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Ein wenig Abwechselung

Von Hans Albert gibt es nicht viel Neues. Am Montag (5. Nov.) stand ihm wohl der Sinn nach Abwechselung, denn er besuchte flussaufwärts kurz die Bewässerungsfelder am Rio Jarama.

Lilly ist noch im Sudan

Lilly vagabundiert schon seit einigen Wochen in der Savanne östlich des Blauen Nil umher. Dabei machte sie sogar einen kurzen Ausflug über die Grenze nach Eritrea. Aber vielleicht wird sie sich demnächst aufmachen, um nach Süden weiterzuziehen. Jedenfalls war es im vergangenen Winter so.

Robert hat den Sahel erreicht

Robert ist von einer Bewässerungsoase zur nächsten geflogen und hat auch so die Sahelzone im Sudan erreicht. Allerdings hat er dafür gut zwei Monate gebraucht. Ein ungewöhnlcihes Zugverhalten. Aufgrund der vielen Bewässerungsfelder, die in den letzten Jahren entlang des Nil entstanden sind, war diese Zugstategie erst möglich geworden. Sehen wir hier wie eine neue Zugstrategie beim Weißstorch entsteht?

Am Dienstag (6. Nov) ist Robert in ein traditionelles Bewässerungsgebiet geflogen, das südlich von Kharthum zwischen Weißen und Blauen Nil liegt. Aber seine Reise war hier immer noch nicht endgültig beendet, denn am nächsten Tag ging es noch ein Stück weiter nach Süden.

Gustav zieht nach Osten

Obwohl es Gustav in diesem Jahr ziemlich weit in den Westen des Tschad gezogen hat, bleibt er doch seinen alten Gewohnheiten treu, denn Anfang November wurde er wieder von einer Zugunruhe gepackt. Nun fliegt ervwieder nach Osten in Richtung Sudan, um sich dort ein neues Rastgebiet für den Rest des Winters zu suchen. Am Sonntag (4. Nov.) war er gestartet und hat jetzt schon den Lac Fitri hinter sich gelassen.

Arthur und Michael am Tschadsee

Arthur und Michael sind in gewisser Weise Gewohnheitstiere. Wie in den Jahren zuvor haben sie sich im Laufe des Oktobers nach Westen in Richtung Tschadsee begeben. Nun rasten sie schon seit einigen Wochen im nördlichen Becken des Tschadsees – im Grenzgebiet zwischen Tschad, Niger und Nigeria. Vor Jahrzehnten gab es hier noch eine Wasserfläche. Heute prägen dagegen trockene Sanddünen die Landschaft, die von feuchten Senken umgeben sind. In den Senken steht mal Wasser, mal sind sie so trocken, dass Landwirtschaft betrieben werden kann. Hier liegen die meisten Ortungen von Arthur und Michael.

Keine Neuigkeiten von Hans Albert

Von Hans Albert bei Madrid gibt es keine Neuigkeiten zu berichten. Jeden Tag fressen auf der Müllkippe und schlafen in den Teichen von El Porcal.

Ausflug zum Tschadsee

Gustav ist in diesem Jahr besonders weit nach Westen gezogen. Ungewöhnlich ist auch, dass er am 12. Okt. einen gut 250 Kilometer langen Ausflug nach Norden unternommen hatte, der ihn bis in den Nordteil des Tschadsees führte. Hier war Gustav das erste Mal, solange wie wir ihn beobachten. Lange hielt es ihn dort allerdings nicht, denn am nächsten Tag ging es wieder nach Süden. Aktuell rastet Gustav in der Savanne gut 25 Kilometer südlich des Tschadsees.

Stück für Stück nach Süden

So langsam bewegt sich Robert Richtung Sahel. Seine letzten Ortungen liegen gut 140 Kilometer nordwestlich von Khartum. Dort endet die Wüste. Seitdem Robert den Nil bei Luxor erreicht hatte flog er von einem Bewässerungsgebiet zum nächsten – immer Richtung Süden. In jedem Gebiet bliebt er jeweils für einige Tage. Während der Rast flog er nicht weit umher. Sein Verhalten ähnelte dem Verhalten von Westzieher in Spanien. Auch Robert musste offenbar nicht weit umherfliegen um sein Futter zu finden.

Robert befindet sich seit dem 18. Oktober auf einem Bewässerungsgebiet nordwestlich von Khartum. Gut zu erkennen sind die aktuell bewässerten Felder in grün. Hier hält sich Robert vor allem auf (Quelle: Sentinel layer – 2018\10\18 – Agriculture – Source: Esri, European Commission, European Space Agency, Amazon Web Services).

Arthur, Gustav und Michael sind nah bei einander

Arthur, Gustav und Michael halten sich im gleichen Gebiet südöstlich des Tschadsees auf. Ihre Ortungen liegen in einem Areal, dass nur 80 x 40 Kilometer groß ist. Sie sind parallel immer weiter nach Westen gewandert. Das Region scheint wohl in diesem Jahr für viele Störche besonders attraktiv zu sein. Selbst Gustav, der normalerweise weiter im Osten überwintert, hat es so weit nach Westen gezogen.

Bei Lilly keine Ortsveränderung

Lilly ist seit ihrer Ankunft immer noch im gleichen Gebiet. Sie vagabundiert in einem 70 x 40 Kilometer großern Gebiet umher, dass zwischen dem Blauen Nil im Westen und dem Fluss Atbara im Osten liegt. Die Region wird durch zahlreiche trockene Flussläufe geprägt. Daneben findet man das regelmäßige Muster einiger Felder.