Arthur Beiträge

Arthur nimmt den Kurs nach Norden

Nachdem Arthur die Stadt Abéché nördlich passiert hatte wechselte er am Sonntag (23. Feb.) die Richtung von Ost nach Nord. Bis vorgestern (25. Feb.) kam er allerdings nicht sehr weit voran. Gab es Gegenwind, der seinen Flug behinderte? Die nächsten Etappen werden ihn über die Nubische Wüste bis an den Nil führen.

Arthur ist nur langsam unterwegs

So richtig weit ist Arthur noch nicht gekommen. In der vergangenen Woche drehte er zunächst einmal westlich des Lac Fitri eine Schleife und rastete an mehreren Orten in der Savanne. Am Freitag (21. Feb.) startete er dann endgültig zur Heimreise, umflog nördlich den Lac Fitri, um gut 170 Kilometer nach Osten zu ziehen. Am nächsten Tag legte er noch einmal die gleiche Entfernung zurück. Den Sudan hat er aber noch immer nicht erreicht.

Arthur ist auf dem Heimweg

Arthur ist am Freitag (14. Feb.) zu seinem Heimflug gestartet. Das ist exakt der gleiche Tag wie im vergangenen Jahr. Seine Reise begann er in Nordnigeria unweit der Provinzhauptstad Maiduguri und führte ihn zunächst gut 150 Kilometer nach Osten Richtung Kamerun. Am nächsten Tag erreichte er schon den Tschad, wo er östlich von Djamena einen Tag lang Pause machte. Am Montag (17. Feb.) zog er dann 130 Kilometer weiter nach Osten.

Noch keine Aufbruchstimmung in Afrika

Unsere Senderstörche in Afrika zeigen noch keine Aktivitäten zum Heimzug. Elfi befindet sich immer noch im Dafur. Ihre letzten Ortungen kommen aus der Umgebung der Stadt Nyala. Gustav befindet sich gut 500 Kilometer weiter östlich in Kordofan. Auch er befindet sich seit Wochen noch immer im gleichen Rastgebiet. Arthur müsste sich noch immer in Nord-Nigeria befinden. Und Roberts Sender scheint jetzt wirklich nicht mehr zu senden.

Ein Lebenszeichen von Arthur

Arthur war Ende Oktober in den nördlichen Teil des Tschadsees geflogen. Seitdem haben wir keine Informationen über seinen Verbleib erhalten. Heute gab es endlich mal eine kurze Meldung von seinem Sender. Sie stammt aus Nord-Nigeria gut 70 Kilometer südwestlich der Provinzhauptstadt Maiduguri. Die Ortung kommt mitten aus einem Feuchtgebiet. Arthur ist also wohlauf. Vielleicht macht er sich langsam auf den Rückweg.

Die Senderstörche um den Jahreswechsel

Bis zum Jahresende ist bei unseren Senderstörchen einiges passiert. Von Arthur und Robert haben wir bis jetzt keine Informationen, was uns aber nicht beunruhigen soll. Roberts Sender hat ohnehin immer weniger Daten geliefert und dürfte nur noch unter optimalen Bedingenungen senden. Und Arthur befindet sich wahrscheinlich im nördlichen Tschadseebecken, wo es kein Mobilfunknetz gibt.

Es gibt jedoch eine traurige Nachricht zu vermelden. Von Michael haben wir seit dem 6. Dezember keine Informationen mehr und die letzten Positionsdaten belegen, das er wohl tot ist. Die letzten Ortungen kamen aus dem nördlichen Tschadseebecken, wo er alljährlich einen großen Teil des Winters verbrachte. Der letzte Ort ist ein Gebüsch in der Nähe eine kleinen Siedlung. Über die Ursachen können wir nur spekulieren. Er war neben Gustav unser „dienstältester“ Senderstorch, der uns seit mehr als neun Jahren viele interessante Daten lieferte. Wie alt er tatsächlich war, wissen wir allerdings nicht, der er wurde nicht als Nestling beringt.

Gustav hatte Mitte Dezember die Region um Wad Madani wieder verlassen und ist wieder westlich des Weißen Nil geflogen. Es ist die Region um die Stadt Umm Ruwaba. Die Stadt liegt an einem periodisch Wasser führenden Flusslauf mit Namen Khawar Abu Habi, der zum Weißen Nil hin entwässert. Im Satellitenbild ist der Flusslauf grün und scharf von der nördlich liegenden Savanne abgegrenzt. Das Satellitenbild zeigt Felder und einige kleine Gewässer. An diesen Gewässern hat Gustav sich gern während der Nacht aufgehalten. Im seichten Wasser ist er vor Feinden sicher. Diese Region ist seit vielen Jahren im Dezember und Januar das traditonelle Überwinterungsgebiet von Gustav.

