Gustav Beiträge

Gustav über dem Nil

Auch Gustav hat Afrika wohlbehalten erreicht. Am Freitag (13. Sept.) hatte er den Golf von Suez überquert. Am Samstag flog er über dem Nil unweit von Luxor in Richtung Süden.

Gustav folgt Michael

Gustav nutzt die gleiche Route wie Michael. Auch er umfliegt die Karpaten im Osten. Seine letzte Position kommt aus noch aus Rumänien. Er flog in Richtung Schwarzes Meer.

Gustav nahe Berlin

Auch Gustav ist am Donnerstag (29. Aug.) gestartet. Er flog am ersten Tag 270 Kilometer weit bis in das Rhinluch. Das ist eine Niedermoorlandschaft nordöstlich von Berlin. Hier liegt auch das Storchendorf Linum.

Das Storchenjahr 2019 geht zu Ende

So langsam geht das Storchenjahr 2019 zu Ende. Es sind zwar immer noch einige Jungstörche in den Nestern zu beobachten, aber die sie sind flügge und über fleißig für ihren ersten Herbstzug. Die ersten Störche haben sich auf den Weg in ihre Winterquartiere gemacht.

In diesem Sommer wuchsen ungewöhnlich viele Jungstörche in den Nestern in Schleswig-Holstein heran. Das Sommerwetter war für den Nachwuchs nicht zu nass, so dass keine Jungen an Unterkühlung umgekommen sind. Es war aber auch nicht zu trocken, so dass genug Futter vorhanden war. Vor allem waren die Bestände der Feldmaus in diesem Jahr geradezu explodiert. Feldmäuse sind eine beliebte und energiereiche Beute für Störche. Auf den Wiesen und Weiden konnte man immer wieder Weißstörche dabei beobachten, wie sie in Reihermanier an Mauselöchern lauerten, um dann blitzschell zuzustoßen und eine Maus zu packen.

Ein Weißstorch erbeutet eine Feldmaus. Im Sommer 2019 eine häufige Beobachtung (Foto: Kai-M. Thomsen).

Auch unsere Senderstörche haben viele Junge aufziehen können. Bei Michael in Bargen wurden zwei Jungstörche flügge. Wir hatten die Hoffnung, dass wir seine Partnerin mit Futter anlocken und fangen zu können , um sie auch mit einem Sender auszurüsten. Sie ließ sich allerdings nicht fangen. Da war wohl auch das tolle Nahrungsangebot in freier Natur viel attraktiver als unser Angebot. Gustav hat in Tielen drei Junge erfolgreich aufziehen können. Bei Hans Albert in Vaale sind zwei Junge ausgeflogen.

In Looft hat Arthur mit seiner Partnerin 4 Junge aufziehen können. Anfang Juli hatten wir Glück und konnten seine Partnerin ebenfalls mit einem Sender ausrüsten. Sie hat den Namen Elfi bekommen.

Die vier Jungen von Elfi und Arthur auf ihrem ersten Ausflug (Foto: Marion Pech).

 

Auch bei Lilly und Robert in Gribbohm flogen in diesem Sommer 4 Jungstörche aus. Leider scheint der Sender von Robert deffekt zu sein. Offenbar reicht die Batteriespannung nicht mehr aus, um viele Ortungen zu speichern und zu verschicken. So bekommen wir nur alle paar Tage mal eine Standortkoordinate zugeschickt und wissen zumindest wo Robert sich aufhält. Mal schauen, ob der Sender in südlicher Sonne sich wieder ausreichend aufladen kann.

Wir konnten in diesem Jahr noch einen zweiten Weißstorch mit einem Sender ausrüsten. Er hat den Namen Leo erhalten. Seine Geschichte ist eher ungewöhnlich: Im April wurde er in Tangerhütte (Sachsen-Anhalt) benommen aufgegriffen und zum Storchenhof Loburg gebracht. Er war offenbar bei einem Storchenkampf abgestürzt – hatte aber keine Verletzungen. Nachdem er sich wieder erholt hatte, konnte er am 5. August wieder freigelassen werden. Zuvor hatte er von Michael Kaatz, vom Storchenhof Loburg, einen Sender erhalten.

Leo siedelte sich daraufhin in Bindfelde bei Stendal an. Er hatte eine Partnerin, aber es kam zu keiner Brut. Leo machte sich deshalb bereits am 8. August auf dem Weg in den Süden. Gestern (20. August) befand er sich bereits in Anatolien. Leo ist also ein Ostzieher.

