Arthur Beiträge

Athur ist im Tschad angekommen

Arthur hat die Nubische Wüste wohlbehalten hinter sich gelassen. Vorgestern (11. Sept.) sendete er die ersten Ortungen aus dem Tschad. Für die 1.260 Kilometer lange Wüstenetappe benötigte Arthur vier Tage. Dann flog er noch einmal 160 Kilometern nach Südweste und erreichte sein erstes Winterquartier.

Arthur am Assuan Stausee

Von Arthur gibt es einige neue Ortungen. Sehr weit ist er in den letzten Tagen noch nicht gekommen.

Am Montag (3. Sept.) flog er parallel zum Nil um kurz vor Assuan die Nacht zu verbringen. Am nächsten Tag zog er über die Wüste, um schon nach 180 Kilometern am Ufer des Assuan Stausees zu landen. Mittwoch und Donnerstag machte er nur sehr kurze Tagesetappen entlang des großen Stausees. Erst am Freitag (7. Sept.) verließ er den Assuan Stausee, um noch ein paar Kilometer entlang des Nils zu ziehen.

Ein ungewöhnliches Verhalten, denn so lange halten sich die ziehenden Störche während des Herbstzuges nicht am Nil und dem Assuan Stausee auf.  Normalerweise verlassen sie rasch den Assuan Stausee, um in langen Tagesetappen die Nubische Wüste zu überqueren. Behindert etwa Gegenwind aus dem Süden den Storchenzug?

Von Arthur keine Meldung

Arthurs Sender liefert über das Mobilfunknetz die Ortungen an uns. In der Sahara gibt es aber kaum Mobilfunkmasten. Da Arthur sich auf dem Weg über die Wüste befindet, muss es mich nicht beunruhigen, dass es keine Meldungen von Arthur gibt. Sobald er den Tschad erreicht gibt es Neuigkeiten.

Zuvor hatte Arthur am Sonntagabend (2. Sept.) bei Luxor den Nil erreicht. Er übernachtete in der Wüste und am nächsten Morgen gibt es zahlreiche Ortungen aus der Niloase. Hat er dort nach Nahrung gesucht? Ungewöhnlich, denn die meisten Störche ziehen ohne zu fressen Richtung Nubischer Wüste weiter.

Arthur erreicht Ägypten

Auch Arthur zieht ohne Pausen nach Afrika. Am Mittwoch und Donnerstag überquerte Arthur Syrien, um am Donnerstagnachmittag (30. August) südlich des Golan auf der Seite Jordaniens zu landen. Dort hielt er sich den ganzen Nachmittag und Abend auf den Feldern auf. Wahrscheinlich hat er sich noch einmal richtig satt gefressen, denn jetzt kommen die Etappen über die Wüste. Da gibt es nichts.

Danach war erst einmal bis zum Sonntag (2. Sept.) Funkstille. Dann wurde er schon in Ägypten gut 50 Kilometer vom Nil entfernt geortet.

Arthur durchquert Anatolien

Arthur hat in drei Tagesetappen Anatolien überquert. Er übernachtete am Sonntag (26. Aug.) bei Eskişehir und Montag bei Konya. In der Feldlandschaft bei Konya muss sich Arthur noch einmal richtig satt gefressen haben, denn seine Ortungen zeigen, dass er die Felder intensiv abgesucht hat. Gestern gegen 10 Uhr wurde er im Anflug auf das Taurus Gebirge geortet.

Sonntagmorgen am Bosporus

Arthur brauchte gut zwei Tage um Siebenbürgen zu durchfliegen. Am Donnerstagabend (23. Aug.) übernachtete er bei Kronstadt, bevor er sich am nächsten Tag daran machte die Karpaten zu überqueren. Nach einer Tagesetappe von 250 Kilometern machte er in Bulgarien Rast. Weiter ging es entlang der Küste des Schwarzen Meeres in die Türkei. Gestern, am Sonntag (26. August), gegen 10 Uhr überquerte Arthur den Bosporus am südlichen Ufer. Nun hat auch er Asien erreicht.

Arthur in Rumänien

Arthur hat eien anderen Weg als Michael gewählt. Er hatte am Dienstag (21. Aug.) die Karpaten bei Kosice im Osten der Slowakei überquert und ist in Richtung Siebenbürgen weitergezogen. Er übernachtete in der Feldlandschaft unweit von Satu Mare.

Auch Arthur ist unterwegs!

Nun hat es auch Arthur zum Aufbruch getrieben. Am Freitag (17. August) ist er nun auch zum Herbstzug gestartet. Er ist früh dran, denn im vergangenen Jahr war er fünf Tage später gestartet. Zunächst ging es nur eine kurze Strecke nach Südwesten. Am Nachmittag landete er auf einem Getreidesiloturm in Kisdorf, wo er die Nacht verbrachte. Am nächsten Morgen ging es weiter.

Die Brutsaison bei den Senderstörchen

Nach langer Pause möchte ich kurz über das Brutgeschäft bei unseren Senderstörchen berichten. Der Sommer war bei uns in Schleswig-Holstein bisher trocken und sonnig. Trotzdem haben unsere Störche genug Futter gefunden und lange Regenperioden, bei denen die Jungen umkommen können, sind ausgeblieben. So sind viele Küken groß geworden.

Bei Robert und Lilly wurden drei Junge groß, bei Michael, Arthur und Adele jeweils zwei Junge. Gustav und seine neue Partnerin waren noch um den 15. Mai mit der Brut angefangen. Sie hörten aber nach ein paar Wochen wieder auf zu brüten, so dass die beiden in diesem Jahr ohne Nachwuchs blieben.

Die Jungstörche haben zwischenzeitlich einen Ring bekommen und trainieren das Fliegen. Bald verlassen sie ihr Nest.

Brutgeschäft bei Arthur

Arthur ist am Nest gelandet während seine Partnerin brütet (Foto: Meike Dose).