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Arthur in Anatolien

Arthur hatte am Montag (7. Sept.) den Bosporus auf der ähnlichen Route überquert, die unsere anderen Senderstörche in diesem Jahr bereits genommen hatten. Er flog am Montag noch gut 260 Kilometer weit, um am Abend in der ebenen Ackerlandschaft bei Eskişehir eine Pause einzulegen. Die Nacht verbrachte er auf einem Baum nahe an einer Straße. Weit und breit die einzige hohe Struktur in der flachen Landschaft.

Gustav auf dem Golan

Gustav hatte am Samstag (5. Sept.) Anatolien durchquert und den Golf von Iskenderun erreicht. Am nächsten Morgen überquerte er die Bucht und erreichte Syrien. Nach einer Übernachtung unweit von Homs flog er am Montag bis in den Golan. Dann wird er über Israel weitergeflogen sein.

Ganz in der Nähe seines Rastplatzes befindet sich das Hula Valley. Es ist einerseits ein Feuchtgebiet und andererseits wird es auch landwirtschaftlich genutzt. Auf jeden Fall ist es ein wichtiges Rastgebiet für ziehende Weißstörche. Anbei zwei Links zu kurzen Videos, die ich von einem israelischen Kollegen erhalten habe: https://bit.ly/3gXupue https://bit.ly/31UxzL4. Die Videos zeigen mehr als 10.000 ziehende Weißstörche, die sich am 2. und 3. September im Gebiet aufhielten. In solch großen Ansammlungen sind auch unsere Senderstörche unterwegs. Die Region ist ein sog. Flaschenhals für ziehende Segelflieger, wie den Weißstorch und verschiedene Greifvogelarten, auf ihrem Weg nach Afrika.

Robert hat Anatolien durchquert

Vorgestern (8. Sept.) hatte Robert am Abend schon Anatolien durchquert und das Ufer des Golfs von Iskenderun erreicht. Zweieinhalb Tage brauchte er für die gut 800 Kilometer lange Strecke von Istanbul aus bis nach Iskenderun.

Gustav in Anatolien

Die aktuellste Ortung von Gustav stammt von Freitagabend (4. Sept.). Da war er gerade am Ufer des Tuz Gölu gelandet, um dort die Nacht im seichten Wasser zu verbringen. Der Tuz Gölu liegt mitten in Anatolien und ist der zweitgrößte See der Türkei. Es handelt sich um einen Salzsee. Nahrung dürfte Gustav hier also nicht gesucht haben.

Gustav hatte Ende August, im Gegensatz zu unseren anderen Senderstörchen, den Karpatenbogen im Osten umflogen und auf diese Weise die Schwarzmeerküste in Bulgarien erreicht. Am Donnerstag (3. Sept.) überquerte er den Bosporus, in dem er die südliche Küstenlinie von Istanbul entlang flog.

Arthur vor dem Bosporus

Gestern um ca. 11 Uhr Ortszeit befand sich Arthur in der Nähe des alten Flughafens von Istanbul. Da hatte er noch gut 12 Kilometer bis zum Bosporus. Dann hat auch er Europa verlassen.

 

Robert hat Anatolien erreicht

Robert hatte gestern (6. Sept.) den Bosporus überquert und Anatolien erreicht. Er flog dabei über die südlichen Stadteile von Istanbul.

Der Weg bis nach Istanbul hatte für Robert einige Hinternisse parat. Am 27. August flog Robert durch Siebenbürgen, um die Karpaten im Süden zu überqueren. Dies war wohl in diesem Jahr kein einfaches Unterfangen, denn er musste kurz vor den Bergen bei Kronstadt eine viertägige Pause bis zum 2. September einlegen, bevor er über die Berge fliegen konnte. Offenbar hinderte schlechtes Wetter den Segelflieger am Weiterflug. Danach musste er wieder einen Tag lang pausieren, bis er ohne weitere längere Zwischenstopps bis zum Bosporus ziehen konnte.

Leo in Syrien

Leo hat bereits die Türkei hinter sich gelassen und wurde gestern (6. Sept.) im Norden Syriens geortet. Zuvor, am 31. August überquerte Leo den Bosporus, ähnlich wie Fred, entlang der südlichen Küste von Istanbul. Drei Tage später hatte er Anatolien schon durchquert und den Golf von Iskenderun erreicht. Um den Golf von Iskenderun zu umfliegen brauchte er immerhin zwei Tage. Er machte längere Pausen. Vielleicht war schlechte Witterung die Ursache.

Nun geht es rasch über Syrien Richtung Israel und die Sinai Halbinsel.

Hans Albert ist schon in Spanien

Hans Albert ist als letzter unserer Senderstörche am 30. August zum Herbstzug gestartet. Er nahm seine übliche Route nach Südwesten über Bremen und das Rheinland nach Belgien. Frankreich überquerte er in südwestliche Richtung und erreichte am 4. September Bordeaux. Dort übernachtete in einem Vorort von Bordeaux. Am nächsten Morgen (6. Sept.) ging es weiter nach Süden wo Hans Albert die Pyrenäen im Westen überquerte . Am Abend landete er bei Saragosa am Ebro.

Fritzi zieht nach Westen

Obwohl Fritzi weit aus dem Osten Deutschlands kommt ist sie dennoch eine Westzieherin. Sie war am 25. August in der Nähe von Zwickau gestartet und ist zunächst Richtung Westen gezogen. Dann blieb sie zwei Tage lang in der Umgebung von Erfurt, um dann am 27. August Richtung Südwesten zu ziehen. Sie erreichte den Rhein und überflog das Elsaß. Nachfolgend zog sie in Richtung Lyon und von dort aus entlang der Rhone ans Mittelmeer. Am 3. September folgte sie der Küstenlinie bis an die Pyrenäen.

Im Gegensatz zu den Störchen aus Schleswig-Holstein überquerte sie die Pyrenäen im Osten und flog an den Ebro (4. September). Am nächsten Tag zog sie nach Madrid und landete am Abend auf der Mülldeponie von Vaciamadrid, so wie die meisten unserer Westzieher im Projekt.

Fred am Assuanstausee

Fred ist schon weit vorangekommen. Gestern (6. September) wurde er schon in der Nähe des Assuanstausees gut 30 Kilometer nordwestlich von Abu Simbel geortet. Damit hat er den beschwerlichsten Teil seiner Reise schon hinter sich gebracht. Jetzt muss er sich nur noch von den warmen Aufwinde über der Wüste tragen lassen und die Sahara überqueren. Dann kann er in der Sahelzone endlich Pause machen und seine Energiereserven auffüllen.

Zehn Tage zuvor (27. Aug.) hatte Fred den Bosporus entlang der Küstenlinie von Istanbul überquert. Die darauf folgende Nacht verbrachte er in den Bäumen eines Parks in Eskişehir, eine der größten Städte Anatoliens. Am 30. August hatte er dann Anatolien schon hinter sich gelassen. Von Syrien kommend nahm Fred dann eine weiter östlich gelegene Route über Jordanien, um dann südlich des Toten Meeres auf die Sinai Halbinsel abzubiegen. Am Freitag (4. September) erreichte Fred das afrikanische Festland und flog in Richtung Nil.

Am Assuanstausee, wo sich Fed gestern befand, entscheidet es sich, ob er nach Südwesten in den Tschad zieht, oder die Route Richtung Süden in den Sudan nimmt.