NABU-Waldkauzteam Beiträge

Das Familienleben ändert sich

Über die Osterferien ist bei den Berliner Käuzen einiges passiert:

Zunächst einmal sind alle vier Jungeulen erfolgreich geschlüpft, die ersten beiden am 3. April, das dritte Junge am 5. April und das kleinste am Morgen des 7. April. Das Bild zeigt den Moment, in dem es endgültig aus der Eischale klettert. Zwei Mäuse liegen schon einmal als Vorrat bereit.

Das vierte Junge schlüpft aus dem Ei (oben mittig).

Nur acht Tage später sind die Jungen schon richtig gewachsen, und alle haben schon die Augen geöffnet.

Video der Küken – Namenswettbewerb endet bald

Kurz vor sieben Uhr morgens verlässt das Waldkauz-Weibchen ihre Jungen und erlaubt uns einen Blick auf den süßen Nachwuchs. Erstaunt blicken die vier Käuzchen ihrer Mama hinterher und wirken, als wollten sie am liebsten mitkommen. Nun kuscheln sie zu viert.

Übrigens: Der Namenswettbewerb für die Küken in Berlin und Kempten läuft noch bis morgen! Aktuell sieht die Top-Ten der Namensvorschläge folgendermaßen aus:

Top-10 für Berlin:

22 Stimmen für Charlie
21 Stimmen für Kauzi
15 Stimmen für Klaus
15 Stimmen für Bilbo
14 Stimmen für Paule
14 Stimmen für Leo
13 Stimmen für Xaver
13 Stimmen für Milli
9 Stimmen für Jakob
7 Stimmen für Walter

Top-10 für Kempten:

25 Stimmen für Kauzi
23 Stimmen für Leo
21 Stimmen für Mattes
17 Stimmen für Wuschel
17 Stimmen für Oskar
13 Stimmen für Sina
13 Stimmen für Klaus
13 Stimmen für Frodo
13 Stimmen für Fritz
9 Stimmen für Charlie

Hier sehen Sie die Top-100-Vorschläge und können weiter mit abstimmen!

Wie sollen die Küken heißen?

Fünf in Kempten, vier in Berlin: Insgesamt neun Küken sind bei unseren Webcam-Käuzen in den letzten Wochen geschlüpft. Damit die Kleinen nicht namenlos durchs Leben flattern, haben wir einen Namenswettbewerb gestartet. Machen Sie mit und schicken Sie uns Ihre Namensvorschläge unter http://bit.ly/namenswettbewerb_kauz-kueken

Waldkauz-Küken in Kempten – wie sollen sie heißen?

Beeilen lohnt sich: Die ersten 200 Teilnehmer des Gewinnspiels erhalten einen Gutscheincode für einen Waldkauz-Klingelton.

Wir sind gespannt auf Ihre Vorschläge!

Hinweis: Gehen Sie unbedingt zu unserem Waldkauz-Namenswettbewerb, um Ihre Vorschläge abzugeben. Namen, die hier als Kommentar abgegeben werden, nehmen nicht am Gewinnspiel teil.

Berlin: Das erste Junge ist geschlüpft!

Jaaa! Endlich ist auch in Berlin das erste Junge geschlüpft! Gesehen haben wir es bisher zwar noch nicht, weil Mama heute erstmalig auf ihren frühabendlichen Ausflug verzichtet, aber soeben (3. April, 20:53 Uhr) konnte man sehen, wie sie eine halbe Eischale vertilgt hat. Das ist ein sicheres Zeichen dafür, dass mindestens ein Junges geschlüpft ist.

Das Weibchen frisst eine Eischale

Das Weibchen frisst eine Eischale: Sicheres Zeichen für ein geschlüpftes Junges.

Im Nordosten nichts Neues

Der berechnete Schlupftermin der ersten beiden Küken in Berlin-Reinickendorf ist verstrichen, und trotzdem ist noch alles beim Alten: Vier Eier im Nest und keine Anzeichen, dass hier schon jemand von innen an der Eischale herumpickt. Beim letzten 10-minütigen Ausflug des Weibchens heute morgen gab sie kurz einen Blick auf das Gelege frei:

Heute morgen: Immer noch vier unversehrte Eier in Berlin-Reinickendorf

Heute morgen: Immer noch vier unversehrte Eier in Berlin-Reinickendorf

Vermutlich waren wir etwas optimistisch, als wir annahmen, dass das Weibchen in Berlin schon ab dem zweiten Ei richtig gebrütet hat. Normalerweise fängt die richtige Bebrütung bei Waldkäuzen ab dem vorletzten Ei an. Schlagen wir auf den zuvor erwarteten Termin 1. oder 2. April also noch einmal 2,5 Tage (Differenz des Legedatums zwischen 2. und 3. Ei) drauf: Dann kämen wir auf den 3. oder 4. April oder den Morgen danach. Es bleibt also spannend.

Bisher kann man nur neidisch nach Kempten im Allgäu schauen, wo alle fünf Jungen geschlüpft sind und fast ständig Mäuse als Futtervorrat im Kasten liegen. Die Versorgungslage dort scheint gut zu sein.

 

Was fressen die Berliner Käuze?

Noch gibt es bei unseren Webcam-Waldkäuzen in Berlin keine Jungen. Aber das Männchen bringt bereits regelmäßig Futter für das brütende Weibchen.

Das Männchen bringt eine Langschwanzmaus.

Das Männchen bringt eine Langschwanzmaus.

Wir haben uns mal genauer angeschaut, welche Leckereien dabei geliefert werden:

Von 26 Futterübergaben, die wir geprüft haben, handelte es sich bei 21 um Mäuse aus der Familie der Langschwanzmäuse. Ganz überwiegend ist das wohl die Gelbhalsmaus (Apodemus flavicollis), von der bereits vorher bekannt war, dass sie in den meisten Jahren die Hauptnahrung Berliner Waldkäuze darstellt. Jeweils nur ein einziges Mal wurde eine Wühlmaus (mit kurzem behaarten Schwanz), ein Frosch und ein Vogel (vermutlich eine Drossel – diese Szene findet man im Archiv: „Geschenk zum Frauentag“) verfüttert. In zwei Fällen konnten wir nicht erkennen, was geliefert wurde.