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Robert ist schon in der Türkei

Robert ist in sechs Tagen von der polnisch-slowakischen Grenze aus bis über den Bosporus geflogen. Das sind gut 1.300 Kilometer.

Er ist, wie alle anderen Senderstörche zuvor, südlich der Kaparten entlang durch Siebenbürgen hindurch gezogen. Am Samstag (9. September) hat er den Bosporus direkt überquert, indem er über die City von Istanbul geflogen ist.

Karte

Arthurs Rast am Marmarameer

Die Überquerung des Marmarameeres durch Arthur konnte ich detailliert nachzeichnen. Am Mittwochabend (30. August) machte Franziska Arici, Ornithologin aus Bursa, eine spannende Beobachtung. Hier ihr Bericht:

„Wir wohnen an einem Südhang genau zwischen Mudanya und Bursa. Am 30.8. abends bemerkten wir bei einbrechender Dämmerung einen großen Trupp Störche auf die bewaldeten Hügel hinter uns zufliegen. Da wir dachten, dass sie nicht mehr sehr weit fliegen würden, sind wir am nächsten Morgen noch im Dunkeln los und haben sie tatsächlich nur 2 km von unserem Haus gefunden. Man sah im Morgengrauen ihre Sihouetten. Als es
hell wurde, bemerkten wir, dass wir mitten zwischen ihnen waren. Rundherum und kilometerweit überall Störche, auf trockenen Bäumen, auf großen Kiefern, sogar auf Sträuchern und dicht gedrängt auf dem Boden zwischen Ölbäumen, auf einem kahlen Hügelkamm.. Möglich, dass Arthur dabei war.

Auch an den darauf folgenden Tagen kamen kleine Trupps und übernachteten noch näher am Haus auf hohen Kiefern. Man hörte sie von uns aus aufgeregt klappern, bis jeder seinen Rastplatz gefunden hatte.“

In der Zwischenzeit ist Arthur ein gutes Stück weitergezogen. Er hat Syrien hinter sich gelassen und wurde Montag (4. Sept.) in der Negevwüste geortet.

Rastende Weißstörche bei Bursa (Türkei). War auch Arthur unter ihnen? (Foto: Franziska Arici)

Gustav hat das Mittelmeer erreicht

Gustav hat im Gegensatz zu Arthur und Lilly das Mamarameer gemieden. Er ist stattdessen am Sonntag (3. Sept.) direkt über Istanbul gezogen. Die Nacht verbrachte er dann schon auf der asiatischen Seitte der Türkei. Am nächsten Tag zog Gustav dann gut 300 Kilometer bis nach Zentralanatolien. Am nächsten Abend nach gut 340 Kilometer hatte er das Taurusgebirge überquert und die Gegend bei Adana in der Nähe der Mittelmeerküste erreicht.

Michael im Tschad gelandet

Michael ist neben Gustav unser „dienstältester“ Senderstorch. In jedem Jahr hat er eine fast identische Zugroute genutzt. So ist er auch dieses Jahr wieder in den Tschad geflogen. In drei Tagen hat er die gut 1200 Kilometer lange Etappe über die Nubische Wüste geschafft. Jetzt kann er sich in der Sahelzone erst einmal satt fressen und langsam Richtung Südwesten ziehen. In ein paar Tagen hat er dann die Umgebung des Lac Fitri erreicht.

Ronja bei Madrid

Ronja ist in der Umgebung von Madrid geblieben. Sie meidet aber bisher die Mülldeponie von Vaciamadrid, von der nur eine Ortung kam. Stattdessen wurde sie meistens am Müllrecyclingwerk bei Pinto geortet.

Robert ist auch gestartet

Nun ist auch am Donnerstag (31. August) unser letzter Senderstorch gestartet. Auch er ist Richtung Südosten abgezogen. Robert ist schon 5 Jahre alt und wurde 2012 in Wacken beringt, dass nur wenige Kilometer von Gribbohm entfernt liegt.

Er ist es aber zunächst recht gemächlich angangen und ist nach nur 57 Kilometern wieder gelandet und hat nördlich von Hamburg die Nacht verbracht. Am nächsten Tag ist er bis die Nähe von Potsdam gezogen. Am Samstag machte er dann eine gut 350 Kilometer lange Etappe bis in die Umgebung von Breslau.

Gustav nimmt Kurs auf Istanbul

Gustav hatte am Freitag (1. Sept.) die Schwarzmeerküste in Bulgarie erreicht. Dann ging es am nächsten Tag weiter in die Türkei.

Lilly in Anatolien

Auch Lilly hat am Mittwoch (30. August) das Marmarameer überflogen. Im Gegensatz zu Arthur nahm sie aber eine westliche Route, um die Inseln im Marmarameer zu nutzen. Sie übernachtete auf der Halbinsel Erdek, damit sie am nächsten Tag ihre Reise über Anatolien fortsetzen konnte. Insgesamt scheint sie ein wenig langsamer unterwegs zu sein als Arthur. Am Samstagabend (2. Sept.) erreichte sie das Mittelmeer kurz vor Iskenderun.

Arthur hat die Türkei hinter sich gelassen

Auch Arthur kommt gut voran. Am Mittwoch (30. August) überflog er östlich das Marmarameer. Zunächst flog er parallel zur Küste, um dann den kurzen Weg zu Halbinsel von Yalova zu nehmen. Über der Halbinsel konnte er noch einemal in der Thermik an Höhe gewinnen und die Bucht bei Mudanya überqueren. Kurz vor Bursa landete Arthur dann in einem Wald um auf einem Baum die Nacht  zu verbringen. Am nächsten Tag ging es dann 380 Kilometer quer über Anatolien und am Freitag (1. September) überflog er das Taurus Gebirge und landete in der Nähe von Adana. Samstag dann umkurvte Arthur den Golf von Iskenderun und nahm Kurs auf Syrien.