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2 Schleswig-Holsteiner auf dem Heimweg

Bis jetzt befinden sich nur Arthur aus Looft, Kreis Steinburg und Michael, Kreis Schleswig-Flensburg auf dem Weg in den Norden.    Arthur folgt Michael fast auf identischer Route.

Arthur ist jetzt genau auf der Grenze zwischen Tschad und Sudan, während Michael nur noch ca.200 Kilometer vom Nil entfernt ist.

Michael scheint aber mit nordwestlichen Winden zu kämpfen, denn er ist von seinem nordöstlichen Kurs abgekommen.

Gustav und Lilly verharren noch im Sudan, beziehungsweise Tansania.

Auch Ronja macht noch keine Anstalten, Spanien zu verlassen.

Dagegen sind hier in Schleswig-Holstein schon etliche Störche angekommen. Es sind auch einige aus dem spanischen Winterquartier dabei, wie die Ringablesungen zeigen.

Bei Robert herrscht Funkstille seit dem 9. Dezember 2017.

Schauen Sie auch gerne mal bei www.stoercheimnorden.jimdo.com , dort sind auch Informationen über die Nestpflege/-erneuerung und weitere Informationen.

Es grüßt Jörg Heyna für Kai Thomsen, der in Urlaub ist.

Ronja immer noch in Spanien

Die letzten Ortungen von Ronja haben wir gestern (12. Februar) erhalten. Da befand sie sich immer noch bei Vaciamadrid. Auch sie ist also noch nicht aufgebrochen. Im vergangenen Jahr war sie am 16. Februar gestartet.

Lilly immer noch in Tansania

Lilly rastete bis zum 3. Februar in der Umgebung des Sulunga Sees. Sie machte immer wieder Abstecher, die sie gut 50 Kilometer in die Umgebung des Sees führte. Am 31. Januar machte sie aber einen 180 Kilometer weiten Abstecher nach Süden, um dann 2. Februar wieder Richtung See zu fliegen. Am nächsten Tag ist sie dann nach Nordwesten gezogen. Sie landete am 4. Februar südlich der Stadt Tabora gut 280 Kilometer entfernt vom Sulunga See. In dieser Gegend, wo sich locker bewaldete Savanne mit Feldern abwechseln, fliegt sie auf der Suche nach Futter umher. Der Start ins Brutgebiet kann offenbar noch warten.

Gustav ist ohne Eile

Gustav macht noch keine Anstalten, um auf den Heimzug zu gehen. Er hat die letzten Wochen südlich der Stadt Er Rahad in Kordofan verbracht. Anscheinend hatte er dort ein günstiges Rastgebiet gefunden, denn seine Ortung lagen in einem kleinen Areal von 50 x 20 Kilometern Größe. Gestern ist er dann gut 130 Kilometer nach Osten geflogen, um dann nach Süden abzubiegen. Im vergangenen Jahr ist er erst am 24. Februar zum Heimzug gestartet. Etwas Zeit hat er noch.

Wo ist Robert?

Es gibt keine Ortungen von Robert. Er bleibt verschwunden. So langsam müsste er sich wieder melden. Hoffentlich ist nichts passiert.

Arthur ist Michael auf den Fersen

Arthur hat die gleiche Route vom Tschadsee ausgewählt wie Michael. Er ist zunächst in Nigeria ein Stück nach Süden geflogen und hielt sich bis zum 7. Februar in einer feuchten Niederung wenige Kilometer nordöstlich von Maiduguri auf. Dann flog er nach Osten Richtung Waza-Nationalpark in Kamerun. Am 8. Februar überquerte er den Nordzipfel Kameruns und landete im feuchten Tal des Logone-Flusses. Am 9. Februar startete er endgültig zum Heimzug nach Nordosten.

Michael ist kurz vor der Sahara

Michael hat die längste Strecke unserer Senderstörche zurückgelegt und befindet sich kurz vor der Grenze zum Sudan. Jetzt liegt die Nubische Wüste vor ihm. Hoffentlich hat er Glück und der Nordost-Passat weht nicht so stark, damit der die Wüste in wenigen Tagen überqueren kann.

Michael war am 1. Februar gestartet – so früh, wie im vergangenen Jahr. Tage zuvor hielt er sich nordwestlich des Lac Fitri auf. Den See hat er dann nördlich umflogen und hat dann am 2. Februar zunächst einen östlichen Kurs eingeschlagen. Nach gut 230 Kilometern ist er dann nach Nordosten abgebogen und am Abend des 3. Februar in der Nähe der Stadt Abeche gelandet. Dort hielt er sich für zwei Tage auf. Dann ging es in Trippelschritten weiter nach Nordosten. Vielleicht war der Wind zu stark.

Die Heimreise beginnt

Bei uns erreichen schon die ersten Weißstörche ihre Nester. Dabei kann man nur vermuten, wo sie den größten Teil des Winters verbracht haben. Vielleicht gehören sie auch zur immer größer werdenden Zahl der Störche, die im Brutgebiet überwintern. Zumindest waren sie nicht in Afrika. Vielleicht waren sie auch nur einige hundert Kilometer nach Süden geflogen und haben in Frankreich überwintert. Eines ist sicher – ihre Zahl nimmt offenbar stetig zu.

So mancher wird sich bei Blick aus dem Fenster fragen: Wie kommen die bei Eis und Schnee hier bei uns durch. Kälte macht den Störchen nichts aus. Nur die Futtersuche wird schwierig. Aber die Störche können ohne Probleme eine Zeit lang hungern. Und wenn es zu lange so kalt bleibt, ziehen sie einfach wieder ein Stück nach Süden.

Die ersten unserer Senderstörche sind zum Heimzug gestartet. Sie werden noch gut 6 Wochen benötigen, bis wir sie auf ihren Nestern begrüßen können.

Nichts Neues bei Gustav

Gustav hält sich immer noch im Süden des Sudan auf. Er nutzt ein kleines Gebiet südlich der Stadt Er Rahad. Lediglich am Sonntag (21. Jan.) und Mittwoch (24. Jan.) machte Gustav einen Abstecher über 30 Kilometer nach Norden in die Gegend von Er Rahad. Er wollte wohl dem Fluss, der die Stadt passiert, einen Besuch abstatten. Im Flusstal sind viele Felder und kleine Wasserflächen zu entdecken.

Michael bleibt im Tschad

Zunächst schien es so, dass sich Michael schon auf den Heimflug gemacht hatte. Er flog vom Logone Fluss gut 260 Kilometer nach Osten, ganz in die Nähe des Lac Fitri. Aber für den Heimzug ist es noch zu früh. Er ist einige Kilometer nach Südwesten umgekehrt und hält sich seit Montag (22. Jan.) gut 120 Kilometer südwestlich des Fitri auf. Das ist eine von trockenen Flusstälern durchzogenen Savannenlandschaft.