Klima retten Beiträge

Klima schützen – Kohle stoppen!

25.000 forderten das Ende der Kohle. Bild: Sebastian Scholz

Zwei Tage bevor die Klimakonferenz in Bonn beginnt, gehen rund 25.000 Menschen auf die Straße, um für den Klimaschutz und den Kohleausstieg zu demonstrieren. Der Protest ist kreativ, bunt und international. Zu einer Klimademo sind noch nie so viele Menschen in Deutschland zusammengekommen. Das zeigt, dass das Thema Klimaschutz viele Menschen bewegt, und auch dass der Kohleausstieg längst für die Mehrheit der Bevölkerung keine Frage des ob, sondern des wanns geworden ist.

Funergy – spielerisch Energie sparen

Nur kurz vor der Weltklimakonferenz ist Klimaschutz mal wieder in aller Munde. Es ist klar, wir müssen Ernst machen damit, sonst schaffen wir es nicht die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen. Klimaschutz heißt in erster Linie weniger Treibhausgas-Emissionen und das heißt, die Energiewende vollenden und zwar naturverträglich! Und das geht nun mal nur, wenn wir auch deutlich weniger Energie verbrauchen, die die wir verbrauchen, so effizient wie möglich nutzen und den Ausbau der erneuerbaren Energien naturverträglich gestalten.

Funergy ist ein Kartenspiel, das im H2020-Projekt enCOMPASS entwickelt wird.

Funergy – spielerisch Energiesparen lernen.

Vogelzug im Klimawandel

Vögel passen sich an veränderte Umweltbedingungen an. Sie tun das unterschiedlich erfolgreich, je nachdem wie eng oder weit ihre ökologische Nische ist. Der Haussperling alias Spatz kommt heute fast überall auf der Welt vor, weil er sich neue Lebensstätten und Nahrungsquellen durch den Menschen erschlossen hat. Der Brillenpinguin lebt nur an Südafrikas Küsten. Da seine Nahrungsfische dort verschwinden, ist er inzwischen sehr selten, findet aber keinen alternativen Lebensraum, da er kalte Meeresströmungen braucht. Der Klimawandel zeigt sich bereits deutlich, und er bringt Veränderungen, die gerade für Arten mit komplexen Lebensweisen eine große Herausforderung darstellt. Er beschleunigt sich mit all seinen Symptomen zu schnell, als dass eine evolutionäre Anpassung mithalten könnte. Die Zugvögel gehören zu den Verlierern, denn ein einzelner Vogel ist auf intakte Verhältnisse an mehreren Orten der Welt angewiesen.

Klimaschutz! Für Euch, Eure Kinder und deren Enkel

Klimaschutz! Für Euch, Eure Kinder und deren Enkel

Die Erde ändert sich. Tut sie immer schon. Aber noch nie in so dramatischer Geschwindigkeit wie heute. Und noch nie hatte der Mensch einen so großen Einfluss darauf. Der menschengemachte Klimawandel ist Fakt. Und die Auswirkungen sind heute schon dramatisch: wir erleben immer mehr und immer heftigere Wetterextreme. Beispiele gefällig? In diesem Frühsommer gab es in Deutschland dramatische Überschwemmungen, ganze Dörfer standen unter Wasser, Autos schwammen in Schlammmassen und sogar Verletzte und Tote waren zu vermelden. Dramatisch, aber noch gar nichts gegen die Bilder, die der Hurrikan Harvey im Süden der USA produzierte. Und der nächste Mega-Hurrikan Irma folgte sogleich. Es ist dem medialen System inhärent, dass manche Themen verstärkt werden, andere nicht stattfinden. Die USA sind zwar räumlich fern, aber was den Lebensstil angeht vergleichsweise nah. So ist es kein Wunder, dass die Nachrichten voll sind von Unwettern in den USA. Kaum Beachtung fanden hingegen die zeitgleichen massiven Überschwemmungen in Indien, Nepal und Bangladesh. Die Monsunregen forderten ein Vielfaches an Opfern, verglichen mit den Unwettern in den USA, und erst recht verglichen mit denen in Deutschland.

Lebendige Flüsse für Mensch und Natur

Lebendige Flüsse für Mensch und Natur

Ein plätschernder Gebirgsbach auf dem Weg ins Tal. Er bildet Strudel, ruht sich in Mulden aus und sucht sich dann wieder schnell seinen Weg. Die Sonne lässt das Wasser glitzern, die Luft ist kühl und erfrischend. Schon wenige Minuten an solch einem Ort – und wir fühlen uns wiederbelebt. Bach, Fluss oder Strom – naturbelassene Gewässer haben ihren besonderen Reiz.

Klimawandel und Artenschwund – eine gefährliche Entwicklung

Klimawandel und Artenschwund – eine gefährliche Entwicklung

Schwindendes Meereis, Korallensterben und Dürren sind Bilder die wir mit dem Klimawandel verbinden. Die globalen Symptome des längst laufenden Erwärmungsprozesses unserer Erde beherrschen die Aufmerksamkeit, wenn das Thema es endlich mal wieder in die Medien schafft. Immer öfter kommen die Meldungen von Extremwetterereignissen inzwischen auch aus Europa, wie kürzlich angesichts der Überflutungen südlich der Alpen und der extremen Hitze und Wasserknappheit nur wenige hundert Kilometer entfernt in Mittel- und Süditalien.

