Klimakonferenz Beiträge

#COP22 – Die Ergebnisse sind besser als gedacht

Die 22. Weltklimakonferenz ist in Marrakesch zu Ende gegangen. Die Präsidentschaftswahl in den USA hat zwischenzeitlich für ganz schön viel Unsicherheit gesorgt – am Ende hat die Staatengemeinschaft aber ein klares Signal gesendet, dass das Pariser Klimaabkommen in die Umsetzung kommt. Eine kurze Bewertung:

#COP22 – Was jetzt passieren muss

Die zweite Woche der Klimakonferenz ist im Gange. Auf dem Konferenzgelände wird es deutlich hektischer und voller – die Minister sind zum Teil schon da oder auf dem Weg hier her. Während letzte Woche noch nicht viel passiert ist (ich schrieb darüber), wird die Dringlichkeit für wirksamen Klimaschutz immer größer. Gerade heute erst hat die UN-Organisation für Meteorologie gemeldet, dass das Jahr 2016 mal wieder das wärmste Jahr seit Aufzeichnung der Temperaturen ist. Inzwischen liegen wir bei einer globalen Erderwärmung von rund 1,2 Grad Celsius gegenüber vorindustrieller Zeit. Um das 1,5-Grad-Ziel überhaupt noch erreichen zu können, müssen alle Länder jetzt schnell handeln. Das fordern wir auch von den Delegierten auf der Klimakonferenz in Marrakesch. Was sonst noch los ist und was ich für wichtig halte, haben wir diesmal als Film. Schaut selbst!

Auch in den kommenden Tagen werden wir über die Fortschritte der Verhandlungen berichten. Seit heute ist auch unser Präsident Olaf Tschimpke vor Ort.

#COP22 – Klimaschutzplankonferenz

#COP22 – Klimaschutzplankonferenz

Wie fühlt es sich an in Marrakesch?

Verglichen mit Paris ist es hier sehr unaufgeregt. Zumindest was die eigentlichen Verhandlungen angeht. Das ist eigentlich auch klar, denn in Paris ging es um alles. Oder zumindest um viel. Denn klar war, am Ende sollte ein neues Klimaabkommen stehen. Wie wir wissen, wurde das auch erreicht. In Marrakesch geht es „nur“ darum, das Pariser Klimaabkommen in die Umsetzung zu bringen.

#COP22 – Fossil of the Day: Deutschland

Dritter Tag der Weltklimakonferenz

Komischer Tag. Fast alle sind in schlechter Stimmung. Das Ergebnis der US-Wahlen hinterlässt Katerstimmung und vor allem viel Unsicherheit. Die USA haben sich zuletzt unter Obama gemeinsam mit China häufig als treibende Kraft im Klimaschutz präsentiert. Unter Trump ist es höchst unwahrscheinlich, dass diese Politik fortgesetzt wird. Was das Wahlergebnis alles bedeutet, kann und möchte ich hier gar nicht bewerten. Sicher ist aber, alles wird unsicherer.

Was heute aber außerdem noch gehörig auf die Stimmung vor Ort geschlagen hat, war die Nachricht aus Deutschland, dass es nun doch keinen Klimaschutzplan geben wird. Ein Netzwerk von zivilgesellschaftlichen Akteuren (CAN, wir sind Mitglied) vergibt täglich einem Land einen Negativpreis für besonders schlechtes Verhalten. Dieses Land wird als „Fossil of the Day“ gekürt. And the Winner is…

The Fossil of the Day. Negativ-Preis für Deutschland. Foto: Sebastian Scholz

The Fossil of the Day. Negativ-Preis für Deutschland. Foto: Sebastian Scholz

#COP22 – Klimaschutz nach Paris

Die Konferenz der Tat und Umsetzung

In Paris wurde ein völkerrechtlich verbindliches Klimaabkommen verhandelt. Nun sind klare Ziele vorgegeben, nämlich die Begrenzung der globalen Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius, besser noch auf 1,5  Grad Celsius. Am vierten November ist das Paris Agreement – so der Name des Klimaabkommens von Paris – in Kraft getreten. Nur wenige Tage später begann mit der COP22 die Weltklimakonferenz im marokkanischen Marrakesch. Ironischerweise gab es pünktlich zu Beginn der Klimakonferenz 20 Stunden Dauerregen in Marrakesch, der „Stadt ohne Regen“ – Klimawandel (ja ich weiß, Wetter ist nicht gleich Klima…).

