Erneuerbare Energien Beiträge

Der Meeresspiegel steigt weiter bedrohlich an – was nun?

Das Meer steigt direkt vor unserer Tür…

Die Prognosen stehen schlecht: Der letzte Bericht des Weltklimarats (IPCC 2013) zeigt Werte zwischen 0,2–0,8 Meter für den zu erwartenden globalen mittleren Meeresspiegelanstieg für den Zeitraum 2000 bis 2100 an. Es gibt Veröffentlichungen, die einen noch höheren Meeresspiegelanstieg vorhersagen, nämlich zwischen 0,75 und maximal 1,9 Meter bis zum Ende dieses Jahrhunderts.

Das Problem ist aber, dass wir nicht genau sagen können, wie viel der Meeresspiegel in Zukunft steigen wird, weil es von so vielen Faktoren abhängt. Primär wird der Meeresspiegelanstieg durch die Ausdehnung der Wassermassen infolge der Erwärmung der Luft und somit der Meere und Ozeane ausgelöst (die Nordsee hat sich beispielsweise in den letzten 40 Jahren im Mittel um 1,5 bis 2 Grad Celsius erwärmt). Auch das Schmelzen der Eismassen auf dem Land (Gletscher und Eisschilde) führt zu einem steigenden Meeresspiegel. Hinzu kommt, dass der weltweite Anstieg regional sehr unterschiedlich sein kann, abhängig von Winden und Strömungen.

Kohlekraftwerke: Was machen die denn noch da?

Erneuerbare Energien mausern sich von einem Anteil von rund 27 im Jahr 2014 auf 32 Prozent des Bruttostromverbrauchs in 2015. Mit der Stilllegung des Atomkraftwerks Grafenrheinfeld ging die Stromerzeugung aus Kernenergie im selben Jahr zurück. Die besonders klimaschädlichen Braun- und Steinkohlekraftwerke erzeugten jedoch trotz wachsender erneuerbarer Energien fast genauso viel Strom wie noch 2014.

Kohlekraftwerke

Kohlekraftwerke dampfen trotz Energiewende nicht freiwillig ab. – Foto: NABU/ E. Große-Ruse

Ende Energiewende? Nein, die Küche ist noch nicht fertig!

„Kritik am massiven Ausbau der Übertragungsnetze.“ „Gegenwind für EEG-Reform.“ „Anstieg der Ökostrom-Umlage stößt auf harsche Kritik.“ „Verspargelung der Landschaft!“ „EEG-Entwurf würgt Energiewende ab.“ So lesen sich derzeit die Nachrichten, wenn es um das Thema Energiewende geht. Aber was genau ist eigentlich „Energiewende“. Warum brauchen wir sie? Ist eine Energiewende überhaupt möglich?

Kohleabbau, die bisherige Basis unserer Energieversorgung. Foto: NABU/E.Neuling

Kohleabbau, die bisherige Basis unserer Energieversorgung. Foto: NABU/E.Neuling

Alle Hoffnung liegt auf dem Kompetenzzentrum

„Endlich ist es da“, klang es in aller Munde auf der Eröffnungsfeier des neuen Kompetenzzentrums für Naturschutz und Energiewende. Die Idee des  Kompetenzzentrums, damals noch „Transfer-und Clearingstelle“ genannt, war schon 2012 beim NABU enstanden.

Windkraftanlagen entlang der Autobahn 14 zwischen Dresden und Leipzig - Foto: Norman Schiwora

Windkraftanlagen entlang der Autobahn 14 zwischen Dresden und Leipzig – Foto: Norman Schiwora

Klimaschutz in der EU – der kleinste gemeinsame Nenner der Mitgliedsstaaten

Es ist gerade mal ein gutes halbes Jahr her, als in Paris das Klimaabkommen verhandelt wurde. Die EU, mit ihrem Energie- und Klimaschutz-Kommissar Miguel Arias Cañete, hat sich als ein Treiber des Klimaschutzes feiern lassen. Und tatsächlich haben die europäischen Diplomaten Geschick bewiesen bei der Aushandlung des Abkommens.

High Ambition Coalition auf dem Weg zum Plenarsaal.

EU-Klimakommissar Miguel Arias Cañete mit der High Ambition Coalition auf dem Weg zum Plenarsaal der Pariser Klimakonferenz. Bild: Sebastian Scholz

Das Ganze im Blick? Über den Lebenszyklus eines Gebäudes

Wer in den Urlaub fährt, kümmert sich normalerweise um An- und Abreise, eine passende Ausrüstung, ggf. Impfungen und um eine nette Begleitung. Es gibt also durchaus wichtige Punkte, die außer dem Urlaubsort und der Unterbringung geklärt werden müssen.

Wer ein Haus baut, denkt vor allem an Größe, Ästhetik und vor allem an die Kosten. Viele Menschen machen sich natürlich auch Gedanken über Energieverbrauch und -kosten. Dabei beschränken sich die Gedanken aber allzu oft nur auf die Phase, in der das Gebäude benutzt wird. Aber was ist mit der Herstellung der Baustoffe und der Technik? Wie sieht es mit der Bauwerkserrichtung aus? Und was passiert, wenn das Gebäude sein Lebensende erreicht hat?

Gebäudebau - Foto: NABU/D. Püschel

Zwar verbrauchen neuere Gebäude weniger Energie als ältere, doch die Herstellung moderner Materialien und Bautechnik ist dafür auch viel ressourcenaufwändiger als früher. – Foto: NABU/D. Püschel