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Ronja hat Paris hinter sich gelassen

Nach zwei Tagen Pause an der Gironde ist Ronja am Freitag weiter gezogen. Gestern Abend übernachtete sie nur wenige Kilometer nordöstlich von Paris. Ihr Schlafplatz lag am Rande eines Waldes. Derzeit legt sie mehr als 100 Kilometer pro Tag zurück.

Kopf an Kopf

Wer ist schneller? Michael oder Gustav? Beide haben am Nil den Nordkurs eingeschlagen und haben die Nilschleife nördlich von Khartum abgeschnitten und haben den Fluss am Merowe Stausee wieder erreicht. Dabei sind sie zunächst  nur langsam vorangekommen. Derzeit hat Michael den Schnabel vorn. Er hatte den Merowe Stausee einen halben Tag früher erreicht als Gustav.

Ronja an der Gironde

Ronja ist schon ein ganzes Stück der Heimat entgegen gekommen. Nachdem sie sich Samstag und Sonntag (18. und 19. Februar) zunächst nördlich der Storchenstadt Alfaro (Spanien) aufgehalten hatte ist sie weiter Richtung Pyrenäen gezogen. Die hatte sie am Montag (20. Februar) östlich von Bayonne überquert.

Am Dienstagabend landete sie dann 160 Kilometer weiter nördlich in einem Marschgebiet an der Gironde vor den Toren von Bordeaux.

Arthur fast im Sudan

Nun hat sich der Sender von Arthur doch noch zweimal gemeldet. Demnach hat Arthur einen nordöstlichen Kurs eingeschlagen. Er will offenbar den direkten Weg über die Nubische Wüste nehmen. So schnell scheint er aber nicht voran zu kommen, denn am Montag (20. Februar) hat er erst die Grenze zum Sudan erreicht.

Gustav gestartet

Am Dienstag (21. Februar) hat sich auch Gustav auf die Heimreise gemacht. Dazu musste er einfach den Weißen Nil überfliegen und Kurs Richtung Norden nehmen.

Ein Tag zuvor hatte Michael bei seinem Flug Richtung Osten den Weißen Nil erreicht. Am darauf folgenden Tag landete er auf den bewässerten Feldern südlich von Khartum. Nun befinden sich Michael und Gustav fast am gleichen Ort.

Fast alle Senderstörche auf dem Heimweg!

Nun sind fast alle unserer Senderstörche auf dem Heimzug. Wann sie ihre Nester erreichen werden, hängt aber davon ab, wie die Witterung auf ihrer Zugroute sein wird.

Lediglich Gustav lässt noch etwas Zeit. Von Nobby gibt es noch immer keine neuen Informationen. Hoffentlich ist ihm nichts passiert. Aber nördlich des Senegal ist wahrscheinlich das Mobilfunknetz sehr lückenhaft, so dass wir erst in einigen Tagen etwas von ihm erfahren, sobald er Marokko erreicht hat. Ich bin gespannt.

Derweil erreichen bereits die ersten Brutvögel ihre Nester. Die Meldungen im Gästebuch zeugen davon. Diese Vögel werden wohl den Winter in Spanien verbracht haben, möglicherweise nicht einmal das, denn auch in Frankreich überwintern bereits sehr viele Weißstörche.

Keine Informationen von Arthur

Seit Montag (17. Februar) haben wir wieder den Kontakt zu Arthur verloren. Aber das kennen wir vom Herbstzug. In dieser Gegend ist das Mobilfunknetz sehr schlecht. So werden wir in einigen Tagen neue Informationen von ihm bekommen, sobald er den Nil erreicht hat. Welche genaue Route wird er genommen haben? Den direkten Weg oder den gleichen Weg wie Michael?

Michael nimmt östlichen Kurs

Michael hat nicht den direkten Weg nordöstlich über die Sahara genommen, sondern ist am Rande der Wüste nach Osten gezogen. Der Grund dafür dürfte der Wind aus Nordosten sein. So konnte er zunächst Anfang der vergangenen Woche nur Etappen von weniger als 100 Kilometern zurücklegen.

Aber seit einigen Tagen macht er wieder Strecke. Außerdem dürfte diese Route den Vorteil haben, dass er abends noch Futter finden kann. Das klappt natürlich nicht mitten in der Sahara. Auch in den vergangenen Jahren hatte Michael die gleiche Route gewählt.

Auch Ronja ist gestartet

Nun zieht es auch Ronja in ihr Brutgebiet. Am Freitag (17. Februar) ist sie gestartet – vier Tage früher als ein Jahr zuvor. Am ersten Tag ist sie gleich 190 Kilometer weit nach Nordwesten gezogen.