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Unerwartete Stromschlucker: „Standby“ ist nicht gleich aus!

Unerwartete Stromschlucker: „Standby“ ist nicht gleich aus!

„10 Prozent deiner Stromrechnung zahlst du nur für den Standby-Betrieb…“, höre ich meine Kollegin sagen, als ich grade die Tür zum Büro aufmache. Ich werde neugierig und betrete den Raum. Gerade liegt das „Standby- Thema“ in der Luft. Viele Geräte, die oft durchgängig am Netz stecken, verbrauchen Strom – auch wenn sie gar nicht angeschaltet sind, selbst die Waschmaschine! Langsam erahne ich, dass mich hier noch weitere Zahlen zum Staunen bringen werden.

Meine Kollegin erzählt weiter: „Wenn in jedem Haushalt in Deutschland Waschmaschine, LCD-Bildschirm, Mikrowelle, Radio und Ladekabel einfach nur an der Leitung hängen, entsteht ein genauso hoher Energieverbrauch, wie die Haushalte von Hamburg und Köln in der gleichen Zeit zusammen aufbringen.“

Und das bei nur fünf Geräten im Standby-Modus. Dabei haben wir ja noch viele weitere Geräte im Haushalt – vom Fön bis zum Laptop – die gar nicht durchgängig genutzt werden und trotzdem in der Steckdose stecken.

Nichts für Warmduscher

Nichts für Warmduscher

Morgens, halb sieben, ich stehe unter der Dusche und kann mir ein Grinsen nicht verkneifen. Welch ein Wahnsinn eigentlich: Hier kommt wohl temperiertes Wasser aus meinem Duschkopf. Mit 16 Jahren war ich im Schüleraustausch in Malaysia. Da gab es nur kaltes Wasser zum Duschen – immer. Bei Temperaturen um die 28 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 98 Prozent kein Problem, eher eine Erfrischung. Aber morgens nach einer verregneten Nacht war die kalte Dusche um 6 Uhr bei etwa 20 Grad doch eine Herausforderung mit der Erkenntnis: Jederzeit warmes Wasser – welch einen Luxus haben wir doch in Deutschland!

Etwa 120 Liter Wasser verbrauchen wir in Deutschland täglich: für die Toilettenspülung, die Waschmaschine und mindestens 40 Prozent für unsere Körperhygiene. Sämtliches Wasser, das bei uns aus der Leitung kommt, hat Trinkwasserqualität – egal, wofür wir es verwenden. Wir haben das Glück in einem Land zu leben, in dem wir genügend Wasser haben, um uns keine Gedanken darüber machen zu müssen, wo es eigentlich herkommt. Wir müssen uns auch keine Sorgen machen, denn meist kommt genug nach. Bisher jedenfalls, die Klimakrise wird das wohl zukünftig ändern. Im Dürresommer 2018 stand Berlin zum Beispiel kurz vor einem Trinkwasserversorgungs-Problem.

Klimaschutz UND Artenschutz – geht das?

Klimaschutz UND Artenschutz – geht das?

Der Amazonas brennt, die Meere versauern, der Wald vertrocknet. Das Klima kippt und die Schreckensmeldungen um den ökologischen Zustand unseres Planeten reißen nicht ab. Während die Politik zögert, gehen weltweit Hunderttausende, meist junge Menschen auf die Straße, für ihre, für eine lebenswerte Zukunft. Und in der öffentlichen und politischen Debatte passiert das, was eigentlich nicht passieren darf. Der Schutz von Arten und Lebensräumen wird als Bremse des Klimaschutzes dargestellt.

„Endlich Sommer! Lass uns die Heizung austauschen!“

„Endlich Sommer! Lass uns die Heizung austauschen!“

Jetzt im Sommer denkt man an alles Mögliche, aber nicht an seine Heizung. Die Heizung soll im Winter ein gemütliches Heim bescheren und vor allem soll sie eines: funktionieren.

Wie jedes technische Gerät erreicht aber auch der Heizkessel irgendwann sein Lebensende, funktioniert nicht mehr, oder nicht mehr zufriedenstellend. Dummerweise passiert das meistens dann, wenn die Heizung läuft und auch dringend benötigt wird – im Winter. Dann wird schnell im Telefonbuch die Nummer vom Handwerker des Vertrauens rausgesucht und ordentlich Druck gemacht, schließlich muss das Haus ja wieder warm werden.

„ … und ihr müsst die Akzeptanz beschaffen!“

„ … und ihr müsst die Akzeptanz beschaffen!“

Wessen Aufgabe ist es eigentlich, für die Akzeptanz der Energiewende zu sorgen? Nur gemeinsam kann dieses Projekt gelingen. Transparenz und Teilhabe sind die Schlüssel zu einer Änderung, die uns allen zugutekommt. Doch wie gelingt das in der Praxis?  

