Energieeffizienz Beiträge

#CO2FreiSpassDabei – Hauptsache schön warm?

Wie meine Anstrengungen im Bereich Stromsparen aussehen, konntet ihr ja schon hier lesen. Heute will ich berichten, wie wir beim Heizen CO2 einsparen können – oder auch nicht…

Viel papier muss gewälzt werden, um die persönlichen CO2-Emissionen zu ermitteln. Foto: Danny Püschel

Viel Papier muss gewälzt werden, um die persönlichen CO2-Emissionen oder Förderprogramme zu ermitteln. Foto: Danny Püschel

Heizen für die Umwelt

Auch beim Thema Heizen – was eigentlich das viel wichtigere Thema beim CO2-Sparen ist – hängt viel vom Verhalten ab. Gerade, wenn man in einer Mietwohnung lebt und wenig Einfluss auf die Heizungstechnologie hat.

Effizienz braucht mehr Gewicht

Wirtschaftsministerium startet Diskussionsprozess zu Energieeffizienz

Die internationalen Klimaziele erreichen wir nur, wenn wir es ernst meinen mit der naturverträglichen Energiewende. Und Energiewende muss endlich allgemein bedeuten, dass es nicht nur um erneuerbare Energien geht, sondern auch, dass  dringend mehr Energie einspart und effizienter genutzt werden muss. Wirtschaftsminister Gabriel hat völlig recht, wenn er sagt: „Energie, die wir einsparen, müssen wir nicht erzeugen, speichern, transportieren und bezahlen.“ Energiesparen und Energieeffizienz sind also systemrelevant, denn diese beiden Aspekte der Energiewende bestimmen sämtliche Infrastrukturentscheidungen der kommenden Jahrzehnte, die wir zum Teil schon heute zu treffen haben.

BMWi leitet Diksussionsprozess zur Energieeffizienz ein. Bild: BMWi

Bild: BMWi

Das Licht für eine Stunde ausschalten ändert nichts

Mitte März werden alljährlich auf allen Kontinenten der Erde die Lichter für eine Stunde ausgeschaltet, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Bilder vom Brandenburger Tor und dem Pariser Eifelturm im Dunkeln bahnen sich dann um die Welt in allen Medien und das allerbeste: Jeder kann mitmachen und damit Teil einer weltweiten Aktion sein. Doch was bringt dieser Feel-Good-Aktivismus?

Licht aus. Foto: Teerapat/Fotolia

Licht aus. Foto: Teerapat/Fotolia

Die Aktion soll Aufmerksamkeit wecken für Klimaschutz, gemessen an der Berichterstattung gelingt das sehr gut. Gleichzeitig allerdings werden Dinge vermittelt, die sich vermutlich kontraproduktiv auf das Energiesparen und damit den Klimaschutz auswirken.

Erstens ist Lichtausschalten mit einem großen Verlust an persönlichem Komfort und Einschränkungen verbunden. Ohne Licht ist man hierzulande am frühen Abend fast zurück ins Mittelalter katapultiert – denn fast keine unserer alltäglichen Tätigkeiten funktionieren richtig gut ohne Licht. Klimaschutz ist aber nicht zwangsläufig mit Entbehrungen verbunden, auch wenn diese Aktion so verstanden werden kann. Klimaschutz funktioniert auch durch Energiesuffizienz und Energieeffizienz! Das heißt, da wo Energie verschwendet wird, müssen wir einsparen. Da wo wir den gleichen Nutzen mit weniger Aufwand bekommen können, müssen wir effizienter werden.

Zweitens wird durch diese Aktion der Sachverhalt auch sehr simplifiziert, denn tatsächlich lässt sich die Welt nicht verändern, wenn wir einmal im Jahr für eine Stunde das Licht ausschalten. Diese Aktion suggeriert Schalter drücken, alles gut und nun weiter so wie bisher. Klimaschutz braucht mehr Engagement von jedem Einzelnen. Klimaschutz muss im Alltag ankommen, Klimaschutz kann und muss die Grundlage für alle unsere Entscheidungen werden. Klimaschutz muss eine Rolle spielen, wenn wir die Leuchtmittel kaufen, die wir ausschalten!