Michael – Richtung Westen

Michael hielt sich in den letzten Tagen recht weit nördlich des Lac Fitri auf. Er fliegt jeden Tag einige Kilometer und macht dann an offenbar nahrungsreichen Orten Rast und sucht nach Futter. Grundsätzlich orientiert er sich Richtung Westen.

Gustav durchquert die Türkei

Gustav erreichte schon am Sonntagnachmittag (2. Sept.) Anatolien. Auch er flog ein ganzes Stück über das Marmarameer aber nutzte dabei die Prinzeninseln als „Trittstein“, um sich wieder ein wenig in die Höhe zu schrauben. Bei Gebze am Golf von Izmet verbrachte er die Nacht. Für die Überquerung der anatolischen Hochebene brauchte er gut zwei Tage. Gestern Abend wurde er unweit von Adana geortet.

Robert in Anatolien

Auch wenn es Robert in den letzten Tagen ein wenig ruhiger angegangen ist, hatte er am Montag (3. Sept.) den Bospurus überquert und am Abend das anatolische Hinterland erreicht. Er nahm zunächst eine Route entlang der Küste des Marmarameeres. Auf der Höhe des Flughafens von Istanbul verließ er die Küste und flog etwa 25 Kilometer über das Wasser. In Kleinasien angekommen überquerte er den Golf von Izmit und den Izmit See. Nach insgesamt gut 270 Tageskilometern machte Robert unweit der Großstadt Eskişehir Rast. Am nächsten Morgen ging seine Reise zügig weiter Richtung Südosten.

Lilly am Golf von Iskenderun

Lilly hatte am Montag (3. Sept.) Anatolien hinter sich gelassen und bei Mersin die Mittelmeerküste erreicht. Dann flog sie zunächt Richtung Osten, um am Golf von Iskenderun nach Süden abzubiegen. Hier am Golf von Iskenderun befindet sich ein sog. Flaschenhals des Storchenzuges, wo sich die ziehenden Trupps konzentrieren und die Zugrichtung wechseln.

Von Arthur keine Meldung

Arthurs Sender liefert über das Mobilfunknetz die Ortungen an uns. In der Sahara gibt es aber kaum Mobilfunkmasten. Da Arthur sich auf dem Weg über die Wüste befindet, muss es mich nicht beunruhigen, dass es keine Meldungen von Arthur gibt. Sobald er den Tschad erreicht gibt es Neuigkeiten.

Zuvor hatte Arthur am Sonntagabend (2. Sept.) bei Luxor den Nil erreicht. Er übernachtete in der Wüste und am nächsten Morgen gibt es zahlreiche Ortungen aus der Niloase. Hat er dort nach Nahrung gesucht? Ungewöhnlich, denn die meisten Störche ziehen ohne zu fressen Richtung Nubischer Wüste weiter.

Michael im Winterquartier

Michael ist am Samstag (1. Sept.) in seinem Winterquartier im Tschad gut angekommen. Das lässt sich daran gut erkennen, dass die stündlichen GPS-Ortungen keinen gerichteten Zug mehr zeigen, sondern sich über längere Zeit aus einem kleinräumigen Gebiet kommen. Hier macht Michael offenbar Rast und sucht nach Futter. Am Sonntag (2. Sept.) hat er sich Richtung Lac Fitri orientiert.

Hans Albert bei Madrid

Hans Albert hat als erster unserer Senderstörche sein Winterquartier erreicht. Am Mittwoch war er von Alfaro aus gut 230 Kilometer nach Südosten gezogen. Kurz vor dem Ziel in der Nähe von Madrid landete er auf Feldern nahe der Stadt Guadalajara. Hier suchte er noch nach Futter. Am nächsten Morgen ging es dann die letzten 40 Kilometer bis nach Vaciamadrid. Bisher sind alle unsere Senderstörche, die in Spanien den Winter verbringen, bis nach Vaciamadrid gezogen. Hans Albert hat nur 13 Tage von Schleswig-Holstein bis nach Spanien gebraucht.

Gustav in Rumänien

Gustav hatte am Freitag (31. Aug.) die Karpaten im Osten passiert und war auf dem Anflug auf Bulgarien.

Robert macht eine Pause

Im Gegensatz zu seiner Partnerin hat es Robert offenbar nicht ganz so eilig. Die Nacht auf Freitag (31. Aug.) befand er sich schon in Bulgarien, unweit der Hafenstadt Warna. Am nächsten Tag ging es Richtung Türkei. Er landete nachmittags auf den Feldern nahe der Kleinstadt Buyukkaristiren. Am nächsten Tag (1. Sept.) flog Robert jedoch nur 25 Kilometer nach Süden und machte wieder eine Pause. Wann geht es für ihn weiter?

Gegen Abend landen die Störche auf einem Acker. Am nächsten Morgen werden sie den Bosporus überqueren (Foto: Emine Nurhan Tekin).

Lilly kommt zügig voran

Lilly ist am Freitag (31. Aug.) am Morgen in Rumänien gestartet und flog in einer Etappe über Bulgarien, die Küste des Schwarzen Meeres entlang bis in die Türkei. Das waren ca. 340 Kilometer. Und es ging zügig weiter. Sie flog am nächsten Tag bis an die Küste des Marmarameeres, um dann die Küste entlang Richtung Bosporus zu ziehen.