Arthur Beiträge

Die Heimreise beginnt

Bei uns erreichen schon die ersten Weißstörche ihre Nester. Dabei kann man nur vermuten, wo sie den größten Teil des Winters verbracht haben. Vielleicht gehören sie auch zur immer größer werdenden Zahl der Störche, die im Brutgebiet überwintern. Zumindest waren sie nicht in Afrika. Vielleicht waren sie auch nur einige hundert Kilometer nach Süden geflogen und haben in Frankreich überwintert. Eines ist sicher – ihre Zahl nimmt offenbar stetig zu.

So mancher wird sich bei Blick aus dem Fenster fragen: Wie kommen die bei Eis und Schnee hier bei uns durch. Kälte macht den Störchen nichts aus. Nur die Futtersuche wird schwierig. Aber die Störche können ohne Probleme eine Zeit lang hungern. Und wenn es zu lange so kalt bleibt, ziehen sie einfach wieder ein Stück nach Süden.

Die ersten unserer Senderstörche sind zum Heimzug gestartet. Sie werden noch gut 6 Wochen benötigen, bis wir sie auf ihren Nestern begrüßen können.

Michael und Arthur im Tschad See

Michael und Arthur waren eine lange Zeit lang gemeinsam im nördlichen Teil des Tschad Sees. Ob sie im gleichen Trupp herumvagabundiert sind, kann ich aus den Daten nicht erkennen. Ihre Ortungen vom 4. Januar lagen immerhin nur 8 Kilometer weit auseinander. Wahrscheinlich fliegen dort mehrere große Storchentrupps umher.

Arthur verließ das Gebiet bereits am 7. Januar und zog nach Süden. Am Dienstag meldete er sich dann 30 Kilometer nordöstlich von Maiduguri. Das ist die Provinzhauptstadt der nigerianischen Provin Borno, die eine traurige Berühmtheit erlangt hat. Hier hält er sich in einer feuchten Flussniederung auf.

Michael zog es erst vorgestern (17. Januar) nach Süden. Er flog zunächst 180 Kilometer nach Süden, um dann am nächsten Tag nach Südost abzubiegen und den Nordzipfel von Kamerun zu überqueren. Gestern ist er am Logone Fluss gelandet. Hier ist es schon sehr grün.

Nichts Neues bei Michael

Michael befindet sich wie in jedem Jahr im nördlichen Teil des Tschadsees. Auch Arthur dürfte sich dort noch immer befinden, obwohl wir keine Meldungen von ihm bekommen. Aber das kennen wir ja schon aus den Vorjahren. Das nördliche Tschadseebecken scheint ein sehr guter Rastplatz für unsere Störche zu sein, denn sie müssen nicht so weit umher streifen, um an Futter zu gelangen.

Michael und Arthur im gleichen Schwarm?

Michael und Arthur scheinen sich im gleichen Schwarm aufzuhalten. Vorgesten (22. Nov.) um 9:00 Uhr lagen ihre Ortungen nur gut 40 Meter auseinander. Danach flogen offenbar beide parallel nach Norden. Allerdings allein werden sich die beiden dort nicht getroffen haben, vielmehr rasten wahrscheinlich hunderte, wenn nicht tausende Störche im gleichen Gebiet.

Weiter kein Kontakt zu Robert

Von Robert gibt es weiter keine neuen Informationen. Ich halte es für möglich, dass er sich in Eritrea aufhält.

Wieder Meldungen von Arthur

Nach gut drei Wochen gab es am Samstag (4. Nov.) wieder eine Meldung von Arthur. Diesmal befand er sich wieder im nördlichen Teil des Tschadsee-Beckens. Zur gleichen Zeit hielt sich Michael nur 6 Kilometer weiter südlich auf. Der Sender schickte gleich ein ganzes Datenpaket mit. Danach hielt er sich bis zum 20. Oktober in einer Talsenke im Norden Nigerias auf. Diese feuchte Niederung liegt nur gut 90 Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt Maiduguri entfernt. Der Sender hat sicher noch weitere Ortungen gespeichert, die beim nächsten Netzkontakt gesendet werden.

Arthur ohne Ortung

Genau wie Robert hat auch Arthur seit dem 12. Oktober keine neuen Koordinaten gesendet. Er ist sicherlich wieder im bekannten Gebiet in Nigeria, denn dort ist auch kein Mobilfunknetz.

Arthur als „Grenzgänger“

Nachdem Arthur am 5. Oktober schon einmal einen Tagesausflug vom Tschad nach Nigeria startete, überquerte er heute am 11. Oktober erneut die Grenze. Sein Tagespensum betrug rund 90 Kilometer.

Er ist genau wie Michael hier auf Nahrungssuche. Michael ist etwa 90 Kilometer westlich von Arthur.

Arthur folgt Michael

Arthur umfliegt den Tschadsee nördlich auf der gleichen Route wie Michael. Er hat heute knapp über 100 Kilometer zurückgelegt. Er ist jetzt nordwestlich des Tschadsees direkt an der Grenze zu Nigeria.

Arthur weiter auf Westkurs

Arthur hat genau wie Michael seinen Weg nach Westen fortgesetzt und ist etwa 50 Kilometer weitergeflogen.