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Ole Einar/Przygódka brütet

Seit Anfang Mai sitzen Ole Einar/Przygódka oder ihr Partner ständig  im Nest. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass sie Eier haben und brüten. In der vergangenen Woche regnete es in Brandenburg ausgiebig. Das machte den beiden Störchen aber nichts aus. Immerhin sorgt der Regen für ausreichend Regenwürmer, die von den beiden Störchen gern gefressen werden. Ihr Nest ist allerdingsauch für andere Störche interessant. Sie hatten Besuch eines fremden Storches der auf ihrem Nest landen wollte. Ole Einar/Przygódka und ihr Partner konnten ihn aber abwehren.

Ole Einar/Przygódka brütet in Gerdshagen (Foto: M. Wolf)

Ole Einar/Przygódka ist umgezogen

Nach ihrer Ankunft hielt es Ole Einar/Przygódka nur wenige Tage lang in Meyenburg. Dann ist sie nach Gerdshagen wenige Kilometer weiter südlich umgezogen. Sie bezog mit einem unberingten Männchen einen soliden Nestmast auf dem Gelände der Baumpflegefirma Bollmann. Sehr zur Freude von Mario Wolf, der uns künftig mit neuen Informationen versorgen wird.

Ole Einar/Przygódka mit Partner auf dem Nistmast in Gerdshagen (Foto: M. Wolf).

Ole Einar/Przygódka ist angekommen

Ole Einar/Przygódka ist am 13. April in Meyenburg angekommen. Von Rumänien aus kommend, hatte sie die Route am östlichen Rand des Karpatenbogens entlang nach Nordwesten genommen.

Eva ist wieder da.

Meine Vermutung war richtig. Eva ist am 8. April wieder im  Brutgebiet aufgetaucht. Ihr Sender hat offenbar einen Deffekt, der von Zeit zu Zeit eine Funkstille verursacht. Mittlerweile haben wir aber auch die fehlenden Daten erhalten.

Noch am 30. März befand sie sich noch im Süden Rumäniens. Dann nahm sie eine eher ungewöhnliche Route, in dem sie die Karpaten am westlichen Rand überquerte. Ihre Reise ging über Ungarn und die Slowakei weiter und sie erreichte den Osten Tschechiens am 3. April. Von dort aus ging es ging es Richtung Breslau weiter. Danach nahm sie wieder die übliche Route nach Nordwesten.

Bei ihrer Ankunft war ihr altes Nest in Tielen allerdings schon besetzt. So musste sie auf die andere Flussseite der Eider umziehen. Sie wurde auf dem Nest in Hohenlieth bei Pahlen fotografiert.

Eva (links) mit neuen Partner in Hohenlieth (Foto: R. Hasch)

Eine Bilanz

Acht Senderstörche waren im Spätsommer des vergangenen Jahres zum Flug in ihre Winterquartiere gestartet. Bis heute haben wir nur noch von drei Störchen (Fritzi, Sportie und Ole Einar/Przygódka) aktuelle Positionsdaten. Was ist passiert?

Von Else haben wir seit dem 30. August nichts mehr erfahren. Damals flog sie durch Ägypten in Richtung Sudan. Wahrscheinlich wollte sie, wie in den Vorjahren, im Sudan überwintern. Aus dem Sudan konnten wir nichts mehr von ihr erfahren, weil das Mobilfunknetz fast landesweit zusammengebrochen ist. Leider gab es auch keinerlei Ortungen auf dem Heimzug. Ihr Sender könnte zwar ausgefallen sein. Da sie bis heute nicht an ihrem Nest in Norderbrarup aufgetaucht ist, gehen wir davon aus, dass sie tot ist.

Das gleiche Schicksal dürfte wohl auch Sonja ereilt haben. Sie meldete sich das letzte Mal am 14. September kurz aus dem Sudan. Auch von ihr gibt es keine weiteren Informationen.

Pauli verbrachte den Winter, wie in den vergangenen Jahren, bei Tetouan im Norden von Marokko. Ihr Sender lieferte am 6. Dezember die letzten Daten. Da war aber scheinbar noch alles in Ordnung. Ihr Sender hatte eine niedrige Batterieladung, was im Winter nicht ungewöhnlich ist. Auch von ihr hätten wir aber wieder mittlerweile etwas erfahren müssen. An ihrem Nest ist sie nicht aufgetaucht. Sie ist wohl auch tot. Die Todesursache der drei Storchenweibchen liegt ohne die notwendigen Informationen im Dunkeln.