Weltklimakonferenz in Marrakesch COP22. Foto: Sebastian Scholz

Weltklimakonferenz in Marrakesch COP22. Foto: Sebastian Scholz

In Marrakesch müssen die Weichen gestellt werden, um die Ziele des Paris Agreements überhaupt erreichen zu können. Das heißt, kurzfristige Maßnahmen müssen dringend weiter nach oben auf die Agenda, denn sonst rückt das 1,5-Grad-Celsius-Ziel außer Reichweite.

#CO2FreiSpassDabei: Das Ende ist erst der Anfang!

Bier ist nicht gleich Bier und Tomate ist nicht gleich Tomate

Ich hatte ja in meinem letzten Beitrag mit dem Bier aufgehört. Und es ist wirklich nicht leicht, Daten zum Product-Carbon-Footprint (PCF) von Bier oder Nahrungsmitteln generell zu bekommen. Wir haben uns mal die Mühe gemacht, und Daten für einige gängige Lebensmittel zusammengestellt. Mit zum Teil verblüffenden, zum Teil schockierenden Ergebnissen. Zurück zum Bier: Eine österreichische Brauerei hat nach internationalen Standards untersuchen lassen, wie viel CO2 bei der Bierproduktion so anfällt. Wenig überraschend ist dabei, dass Einwegflaschenbier einen fast doppelt so hohen PCF (671 g/l) hat wie Bier aus Mehrwegflaschen (305 g/l). Und Fassbier hat mit 281 g CO2 pro Liter am wenigsten. Hier scheint also die Wahl der Verpackung einen wesentlichen Einfluss auf den Carbon-Footprint zu haben. Und Fassbier schmeckt ja sowieso am besten…

Tomaten sind nur während der Saison wirklich klimafreundlich. Foto: Sebastian Hennigs

Tomaten sind nur während der Saison wirklich klimafreundlich. Foto: Sebastian Hennigs

Es gibt viele Lebensmittel, bei denen die Wahl nach dem klimafreundlichsten Produkt schwer fällt. Vor allem weil es kaum zugängliche Informationen darüber gibt und die Streuung doch sehr groß sein kann. Ich möchte nur einige Beispiele dazu nennen – und ja, ich weiß, viele Zahlen sind nervig, aber es geht leider nicht anders.

#CO2FreiSpassDabei: Wie schmeckt CO2-armes Essen?

Nun, mein Kollege und Mitstreiter Sebastian hat ja letzte Woche bereits viel Wichtiges und Richtiges zum Thema CO2-sparen beim Konsum berichtet. Da bleibt mir gar nicht mehr viel hinzuzufügen… Obwohl: Einige Verhaltensweisen, die Sebastian beschrieben hat, haben meine Familie und ich über die letzten Jahre auch entwickelt.

Gedeckter Frühstückstisch - Foto: NABU/S. Hennigs

Die „richtige“ Auswahl der Lebensmittel und das Vermeiden von Nahrungsmüll haben einen wesentlichen Einfluss auf den persönlichen Klima-Fußabdruck – Foto: NABU/S. Hennigs

Neu kaufen ist so … 90er…!

Da wäre zum Beispiel die Sache mit den Gebrauchtgütern. Unser Auto (ob der Besitz eines Autos überhaupt notwendig ist, ist schon fraglich…) ist gebraucht. Selbst in unserer neu möblierten Küche haben wir gebrauchte Möbel. Und das wiederaufarbeiten und integrieren in die „moderne“ Küche hat sogar Spaß gemacht… Einen Großteil der Klamotten für unsere Kinder sind auch gebraucht. Wir gehen gerne mal bei Humana shoppen. Es ist schon unglaublich, wie viele Kindersachen man in Second-Hand-Läden für 30 Euro bekommen kann – eigentlich eine Vollausstattung. Und die riechen nicht mal nach Chemie!