Leo hat sich seit Anfang Dezember westlich des Lac Fitri aufgehalten. Die flache Savannenlandschaft ist von vielen trockenen Flussläufen durchzogen. Hier und da finden sich seichte Wasserstellen.

Elfi befindet sich weiterhin in der Region Dafur im Sudan. Zunächst hielt sie sich in der Gegend um Nyala auf. Hier suchte sie ihre Nahrung vor wiegend auf den vielen Ackerflächen der Region. Aber auch hier finden sich flache Gewässer, die von Elfi aufgesucht wurden, um die Nacht im flachen Wasser zu verbringen oder einfach zu trinken. Am 21. Dezember ist Elfi gut 120 Kilometer nach Südwesten geflogen und hält sich seitdem in der mit Bäumen bestandenen Savanne der Region auf.

Hans Albert verbringt  im Gegensatz zu den ostziehenden Störchen in Afrika ohne große Wanderungen bei Madrid den Winter. Zwei große Aktivitätszentren sind zu erkennen. Zum einen natürlich die Mülldeponie,  auf der er seine Nahrung finden und zum anderen die Kiesteiche von El Porcall, in deren flachen Wasser er die Nächte verbringt. Ab und dann sucht er die Wiesen am Fluss Manzanares oder die kreisrunden Bewässerungsfelder südöstlich von Rivas-Vaciamadrid auf.

Michael wieder zurück an den Tschadsee

Michael hielt es nur gut zwei Wochen in der Savanne südöstlich des Tschadsees aus. Am 11. November ist er wieder Richtung Norden gezogen. Seitdem hält er sich in einem gut 400 Quadratkilometer großen Gebiet im nördlichen Becken des Tschadsees östlich der Grenze zum Niger auf. Dies ist seit vielen Jahren sein angestammtes Überwinterungsgebiet. Hier dürfte sich auch Arthur aufhalten, von dem wir derzeit keine Informationen haben.

Arthur und Michael auf dem Weg zum Tschadsee

Arthur und Michael haben sich zeitgleich am Freitag (25. Okt.) auf den Weg nach Westen gemacht. Ihr Ziel ist, wie in jedem Winter, der Norden des Tschadsees.  Arthur war zuvor noch mehr als 75 Kilometer nach Norden gezogen, um dort am Rande der Sahara zwei Tage lang zu rasten. Eine recht unwirtliche Gegend, denn das Satellitenbild zeigt vorwiegend Sand und nur wenige Bäume oder Büsche. Aber der Regen hat in diesem Jahr dort wohl viel Gras wachsen lassen. Michaels Route verläuft etwas weiter südlich.

Arthur ist wieder aufgetaucht

Arthur war für eine längere Zeit verschwunden, d. h. sein Sender hatte kein Netz. Nun ist er wieder „aufgetaucht“ und hat eine große Menge an Ortungen geschickt. Er rastete bis zum Montag (14. Okt.) in der Savanne gut 90 Kilometer nördlich von Abéché. Dann ist er mehr als 300 Kilometer weiter nach Westen gezogen. Sein aktuelles Rastgebiet liegt derzeit mehr als 50 Kilometer nördlich des Lac Fitri. Das ist sehr ungewöhnlich. In den Jahren zuvor rasteten unsere Senderstörche, auch Arthur, meist südlich des Sees. Vermutlich war die Regenfront während der vergangenen Regenzeit weiter nach Norden vorgedrungen als üblich. So ist es dort „grüner“ als in den Vorjahren, so dass vermutlich auch mehr Insekten vorkommen.

Ein Blick auf das Satellitenbild zeigt eine sandige Ebene mit Dünen und baumbestandenen Tälern. Arthur hält sich derzeit vorwiegend in einem ausgetrockneten Flusstal auf.

Keine Neuigkeiten aus dem Sahel

Arthur, Michael, Gustav und Leo befinden sich immer noch im Gebiet zwischen Abéché und dem Lac Fitri. Neuere Informationen haben wir allerdings nur von Gustav und Michael. Arthur und Leo haben kein Netz, so dass es keine Informationen von ihnen gibt.