Gustavs Sender hat sich gemeldet

Der Sender von Gustav hat wieder einige Ortungen geliefert. Sie liegen gut 1,5 Kilometer von den letzten Ortungen entfernt und deuten auf Bewegungen hin. Was kann passiert sein?

Der Sender war mehrere Tage ausgefallen, sendet wieder und Gustav lebt. Oder Gustav ist tot und seine Überreste wurden von einem Beutegreifer verschleppt. Dadurch hat die Solarzelle wieder Licht bekommen und konnte wieder aktiv werden. Wir müssen abwarten, bis der Sender sich wieder mit neuen Ortungen meldet.

Fritzi ist umgezogen

Am Donnerstag (1. Okt.) hat Fritzi ihre Reise fortgesetzt. Sie ist von Kenitra gut 45 Kilometer nach Süden in die Gegend der marokanischen Hauptstadt Rabat geflogen. Auch hier sucht sie ihr Futter auf einer Mülldeponie. Daneben finden sich einige Ortungen entlang des Flusses Bou Regreg, der bei Rabat in den Atlantik mündet. Ihr Schlafplatz liegt gut 11 Kilometer entfernt in Rabat an einem Sportstadion.

Wie in Spanien sind auch in Marokko die Mülldeponien bevorzugte Nahrungsquellen. Die Störche fressen vor allem organische Abfälle, wie Lebensmittel. Dabei kann es allerdings auch vorkommen, dass die Störche gefährliche, und verwertbare Nahrung aufnehmen. Dennoch haben Mülldeponien für Störche viel mehr Vorteile als Nachteile. Hier können sie ohne großen Energieaufwand satt werden. Störche, die in den afrikanischen Savannen überwintern, müssen dagegen auf der Suche nach Beute täglich weite Strecken zurücklegen.

Was ist mit Gustav?

Seit mehr als sieben Tagen liefert der Sender von Gustav keine Daten mehr. Seine letzten Positionen lagen südlich der Stadt Oum Hadjer im Sahel. Dort flog er auf der Suche nach Futter in der Savanne umher. Am 23. September lieferte der Sender mehrere Ortungen, die über Stunden exakt am gleichen Ort lagen. Ich nehme an, dass Gustav tot ist.

Fritzi bleibt in Marokko

Fritzi ist nur wenige Kilometer weiter nach Süden geflogen. Sie befindet sich seit Mittwoch (28. Sept.) im Mündungsbereich des Sebou in der Nähe der Stadt Kenitra. In einer Schleife des Sebou befindet sich eine Mülldeponie, wo sie offenbar ihr Futter findet. Zweieinhalb Kilometer östlich liegt ein Feuchtgebiet. Dort verbringt sie die Nächte. Es sieht so aus, dass sie hier länger bleiben wird.

Arthur Richtung Südwest

Arthur ist weiter nach Südwesten gezogen. Jetzt befindet er sich unweit der Stadt Ati in der Sahelzone.

Fritzi ist wieder unterwegs

Hans Albert fühlt sich offensichtlich in der Umgebung von Vaciamadrid wohl und wird wahrscheinlich wieder den gesamten Winter dort verbringen. Währenddessen hat sich Fritzi am Freitag (25. Sept.) Richtung Süden aufgemacht. Am Freitag ist sie rund 300 Kilometer nach Cordoba geflogen und ist am Abend auf dem Eingangspotal des Centro Comercial Zoco gelandet, um dort die Nacht zu verbringen.

Am nächsten Tag flog sie noch einmal gut 170 Kilometer nach Südwesten an die Mündung des Guadalquivir. Ein gutes Rastgebiet für Weißstörche, denn ausgedehnte Reisfelder bieten reichlich Futter. Tatsächlich blieb sie nur bis zum nächsten Tag. Sie verbrachte den Nachmittag, Abend und die Nacht im Fischteichgebiet von Veta de la Palma.

Sonntagvormittag startete sie erneut Richtung Süden. Um die Mittagszeit hatte sie die Straße von Gibraltar unweit von Tarifa ereicht. Für die Überquerung der Meeresenge zwischen Europa und Afrika, die hier gut 25 Kilometer breit ist, benötigte sie etwas mehr als 20 Minuten und sie hatte Marokko erreicht. Am Abend landete sie nach einer Strecke von 300 Kilometern in der Flussniederung des Sebou unweit der Atlantikküste. Die Region ist von bewässerten Feldern geprägt, die wahrscheinlich viel Storchenfutter bieten. Mal sehen, ob es Fritzi hier länger hält.

Fritzi und Hans Albert bei Madrid

Fritzi und Hans Albert rasten immer noch bei Vaciamadrid. Dabei ist es spannend zu sehen, wie räumlich unterschiedlich beide die Gegend nutzen. Während Fritzi ausschließlich die große Deponie bei Vaciamadrid zur Nahrungssuche nutzt, fliegt Hans Albert einige Kilometer nach Süden, um auch um eine Kompostierungsanlage herum sein Futter zu finden.

Beide wurden im Flusstal des Rio Manzanares geortet. Hier dürften sie tagüber nur gerastet haben. Nachts finden sich Ortungen der beiden auf den Bäumen entlang des Flusses. Fritzi hat einen neuen, mir nicht bekannten Schlafplatz, nördlich der Mülldeponie entdeckt. Er befindet sich in nur 1,5 Kilometer Entfernung auf einem Hallendach. Hans Albert übernachtet hin und wieder in einem Gewerbegebiet südlich der Deponie. Das machte er aber bereits auch schon in den Vorjahren.

Robert macht länger Pause

Robert rastet noch immer im Westjordanland. Offenbar findet  ert sein Futter auf einer kleinen Mülldeponie. Sein Schlafplatz in einem 700 m entfernten Wasserreservoir. Ich bin gespannt, wann er sich wieder aufmacht um weiter Richtung Afrka zu ziehen – oder ist das schon sein Winterquartier?

Arthur im Tschad

Arthur hat in drei Tagen die Sahara überquert und gestern (20. Sept.) den Tschad erreicht. Er hat allerdings noch einige hundert Kilometer vor sich, bis er sein erstes Rastgebiet in der Sahelzone erreicht hat.

Gustav hat die Sahelzone erreicht

Gustav war in den letzten Tagen Stück für Stück nach Süden gezogen. Dabei hatte er täglich Strecken zwischen 50 und 200 Kilometern zurückglegt. Am Donnerstag (17. Sept.) erreichte er die Region um die Stadt Oum Hadjer, in der er sich seitdem aufhält. Im Satellitenbild ist eine baumbestandene Savanne zu erkennen.