Robert Beiträge

Von Robert keine Informationen

Von Robert gibt es derzeit keine neuen Informationen. Vielleicht ist er weitergezogen und befindet sich schon in Afrika.

Robert noch immer nicht weitergezogen

Robert ist noch immer nicht weiter nach Afrika gezogen. Er hat zwar die Gegend um Bet Sche’an verlassen und ist gut 37 Kilometer nach Süden geflogen. Aber es sieht noch nicht danach aus, dass er weiter nach Afrika ziehen will. Jetzt rastet Robert an einem Wasserreservoir in der Nähe des Jordan mitten im Westjordanland.

Im Gästebuch wurde nach den Gründen dafür gefragt. Roberts Verhalten ist allerdings ungewöhnlich. Normalerweise müsste er sich schon seit längerer Zeit im Tschad oder im Sudan aufhalten, wie das unsere anderen Störche gerade machen. Aber schon im vergangenen Jahr brauchte er länger und machte auf dem Weg in den Süden längere Pausen auf bewässerten Feldern entlang des Nil. Es ist auch bekannt, dass alljährlich eine kleine Anzahl von Weißstörchen den Winter in Israel verbringen. Vielleicht gehört auch Robert in diesem Jahr dazu.

Insgesamt zeigt das Verhalten von Robert, dass es immer Ausnahmen vom allgemeinen Verhalten der Vogelart Weißstorch gibt. So „probieren“ immer mal wieder einige Individuen, ob ein anderes Zugverhalten nicht auch funktionieren könnte. Wenn es klappt, nimmt dieses Verhalten innerhalb der Population zu. Beispielsweise kann so die Überwinterungstradition in Spanien entstanden sein. Außerdem kommt es auch regelmäßig dazu, dass Weißstörche bei uns im Brutgebiet überwintern. Auf diese Weise kann sich der Weißstorch an Veränderungen seiner Umwelt anpassen und so sein Überleben sichern.

Robert noch immer in Israel

Der Sender von Robert liefert z. Zt. regelmäßig zumindest einige Ortungen. Danach ist Robert noch immer nicht weitergezogen, sondern er rastet immer noch an den Fischteichen bei Bet Sche’an.

Robert ist noch in Israel

Roberts Sender scheint durch das intensive Sonnenlicht wieder mehr Energie zu bekommen. Deshalb haben wir in der letzten Zeit mehr Ortungen von ihm erhalten. Sie stammen alle aus Israel – aus der Gegend von Bet Sche’an. Hier hält er sich an den Fischteichen auf. Aber das kennen wir ja schon vom Vorjahr. Irgendwie lässt er sich ab Israel viel Zeit. Er rastet immer wieder länger an Fischteichen oder bewässerten Feldern, bis er dann irgendwann doch die Sahelzone erreicht.

Robert in Israel

Von Robert hören wir leider nur sehr sporadisch etwas. Sein Sender scheint wirklich eine Macke zu haben. Seine letzten Meldungen stammen vom Samstag (14. Sept.) vom See Genezareth.

Lebenszeichen von Robert

Robert scheint wohlauf zu sein. Sein Sender hat heute ein Lebenszeichen gesendet. Robert befindet sich in der Türkei und hat den Bosporus überquert. Leider können wir die Daten nicht in der Karte darstellen.

Keine Informationen von Robert

Von Robert haben wir keine aktuellen Informationen. Sein Sender hat Probleme. Ich hoffe aber, dass wir ab und dann mal eine Positionsmeldung erhalten. Soviel ist aber aus den Positionsdaten zu erfahren. Robert ist gemeinsam mit Lilly am 23. Aug. gestartet. Vielleicht sind sie immer noch gemeinsam unterwegs.

Das Storchenjahr 2019 geht zu Ende

So langsam geht das Storchenjahr 2019 zu Ende. Es sind zwar immer noch einige Jungstörche in den Nestern zu beobachten, aber die sie sind flügge und über fleißig für ihren ersten Herbstzug. Die ersten Störche haben sich auf den Weg in ihre Winterquartiere gemacht.

In diesem Sommer wuchsen ungewöhnlich viele Jungstörche in den Nestern in Schleswig-Holstein heran. Das Sommerwetter war für den Nachwuchs nicht zu nass, so dass keine Jungen an Unterkühlung umgekommen sind. Es war aber auch nicht zu trocken, so dass genug Futter vorhanden war. Vor allem waren die Bestände der Feldmaus in diesem Jahr geradezu explodiert. Feldmäuse sind eine beliebte und energiereiche Beute für Störche. Auf den Wiesen und Weiden konnte man immer wieder Weißstörche dabei beobachten, wie sie in Reihermanier an Mauselöchern lauerten, um dann blitzschell zuzustoßen und eine Maus zu packen.

Ein Weißstorch erbeutet eine Feldmaus. Im Sommer 2019 eine häufige Beobachtung (Foto: Kai-M. Thomsen).

