Gustav Beiträge

Gustav hat eine Partnerin

Gustav ist in Tielen geblieben. Er wechselt zwischen den beiden Nisthilfen im Dorf. Seit dem 5. Mai ist er nicht mehr solo, er hat eine Partnerin. Leider brüten die beiden nicht, so dass sie in diesem Jahr kinderlos bleiben. Jetzt ist es mittlerweile für einen Brutbeginn zu spät, denn die Jungen würden nicht bis zum Abzug ins Winterquartier flügge werden.

Gustav ist umgezogen

Gustav hat ganz in der Nähe von seinem ersten Zufluchtsort ein neues Nest gefunden. Die Nisthilfe wurde erst kürzlich in Stand gebracht. Nun baut Gustav fleißig und schleppt jede Menge Zweige an. Aber Gustav musste sich schon den Angriff von zwei weiteren Störchen erwehren, die offenbar auch Interesse an diesem Nest hatten. Aber Gustav konnte sie abwehren, ist aber noch immer solo. Es ist aber noch genug Zeit zum finden einer Partnerin.

Gustav musste sich ein neues Nest suchen

Gustav war einige Tage lang vermisst. Nur eines wussten wir – er war nicht auf seinem Nest in Pahlen. Aber auch der Sender hatte noch keine neuen Ortungen geliefert.

So machte sich NABU-Storchenbetreuer Rolf Zietz auf die Suche. Gleich im Nachbardorf Hohenlieth wurde er fündig. Gustav stand auf einem Nistmast nahe eines Bauernhofes. Hierhin war er schon vor einigen Jahren einmal ausgewichen, als sein Nest von anderen Störchen besetzt war. Leider sieht die Nisthilfe ein wenig ramponiert aus, aber Gustav schleppt schon fleißig Nistmaterial heran. Vielleicht kann er ein Weibchen für das Nest begeistern. Zumindest kann er sein bekanntes Nahrungsrevier weiter nutzen.

Etwas überraschend war es schon, dass Gustav sein Nest nicht zurückerobern konnte, denn das anwesende Storchenpaar hatte noch keine Eier gelegt.

Gustav auf seinem neuen Nest in Hohenlieth. Noch ist er allein. (Foto: Rolf Zietz)

 

Gustav ist auch zurück

Auf der Karte ist es noch nicht zu sehen, aber Gustav ist seit Samstag (7. April) wieder im Lande. Jetzt muss er um sein Nest kämpfen.

Gustav ist bald Zuhause

Auch Gustav hat nur noch eine kurze Stecke nach Pahlen zurückzulegen. Er nimmt einen etwas nördlicheren Kurs als Arthur. Das liegt daran, dass er den Karpatenbogen östlich umflogen hat. Seine letzte Ortung stammt vom 4. April und lag zwischen Warschau und Łódź. Auch er wird wohl schon am Wochenende eintreffen, denn der Wetterbericht verspricht gutes, sonniges Zugwetter für Störche.

Gustav in Moldawien

Gustav ist noch bis Samstag (31. März) am Schwarzen Meer geblieben. Dann ist er Richtung Nordosten gestartet, um die Karpaten östlich zu umfliegen. Dabei hält er einen Abstand von gut 100 Kilometern zu den Bergen. Am Samstagabend hatte er schon die Grenze zu Moldawien überquert.

Gustavs Nest ist derzeit von einem Paar besiedelt. Er muss sich also beeilen.

Abwarten!

Unsere drei Senderstörche an den Karpaten warten besseres Wetter ab. Michael und Gustav sind an ihren Rastplätzen verblieben. Arthur hingegen ist noch einige Kilometer nach Süden geflogen. Er befindet sich jetzt am Fluss Lacul Cocorilor in der Nähe des Ortes Gurbănești. Das liegt gut 45 Kilometer östlich der rumänischen Hauptstadt Bukarest. Das Wetter scheint etwas besser geworden zu sein. Hoffen wir, dass unsere Störche bald wieder aufbrechen können.

