Klimaschutz Beiträge

Wie können Unternehmen mehr zu Natur- und Klimaschutz beitragen?

Wie können Unternehmen mehr zu Natur- und Klimaschutz beitragen?

Nur mit einer richtigen Bilanzierung der eigenen Aktivitäten!                    Kritik am Ansatz der Value Balancing Alliance

Sustainable Finance spielt eine immer größere Rolle, um Klima- und Naturschutzziele in der Realwirtschaft zu stärken. Zudem spielt die Vermeidung von Greenwashing eine wichtige Rolle. Neben klaren Nachhaltigkeitsklassifikationen für Finanzanlagen sind erweiterte Unternehmensberichterstattungspflichten zentral, um Finanzflüsse effektiv umzuleiten. Investor*innen brauchen Klarheit darüber, wie stark Geschäftsmodelle auf das Klima und die Natur wirken und welche finanziellen Risiken sich durch Klima- und Umwelteinflüsse ergeben. Damit die Unternehmensberichterstattung dazu beitragen kann, Geschäftsmodelle anhand planetarer Grenzen auszurichten und Nachhaltigkeitsaspekte effektiv in die Unternehmenssteuerung zu integrieren, sind ambitionierte, wissenschaftsbasierte und zukunftsorientierte Accountingstandards notwendig.

Falsche Anreize: Wie die EU-Gesetzgebung die Entwaldung vorantreibt und das Klima bedroht

Falsche Anreize: Wie die EU-Gesetzgebung die Entwaldung vorantreibt und das Klima bedroht

Wälder spielen eine signifikante Rolle bei der Eindämmung der Klimakrise. In den Modellen des Weltklimarates IPCC sind sie als wichtige CO2-Senke einberechnet – werden sie stattdessen abgeholzt und verfeuert, rücken alle Klimaziele in weite Ferne. Unsere Zukunft hängt somit an der Zukunft unserer Wälder.

Umdenken für unsere Meere

Umdenken für unsere Meere

Reflexionen zum Bericht des Weltklimarates (IPCC) 2022

Viele der Krisen, die wir heute zu bewältigen haben, sind das Resultat eines jahrzehntelangen Raubbaus an der Natur. Der schlechte Zustand unserer Ökosysteme, der enorme Rückgang der Artenvielfalt und die Klimakrise sind eng miteinander verzahnt. Lösungsansätze für eins dieser Probleme können ohne die Einbeziehung der anderen nicht funktionieren – dies zeigt sich beispielhaft an unseren Meeren. Doch leider scheint diese wissenschaftliche Erkenntnis noch nicht bei allen angekommen zu sein.

Klimaschutz in der Schifffahrt – Die Ampelkoalition muss handeln

Klimaschutz in der Schifffahrt – Die Ampelkoalition muss handeln

Die Schifffahrt ist neben einem der Grundpfeiler der Weltwirtschaft auch einer der größten globalen CO2-Emittenten. Mit über 2% des weltweiten CO2-Ausstoßes liegt die Schifffahrt damit in etwa gleichauf mit einem bedeutsamen Industrieland wie Deutschland. Trotz der nationalen, europäischen und globalen Bemühungen zur Senkung des Treibhausgasausstoßes ist in diesem Sektor keine Besserung in Sicht – ganz im Gegenteil: Im Jahr 2021 stiegen die CO2-Emissionen der Schifffahrt um fast 5% und liegen damit sogar über den Werten des Vorkrisenjahres 2019. Schnelle und effektive Lösungen sind deshalb dringend nötig! Die Ankündigungen der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) sind nach aktuellem Stand nicht ansatzweise ausreichend, um die Schifffahrt auf einen ausreichend nachhaltigen Pfad zu bringen. Darum sind jetzt Bundesregierung und Europäische Union gefragt, um klare Signale für die Dekarbonisierung der Schifffahrt zu geben.

EU-Taxonomie: Greenwashing mit weitreichenden Folgen

EU-Taxonomie: Greenwashing mit weitreichenden Folgen

Seit Monaten haben wir die Entscheidung der EU-Kommission erwartet, ob fossiles Gas und Atomenergie in die EU-Taxonomie aufgenommen wird. Vielfach wurde kritisiert, dass eine Klassifizierung von konventionellen, fossilen und risikobehafteten Technologien institutionelles Greenwashing darstellt. Greenwashing, so wurde regelmäßig betont, würde die Glaubwürdigkeit der EU-Taxonomie erheblich beeinträchtigen und den European Green Deal vor erhebliche Probleme stellen. Auch der NABU hat dies in den vergangenen Monaten immer wieder hervorgehoben.

