Robert Beiträge

Die „Neue“ von Robert

Robert hat seit Dienstag (24. März) eine neue Partnerin. Sie wurde 2014 in Bargen beringt und ist damit eine Tochter von unserem langjährigen Senderstorch Michael und seiner damaligen Partnerin Ronja (ebenfalls Senderstörchin). Eine schöne Geschichte!

Robert ist angekommen

Vermutlich schon gestern Abend ist Robert an seinem Nest in Gribbohm angekommen. Damit ist er der erste Ostzieher, der von unseren Senderstörchen  zurückgekehrt ist. Das ist 19 Tage früher als im vergangenen Jahr und für einen Ostzeiher sehr ungewöhnlich!

Position unserer Senderstörche

Arthur hat sich seit dem 27. Februar nicht gemeldet, da er sich wohl in einem Gebiet ohne Mobilfunknetz befindet.

Elfi befand sich am 3. März südlich der Nilschleife  von Khartum und dürfte sich aktuell schon in Ägypten befinden.

Robert überquerte Istanbul am 2. März und flog bis Burgas in Bulgarien immer an der Küste entlang. Von dort zog er ins Inland und erreichte am 4. März die zu Rumänien.

Gustav überquerte die Grenze nach Ägypten am 3. März und meldete sich heute vom Nil bei Al Madiq.

Robert in der Türkei

Der Sender von Robert hat eine ganze Reihe von Ortungen geliefert. Leider reichen die nicht sehr weit zurück. Die älteste stammt vom 21. Februar. Da befand er sich schon im Libanon. Also können wir über sein Winterquartier nichts erfahren. Gestern (26. Feb.) war er gerade dabei das Taurusgebirge in der Türkei zu überquerern, um auf das Anatolische Hochland zu kommen. Seit Sonntag (23. Feb.) hatte er sich südlich der Berge aufgehalten. Vielleicht verhinderte schlechtes Wetter den Weiterflug.

Ein Lebenszeichen von Robert

Den ganzen Winter über haben wir nichts von Robert gehört. Mich hat das nicht beuruhigt, weil sein Sender offenbar deffekt war und wir ohnehin nur sporadisch Daten empfangen konnten. Seit Freitag (21. Feb.) meldet Robert wieder einzelne Positionsdaten. Am Freitag befand er sich im Libanon und gestern meldete er sich aus der Türkei. Da hatte er gerade Iskenderun hinter sich gelassen. Also ist Robert ganz offensichtlich schon auf dem Rückweg.

Nur, wenn er sich jetzt schon in der Türkei aufhält, kann er nicht aus dem Sudan kommen, wo er den Winter 2018/19 verbracht hatte. Ist er in Israel geblieben? Oder ist er vielleicht nur bis nach Ägypten an den Nil gezogen, um die neu entstandenen  Bewässerungsgebiete in der Sahara zu nutzen? Sein Sender meldet, dass er offenbar einige Daten gespeichert hat. Er kann sie allerdings nicht senden, weil die Batteriespannung nicht ausreicht. Vielleicht kann ich dann aber die Daten manuell herunterladen, wenn er sein Nest erreicht hat. Auf jeden Fall wird es spannend.

Noch keine Aufbruchstimmung in Afrika

Unsere Senderstörche in Afrika zeigen noch keine Aktivitäten zum Heimzug. Elfi befindet sich immer noch im Dafur. Ihre letzten Ortungen kommen aus der Umgebung der Stadt Nyala. Gustav befindet sich gut 500 Kilometer weiter östlich in Kordofan. Auch er befindet sich seit Wochen noch immer im gleichen Rastgebiet. Arthur müsste sich noch immer in Nord-Nigeria befinden. Und Roberts Sender scheint jetzt wirklich nicht mehr zu senden.

Die Senderstörche um den Jahreswechsel

Bis zum Jahresende ist bei unseren Senderstörchen einiges passiert. Von Arthur und Robert haben wir bis jetzt keine Informationen, was uns aber nicht beunruhigen soll. Roberts Sender hat ohnehin immer weniger Daten geliefert und dürfte nur noch unter optimalen Bedingenungen senden. Und Arthur befindet sich wahrscheinlich im nördlichen Tschadseebecken, wo es kein Mobilfunknetz gibt.

Es gibt jedoch eine traurige Nachricht zu vermelden. Von Michael haben wir seit dem 6. Dezember keine Informationen mehr und die letzten Positionsdaten belegen, das er wohl tot ist. Die letzten Ortungen kamen aus dem nördlichen Tschadseebecken, wo er alljährlich einen großen Teil des Winters verbrachte. Der letzte Ort ist ein Gebüsch in der Nähe eine kleinen Siedlung. Über die Ursachen können wir nur spekulieren. Er war neben Gustav unser „dienstältester“ Senderstorch, der uns seit mehr als neun Jahren viele interessante Daten lieferte. Wie alt er tatsächlich war, wissen wir allerdings nicht, der er wurde nicht als Nestling beringt.

