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Die Frage nach der Ursache

Die Jungen von Eva wurden aus dem Nest geworfen. Ich vermute, dass es zu einem Storchenkampf gekommen ist und der Eindringling die Jungen getötet hat. Es kommt bei Auseinandersetzungen häufig vor, das Eier oder Jungvögel aus dem Nest geworfen werden.

Sonja bleibt im Oderbruch

Sonja bleibt offenbar im Oderbruch. Sie pendelt regelmäßig zwischen Güstebieser Loose und dem polnischen Gozdowice über die Oder.

Tote Junge bei Eva

Bei Eva wird es in diesem Jahr keine flüggen Jungstörche geben. Vor einigen Tagen hat Storchenbetreuer Stephan Struve zwei tote Jungstörche aus ihrem Nest geborgen.

Drei Junge bei Hans Albert

Vor mehr als einen Monat sind bei Hans Albert die Jungen geschlüpft. Drei Junge haben die erste kritische Zeit überstanden und wachsen prächtig heran.

Sonja hat Deutschland erreicht

Am Mittwoch (11. Mai) hat Sonja Deutschland erreicht. Sie hält sich seitdem direkt an der polnischen Grenze im Oderbruch bei Güstebieser Loose auf. Ein Nest scheint sie aber bis jetzt nicht besetzt zu haben. Für eine Brut ist es jetzt ohnehin zu spät.

 

Nachtrag zu Gustav

Im Forum hat es wegen Gustav einige Irritationen gegeben. Gustav war am 12. April an seinem Nest in Tielen zurückgekehrt. Eva einen Tag später. Dann gab es mit einem weiteren Storch einen Kampf, den Gustav offenbar verloren hatte und vertrieben wurde. Das wurde von Marina als Kommentar mitgeteilt, was ich nicht noch einmal als Beitrag veröffentlicht habe. Nun ist Gustav am 28. April in Hude, das etwa 15 Kilometer nordwestlich von Tielen liegt, wieder aufgetaucht. Eine Partnerin hat er bis heute noch nicht.

Sonja gibt Gas

Sonja scheint jetzt endgültig den Weg Richtung Heimat eingeschlagen zu haben. Am Mittwoch (4. Mai) verließ sie die Gegend nahe des Storchendorfes Belozem in Bulgarien und flog bis zum Nachmittag in die Umgebung von Sofia. Am nächsten Tag umflog sie die Karpaten im Westen Richtung Serbien. Das ist durchaus ungewöhnlich, denn die meisten Störche umfliegen den Karpatenbogen im Osten oder überqueren die Berge im Süden und ziehen durch Siebenbürgen weiter.

Am Freitag (6. Mai) überquerte Sonja unweit von Belgrad die Donau. Danach zog sie über Ungarn in die Slowakei. Gestern Vormittag befand sie sich bei Bratislava. Und dabei machte sie richtig Strecke. Ihre Tagesetappen waren zwischen 150 und 390 Kilometer lang.

Sonja in Bulgarien

Sonja kommt nur wenig voran. Am Donnerstag (28. April) ist sie in Griechenland gestartet und ist gut 180 Kilometer nach Norden gezogen. Nachmittags landete sie in Bulgarien nahe Belozem. In Belozem leben etwa 5.000 Menschen und auf den Dächern brüten mehr als 30 Storchenpaare. Deshalb wurde das Dorf 2005 von der Stiftung Euronatur zum europäischen Storchendorf ernannt. Der Ort liegt im Überschwemmungsgebiet des Flusses Maritsa und wird von nassen Wiesen und Reisfeldern umgeben.

Seit Donnerstag macht Sonja nördlich von Belozem Rast. Sie findet ihre Nahrung an einem kleinen Fluss und außerdem besuchte sie auch einmal die nahe gelegene Mülldeponie. Geschlafen wurde auf den Dächern eines Gewerbegebietes. Es scheint fast so, dass sie hier länger bleiben will.

Sei

 

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Gustav ist aufgetaucht

Am Donnerstag (28. April) ist Gustav im nordfriesischen Hude an der Treene aufgetaucht. Er besetzt dort das Nest im Dorf und wartet auf eine Partnerin.

Sonja in Griechenland

Sonja hat am Sonntag (24. April) die Dardanellen überquert. Sie nutzte dabei die engste Verbindung, die auch von der Çanakkale Brücke genutzt wird. Auf der Halbinsel von Galipoli drehte sie dann eine Runde, denn sie musste sich offenbar orientieren, wie es weitergeht.  Dann legte sie die abendliche Pause ein. Am nächsten Morgen überquerte sie dann die Bucht von Saros und erreichte wieder das Festland. Am späten Vormittag kam sie an der Grenze zu Griechenland an. Am Grenzfluss Meriç Nehri liegt eine große feuchte Niederung. Attraktiv für eine längere Storchenrast. Gestern (27. April) zog Sonja wieder weiter.

Im Blog wurden zum Verhalten einige Fragen gestellt, die ich gern beantworte. Das Verhalten von Sonja ist im Vergleich zu unseren anderen Senderstörchen ungewöhnlich. Bei den anderen Senderstörchen handelt es sich aber Brutvögel, die so schnell wie möglich ins Brutgebiet ziehen, um mit der Brut zu beginnen. Von Sonja wissen wir dagegen wenig. Sie wurde im vergangenen Jahr vom Storchenhof Loburg verletzt aufgegriffen und gesund gepflegt. Ihr Alter ist uns nicht bekannt, auch nicht, ob sie bereits Brutvogel war. So ist es durchaus möglich, dass sie noch jung und nicht geschlechtsreif ist. Jüngere Störche ziehen mim Vergleich zu den angestammten Brutvögeln langsamer zurück und kommen dann auch sehr spät bei uns an. Sie vagabundieren dann in kleineren Trupps bei uns herum. Vielleicht wird sie aber auch irgendwo außerhalb von Deutschland den Sommer verbringen. Dabei wird sie mit Sicherheit nicht allein sein, denn Weißstörche sind immer in mehr oder weniger großen Trupps unterwegs.