Störche kehren um!

Seit Tagen ist es rund um die Karpaten bitterkalt und es fällt sehr viel Schnee. Es gibt viele Meldungen, dass rumänische Dorfbewohner vom Schnee geschwächte Störche wieder aufpäppeln. Arthur, Michael und Gustav sind auch  vom Wintereinbruch betroffen, denn sie ziehen gerade an den Karpaten vorbei. Aber sie haben auf die Wetterkapriolen reagiert! Und so können wir ein sehr seltenes Phänomen beobachten. Unsere Störche drehen einfach um und fliegen ein Stück nach Süden, um besseres Wetter abzuwarten.

Arthur war schon ein ganzes Stück östlich an den Karpaten entlang geflogen. Am Samstag (17. März) gegen 9:00 Uhr drehte er um und flog zunächst wieder zu seinem Rastplatz zurück von dem er am frühen Morgen gestartet war. Am nächsten Tag flog er dann über 150 Kilometer nach Süden und am Montag (19. März) noch einmal 110 Kilometer. Seitdem rastet er unweit von Bukarest an einem kleinem Stausee, der mitten in einer flachen Ackerlandschaft liegt.

Michael hatte die Karpaten im Süden überwunden. Bis Samstag (17. März) hatte er Siebenbürgen durchquert und den Rand der nördlichen Karpaten erreicht. Er versuchte noch eine Überquerung, drehte aber am Montag um, flog 170 Kilometer nach Süden und landete in der ungarischen Pußta.

Gustav wollte die gleiche Route um die Karpaten nehmen, wie Arthur. Er kam aber nicht weit und kehrte am Samstag (17.März) um. Er rastete am (Montag 19. März) einen Tag lang an der Donau . Gestern wurde er südlich der rumänischen Hafenstadt Konstanza unweit des Schwarzen Meeres geortet.

Robert hat auch den Sinai erreicht

Robert hat am Samstag auch den Golf von Suez überquert, ganz wie es Gudrun Holgerloh in ihrem Kommentar vorausgesagt hatte. Robert brauchte für die gut 28 Kilometer breite Meerenge etwa 50 Minuten. Am Tag zuvor hatte gegen 12:00Uhr er die Küste am Gabal Zayit erreicht. Er kreiste dort ein wenig umher, aber wagte noch nicht die Überquerung. Wahrscheinlich war es zu windig für die anstregende Tour.

Ich habe einmal die genauen Zugrouten von Michael, Arthur, Gustav und Robert vor dem Hintergrund eines Satellitenbildes dargestellt. Natürlich sind bei Michael und Gustav nur wenige Ortungen dargestellt, weil ihr Sender nicht so viel liefert. Bei Arthur und Robert kann man die Route dagegen genau verfolgen.

Weil es am Gabal Zayit immer kräftig weht, wurde hier ein großer Windpark errichtet. Dieser Zugkorridor wird nicht nur von tausenden Weißstörche genutzt , sondern auch von vielen Greifvögeln. Deshalb wurde ein risikoarmer Standort gewählt. Zudem wurde eine Radaranlage installiert, die herannahende Vogelschwärme meldet. Dann werden die Turbinen abgeschaltet.

Die Zugrouten von vier Senderstörchen über den Golf von Suez 2018 (lila=Robert, gelb=Arthur, blau=Michael, orange=Gustav).

Gustav hat Europa erreicht

Auch Gustav hat Europa erreicht. Im Gegensatz zu Arthur und Michael hat er aber nicht die Route über Istanbul genommen, sondern ist Montag (12. März) um etwa 10:00 Uhr von Mudanya über das Marmarameer geflogen. Der Weg mag ein wenig beschwerlich sein, doch damit kürz er den Weg nach Europa  um einige Kilometer ab. Am nächsten Tag erreichte Gustav Bulgarien.