Arthur Beiträge

Arthur hat die Türkei hinter sich gelassen

Auch Arthur kommt gut voran. Am Mittwoch (30. August) überflog er östlich das Marmarameer. Zunächst flog er parallel zur Küste, um dann den kurzen Weg zu Halbinsel von Yalova zu nehmen. Über der Halbinsel konnte er noch einemal in der Thermik an Höhe gewinnen und die Bucht bei Mudanya überqueren. Kurz vor Bursa landete Arthur dann in einem Wald um auf einem Baum die Nacht  zu verbringen. Am nächsten Tag ging es dann 380 Kilometer quer über Anatolien und am Freitag (1. September) überflog er das Taurus Gebirge und landete in der Nähe von Adana. Samstag dann umkurvte Arthur den Golf von Iskenderun und nahm Kurs auf Syrien.

Verschnaufpause bei Arthur

Arthur hatte bis Montag (28. August) die Schwarzmeerküste in Bulagrien erreicht. Dann legte er westlich von Burgas eine Verschnaufpause ein, denn am Tag darauf war die folgende Etappe nur gut 25 Kilometer weit.

Arthur kommt gut voran

Arthur hat am Donnerstag (24. August) die Karpaten bei Zakopane überquert, um die Route durch Rumänien über Siebenbürgen zu nehmen. Dann flog er westlich entlang des Karpatenbogens weiter.

Arthur schon bei Kattowitz

Nun ist auch Arthur unterwegs. Aufgrund seines modernen Senders bekommen wir eine große Datenmenge. So können wir seine Route genau nachvollziehen, zumindest wenn ein gutes Mobilfunknetz zur Datenübertragung vorhanden ist. Arthur ist am Dienstagmorgen (22. August) zu seinem Herbstzug gestartet. Er flog über den Norden Hamburgs und südlich an Berlin vorbei, bevor er am Abend unweit von Cottbus landete. Das waren gleich 380 Kilometer. Am nächten Tag ging es weiter Richtung Südosten über die polnische Grenze. Seine Zugroute ist total geradlinig – keine Kurven und Umwege. Nach gut 280 Kilometern landete er südlich von Oppeln. Ohne Pause flog er gestern weiter. Seine letzte Ortung von 9:00 Uhr lag wenige Kilometer südlich von Kattowitz.

Ein Sommer der keiner war

Nach langem Schweigen möchte ich mich wieder melden. Die Brutsaison bei den Störchen neigt sich dem Ende entgegen und erste Störche sind auch schon unterwegs in den Süden. Unsere Senderstörche sind aber noch alle an ihren Nestern.

Der Sommer mit viel Regen und Sturm hat auch bei den Störchen seine Spuren hinterlassen. Allein Mitte Juni, nach 24 Stunden Dauerregen und Weststurm, kamen im Norden von Schleswig-Holstein gut die Hälfte aller Jungstörche um. So war auch der Nachwuchs von Michael und Ronja betroffen. Sie hatten vier Junge im Alter von vier Wochen. Dann sind Jungstörche besonders empfindlich. Sie sind so groß, dass sie nicht mehr von den Eltern gehudert werden können, aber haben kein richtiges Federkleid, an dem die Nässe abperlen könnte. Sie unterkühlen und sterben. Bei Ronja und Michael blieb aber immerhin noch ein Junges übrig, dass sich demnächst auf den Weg machen wird.

Das verbliebene Junge von Ronja und Michael. Bei der Beringung wurde das Nest mit trockenem Nistmaterial ausgepolstert. (Foto: Uwe Naewe)

Bei Adele gab es keinen Nachwuchs. Sie begann mit dem Brüten, aber es schlüpfen keine Jungen. Waren die Eier abgestorben? So etwas kann vorkommen. Für uns hatte es die Folge, dass sie sich nicht mit Futter anlocken ließ. Deshalb konnten wir sie nicht fangen und den Sender austauschen. Nächsten Sommer werden wir einen neuen Versuch unternehmen.

Bei Gustav sind immerhin drei Junge groß geworden. Da seine Partnerin später zurückgekommen war, begannen sie auch später als andere Paare mit der Brut. So konnten sie ihre Jungen während des Regens noch hudern. Wir versuchten Gustavs Partnerin zu fangen, aber sie ließ sich nicht in die Falle locken.

Gleich bekommen Gustav’s Junge einen Ring (Foto: Rolf Zietz).