Max war am 12. März auf dem Heimzug und flog über den Norden des Libanon. Seitdem haben wir keine Daten mehr erhalten. Ich habe mir seine letzten Positionsdaten genauer angsehen. Offenbar ist Max einem Jäger zu Opfer gefallen. Im Libanon ist die Jagd auf ziehende Störche und Greifvögel leider üblich.

Eva meldete sich am 28. März aus Bulgarien. Da ihr Sender schon im vergangenen Jahr eine Zeit lang ausgefallen war, vermute ich dass es wieder einen Ausfall gegeben hat und sie demnächst an ihrem Nest auftauchen wird.

Fritzi ist seit dem 27. Februar auf seinem Nest in Erfde. Sportie war am 26. März an seinem Nest in Luso bei Zerbst/Anhalt angekommen. Ole Einar/Przygódka ist noch unterwegs. Sie befindest sich in Rumänien östlich der Karpaten.

 

 

 

 

Ole Einar/Przygódka im Westjordanland

Ole Einar/Przygódka hat mittlerweile Afrika verlassen. Von Kenia aus war sie mit täglichen Etappen von über 300 Kilometern direkt nach Norden gezogen. Ähnlich wie Eva hatte sie eine östlich vom Assuanstausee verlaufende Route gewählt. Am 19. März erreichte sie die Küste vom Roten Meer etwa 250 Kilometer südlich von Hurgada. Dann war sie 370 Kilometer entlang der Küste nach Norden bis zum Gabal al Zayt gezogen, um dort an der schmalsten Stelle den Golf von Suez am 21. März zu queren. Ihre letzten Positionsdaten stammen vom 23. März aus dem nördlichen Westjordanland.

Eva in der Türkei

Eva ist gut vorangekommen. Sie wurde heute Morgen in Anatolien geortet.

Von Kenia aus hatte sie den direkten Weg nach Norden genommen. Dabei legte sie täglich zwischen 220 und 460 Kilometer zurück. Am 11. März war sie schon in der Region um Karthum. Dann flog sie direkt über die Wüste und kürzte dabei die Flussschleifen des Nil ab. Den Assuanstausee passierte sie auf umgewöhlicher östlicher Route. An 17. März überquerte sie den Golf von Suez und vier Tage später war sie schon in der Türkei.

 

Sportie in Rumänien

Zwischenzeitlich hat Sportie Europa erreicht. Am 17. März hat er den Bosporus nördlich von Istanbul überflogen. Er flog dann paralel zur Schwarzmeerküste nach Norden und in Richtung Bulgarien. Zwei Tage später überquerte er die Grenze nach Rumänien. Auf neuere Positionsdaten warten wir.

Sportie ist kurz vor Istanbul

Sportie hat bald Europa erreicht, denn seine letzte Ortung lag gestern (12. März) nur gut 120 Kilometer vom Bosporus entfernt.

Sportie war am Montag (9. März) in Syrien, wenige Kilometer von Damaskus gestartet und es bis zum Abend bis an den Golf von Iskenderun in er Türkei geschafft. Das war 270 Kilometer weit. Am nächsten Morgen umflog er nicht wie üblich den Golf von Iskenderun, sondern flog auf direkten Weg über das Meer. Am Abend hatte er das Taurusgebirge hinter sich gelassen und Anatolien erreicht.

Ole Einar/Przygódka in Kenia

Ole Einar/Przygódka ist wieder Richtung Norden unterwegs. Am 2. März startete er östlich des Mtera Stausees im Süden der Region Dodoma, wo er sich einige Tage lang aufgehalten hatte. Zunächst war sein Verhalten kaum als ein gerichteter Vogelzug zu erkennen. Er flog täglich nicht weiter als 50 Kilometer, um den Rest des Tages nach Nahrung zu suchen und zu rasten. Dann wurden die Tagesetappen aber länger. Vorgestern (8. März) überquerte er die Grenze zu Kenia und am folgenden Tag wurde er schon 360 Kilometer von der Grenze entfernt geortet.