NABU-Waldkauzteam Beiträge

Video der Küken – Namenswettbewerb endet bald

Kurz vor sieben Uhr morgens verlässt das Waldkauz-Weibchen ihre Jungen und erlaubt uns einen Blick auf den süßen Nachwuchs. Erstaunt blicken die vier Käuzchen ihrer Mama hinterher und wirken, als wollten sie am liebsten mitkommen. Nun kuscheln sie zu viert.

Übrigens: Der Namenswettbewerb für die Küken in Berlin und Kempten läuft noch bis morgen! Aktuell sieht die Top-Ten der Namensvorschläge folgendermaßen aus:

Top-10 für Berlin:

22 Stimmen für Charlie
21 Stimmen für Kauzi
15 Stimmen für Klaus
15 Stimmen für Bilbo
14 Stimmen für Paule
14 Stimmen für Leo
13 Stimmen für Xaver
13 Stimmen für Milli
9 Stimmen für Jakob
7 Stimmen für Walter

Top-10 für Kempten:

25 Stimmen für Kauzi
23 Stimmen für Leo
21 Stimmen für Mattes
17 Stimmen für Wuschel
17 Stimmen für Oskar
13 Stimmen für Sina
13 Stimmen für Klaus
13 Stimmen für Frodo
13 Stimmen für Fritz
9 Stimmen für Charlie

Hier sehen Sie die Top-100-Vorschläge und können weiter mit abstimmen!

Wie sollen die Küken heißen?

Fünf in Kempten, vier in Berlin: Insgesamt neun Küken sind bei unseren Webcam-Käuzen in den letzten Wochen geschlüpft. Damit die Kleinen nicht namenlos durchs Leben flattern, haben wir einen Namenswettbewerb gestartet. Machen Sie mit und schicken Sie uns Ihre Namensvorschläge unter http://bit.ly/namenswettbewerb_kauz-kueken

Waldkauz-Küken in Kempten – wie sollen sie heißen?

Beeilen lohnt sich: Die ersten 200 Teilnehmer des Gewinnspiels erhalten einen Gutscheincode für einen Waldkauz-Klingelton.

Wir sind gespannt auf Ihre Vorschläge!

Hinweis: Gehen Sie unbedingt zu unserem Waldkauz-Namenswettbewerb, um Ihre Vorschläge abzugeben. Namen, die hier als Kommentar abgegeben werden, nehmen nicht am Gewinnspiel teil.

Berlin: Das erste Junge ist geschlüpft!

Jaaa! Endlich ist auch in Berlin das erste Junge geschlüpft! Gesehen haben wir es bisher zwar noch nicht, weil Mama heute erstmalig auf ihren frühabendlichen Ausflug verzichtet, aber soeben (3. April, 20:53 Uhr) konnte man sehen, wie sie eine halbe Eischale vertilgt hat. Das ist ein sicheres Zeichen dafür, dass mindestens ein Junges geschlüpft ist.

Das Weibchen frisst eine Eischale

Das Weibchen frisst eine Eischale: Sicheres Zeichen für ein geschlüpftes Junges.

Im Nordosten nichts Neues

Der berechnete Schlupftermin der ersten beiden Küken in Berlin-Reinickendorf ist verstrichen, und trotzdem ist noch alles beim Alten: Vier Eier im Nest und keine Anzeichen, dass hier schon jemand von innen an der Eischale herumpickt. Beim letzten 10-minütigen Ausflug des Weibchens heute morgen gab sie kurz einen Blick auf das Gelege frei:

Heute morgen: Immer noch vier unversehrte Eier in Berlin-Reinickendorf

Heute morgen: Immer noch vier unversehrte Eier in Berlin-Reinickendorf

Vermutlich waren wir etwas optimistisch, als wir annahmen, dass das Weibchen in Berlin schon ab dem zweiten Ei richtig gebrütet hat. Normalerweise fängt die richtige Bebrütung bei Waldkäuzen ab dem vorletzten Ei an. Schlagen wir auf den zuvor erwarteten Termin 1. oder 2. April also noch einmal 2,5 Tage (Differenz des Legedatums zwischen 2. und 3. Ei) drauf: Dann kämen wir auf den 3. oder 4. April oder den Morgen danach. Es bleibt also spannend.

Bisher kann man nur neidisch nach Kempten im Allgäu schauen, wo alle fünf Jungen geschlüpft sind und fast ständig Mäuse als Futtervorrat im Kasten liegen. Die Versorgungslage dort scheint gut zu sein.

 

Was fressen die Berliner Käuze?

Noch gibt es bei unseren Webcam-Waldkäuzen in Berlin keine Jungen. Aber das Männchen bringt bereits regelmäßig Futter für das brütende Weibchen.

Das Männchen bringt eine Langschwanzmaus.

Das Männchen bringt eine Langschwanzmaus.