Bei Arthur sind drei Junge flügge geworden.

Bald geht es los! Die Jungen von Arthur sind flügge (Foto: Meike Dose).

Ganz in der Nähe von Arthurs Brutplatz konnten wir zwei weitere Weißstörche mit Sendern ausrüsten. In der Nähe von Gribbohm am Nord-Ostsee-Kanal haben wir ein Storchenpaar anlocken können. Sie haben dieses Jahr erstmals dort einen Brutversuch gestartet, aber noch keine Jungen aufgezogen. Ihre Namen sind Lilly und Robert.

Gleich geht es wieder in die Freiheit: Senderstörchin Lilly mit Sender (Foto: Imke Hakelberg)

Der neue Senderstorch Robert mit Sender auf dem Rücken (Foto: Imke Hakelberg).

Nun warten wir darauf, dass unsere Senderstörche zu ihrer Reise starten. Dann werde ich wieder regelmäßig aus ihrem Reiseleben berichten.

 

Bei Arthur wird gebrütet

Einen Tag nach seiner Rückkehr in Looft erhielt Arthur Gesellschaft: Ein unberingtes Weibchen fand sich an seinem Nest ein. Damit hat Arthur jetzt eine neue Partnerin – seine Partnerin vom Vorjahr trug einen Ring. Seit Freitag (14. April) wird gebrütet.

Während Arthur (mit Sender-Antenne) das Nest ausbessert brütet seine Partnerin (Foto: Meike Dose).

Ein Nachtrag für Arthur

Auf seiner letzten Etappe während seiner Rückreise wurde Arthur in Vehlow bei Kyritz beobachtet und fotografiert. Blog-Leser Uwe Oeter konnte ihn am Donnerstag (30. März) auf einem Acker bei Vehlow beobachten und seinen Ring ablesen. Erst später fiel ihm der Sender auf. Die Ringablesung hat er natürlich an die Vogelwarte gemeldet. Arthur war übrigens allein unterwegs. Das hat mich schon überrascht. Ich hätte angenommen, dass er in einem Trupp unterwegs gewesen wäre.

Arthur putzt sich auf einem Acker bei Vehlow (Foto: U. Oerter).

Arthur ist auch zurück!

Einen Tag nach Michael ist auch Arthur am Freitag (31. März) in Looft an seinem Nest zurückgekehrt. Zum Schluss seiner diesjährigen Reise hat  er sich noch ein wenig Zeit gelassen und machte noch am Mittwoch (29. März) in  Vehlow bei Kyritz in Brandenburg einen Tag lang Pause. Am nächsten Tag ging es dann bis in die Umgebung von Perleberg um am Freitag um 17:00 Uhr in Looft zu landen. Jetzt wartet er auf ein Weibchen.

Arthur ist in Looft angekommen. (Foto: Meike Dose)

Endspurt bei den Ostziehern

Michael, Gustav und Arthur sind kurz vor ihren Heimatnestern. Sie liefern sich fast ein Kopf an Kopf Rennen. Wer wird der erste sein?

Michael befand sich gestern Abend (26. März) gut 50 Kilometer nördlich von Breslau. Da waren es noch gut 600 Kilometer bis zum Nest. Die Sonne scheint, also wird er gut vorankommen und vielleicht schon morgen an seinem Nest in Bargen sein.

Gustavs letzte Ortung stammt vom Samstag (25. März) aus dem Karpatenvorland in Polen. Er hatte da noch 950 Kilometer vor sich.

 

Arthur hat mächtig aufgeholt: Er befand sich gestern Vormittag (26. März) gut 35 Kilometer östlich von Kattowitz.

 

Unsere drei Ostzieher sind rasch vorangekommen. So wird es vielen andern Störchen nicht gehen. Viele kommen aus Ost- und Südafrika und haben einen viel längeren Weg als Michael, Gustav und Arthur. Sie kommen deshalb erst im Laufe des Aprils bei uns an.

Arthur hat aufgeholt

Hier in Europa ist der Sendertyp, den Arthur trägt von Vorteil. Er liefert täglich sehr viele Ortungen über das Mobilfunknetz. Am Donnerstag (23. März) befand er sich bereits bei Satu Mare im Norden Rumäniens. Damit hat er mächtig aufgeholt. Er hatte ähnlich wie Michael die Karpaten überflogen und ist durch Siebenbürgen gezogen.