Am Silvesterabend, den 31.12.2021 gegen Mitternacht, hat die EU-Kommission nun Fakten geschaffen. Sie schlägt vor, dass Gas und Atomenergie befristet Eingang in die EU-Taxonomie finden sollen. Das wertet der NABU als folgenschwere Fehlentscheidung.

Too little, too late! – Warum die EU beim Klimaschutz in der Schifffahrt voranschreiten muss

Too little, too late! – Warum die EU beim Klimaschutz in der Schifffahrt voranschreiten muss

Im November 2021 fand sich der 77. Umweltausschuss (Marine Environment Protection Committee, MEPC) der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) zusammen. Mehr als 170 Staaten trafen sich virtuell. Ganz oben auf der Agenda stand, wie es mit den Klimaschutzmaßnahmen der Branche weitergehen soll.

Die Wohnung anheizen, nicht das Klima!

Die Wohnung anheizen, nicht das Klima!

Ungefähr ein Drittel unseres Energieverbrauchs verwenden wir in Deutschland darauf, Wohnungen zu heizen, Wasser zu erwärmen und Häuser zu klimatisieren – eine riesige Menge! Sowohl finanziell als auch mit Blick auf den Klimawandel schlägt das gewaltig zu Buche. Die gute Nachricht ist, dass wir alle etwas tun können, um den Energieverbrauch fürs Wohnen zu reduzieren – und um damit sowohl Geldbeutel als auch Klima zu schonen.

Wer sein Haus energetisch komplett saniert, senkt den Energieverbrauch natürlich am weitesten, dazu später mehr. Aber auch im Kleinen lassen sich große Effekte erzielen, ganz ohne nennenswerte Investitionen.

Moore – unverzichtbar für Klima und Natur

Moore – unverzichtbar für Klima und Natur

Beim Thema Klimaschutz denken die meisten Menschen an Kohlekraftwerke, Windräder, E-Autos und allenfalls an die Rettung der Regenwälder im Amazonas. Dass dabei auch Moore und der eigene Garten eine große Rolle spielen, haben die wenigsten auf dem Schirm.

Dabei sind Moore für unser Klima von enormer Bedeutung. Denn obwohl sie nur einen winzigen Anteil der Erdoberfläche bedecken, speichern sie unglaubliche Mengen an Kohlenstoff – doppelt so viel wie alle Wälder der Welt zusammen! Grund genug, sich mal anzuschauen, wie das genau funktioniert und was wir tun sollten, damit das so bleibt. Und da kommt dann auch der eigene Garten ins Spiel …

Hilft der neue europäische Emissionshandel wirklich dem Klimaschutz?

Hilft der neue europäische Emissionshandel wirklich dem Klimaschutz?

Beim Klimaschutz läuft uns die Zeit davon! Erst kürzlich hat der Weltklimarat wieder eindrücklich belegt, dass die nächsten zehn Jahre entscheidend sind, wenn wir noch irgendwie das Ruder herumreißen und die Klimakrise aufhalten wollen. Um in der EU bis 2030 eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 55 Prozent zu erreichen, schlägt die EU-Kommission ein Maßnahmenpaket vor. Unter anderem beinhaltet dieses ab 2026 die Einführung eines zweiten Emissionshandelssystems für die Sektoren Gebäude und Straßenverkehr. Ähnlich wie bei dem ab 2021 in Deutschland geltenden System stellt sich hier aber die Frage, ob es sich nicht eher um einen zahnlosen Tiger handelt, oder ob unsere Kriterien für ein wirksames Klimaschutzinstrument erfüllt werden.

Europäische Kommission legt Grundstein für Klimaschutz in der Seeschifffahrt

Europäische Kommission legt Grundstein für Klimaschutz in der Seeschifffahrt

Die Schifffahrt wurde in der Klimadebatte lange sträflich vernachlässigt, trägt jedoch insgesamt etwa zwei Prozent der weltweiten Treibhausgasemission bei. Nachdem die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) keine effektiven Klimaschutzmaßnahmen vorlegte, sollen nach dem Willen der Europäischen Kommission europäische Vorgaben zukünftig dazu beitragen, die enormen Emissionen in der Seeschifffahrt nachhaltig zu verringern. Die Kommission veröffentlichte am 14. Juli das lang erwartete „Fit for 55“-Package, welches einen klimafreundlicheren Ansatz in der europäischen Industrie und Gesellschaft verankern und das Ziel von 55 Prozent Treibhausgasminderung bis 2030 umsetzen soll, mit gravierenden Auswirkungen auf die Schifffahrt. Und tatsächlich sind die geplanten Maßnahmen so weitreichend und umfassend wie nie zuvor im marinen Sektor. Doch es gibt auch Schwachstellen, wie ein genauerer Blick auf das Paket und dessen Auswirkungen auf den Schiffsverkehr zeigt.