Auch unsere Senderstörche haben viele Junge aufziehen können. Bei Michael in Bargen wurden zwei Jungstörche flügge. Wir hatten die Hoffnung, dass wir seine Partnerin mit Futter anlocken und fangen zu können , um sie auch mit einem Sender auszurüsten. Sie ließ sich allerdings nicht fangen. Da war wohl auch das tolle Nahrungsangebot in freier Natur viel attraktiver als unser Angebot. Gustav hat in Tielen drei Junge erfolgreich aufziehen können. Bei Hans Albert in Vaale sind zwei Junge ausgeflogen.

In Looft hat Arthur mit seiner Partnerin 4 Junge aufziehen können. Anfang Juli hatten wir Glück und konnten seine Partnerin ebenfalls mit einem Sender ausrüsten. Sie hat den Namen Elfi bekommen.

Die vier Jungen von Elfi und Arthur auf ihrem ersten Ausflug (Foto: Marion Pech).

 

Auch bei Lilly und Robert in Gribbohm flogen in diesem Sommer 4 Jungstörche aus. Leider scheint der Sender von Robert deffekt zu sein. Offenbar reicht die Batteriespannung nicht mehr aus, um viele Ortungen zu speichern und zu verschicken. So bekommen wir nur alle paar Tage mal eine Standortkoordinate zugeschickt und wissen zumindest wo Robert sich aufhält. Mal schauen, ob der Sender in südlicher Sonne sich wieder ausreichend aufladen kann.

Wir konnten in diesem Jahr noch einen zweiten Weißstorch mit einem Sender ausrüsten. Er hat den Namen Leo erhalten. Seine Geschichte ist eher ungewöhnlich: Im April wurde er in Tangerhütte (Sachsen-Anhalt) benommen aufgegriffen und zum Storchenhof Loburg gebracht. Er war offenbar bei einem Storchenkampf abgestürzt – hatte aber keine Verletzungen. Nachdem er sich wieder erholt hatte, konnte er am 5. August wieder freigelassen werden. Zuvor hatte er von Michael Kaatz, vom Storchenhof Loburg, einen Sender erhalten.

Leo siedelte sich daraufhin in Bindfelde bei Stendal an. Er hatte eine Partnerin, aber es kam zu keiner Brut. Leo machte sich deshalb bereits am 8. August auf dem Weg in den Süden. Gestern (20. August) befand er sich bereits in Anatolien. Leo ist also ein Ostzieher.

Einige langjährige Leserinnen und Leser unseres Storchentagebuches können sich sicherlich noch an die Störchin Adele erinnern. Sie brütete alljährlich auf einem Dach gegeüber meines Büros in Bergenhusen. Ihr Sender war im Juli 2016 ausgefallen. Immer wieder hofften wir Adele wieder einfangen zu können, um den Sender zu ersetzen. Leider wurde daraus nichts. Nun wurde sie vor einigen Wochen tot in einem Graben in der Umgebung von Bergenhusen aufgefunden. Offenbar wurde sie von einem Beutegreifer getötet. Darauf deuten die Verletzungen hin. Ihre drei Jungen konnten von ihrem Partner nicht mehr ausreichend versorgt und beschützt werden. Sie wurden in eine Pflegestation aufgenommen. Sie sind wohlauf und machen sich wie die vielen anderen Jungstörche dieses Jahrganges auf den Weg in den Süden. Adele wurde 10 Jahre alt – ein überdurchschnittliches Alter für wilde Störche.

In wenigen Tagen starten wir wieder mit den regelmäßigen Berichten vom Storchenzug und einer neu überarbeiteten Karte.

 

 

Ein gutes Jahr für Störche

Für unsere Störche in Schleswig-Holstein scheint es ein gutes Jahr zu werden. Sie kamen früh aus ihren Winterquartieren an ihre Nester zurück und konnten früh mit der Brut anfangen. Bisher sind lange Regenperioden und kaltes Wetter ausgeblieben, so dass es kaum zu Verlusten beim Nachwuchs kam. Außerdem fiel ausreichend Regen und die kleinsten Störche konnten satt werden. Und zu guter letzt gibt es in diesem Sommer reichlich Feldmäuse – eine bevorzugte Nahrung für die großen Jungstörche. So verwundert es nicht, dass aus den Nestern nicht nur ein oder zwei, sondern sogar drei und vier Jungstörche herausschauen.

Auch alle unserer Senderstörche haben reichlich Nachwuchs. Bei Lilly und Robert, sowie bei Arthur sind es vier Junge. Gustav hat in Tielen drei Junge und Hans Albert und Michael haben jeweils zwei.

Lilly und Robert brüten

Das Brutgeschäft bei Lilly und Robert ist in vollen Gange. Am Donnerstag (25. April) lagen schon 4 Eier im Nest.

Während der Brutablösung gewähren Robert und Lilly einen kurzen Blick ins Nest. (Foto: Imke Hakelberg).