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Ein gutes Jahr für Störche

Für unsere Störche in Schleswig-Holstein scheint es ein gutes Jahr zu werden. Sie kamen früh aus ihren Winterquartieren an ihre Nester zurück und konnten früh mit der Brut anfangen. Bisher sind lange Regenperioden und kaltes Wetter ausgeblieben, so dass es kaum zu Verlusten beim Nachwuchs kam. Außerdem fiel ausreichend Regen und die kleinsten Störche konnten satt werden. Und zu guter letzt gibt es in diesem Sommer reichlich Feldmäuse – eine bevorzugte Nahrung für die großen Jungstörche. So verwundert es nicht, dass aus den Nestern nicht nur ein oder zwei, sondern sogar drei und vier Jungstörche herausschauen.

Auch alle unserer Senderstörche haben reichlich Nachwuchs. Bei Lilly und Robert, sowie bei Arthur sind es vier Junge. Gustav hat in Tielen drei Junge und Hans Albert und Michael haben jeweils zwei.

Michael hat eine Partnerin gefunden

In der vergangenen Woche wurde Michael langsam ungeduldig. Er flog auf der Suche nach einer unverpaarten Störchin in der Gegend umher und besuchte dabei neben einigen anderen Dörfern der Region auch das Storchendorf Bergenhusen. Doch am Dienstag (30. April) hatte Michael endlich Glück und es landete ein Weibchen auf seinem Nest in Bargen. Sie ist keine Unbekannte, denn sie trägt einen Ring. Der Ring offenbarte, dass sie 2015 in Bergenhusen als Jungvogel beringt wurde. Nun hoffen wir, dass sie in Bargen bleibt und beide ein Paar werden.

Michael (rechts) und seine Neue (Foto: Regina Kolls).

Lilly und Robert brüten

Das Brutgeschäft bei Lilly und Robert ist in vollen Gange. Am Donnerstag (25. April) lagen schon 4 Eier im Nest.

Während der Brutablösung gewähren Robert und Lilly einen kurzen Blick ins Nest. (Foto: Imke Hakelberg).

Gustav brütet

Seit Montag (22. April) wird auch bei Gustav in Tielen gebrütet.

Hans Albert hat Nachwuchs

Seit Montag (22. April) werden bei Hans Albert Fütterungen beobachtet. Gestern konnten 4 Junge beobachtet werden. Gut, dass es gerade geregnet hat, denn so finden Hans Albert und seine Partnerin genügend Regenwürmer. Die brauchen die Kleinen jetzt vor allem, denn größere Nahrungsbrocken können sie nicht herunterschlucken.

Michael ist noch immer allein

Bei Michael hat sich noch immer keine Partnerin eingefunden. Noch ist genug Zeit und außerdem fliegen viele Störche ohne Nestbindung im Lande umher. Da sollte doch für Michael noch eine Störchin dabei sein.

Arthur brütet

Seit Freitag (10. April) wird bei Arthur und seiner Partnerin gebrütet.

Michael ist allein

Michael hatte offenbar nur für kurze Zeit Besuch von einem Weibchen. Jetzt ist er seit längerem wieder allein.

Lilly ist zurück

Gestern (10. April) ist mit Lilly unser letzter Senderstorch wohlbehalten zurückgekommen. Gegen 11:30 Uhr kam sie in Gribbohm an und stand zunächst auf einem Nachbarnest in Sichtweite von Robert und seiner unberingten Partnerin. Danach begannen intensive Kämpfe. Zwischenzeitlich zog sich Lilly erschöpft in die Wiesen zurück. Letztendlich aber hatte Lilly um 14:30 Uhr ihr Nest und Robert zurückerobert.

Lilly und Robert vereint auf ihrem Nest. Bei Robert sind der Sender und die Antenne gut zu erkennen. Bei Lilly ist der Sender vom Gefieder versteckt. (Foto: Imke Hakelberg)

Ein Nachtrag zu Lilly

Im Gebiet um den Uluabat See rasteten in der vergangenen Woche zahlreiche Störche. In der Nähe vom Storchendorf Eskikaraağaç wurde ein Beweidungsprojekt gestartet, um für den Weißstorch attraktive Nahrungsflächen zu schaffen. Die Rinder halten die Vegetation offen. So können nicht nur die Störche Futter finden. Je nach Wasserstand nutzen auch Zwergscharben, Silber-, Seiden- und Graureiher die wieder zurückgewonnene Weide. Am 2. April rastete ein Storchentrupp auf der Weide. Am gleichen Tag war auch Liily in der Gegend.

Nahrungsuchende Weißstörche auf einer Weide nahe des Storchendorfes Eskikaraağaç am 2. April. War auch Lilly darunter? (Foto: Alper Tüydeş)