Gustav hatte Mitte Dezember die Region um Wad Madani wieder verlassen und ist wieder westlich des Weißen Nil geflogen. Es ist die Region um die Stadt Umm Ruwaba. Die Stadt liegt an einem periodisch Wasser führenden Flusslauf mit Namen Khawar Abu Habi, der zum Weißen Nil hin entwässert. Im Satellitenbild ist der Flusslauf grün und scharf von der nördlich liegenden Savanne abgegrenzt. Das Satellitenbild zeigt Felder und einige kleine Gewässer. An diesen Gewässern hat Gustav sich gern während der Nacht aufgehalten. Im seichten Wasser ist er vor Feinden sicher. Diese Region ist seit vielen Jahren im Dezember und Januar das traditonelle Überwinterungsgebiet von Gustav.

Leo hat sich seit Anfang Dezember westlich des Lac Fitri aufgehalten. Die flache Savannenlandschaft ist von vielen trockenen Flussläufen durchzogen. Hier und da finden sich seichte Wasserstellen.

Elfi befindet sich weiterhin in der Region Dafur im Sudan. Zunächst hielt sie sich in der Gegend um Nyala auf. Hier suchte sie ihre Nahrung vor wiegend auf den vielen Ackerflächen der Region. Aber auch hier finden sich flache Gewässer, die von Elfi aufgesucht wurden, um die Nacht im flachen Wasser zu verbringen oder einfach zu trinken. Am 21. Dezember ist Elfi gut 120 Kilometer nach Südwesten geflogen und hält sich seitdem in der mit Bäumen bestandenen Savanne der Region auf.

Hans Albert verbringt  im Gegensatz zu den ostziehenden Störchen in Afrika ohne große Wanderungen bei Madrid den Winter. Zwei große Aktivitätszentren sind zu erkennen. Zum einen natürlich die Mülldeponie,  auf der er seine Nahrung finden und zum anderen die Kiesteiche von El Porcall, in deren flachen Wasser er die Nächte verbringt. Ab und dann sucht er die Wiesen am Fluss Manzanares oder die kreisrunden Bewässerungsfelder südöstlich von Rivas-Vaciamadrid auf.

Von Robert keine Informationen

Von Robert gibt es derzeit keine neuen Informationen. Vielleicht ist er weitergezogen und befindet sich schon in Afrika.

Robert noch immer nicht weitergezogen

Robert ist noch immer nicht weiter nach Afrika gezogen. Er hat zwar die Gegend um Bet Sche’an verlassen und ist gut 37 Kilometer nach Süden geflogen. Aber es sieht noch nicht danach aus, dass er weiter nach Afrika ziehen will. Jetzt rastet Robert an einem Wasserreservoir in der Nähe des Jordan mitten im Westjordanland.

Im Gästebuch wurde nach den Gründen dafür gefragt. Roberts Verhalten ist allerdings ungewöhnlich. Normalerweise müsste er sich schon seit längerer Zeit im Tschad oder im Sudan aufhalten, wie das unsere anderen Störche gerade machen. Aber schon im vergangenen Jahr brauchte er länger und machte auf dem Weg in den Süden längere Pausen auf bewässerten Feldern entlang des Nil. Es ist auch bekannt, dass alljährlich eine kleine Anzahl von Weißstörchen den Winter in Israel verbringen. Vielleicht gehört auch Robert in diesem Jahr dazu.

Insgesamt zeigt das Verhalten von Robert, dass es immer Ausnahmen vom allgemeinen Verhalten der Vogelart Weißstorch gibt. So „probieren“ immer mal wieder einige Individuen, ob ein anderes Zugverhalten nicht auch funktionieren könnte. Wenn es klappt, nimmt dieses Verhalten innerhalb der Population zu. Beispielsweise kann so die Überwinterungstradition in Spanien entstanden sein. Außerdem kommt es auch regelmäßig dazu, dass Weißstörche bei uns im Brutgebiet überwintern. Auf diese Weise kann sich der Weißstorch an Veränderungen seiner Umwelt anpassen und so sein Überleben sichern.

Robert noch immer in Israel

Der Sender von Robert liefert z. Zt. regelmäßig zumindest einige Ortungen. Danach ist Robert noch immer nicht weitergezogen, sondern er rastet immer noch an den Fischteichen bei Bet Sche’an.