#CO2FreiSpassDabei – Hauptsache schön warm?

Wie meine Anstrengungen im Bereich Stromsparen aussehen, konntet ihr ja schon hier lesen. Heute will ich berichten, wie wir beim Heizen CO2 einsparen können – oder auch nicht…

Viel papier muss gewälzt werden, um die persönlichen CO2-Emissionen zu ermitteln. Foto: Danny Püschel

Viel Papier muss gewälzt werden, um die persönlichen CO2-Emissionen oder Förderprogramme zu ermitteln. Foto: Danny Püschel

Heizen für die Umwelt

Auch beim Thema Heizen – was eigentlich das viel wichtigere Thema beim CO2-Sparen ist – hängt viel vom Verhalten ab. Gerade, wenn man in einer Mietwohnung lebt und wenig Einfluss auf die Heizungstechnologie hat.

#CO2FreiSpassDabei – zuhause ist es doch am schönsten…

… CO2 zu sparen!

Nach einer Woche Selbstversuch CO2-Sparen steige ich nun auch in die Berichterstattung ein: #CO2freiSpassDabei – und heute schauen wir auf das Themenfeld „Wohnen“.

Zwischenstand: Danny 1 : Sebastian 0 (Klimapunkte)

In der ersten Woche hat mein Kollege Sebastian über das Thema Mobilität berichtet. Natürlich habe ich auch schon in der ersten Woche versucht, meine CO2-Emissionen an den vier Bereichen Mobilität, Wohnen, Konsum und Ernährung zu reduzieren. Im Bereich Mobilität habe ich Sebastian wohl geschlagen.

Obwohl wir ein Auto besitzen (meine Frau und ich reisen am Wochenende oft zu Sportveranstaltungen und für den Besuch der Verwandtschaft in der brandenburgischen und niedersächsischen Provinz ist ein Auto sehr vorteilhaft – erst recht mit zwei Kindern) liegt mein CO2-Fußabdruck im Bereich Mobilität bei „nur“ 850 Kilogramm pro Jahr (zum NABU CO2-Rechner).

Autofahren

Wenn man nur selten fährt, kann Auto fahren sogar Spaß machen. Foto: Danny Püschel

Das liegt wohl daran, dass wir höchstens einmal im Jahr in den Flieger steigen und bei unserem Auto eher ein Lagerschaden vom Rumstehen als ein Reifenwechsel wegen Abnutzung wahrscheinlich ist. Tatsächlich nutzen wir unser Auto gut und gerne auch mal zwei bis drei Wochen nicht. Wir erledigen nahezu alle Fahrten mit dem Fahrrad und den öffentlichen Verkehrsmitteln.

#CO2freiSpassDabei – Die erste Woche ist um

Seit einer Woche versuche ich noch intensiver als bisher, meinen CO2-Fußabdruck zu verkleinern. Diese Woche habe ich mich voll und ganz auf mein Mobilitätsverhalten konzentriert. Und das war auch nötig (wie Ihr hier nachlesen könnt).

Berliner U-Bahnen fahren mit Ökostrom. Foto: Sebastian Scholz

Berliner U-Bahnen fahren mit Ökostrom. Foto: Sebastian Scholz

Im Alltag habe ich gar nicht viel anders gemacht als sonst: In der Stadt habe ich mich in der letzten Woche zu Fuß, mit dem Fahrrad und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fortbewegt. Mit einer einzigen Ausnahme: Kurzfristig habe ich ein CarSharing-Auto benutzt; ich hatte im Rucksack meinen Einkauf, es hat in Strömen geregnet, ich hatte zum Essen eingeladen und wollte meinen Besuch nicht warten lassen.