ökologischer sauber machen: Viele Putz- und Waschmittel belasten die Gewässer mit giftigen Stoffen und Mikroplastik. Achte darauf welche Putzmittel und vor allem wie viel du davon benutzt. Auch beim Wäschewaschen ist weniger mehr. Deinen Frühjahrsputz kannst du auch mit einfachen DIY-Reinigungsmitteln
  10. Nah-türlich verreisen: Im Moment bleiben wir alle – soweit es geht – zuhause. Und danach? Erst mal die lang ersehnte Fernreise oder eine Kreuzfahrt? Nimm dir für 2021 vor, möglichst auf Flüge zu verzichten und genieße Urlaub in der Nähe.
  11. Politische Veränderungen fordern: Individuelle Konsumentscheidungen können einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten. Aber nur gemeinsam sind wir wirklich stark. Lass uns deshalb für einen gesellschaftlichen Wandel kämpfen. Geh zusammen mit „Wir haben es satt“ für die Agrarwende oder mit Fridays for Future für den Klimaschutz auf die Straße oder engagiere dich im Netz mit Petitionen, Volksbegehren und anderen kreativen Protestaktionen.

Oft  bleiben gute Vorsätze Stichpunkte auf einer Liste oder überleben nur wenige Wochen. Deshalb hier meine Tipps, wie du es schaffst, wirklich dauerhaft etwas zu verändern:

  • Setze dir konkrete Ziele: Wenn du dir vornimmst „Ich esse nur noch einmal die Woche Fleisch“ ist das einfacher zu erreichen als „Ich sollte generell weniger Fleisch essen.“
  • Überlege dir das Wie. Wenn du beispielsweise Verpackungsmüll vermeiden möchtest, dann brauchst du Mehrwegbehälter und musst diese auch immer mit zum Einkaufen nehmen. Je praktikabler du die Lösung für dich persönlich gestaltest, desto eher wirst du dich daran halten.
  • Gestalte deine Ziele realistisch – wenn du dir zu viel auf einmal vornimmst, wirst du schnell frustriert sein. Mache lieber einen Schritt nach dem anderen. Nachhaltigkeit ist schließlich keine Strafe sondern macht auch Spaß!

Und zu guter Letzt: Scheitern und nicht alles perfekt machen, ist auch okay! Aller Anfang ist schwer, also lass dich nicht entmutigen, wenn du nicht gleich alle Ziele umsetzt. Bleib einfach auf dem Weg, dann schaffst du es!

Für mehr nachhaltige Alltagstipps schau auf www.NABU.de/Action vorbei und melde dich für unseren Newsletter „Nachhaltig leben“ an.

Sarah Buron

Sarah Buron

Referentin für Nachhaltigkeitskommunikation
Sarah Buron

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