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Arthur fliegt weit umher

Ende Dezember war Arthur in Nordnigeria wieder aufgetaucht, nachdem wir wochenlang keine Ortungen von ihm erhalten hatten. Zunächst zog er weiter Richtung Osten in den nördlichen Zipfel von Kamerun. Hier ist es schon deutlich grüner als im Norden Nigerias. Hier liegt auch der Waza Nationalpark. Der östliche Teil des Natioalparks wird während der Regenzeit vom Fluss Logone überflutet und ist feuchter als der westliche Teil an der Grenze zu Nigeria.

Für zwei Tage war der Waza Nationalpark das Rastquartier von Arthur, bevor er wieder Richtung Westen nach Nigeria abzog. Hier ist die Savanne wieder trockener. Auffällig war aber, dass Arthur längere Zeit in den Senken der trockenen Flussläufe geortet wurde. Zoome ich in das Satellitenfoto herein fällt auf, dass er bevorzugt an den noch vorhandenen Wasserstellen Rast machte.

Arthurs letzte bekannte Ortung stammt von Samstag (12. Januar). Da befand er sich gut 50 Kilometer westlich der Provinzhauptstadt Maiduguri. So weit im Westen kann er sogar auf Störche treffen, die über die westliche Zugroute nach Afrika gezogen sind.

Arthur ist wieder aufgetaucht

Am zweiten Weihnachtsfeiertag gab es wieder einige Meldungen von Arthur. Er hatte den Tschadsee verlassen und wurde in der Provinz Borno in Nordnigeria, gut 70 Kilometer nordwestlich der Provinzhauptstadt Maiduguri geortet. Wo er sich in den Wochen zuvor aufgehalten hat, wissen wir noch nicht, denn es wurden von seinem Sender keine weiteren Informationen geliefert. Die flache Savannenlandschaft ist hier mit trockenen Ackerflächen durchsetzt. Das nächste Mal wurde Arthur gestern (1. Jan.) gut 190 Kilometer weiter östlich unweit der Grenze zu Kamerun geortet. Er scheint also wieder auf den Weg in Richtung Tschad zu sein.

Nichts Neues am Tschadsee

Michael und Arthur befinden sich immer noch im nördlichen Teil des Tschadsees, wobei nur bei Michael der genaue Aufenthaltort bekannt ist. Von Arthur gibt es noch immer keine aktuellen Ortungen.

Michael und Arthur am Tschadsee

Bei Michael und Arthur gibt es keine Neuigkeiten zu vermelden. Sie befinden sich immer noch im Norden des Tschadsees. Von Arthur haben wir allerdings seit drei Wochen keine neuen Ortungen mehr erhalten. Das ist aber, wie wir aus den Vorjahren wissen, in der Gegend vollkommen normal.

Arthur und Michael am Tschadsee

Arthur und Michael sind in gewisser Weise Gewohnheitstiere. Wie in den Jahren zuvor haben sie sich im Laufe des Oktobers nach Westen in Richtung Tschadsee begeben. Nun rasten sie schon seit einigen Wochen im nördlichen Becken des Tschadsees – im Grenzgebiet zwischen Tschad, Niger und Nigeria. Vor Jahrzehnten gab es hier noch eine Wasserfläche. Heute prägen dagegen trockene Sanddünen die Landschaft, die von feuchten Senken umgeben sind. In den Senken steht mal Wasser, mal sind sie so trocken, dass Landwirtschaft betrieben werden kann. Hier liegen die meisten Ortungen von Arthur und Michael.

Arthur, Gustav und Michael sind nah bei einander

Arthur, Gustav und Michael halten sich im gleichen Gebiet südöstlich des Tschadsees auf. Ihre Ortungen liegen in einem Areal, dass nur 80 x 40 Kilometer groß ist. Sie sind parallel immer weiter nach Westen gewandert. Das Region scheint wohl in diesem Jahr für viele Störche besonders attraktiv zu sein. Selbst Gustav, der normalerweise weiter im Osten überwintert, hat es so weit nach Westen gezogen.

Arthur, Gustav und Michael im Sahel

Arthur, Gustav und Michael sind nun schon eine Zeit lang in ihrem ersten Winterquartier im Sahel. Während Michael schon weit westlich zwischen Tschadsee und Lac Fitri rastet, befinden sich Arthur und Gustav noch nördöstlich des Fitri. Natürlich stellen wir uns die Frage wie es ihnen zur Zeit dort ergeht und wie es dort aussieht.

