Abfall Beiträge

Biomüll sammeln und die Umwelt schützen

Biomüll sammeln und die Umwelt schützen

Gemüseabfall und Essensreste zu sammeln finden viele Leute eher ekelig – vor allem im Hochsommer, wenn der Bioabfall in der Küche auch kleine Fliegen anlocken kann. Aber weil ich weiß, was man aus Gemüseabfällen, Kaffeesatz, Bananen- oder Orangenschalen noch Wertvolles machen kann, ist das für mich Routine.

Frühjahrsputz: Blitzblank und umweltfreundlich putzen

Frühjahrsputz: Blitzblank und umweltfreundlich putzen

Der Frühling strotzt nur so vor Energie und Lebensfreude. Die Luft riecht plötzlich so frisch, die Sonne fühlt sich wohlig an und die ersten bunten Tupfer in der Landschaft sorgen für gute Laune. Nach Monaten grauer Tristesse poliert sich die Natur so langsam wieder auf. Zeit, auch meiner Wohnung mal wieder ein bisschen Glanz zu verleihen – Zeit für den Frühjahrsputz.

Gute Vorsätze 2.0: Nicht nur weniger rauchen, sondern auch die Umwelt auf Zigaretten-Entzug setzen

Gute Vorsätze 2.0: Nicht nur weniger rauchen, sondern auch die Umwelt auf Zigaretten-Entzug setzen

Mitten in einem polnischen Nationalpark ertönt aufregende bass-lastige Musik. Auf einmal nehme ich ein auf mich zuschreitendes „Nein, Nein, Nein!!!“ war. Umso näher ich dem Boden komme, um meine Kippe auszudrücken, desto vehementer wird das „Nein!!!“. Ruckartig hält mir ein mit vielen bunten Armbändern bestückter Unterarm einen mit Glitzer und LED-Lichtern verzierten Aschenbecher hin. Noch bevor meine Kippe den Boden berühren kann, verschlingt das leuchtende Gefäß mit einer schnellen Drehbewegung den Stummel.

Ich schaue auf und sehe in ein sehr ernstes, mit Ornamenten bemaltes Gesicht und kann mir ein leises Kichern nicht verkneifen. Das Gesicht bleibt ernst. ERTAPPT! Sofort verspüre ich Scham und kann selbst nicht begreifen, wie ich im ganzen Musik-Festival-Trubel unsere Umwelt für einen kurzen Moment vergessen konnte. Dankbar änderte ich ab diesem Zeitpunkt mein Verhalten und finde jetzt immer eine Möglichkeit, Kippen richtig zu entsorgen. Das ist nun einige Jahre her.

Mehrweg statt Einweg!

Mehrweg statt Einweg!

Nicht nur weil ich mich beim NABU jeden Tag mit Verpackungen beschäftige: mich erschüttern wirklich die Berge von überflüssigem Abfall, ob auf dem Weg zur U-Bahn oder auch in der eigene Mülltonne Zuhause. Und dieses Gefühl, das auch viele in meinem Freundeskreis haben, ist auch statistisch bewiesen: Wir produzieren immer und immer mehr Verpackungsmüll! Die Gründe dafür sind vielfältig. Neue Trends wie To-Go oder Online-Handel sind darunter – aber auch Bequemlichkeit, denn Einweg ist oft praktisch: in den Mülleimer und aus dem Sinn.

Alle(s) für die Biotonne

Alle(s) für die Biotonne

Seit 2015 muss laut Kreislaufwirtschaftsgesetz in den Kommunen Bioabfall getrennt gesammelt werden. Der NABU hat jedoch nachgewiesen, dass sich nach wie vor viele Kreise gegen die Einführung einer Getrenntsammlung sperren und weitere Kreise die Biotonne nicht flächendeckend anbieten. Die Folge ist, dass viel zu viele Bioabfälle in der Müllverbrennung landen, statt als Biogas und Kompost verwertet zu werden.

Heute Lust auf Limo im Genmais-Becher?

Heute Lust auf Limo im Genmais-Becher?

In letzter Zeit häufen sich die Anlässe, einen Beitrag zu „alternativem Einweggeschirr“ zu schreiben: An Orten, wo man gar nicht „to-go“ isst und trinkt, stößt man immer öfter auf Einweg. Zuletzt gab’s beim Rockkonzert etwa Einwegbecher aus Maisstärke – „die sind ja nicht so schlimm“, hieß es; oder bei der Ethical Fashion Week fesche Holzschälchen und Papierbecher – war ja nur mal ein Baum statt Plastik.

Das Märchen von der umweltfreundlichen Kaffeekapsel

Das Märchen von der umweltfreundlichen Kaffeekapsel

Lungo, Ristretto, Crema, Americano oder einfach nur Classic: All das gibt es bei einer Kaffeekapselmaschine bequem per Knopfdruck. Seit Jahren freuen sich die Hersteller über steigende Absatzzahlen – doch mit ihnen wachsen auch die Müllberge, die die Einmalkapseln produzieren. Unvorstellbare 8 Millionen Kapseln werden in Deutschland pro Tag verbraucht. Für uns Menschen mögen Kapselmaschinen ein Komfort sein – für die Umwelt sind sie eine kleine Katastrophe.

Wir sind jetzt Öko-Griller

Wir sind jetzt Öko-Griller

Pünktlich zum 1. Mai kommt hier mein Beitrag zum Öko-Grillen.

Kaum geht das Thermometer in Deutschland über die 20 Grad, riechen wir aus den Gärten und Balkon einen wohl bekannten Grill-Geruch. Offensichtlich ist die zweitliebste Beschäftigung der Deutschen neben dem Bier trinken das Grillen. Jetzt will sie uns auch noch das Grillen vermiesen, mögen manche jetzt denken. Ja, denn leider ist es immer noch so, dass die Mehrheit billiges Fleisch und Würstchen auf den Grill schmeißt. Hauptsache viel ist die Devise.

Müll bei Veranstaltungen

Müll bei Veranstaltungen

++++Müll bei Veranstaltungen+++

Euch geht es sicher häufig genauso, ihr geht auf tolle Veranstaltungen und dann steht ihr beim Catering und blickt auf Einweggeschirr oder Einwegbecher. Mir ging es am vergangenen Freitag wieder so. Im Berliner Botanischen Garten finden momentan die Tropischen Nächte statt. Eigentlich eine tolle Idee, ab 18 Uhr geht es los, bis 21.30 gibt es Führungen in den verschiedenen Pflanzenhallen und in der Haupthalle gibt es Musik.

Kein Bock auf Biotonne

Seit knapp drei Jahren müssen die deutschen Landkreise und kreisfreien Städte laut Kreislaufwirtschaftsgesetz Bioabfälle aus Küche und Garten getrennt sammeln. Aber auch nach mehr als 1.000 Tagen weigern sich viele Gebietskörperschaften, diese gesetzliche Pflicht zu erfüllen. Der NABU hat recherchiert, dass im Oktober 2017 noch immer 33 Landkreise keine Möglichkeit zur Getrennterfassung anbieten. Weitere sieben wollen eine Biotonne erst in den kommenden zwei Jahren einführen. Und rund 17 Landkreise, vornehmlich in Bayern, bieten nur Sammelstellen im Bringsystem an.

Umsetzung der Biotonne in den Landkreisen 2017 -Grafik: NABU

Auch zwei Jahren nach Einführung der Trennpflicht bietet jeder fünfte Landkreis in Deutschland weiterhin kein oder nur ein mangelhaftes Trennsystem für Bioabfälle an. – Grafik: NABU