Einige langjährige Leserinnen und Leser unseres Storchentagebuches können sich sicherlich noch an die Störchin Adele erinnern. Sie brütete alljährlich auf einem Dach gegeüber meines Büros in Bergenhusen. Ihr Sender war im Juli 2016 ausgefallen. Immer wieder hofften wir Adele wieder einfangen zu können, um den Sender zu ersetzen. Leider wurde daraus nichts. Nun wurde sie vor einigen Wochen tot in einem Graben in der Umgebung von Bergenhusen aufgefunden. Offenbar wurde sie von einem Beutegreifer getötet. Darauf deuten die Verletzungen hin. Ihre drei Jungen konnten von ihrem Partner nicht mehr ausreichend versorgt und beschützt werden. Sie wurden in eine Pflegestation aufgenommen. Sie sind wohlauf und machen sich wie die vielen anderen Jungstörche dieses Jahrganges auf den Weg in den Süden. Adele wurde 10 Jahre alt – ein überdurchschnittliches Alter für wilde Störche.

In wenigen Tagen starten wir wieder mit den regelmäßigen Berichten vom Storchenzug und einer neu überarbeiteten Karte.

 

 

Ein gutes Jahr für Störche

Für unsere Störche in Schleswig-Holstein scheint es ein gutes Jahr zu werden. Sie kamen früh aus ihren Winterquartieren an ihre Nester zurück und konnten früh mit der Brut anfangen. Bisher sind lange Regenperioden und kaltes Wetter ausgeblieben, so dass es kaum zu Verlusten beim Nachwuchs kam. Außerdem fiel ausreichend Regen und die kleinsten Störche konnten satt werden. Und zu guter letzt gibt es in diesem Sommer reichlich Feldmäuse – eine bevorzugte Nahrung für die großen Jungstörche. So verwundert es nicht, dass aus den Nestern nicht nur ein oder zwei, sondern sogar drei und vier Jungstörche herausschauen.

Auch alle unserer Senderstörche haben reichlich Nachwuchs. Bei Lilly und Robert, sowie bei Arthur sind es vier Junge. Gustav hat in Tielen drei Junge und Hans Albert und Michael haben jeweils zwei.

Gustav brütet

Seit Montag (22. April) wird auch bei Gustav in Tielen gebrütet.

Gustav hat eine Partnerin

Da musste Gustav nicht lange warten. Am Mittwoch (3. April) fand sich ein unberingtes Weibchen in Tielen ein. Die Brutsaison kann beginnen.

Gustav ist angekommen

Von unseren fünf Ostziehern ist Gustav als erster zurück gekommen. Am Samstag (30. März) landete er auf seinem Nest in Tielen. Nach Tielen musste er bekanntlich im letzten Jahr ausweichen, weil sein Nest in Pahlen von früher heimgekehrten Störchen bereits besetzt war. So auch in  diesem Jahr. Da Tielen unweit von Pahlen, am nördlichen Ufer der Eider liegt, kann er sein angestammtes Revier weiter für die Nahrungssuche nutzen. Jetzt wartet er auf ein Weibchen.

Für den letzten Abschnitt seiner Reise durch Deutschland hat sich Gustav allerdings viel Zeit gelassen. Am Mittwochabend (27. März) war Gustav schon am Oderbruch. Donnerstag zog er nur gut 110 Kilometer nach Nordwesten, um in einer kleinen Ortschaft südlich der Müritz die Nacht zu verbringen. Am nächsten Tag ging es bis fast an die Ostseeküste. Bei Grevesmühlen, zwischen Lübeck und Wismar, machte er wieder Rast. Am Samstag flog er dann die restlichen 120 Kilometer nach Tielen.

Gustav hat Deutschland erreicht

Auch Gustav wird in Kürze seinen Brutplatz erreichen. Gestern Nachmittag (27. März) erreichte er das Oderbruch südlich von Bad Freienwalde. Nun sind es nur noch zwei Tagesetappen bis nach Pahlen. Und das Wetter soll auch gut werden, so dass er ohne Probleme fliegen kann.

Gustav in Polen

Gustav hat im Gegensatz zu Michael die bekannte Route über die Karpaten, durch Siebenbürgen bis nach Polen genutzt. Am Samstag (23. März) hatte er die Gegend um Krakau erreicht. Gut 900 Kilometer noch, dann hat auch er sein Brutgebiet erreicht.