Artenschutz Beiträge

Ölpest trifft Tropenparadies: Warum die Havarie in Mauritius so verheerend ist

Ölpest trifft Tropenparadies: Warum die Havarie in Mauritius so verheerend ist

Am 25. Juli lief das 300 Meter lange Frachtschiff „MV Wakashio“ auf ein Riff unweit der Küste im Südosten von Mauritius auf. Nur wenige Kilometer von dieser Stelle habe ich als Kind geschnorchelt und meine ersten Korallen und Mangroven gesehen – wie im Bilderbuch, voller Fische, in allen Regenbogenfarben. Dementsprechend krass ist der Anblick von pechschwarzem Schweröl inmitten dieses türkisblauen Unterwasseridylls. Einen „schlechteren“ Ort für eine Ölkatastrophe kann man sich kaum vorstellen.

Die Schönen der Nacht

Am letzten Augustwochenende feierten Fledermausfreunde in über 35 Ländern die 21. Internationale Fledermausnacht. Die zentrale Hauptveranstaltung in Deutschland fand in diesem Jahr im Oldenburger Schlossgarten statt. Mit vielen Exkursionen und Aktionen, auch vor und nach der offiziellen Batnight, entführte der NABU Oldenburger Land in die Welt der bedrohten nächtlichen Jäger. Wie haben die Besucher die Batnight erlebt und was bedeutet das Ausrichten eines so großen Events für den NABU vor Ort? Ein Bericht aus der Perspektive der Ehrenamtlichen.

Auf der Batnight-Hauptveranstaltung 2017 gab es für Groß und Klein viel zu erleben - unter anderem Fledermausschminken. Foto: Tamara Buj

Auf der Batnight-Hauptveranstaltung 2017 gab es für Groß und Klein viel zu erleben – unter anderem Fledermausschminken. Foto: Tamara Buj

Klimawandel und Artenschwund – eine gefährliche Entwicklung

Klimawandel und Artenschwund – eine gefährliche Entwicklung

Schwindendes Meereis, Korallensterben und Dürren sind Bilder die wir mit dem Klimawandel verbinden. Die globalen Symptome des längst laufenden Erwärmungsprozesses unserer Erde beherrschen die Aufmerksamkeit, wenn das Thema es endlich mal wieder in die Medien schafft. Immer öfter kommen die Meldungen von Extremwetterereignissen inzwischen auch aus Europa, wie kürzlich angesichts der Überflutungen südlich der Alpen und der extremen Hitze und Wasserknappheit nur wenige hundert Kilometer entfernt in Mittel- und Süditalien.

20. Internationale Batnight 2016 – Fledermäuse im Westerwald

Die Batnight ist zwanzig geworden. Eine mittlerweile erwachsene Veranstaltung, so möchte man meinen. Denn so richtig erwachsen ist hier niemand. Aus den Augen eines Städters…

Zum 20. Mal jährt sich die Internationale Fledermausnacht. 1997 hat EUROBATS – das Abkommen zur Erhaltung der europäischen Fledermauspopulationen – die erste offizielle European Batnight veranstaltet. Seitdem ist viel passiert. Selbst Nichtmitgliedsländer feiern die Flattermänner – und das über die ganze Welt verteilt. Man batnightet sozusagen schon in über 40 Sprachen! In Deutschland organisiert der NABU die jährliche Fledermausnacht, dieses Jahr mit sage und schreibe knapp 250 eingetragenen Veranstaltungen in ganz Deutschland. Fleißige Flederlieschen kann man da nur sagen!

Goldrausch! – Koboldmaki aus?

Ja, es ist erschreckend! Das Koboldmaki-Paradies Sulawesi hat nicht nur eine wahrhaftig bewegte Entstehungsgeschichte aus längst verstrichenen, erdgeschichtlichen Epochen hinter sich. Nein, es macht derzeit auch eine wortwörtlich aufwühlende Phase durch.

Sulawesi – gefährdetes Koboldmaki-Paradies

Die indonesische Insel Sulawesi hat durch seine Lage zwischen zwei großen Kontinentalplatten eine buchstäblich bewegte Vergangenheit hinter sich. Doch das ist nicht die einzige Besonderheit der kleinen Insel. Denn dort, wo sich die eurasische Platte kontinuierlich über die australische Platte schiebt, befindet sich ebenfalls eine unsichtbare biogeographische Grenze in der Tiefe des Ozeans – die nach seinem Entdecker benannte Wallace-Linie.

Was uns Koboldmakis über den Zustand von tropischen Wäldern verraten

Die Koboldmakis, die wir auf unserer Exkursion versuchen aufzuspüren, leben im Pflanzendickicht der Regenwälder Nord-Sulawesis. Die Spur ihrer arttypischen Gesänge, mit denen sie soziale Beziehungen aufrechterhalten und die Grenzen ihrer Territorien anzeigen, führt uns in der Dämmerung durch ein dichtbewaldetetes Flussufer. Vorbei an einem Unterholz aus Sträuchern und Bäumen, das unterschiedliche Lianen eng umschlungen haben.

Kleine Jäger mit großem Durchblick

Warum haben Koboldmakis nun so riesengroße Augen? – Ganz einfach: Weil sie nachtaktive Jäger sind! Doch nicht alle Tiere, die in der Dunkelheit auf Beutejagd gehen, haben vergrößerte Augen.

Koboldmaki - Foto: NABU/T. Kirschey

Koboldmaki im Nationalpark Bogani Nani Wartabone (bei Gorontalo,Nord-Sulawesi, Indonesien) – Foto: NABU/T. Kirschey

Du Koboldmaki, was hast du für große Augen?

Wer kennt sie nicht – die kleinen Kobolde mit den großen Augen? Viele von euch haben bestimmt das eine oder andere Video von den Koboldmakis bereits auf Youtube gesehen und sich gefragt, was das wohl für Tiere sind. Wir machen uns gerade auf den Weg, diese kleinen, mit uns über viele Ecken verwandten Affen in Indonesien zu untersuchen.

Koboldmaki - Foto: Fajar Kaprawi

Koboldmaki – Foto: Fajar Kaprawi

„Mensch, Wolf!“ Resümee und Ausblick zur internationalen Wolfskonferenz des NABU

Drei Tage Wolfskonferenz liegen hinter uns. Drei interessante Tage voller Fakten zum Wolf, Erfahrungsberichte aus verschiedenen Wolfsregionen, Anforderungen an das Miteinander von Mensch und Wolf, Appelle, Hinweise und Diskussionen. Drei Tage, die nicht nur interessant, sondern auch sehr inspirierend waren und uns mit neuen Ideen und gestärkter Motivation auf die anstehenden Aufgaben blicken lassen.

NABU-Wolfskonferenz 2015: Foto: NABU/G. Rottmann

David Mech (li), einer der bekanntesten Wolfsforscher der Welt, spricht Vorurteile und Mythen zum Wolf an: „Misinformation is one of the biggest problems with wolves.“

Im Zentrum der Konferenz standen die unterschiedlichen – und nicht immer konfliktfreien – Perspektiven auf das Zusammenleben von Mensch und Wolf: So zeigten Nutztierhalter, Jäger, Naturschützer, Vertreter der Politik und Wissenschaftler aus Deutschland, Europa und den USA ihre Sichtweisen und Lösungen auf.