Graue Energie? Kenn ich nicht!

Graue Energie? Kenn ich nicht!

Was ist der Unterschied zwischen einer Erdbeere im Juni und einer Erdbeere im Dezember? Nun, wenn wir mal vom Geschmack und vom Preis absehen, eigentlich keiner. Das zumindest sollte man annehmen. Doch stammt die Erdbeere im Juni höchstwahrscheinlich von Obstbauern aus der Region, oder gar aus dem eigenen Garten. Im Dezember hingegen muss die Erdbeere entweder von der Südhalbkugel importiert oder in Europa in Gewächshäusern angepflanzt und geerntet werden. Sie hatte also eine extrem weite Anreise – wahrscheinlich mit dem Flugzeug oder sie wurde für ihr Wachstum künstlich beleuchtet und beheizt. Das sieht man der süßen Frucht aber nicht an. Transport, Beleuchtung und Beheizung sind aber mit Energieaufwand (und natürlich entsprechenden CO2-Emissionen) verbunden.

Naturnahe Wälder als wichtige Kohlenstoffspeicher

Weltweit werden jedes Jahr mehrere Millionen Hektar Wald für die Anlage von Weide- und Siedlungsflächen, oder für den Anbau von Ölpalmen und Soja, vernichtet. Auch Wiederaufforstungen finden statt, nur leider häufig als Monokulturen mit negativen Folgen für die Artenvielfalt, das Grundwasser und den Boden. In Deutschland nimmt die Waldfläche allgemein zwar leicht zu aber auch die geerntete Holzerntemenge ist in den letzten Jahren gestiegen. Aktuell werden gut 76 Millionen Kubikmeter Holz jährlich geerntet. Der Holzverbrauch der Deutschen ist mit gut 140 Millionen Kubikmeter jährlich nahezu doppelt so hoch, einen großen Anteil daran haben auch Papierprodukte, die dementsprechend importiert werden müssen. Erschreckend ist, dass heute mindestens 50 Prozent des deutschen Holzverbrauchs für die Energie-und Wärmeerzeugung verbrannt werden, die damit gewonnene Energiemenge ist mit weniger als fünf Prozent am Gesamtenergieverbrauch gering.

Der Meeresspiegel steigt weiter bedrohlich an – was nun?

Das Meer steigt direkt vor unserer Tür…

Die Prognosen stehen schlecht: Der letzte Bericht des Weltklimarats (IPCC 2013) zeigt Werte zwischen 0,2–0,8 Meter für den zu erwartenden globalen mittleren Meeresspiegelanstieg für den Zeitraum 2000 bis 2100 an. Es gibt Veröffentlichungen, die einen noch höheren Meeresspiegelanstieg vorhersagen, nämlich zwischen 0,75 und maximal 1,9 Meter bis zum Ende dieses Jahrhunderts.

Das Problem ist aber, dass wir nicht genau sagen können, wie viel der Meeresspiegel in Zukunft steigen wird, weil es von so vielen Faktoren abhängt. Primär wird der Meeresspiegelanstieg durch die Ausdehnung der Wassermassen infolge der Erwärmung der Luft und somit der Meere und Ozeane ausgelöst (die Nordsee hat sich beispielsweise in den letzten 40 Jahren im Mittel um 1,5 bis 2 Grad Celsius erwärmt). Auch das Schmelzen der Eismassen auf dem Land (Gletscher und Eisschilde) führt zu einem steigenden Meeresspiegel. Hinzu kommt, dass der weltweite Anstieg regional sehr unterschiedlich sein kann, abhängig von Winden und Strömungen.

Natürliche Landwirtschaft für Klimaschutz

Natürliche Landwirtschaft für Klimaschutz

Lachgas ist nicht lustig!

Nein, Lachgas ist nicht lustig und schon gar nicht fürs Klima. Die chemische Verbindung aus Stickstoff und Sauerstoff (N2O) ist nämlich im Vergleich zu CO2 rund 300-mal klimaschädlicher. Und wer jetzt bei Lachgas an den Zahnarzt, das Krankenhaus oder womöglich an Technoparties in den 90ern denkt, dem sei versichert, die allermeisten Lachgasemissionen kommen ganz woanders her: nämlich aus der Landwirtschaft.

Im Jahr 2015 kamen fast 80 Prozent des gesamten Lachgasausstoßes in Deutschland aus der Landwirtschaft. Ursache für die Lachgasemissionen war die großflächige Ausbringung von Dünger auf landwirtschaftlich genutzten Flächen. Das hat auch noch ganz andere unerwünschte Nebeneffekte: Jüngst hat das Umweltbundesamt berechnet, dass die Trinkwasseraufbereitung durch die Nitratbelastung des Grundwassers durch übermäßige Düngung um bis zu 45 Prozent teurer würde.