Grundsätzlich dürfte die Situation für unsere Störche in diesem Herbst recht gut sein, denn bevor sie im Sahel angekommen sind, brachte in diesem Jahr die alljährliche Regenzeit offenbar gute Regenfälle und die Vegetation konnte sich gut entwickeln. So gibt es reichlich Insekten für die Störche zu erbeuten. Der ausgiebige Regen wird aber auch die Menschen in der Region erfreut haben.

Ortungen unserer Senderstörche seit dem 15. September aus dem Tschad. Gut zu erkennen sind die feuchten Flächen des Tschadsees und des Lac Fitri (Quelle: Sentinel layer – 2018\09\28 – Agriculture – Source : Esri, European Commission, European Space Agency, Amazon Web Services).

Seit kurzem gibt es für uns die Möglichkeit die aktuelle Situation vor Ort auch aus der Ferne heraus einzuschätzen. Die europäische Weltraumagentur ESA betreibt einige Satelliten zur Erdbeobachtung. Die Daten dieser Sentinel-Satelliten stehen im Internet frei zur Verfügung. So können wir die Ortungen unserer Störche vor dem Hintergrund der aktuellen Vegetationsverhältnisse darstellen. Hier die Beispiele für Michael und Gustav. Es ist viel grün zu erkennen un d das bedeutet, dass hier viel Vegetation vorhanden ist. Wir sehen aber auch feuchte Flächen.

Ortungen seit dem 15. September von Michael aus dem Tschad. Satellitenfoto vom 26.09.2018. Grün zeigt Vegetation. Dazwischen befinden sich trockene unbewachsene Flächen (Brauntöne). Michael hielt sich vor allem auf den bewachsenen Flächen auf. Blaugefärbt sind Feuchtflächen (Quelle: Sentinel layer – 2018\09\28 – Agriculture – Source : Esri, European Commission, European Space Agency, Amazon Web Services).

Ortungen seit dem 15. September von Gustav aus dem Tschad. Satellitenfoto vom 23.08.2018. Grün zeigt Vegetation. Dazwischen befinden sich trockene unbewachsene Flächen (Brauntöne). Blaugefärbt sind Feuchtflächen (Quelle: Sentinel layer – 2018\09\28 – Agriculture – Source : Esri, European Commission, European Space Agency, Amazon Web Services).

Athur ist im Tschad angekommen

Arthur hat die Nubische Wüste wohlbehalten hinter sich gelassen. Vorgestern (11. Sept.) sendete er die ersten Ortungen aus dem Tschad. Für die 1.260 Kilometer lange Wüstenetappe benötigte Arthur vier Tage. Dann flog er noch einmal 160 Kilometern nach Südweste und erreichte sein erstes Winterquartier.

Arthur am Assuan Stausee

Von Arthur gibt es einige neue Ortungen. Sehr weit ist er in den letzten Tagen noch nicht gekommen.

Am Montag (3. Sept.) flog er parallel zum Nil um kurz vor Assuan die Nacht zu verbringen. Am nächsten Tag zog er über die Wüste, um schon nach 180 Kilometern am Ufer des Assuan Stausees zu landen. Mittwoch und Donnerstag machte er nur sehr kurze Tagesetappen entlang des großen Stausees. Erst am Freitag (7. Sept.) verließ er den Assuan Stausee, um noch ein paar Kilometer entlang des Nils zu ziehen.

Ein ungewöhnliches Verhalten, denn so lange halten sich die ziehenden Störche während des Herbstzuges nicht am Nil und dem Assuan Stausee auf.  Normalerweise verlassen sie rasch den Assuan Stausee, um in langen Tagesetappen die Nubische Wüste zu überqueren. Behindert etwa Gegenwind aus dem Süden den Storchenzug?

Von Arthur keine Meldung

Arthurs Sender liefert über das Mobilfunknetz die Ortungen an uns. In der Sahara gibt es aber kaum Mobilfunkmasten. Da Arthur sich auf dem Weg über die Wüste befindet, muss es mich nicht beunruhigen, dass es keine Meldungen von Arthur gibt. Sobald er den Tschad erreicht gibt es Neuigkeiten.

Zuvor hatte Arthur am Sonntagabend (2. Sept.) bei Luxor den Nil erreicht. Er übernachtete in der Wüste und am nächsten Morgen gibt es zahlreiche Ortungen aus der Niloase. Hat er dort nach Nahrung gesucht? Ungewöhnlich, denn die meisten Störche ziehen ohne zu fressen Richtung Nubischer Wüste weiter.