Arthur erreicht Ägypten

Auch Arthur zieht ohne Pausen nach Afrika. Am Mittwoch und Donnerstag überquerte Arthur Syrien, um am Donnerstagnachmittag (30. August) südlich des Golan auf der Seite Jordaniens zu landen. Dort hielt er sich den ganzen Nachmittag und Abend auf den Feldern auf. Wahrscheinlich hat er sich noch einmal richtig satt gefressen, denn jetzt kommen die Etappen über die Wüste. Da gibt es nichts.

Danach war erst einmal bis zum Sonntag (2. Sept.) Funkstille. Dann wurde er schon in Ägypten gut 50 Kilometer vom Nil entfernt geortet.

Michael ist fast am Ziel

Michael hatte am Freitag (31. Aug.) fast schon sein Ziel im Tschad erreicht. Da waren es noch gut 120 Kilometer bis zur Grenze.

Am Dienstag (28. Aug.) überflog er die Niloase bei Luxor ohne dort eine Pause zu machen. Am Abend erreichte er dann den Assuan Stausee und übernachtete auf einer Halbinsel im See. Am nächsten Tag flog er gut 460 Kilometer weiter  Richtung Südwest über die Sahara. Am nächsten Tag waren es noch einmal 470 Kilometer. Die Nächte verbrachte Michael mitten in der Wüste auf dem Boden, denn hier gibt es weder Baum noch Strauch. Er muss auch ohne Futter auskommen. Das gibt es erst wieder wenn er den Rand der Wüste erreicht hat. Aber das macht den Störchen nichts aus.

Ohne eine Pause einzulegen überfliegen die ziehenden Weißstörche die Niloase (Foto: K.-M. Thomsen)

Robert und Lilly auf getrennten Wegen

Robert hat Kurs auf die Karpaten genommen, um sie bei Kosice in der Slowakei zu überqueren. Dagegen scheint es so, dass Lilly den Karpatenbogen im Norden umfliegen will.

Arthur durchquert Anatolien

Arthur hat in drei Tagesetappen Anatolien überquert. Er übernachtete am Sonntag (26. Aug.) bei Eskişehir und Montag bei Konya. In der Feldlandschaft bei Konya muss sich Arthur noch einmal richtig satt gefressen haben, denn seine Ortungen zeigen, dass er die Felder intensiv abgesucht hat. Gestern gegen 10 Uhr wurde er im Anflug auf das Taurus Gebirge geortet.

Michael in Ägypten

Michael hat den Nahen Osten hinter sich gelassen. Nachdem er Syrien verlassen hatte, überflog er vorgestern (26. Aug.) das Tote Meer. Nach einer Nacht in der Negev ging es gestern weiter über den Sinai. Um die Mittagszeit überquerte er den Golf von Suez zwischen Ras Abu Rudeis und Ras Ghareb. Für die gut 62 Kilometer lange Überquerung brauchte Michael mehr als ein Stunde. Nach mehr als 130 Kilometern weiterer Zugstrecke schlief er in der Wüste. Heute wird Michael in 120 Kilometern das Niltal erreichen.

Hans Albert nimmt Kurs auf den Ebro

Mit Blick auf den gut 15 Kilometer entfernten Atlantik hat Hans Albert vorgestern (27. Aug.) die Pyrenäen überquert und Spanien erreicht. Auch wenn die Berge am westliche Ende nicht so hoch sind, muss die Überquerung der Pyrenäen doch eine größere Herausforderung für die Weißstörche darstellen. So musste Hans Albert zwei Mal größere Schleifen fliegen, um die richtige Höhe zum Weiterflug zu erreichen. Das war jedes Mal ein Umweg von gut 5 Kilometern.

Am frühen Nachmittag hatte er dann Pamplona erreicht und folgte danach dem Flusslauf des Arga nach Süden in Richtung Ebro und der Storchenstadt Alfaro. Er übernachtete in der Nähe der Kleinstadt Marcilla.

Sonntagmorgen am Bosporus

Arthur brauchte gut zwei Tage um Siebenbürgen zu durchfliegen. Am Donnerstagabend (23. Aug.) übernachtete er bei Kronstadt, bevor er sich am nächsten Tag daran machte die Karpaten zu überqueren. Nach einer Tagesetappe von 250 Kilometern machte er in Bulgarien Rast. Weiter ging es entlang der Küste des Schwarzen Meeres in die Türkei. Gestern, am Sonntag (26. August), gegen 10 Uhr überquerte Arthur den Bosporus am südlichen Ufer. Nun hat auch er Asien erreicht.

Hans Albert nimmt Kurs auf die Pyrenäen

Hans Albert hat in vier Tagen fast ganz Frankreich durchquert. Am Sonntag befand er sich gut 70 Kilometer östlich von Bordeaux. Er nimmt Kurs auf das westliche Ende der Pyrenäen, um auf dem Weg nach Spanien die Berge zu überqueren. Damit nutzt er die Route, die fast alle unserer Senderstörche nehmen.

Lilly und Robert starten gemeinsam

Lilly und Robert haben ihren Zug nach Afrika gemeinsam gestartet. Am Donnerstag (23. Aug.) sind sie gegen 9 Uhr gemeinsam gestartet. Lilly einen Tag später als im letzten Jahr und Robert acht Tage früher. Ihre erste Etappe führte sie in den Nordosten von Berlin, wo sie bei Neuenhagen zunächst gemeinsam auf einem Acker nach Futter suchten und dort danach die Nacht verbrachten. Lilly schlief auf einem Baum und Robert auf einem Hausdach.

Dann trennten sich ihre Wege bis zum kommenden Frühjahr. Lilly nahm eine etwas südlichere Route nach Schlesien als Robert. Die nächste Nacht verbrachten sie dann schon über 100 Kilometer voneinander entfernt.

Übrigens ist die Route von Lilly  noch nichtauf der Karte zu finden. Wir arbeiten daran.

Gustav ist früh dran

Gustav ist schon am Dienstag (21. Aug.) Richtung Süden gestartet. Das ist früh, denn im vergangenen Jahr war er sechs Tage später dran. Doch sein früher Start macht Sinn, denn zum Wochenende nahte eine Kaltfront mit Regen und Wind. Also machte es für Gustav Sinn sich jetzt schon auf den Weg zu machen. Wer weiß, ob es noch einmal richtig warm wird.

Die erste Etappe seiner Reise führte ihn südöstlich bis nach Havelberg wo er im Dorf Kuhlhausen an der Havel die Nacht verbrachte. Am nächsten Abend war er schon in Polen. Am Samstag (25. Aug.) war er dann in Schlesien. Er will wohl die Karpaten nördlich umfliegen.