Wir haben uns mal genauer angeschaut, welche Leckereien dabei geliefert werden:

Von 26 Futterübergaben, die wir geprüft haben, handelte es sich bei 21 um Mäuse aus der Familie der Langschwanzmäuse. Ganz überwiegend ist das wohl die Gelbhalsmaus (Apodemus flavicollis), von der bereits vorher bekannt war, dass sie in den meisten Jahren die Hauptnahrung Berliner Waldkäuze darstellt. Jeweils nur ein einziges Mal wurde eine Wühlmaus (mit kurzem behaarten Schwanz), ein Frosch und ein Vogel (vermutlich eine Drossel – diese Szene findet man im Archiv: „Geschenk zum Frauentag“) verfüttert. In zwei Fällen konnten wir nicht erkennen, was geliefert wurde.

Waldkauz verschlingt Maus – und weitere Videos vom Eifel-Waldkauz

Nicht nur in Berlin und Kempten werden in diesem Jahr Waldkäuze mit der Kamera begleitet. Das langjährige NABU-Mitglied Lothar Lenz hat sein eigenes Langzeit-Videoprojekt zum Waldkauz, dem Vogel des Jahres 2017, gestartet. Er filmt den Waldkauz mit einer automatischen Wildtierkamera an einem besonders schönen natürlichen Tagesversteck in der Eifel.

Gefahren im Kauzrevier

Wenn Singvögel – etwa Eichelhäher, Nebelkrähen, Kohlmeisen oder Amseln –  Waldkäuze beschimpfen, also auf den Kauz „hassen“ (wie die Jäger sagen -> ein Video zu dieser Verhaltensweise gibt es dazu in unserem Waldkauz-Videoarchiv unter „Mobbing unter Vögeln„), weil sie ihn als Fressfeind entdeckt haben, so stellen sie doch keine Gefahr für den nächtlichen Jäger dar.

Der gerettete Waldkauz wird in die Freiheit entlassen.

Der gerettete Waldkauz wird in die Freiheit entlassen – Foto: privat.

Artenschutz für den Waldkauz in Berlin

46 Nisthilfen wurden in den letzten 15 Jahren in Berlin-Reinickendorf angebracht – Foto: Dr. Hans-Jürgen Stork

Bereits vor 50 Jahren wurden in Berlin eingehende Untersuchungen zu Biologie, Ökologie und Verhalten von Waldkäuzen und Waldohreulen durchgeführt. Dr. Victor Wendland (†) hat in den 1960-70er Jahren zahlreiche Begehungen im Grunewald, im Spandauer Forst und im Stadtgebiet nur wegen der Eulen durchgeführt.

Er sammelte unfangreiche Beobachtungsdaten zur Lebensweise, zum Brutverhalten, zum Lebens- und Nahrungsraum und zur Vielfalt ihrer Nahrungstiere. Die in zahlreichen Schriften niedergelegten Erkenntnisse dienen heute als Grundlage zum sachgerechten Schutz dieser Eulenarten, vor allem zum Schutz ihrer Lebensräume und Brutstätten.

Als im Sommer 2002 ein Sturm durch den Berliner Norden zog und mehrere Tausend alter Bäume umbrachen, gingen auch viele natürliche Niststätten in Baumhöhlen verloren – auch die der Waldkäuze –, nicht nur im Wald, sondern auch in Parks, auf Friedhöfen und sogar in baumreichen Siedlungen.

Berlin: Das 4. Ei ist da!

viertes Ei in Berlin

Den ganzen Tag saß das Weibchen so fest auf dem Nest, dass man es erst sehen konnte, als es um 20:35 Uhr kurz das Nest verließ. Vermutlich wurde es am Vormittag gelegt – getreu dem Rhythmus dieses Weibchens von etwa einem Ei alle zwei bis drei Tage. Mal sehen, ob es das letzte ist, oder ob wie in Kempten noch eines hinzukommt. Wenn, dann wäre es wahrscheinlich am Nachmittag des 11. März (Samstag) soweit.

 

 

In Berlin gibt es schon Jungkäuze

Der NABU Reinickendorf betreut seit vielen Jahren eine ganze Reihe von Waldkauzkästen im Berliner Norden. Aber es war nicht ganz einfach, einen Kasten zu finden, der mit einiger Sicherheit besetzt ist, und in dem man problemlos Webcams installieren konnte. Meist gab es in der Nähe keinen geeigneten Internetanschluss, oder man hätte mit den Kabeln gepflasterte Straßen oder Privatzufahrten queren müssen. Der jetzt ausgestattete Kasten war eigentlich unsere zweite Wahl, aber – wie sich jetzt zeigt – goldrichtig.

Junger, fast flügger Waldkauz am 28. Februar im Nachbarrevier unserer Berliner Käuze. Foto: Hans-Jürgen Stork

Hätten wir den zuerst anvisierten Kasten – gerade einmal 1.400 Meter Luftlinie entfernt – genommen, wäre der Spaß jetzt schon fast vorbei: Denn dort gibt es heute schon Jungkäuze, die kurz vor dem Ausfliegen stehen. Hans-Jürgen Stork vom NABU Reinickendorf hat dort schon am 28. Februar ein Foto gemacht, auf dem am Einflugloch hinter einem Altvogel ein bereits sehr großer Jungvogel zu sehen ist. Das erste Ei müsste dort bereits um den 10. Januar gelegt worden sein. Dieses Beispiel zeigt, wie unterschiedlich die Brutzeiten der Waldkäuze sein können.