Arthur Beiträge

Zugstau vor dem Bosporus

Elfi, Leo und Arthur müssen eine Pause einlegen, bevor sie weiter nach Europa ziehen können. Seit mehr als einer Woche ist das Wetter am Marmarameer bewölkt und stürmisch. Kein günstiges Zugwetter. Das wird wird die Ursache für ihre Zwangspause sein. Aber nicht nur für unsere drei Senderstörche. Vielmehr rasten mittlerweile viele große Storchentrupps in der Region und warten auf günstiges Zugwetter. Die Pause können die Störche nutzen, um auf Feldern und Wiesen neue Kräfte zu sammeln.

Arthur scheint allerdings genug vom Warten zu haben. Er nähert sich Stück für Stück Istanbul und wird wahrscheinlich den Bosporus nahe des Schwarzen Meeres überqueren.

Zwangspause am Bosporus

Der Heimzug unserer drei Senderstörche Elfi, Leo und Arthur stockt. Sie sitzen in der Türkei vor dem Bosporus fest.

Besonders die Zugroute von Elfi ist auffällig. Sie startete am Dienstag (24. März) um die Mittagszeit zur Überquerung des Marmarameeres und flog über die Halbinsel von Yalova in der Nähe der Stadt Bursa. Sie landete etwa eine Stunde später auf der Insel Imrali Adasi und musste dort bis zum nächsten Morgen rasten.  Am nächsten Morgen startete sie erneut, musste aber nach einer Stunde Flug auf halben Weg über dem Mamarameer umdrehen. Sie landete südlich des Kuş Gölü (See) und rastet dort in der Aue eines kleinen Flusses.

Leo und Arthur haben dagegen erst gar keinen Versuch unternommen, um nach Europa zu gelangen. Sie legten an zwei unterschiedlichen Orten in der Umgebung des Iznik Sees eine Pause ein.

Arthur ist wieder online

Der Sender von Arthur meldet wieder regelmäßig seine Daten. Auch die Batteriespannung ist wieder normal. Gestern (22. März) befand sich Arthur in Anatolien und hatte etwa die Hälfte der Strecke bis zum Bosporus zurückgelegt.

Arthur hatte am Dienstag (17. März) Israel verlassen und ist über den Libanon und Syrien in die Türkei gezogen. Am Freitag (20. März) übernachtete Arthur auf einer Mülldeponie nahe von Iskenderun in der Türkei. Früh am nächsten Morgen überflog Arthur die Stadt Iskenderun und überquerte auf direktem Weg den Golf von Iskenderun. Für den 37 Kilometer breiten Golf brauchte er 55 Minuten. Am Nachmittag hatte er das Taurus Gebirge hinter sich gelassen und nach mehr als 300 Kilometer das anatolische Hochland erreicht.

 

Arthur ist wohlauf

Auf unserer Karte ist Arthurs Position immer noch in Ägypten vor dem Golf von Suez. Aber Arthur ist bereits in der Türkei. Sein Sender hat derzeit eine niedrige Batteriespannung, sodass keine Daten heruntergeladen werden. Wir müssen abwarten.

Position unserer Senderstörche

Arthur hat sich seit dem 27. Februar nicht gemeldet, da er sich wohl in einem Gebiet ohne Mobilfunknetz befindet.

Elfi befand sich am 3. März südlich der Nilschleife  von Khartum und dürfte sich aktuell schon in Ägypten befinden.

Robert überquerte Istanbul am 2. März und flog bis Burgas in Bulgarien immer an der Küste entlang. Von dort zog er ins Inland und erreichte am 4. März die zu Rumänien.

Gustav überquerte die Grenze nach Ägypten am 3. März und meldete sich heute vom Nil bei Al Madiq.

Arthur nimmt den Kurs nach Norden

Nachdem Arthur die Stadt Abéché nördlich passiert hatte wechselte er am Sonntag (23. Feb.) die Richtung von Ost nach Nord. Bis vorgestern (25. Feb.) kam er allerdings nicht sehr weit voran. Gab es Gegenwind, der seinen Flug behinderte? Die nächsten Etappen werden ihn über die Nubische Wüste bis an den Nil führen.

Arthur ist nur langsam unterwegs

So richtig weit ist Arthur noch nicht gekommen. In der vergangenen Woche drehte er zunächst einmal westlich des Lac Fitri eine Schleife und rastete an mehreren Orten in der Savanne. Am Freitag (21. Feb.) startete er dann endgültig zur Heimreise, umflog nördlich den Lac Fitri, um gut 170 Kilometer nach Osten zu ziehen. Am nächsten Tag legte er noch einmal die gleiche Entfernung zurück. Den Sudan hat er aber noch immer nicht erreicht.

Arthur ist auf dem Heimweg

Arthur ist am Freitag (14. Feb.) zu seinem Heimflug gestartet. Das ist exakt der gleiche Tag wie im vergangenen Jahr. Seine Reise begann er in Nordnigeria unweit der Provinzhauptstad Maiduguri und führte ihn zunächst gut 150 Kilometer nach Osten Richtung Kamerun. Am nächsten Tag erreichte er schon den Tschad, wo er östlich von Djamena einen Tag lang Pause machte. Am Montag (17. Feb.) zog er dann 130 Kilometer weiter nach Osten.

Noch keine Aufbruchstimmung in Afrika

Unsere Senderstörche in Afrika zeigen noch keine Aktivitäten zum Heimzug. Elfi befindet sich immer noch im Dafur. Ihre letzten Ortungen kommen aus der Umgebung der Stadt Nyala. Gustav befindet sich gut 500 Kilometer weiter östlich in Kordofan. Auch er befindet sich seit Wochen noch immer im gleichen Rastgebiet. Arthur müsste sich noch immer in Nord-Nigeria befinden. Und Roberts Sender scheint jetzt wirklich nicht mehr zu senden.

Ein Lebenszeichen von Arthur

Arthur war Ende Oktober in den nördlichen Teil des Tschadsees geflogen. Seitdem haben wir keine Informationen über seinen Verbleib erhalten. Heute gab es endlich mal eine kurze Meldung von seinem Sender. Sie stammt aus Nord-Nigeria gut 70 Kilometer südwestlich der Provinzhauptstadt Maiduguri. Die Ortung kommt mitten aus einem Feuchtgebiet. Arthur ist also wohlauf. Vielleicht macht er sich langsam auf den Rückweg.