Artenschutz Beiträge

Klimawandel und Artenschwund – eine gefährliche Entwicklung

Klimawandel und Artenschwund – eine gefährliche Entwicklung

Schwindendes Meereis, Korallensterben und Dürren sind Bilder die wir mit dem Klimawandel verbinden. Die globalen Symptome des längst laufenden Erwärmungsprozesses unserer Erde beherrschen die Aufmerksamkeit, wenn das Thema es endlich mal wieder in die Medien schafft. Immer öfter kommen die Meldungen von Extremwetterereignissen inzwischen auch aus Europa, wie kürzlich angesichts der Überflutungen südlich der Alpen und der extremen Hitze und Wasserknappheit nur wenige hundert Kilometer entfernt in Mittel- und Süditalien.

20. Internationale Batnight 2016 – Fledermäuse im Westerwald

Die Batnight ist zwanzig geworden. Eine mittlerweile erwachsene Veranstaltung, so möchte man meinen. Denn so richtig erwachsen ist hier niemand. Aus den Augen eines Städters…

Zum 20. Mal jährt sich die Internationale Fledermausnacht. 1997 hat EUROBATS – das Abkommen zur Erhaltung der europäischen Fledermauspopulationen – die erste offizielle European Batnight veranstaltet. Seitdem ist viel passiert. Selbst Nichtmitgliedsländer feiern die Flattermänner – und das über die ganze Welt verteilt. Man batnightet sozusagen schon in über 40 Sprachen! In Deutschland organisiert der NABU die jährliche Fledermausnacht, dieses Jahr mit sage und schreibe knapp 250 eingetragenen Veranstaltungen in ganz Deutschland. Fleißige Flederlieschen kann man da nur sagen!

Goldrausch! – Koboldmaki aus?

Ja, es ist erschreckend! Das Koboldmaki-Paradies Sulawesi hat nicht nur eine wahrhaftig bewegte Entstehungsgeschichte aus längst verstrichenen, erdgeschichtlichen Epochen hinter sich. Nein, es macht derzeit auch eine wortwörtlich aufwühlende Phase durch.

Sulawesi – gefährdetes Koboldmaki-Paradies

Die indonesische Insel Sulawesi hat durch seine Lage zwischen zwei großen Kontinentalplatten eine buchstäblich bewegte Vergangenheit hinter sich. Doch das ist nicht die einzige Besonderheit der kleinen Insel. Denn dort, wo sich die eurasische Platte kontinuierlich über die australische Platte schiebt, befindet sich ebenfalls eine unsichtbare biogeographische Grenze in der Tiefe des Ozeans – die nach seinem Entdecker benannte Wallace-Linie.

Was uns Koboldmakis über den Zustand von tropischen Wäldern verraten

Die Koboldmakis, die wir auf unserer Exkursion versuchen aufzuspüren, leben im Pflanzendickicht der Regenwälder Nord-Sulawesis. Die Spur ihrer arttypischen Gesänge, mit denen sie soziale Beziehungen aufrechterhalten und die Grenzen ihrer Territorien anzeigen, führt uns in der Dämmerung durch ein dichtbewaldetetes Flussufer. Vorbei an einem Unterholz aus Sträuchern und Bäumen, das unterschiedliche Lianen eng umschlungen haben.

Kleine Jäger mit großem Durchblick

Warum haben Koboldmakis nun so riesengroße Augen? – Ganz einfach: Weil sie nachtaktive Jäger sind! Doch nicht alle Tiere, die in der Dunkelheit auf Beutejagd gehen, haben vergrößerte Augen.

Koboldmaki - Foto: NABU/T. Kirschey

Koboldmaki im Nationalpark Bogani Nani Wartabone (bei Gorontalo,Nord-Sulawesi, Indonesien) – Foto: NABU/T. Kirschey