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Gustav und Ronja lassen sich noch ein wenig Zeit mit dem Aufbruch

Während Arthur und Michael schon seit Tagen auf dem Heimzug sind, rastet Gustav immer noch im Sudan. Er befindet sich sein Wochen am gleichen Ort. Auch Ronja macht noch keine Anstalten, mit dem Heimzug zu beginnen. Muss sie auch nicht, denn ihre Zugstrecke aus Spanien ist viel kürzer.

Und von Nobby haben wir immer noch keine Informationen.

Michael hat den Sudan erreicht

Michael zieht in kleinen Etappen Richtung Nordosten. Im Moment schafft er nicht mehr als 100 Kilometer täglich. Aber immerhin hat er schon am Donnerstag (9. Februar) die Grenze zum Sudan überquert. Jetzt liegt die Sahara vor ihm.

Auch Arthur ist auf dem Heimzug

Arthur hat sich ebenfalls auf den Heimzug gemacht. Von Nordnigeria aus überquerte er den nördlichen Zipfel von Kamerun und hat am Sonntag (12. Februar) die feuchte Savanne östlich des  Chari Flusses ereicht. Ohne sich lange aufzuhalten ist er am nächsten Tag gut 130 Kilometer nach Nordosten gezogen.

Arthur ist wieder aufgetaucht!

Seit fast zwei Monaten hatten wir keinen Kontakt zu Arthur. Vorgestern (8. Februar) gab es endlich wieder ein Lebenszeichen von ihm. Sein Sender schickte aus Nordnigeria einige Possitionsdaten. Die kamen von einem Ort der etwa 250 Kilometer südlich seiner letzten uns bekannten Position im nördlichen Tschadseebecken lag. An diesem Ort wird es schon deutlich grüner. Will er sich jetzt auch auf den Heimzug machen? Ich bin gespannt, ob der Sender eine so gute Mobilfunkverfbindung hat, dass er die Positionsdaten aus der letzten Zeit schickt. Dann kann ich seine Routen aus der letzten Zeit rekontruieren.

Während dessen ist Michael schon ein ganzes Stück nach Osten gezogen. Am Dienstag (7. Februar) hatte er die Gegend um Abéché erreicht. Von hier aus geht es dann über die Sahara Richtung Nil.

Michael ist auf dem Heimzug!

Jetzt bin ich mir sicher: Michael hat sich auf den Rückflug in sein Brutgebiet gemacht. Vom Tschadsee ist er zunächst Richtung Südwesten gezogen, um dann noch bis Freitag (3. Februar) in der Savanne 110 Kilometer östlich vom N’Djamena zu rasten. Dann ist er 120 Kilometer Richtung Osten gezogen und hat fast den Lac Fitri erreicht. Ohne Pause ging es am nächsten Tag weiter.

Währenddessen gibt es von Arthur immer noch keine neuen Ortungen. Ich vermute, dass er sich immer noch am Tschadsee aufhält. Er startet wahrscheinlich später. Michael gehört immer zu den ganz frühen Rückkehrern auf der Ostroute und Arthur folgt meist später.

Wo ist Nobby?

Den gesamten Januar über haben wir von Nobby nichts gehört. Ich vermute, dass er sich außerhalb der Reichweite eines Mobilfunkmastes aufhält. Wir werden es hoffentlich bald erfahren.

Bei Gustav nichts Neues

Gustav verbringt seine Tage immer noch in Kordofan (Sudan) gut 130 Kilometer westlich des Weißen Nil. Das Gebiet, in dem er sich aufhält, ist nicht größer als 30 mal 20 Kilometer.

Unruhe bei Michael

Bis Sonntag (28. Jan.) hielt sich Michael im nördlichen Teil des Tschadseebeckens auf. Am Sonntag überquerte er die Grenze zwischen Niger und Tschad, um am Rande des Sees entlang nach Südosten zu fliegen. Will er etwa schon in Richtung Heimat aufbrechen oder in einem anderen Gebiet noch einige Zeit rasten? Und wo ist Arthur? Wenn er gemeinsam mit Michael zieht, müsste er demnächst mal wieder Positionsdaten senden. Aber der Start zum Heimzug ist individuell unterschiedlich.

Ronja bei El Pinto

Ronja befindet sich derzeit an der Recyclinganlage bei El Pinto. Das liegt gut acht Kilometer südlich der Deponie von Vaciamadrid. Neben der Anlage ist eine Deponiefläche zu erkennen, auf denen mehrere Ortungen von Ronja zu finden sind. Hier scheint sie noch etwas Fressbares zu finden.

Die Nächte verbringt sie in weiter südlich gelegenen Gewerbegebiet. Spanische Ornithologen haben vor einigen Tagen die überwinternden Störche im Gebiet gezählt und kamen auf etwa 4.000 Individuen.