Der Stromnetzausbau ist nicht immer gewollt

Der Stromnetzausbau ist nicht immer gewollt

Neue Stromleitungen bewegen die Gemüter, denn sie verändern die Landschaft – je nach Höhe und Bauweise der Masten, ob als Freileitung oder Erdkabel. Über Erdkabeln die im Boden verschwinden, müssen in Wäldern circa dreißig Meter breite, baumlose Schneisen freigehalten werden. Diese Trassen sind in hügeligen Landschaften auch über weite Entfernungen sichtbar – ähnlich wie Freileitungen. Für die Anwohner ändern sich eventuell Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten und auch das Wohlbefinden.

Was hat das mit Akzeptanz zu tun?

Was hat das mit Akzeptanz zu tun?

Die Windindustrie, die Länder, die Parteien: Alle machen sich große Sorgen um die allgemein schwindende Akzeptanz für die Energiewende in der Öffentlichkeit. Und das zu Recht. Denn besonders in den letzten Jahren sind zum Beispiel unsere NABU-Landesverbände geradezu bestürmt worden von immer neu aus dem Boden schießenden Bürgerinitiativen, die Unterstützung von Naturschutzverbänden suchten. Das Problem ist, dass mehr und mehr Windparks aufgrund des Flächenmangels immer näher an Siedlungen oder in zum Beispiel Wäldern gebaut werden, und somit das Landschaftsbild zerschnitten wird. Hinzu kommt die Frustration über die große Koalition, die es nicht schafft, sich zu zentralen klima- und energiepolitischen Themen zu einigen.

Klimaschutzpolitik in Deutschland – bitte jetzt endlich wirklich!

Klimaschutzpolitik in Deutschland – bitte jetzt endlich wirklich!

Das Klimaschutzgesetz ist das Kernstück der nationalen Klimapolitik in dieser Legislaturperiode. Die Parteichefinnen Annegret Kramp-Karrenbauer von der CDU und Andrea Nahles von der SPD betonen dies zumindest. Beim Klimaschutzgesetz geht es aber nicht nur um Lippenbekenntnisse. Bereits im Koalitionsvertrag der aktuellen großen Koalition ist dieses Projekt vereinbart. Der vorgelegte Referentenentwurf des Klimaschutzgesetzes von Umweltministerin Svenja Schulze – so könnte man denken – müsste nun von den Koalitionären gefeiert werden. Aber Klimaschutzpolitik in Deutschland funktioniert schon lange nicht mehr so einfach, dass die offiziellen Positionen der Parteien auch tatsächlich umgesetzt werden.

Undercover-COP

Am 16. Dezember letzten Jahres ging die United Nations Framework Convention on Climate Change, 24th Conference of the Parties, kurz COP 24, im polnischen Kattowitz zu Ende. Der NABU war natürlich auch vor Ort. Mein Kollege Sebastian Scholz hat die gesamten Verhandlungstage vor Ort als „Observer“ begleitet. Seine Eindrücke, beziehungsweise weitere Informationen zur COP24 findet ihr hier. NABU-Präsident Olaf Tschimpke war natürlich auch dabei und hat sich für ambitionierten Klimaschutz stark gemacht. Leider konnte ich nicht so viel Zeit vor Ort in den Klimaschutz investieren. Aber ich hatte immerhin Gelegenheit, ein paar Tage die Luft auf dieser für den Klimaschutz so wichtigen Veranstaltung zu schnuppern. Mit dabei war auch mein Kollege Jan Schönewolf. Zurück in Deutschland haben dann viele Freunde, Verwandte und Kollegen gefragt, wie es so war. Und was wir da überhaupt gemacht haben. Und was die Weltklimakonferenz überhaupt soll. Deshalb haben Jan und ich beschlossen, die meistgestellten Fragen hier im Blog mal zusammenzufassen und aus unserer Sicht zu beantworten. Da Bilder oft mehr sagen, als Worte, haben wir viele Fotos unserer Reise hinzugefügt.

Das COP-NABU-Team: Sebastian Scholz, Danny Püschel, Jan Schönewolf Das COP-NABU-Team: Sebastian Scholz, Danny Püschel, Jan Schönewolf

Polen und die Kohle

Polen und die Kohle

Warum eigentlich findet die Klimakonferenz ausgerechnet in Polen statt? Immerhin haben hier in den letzten zehn Jahren bereits zwei Klimakonferenzen stattgefunden: im Jahr 2008 in Posen und im Jahr 2013 in Warschau. Die Antwort ist wohl in der Verbindung Polens mit der Kohle zu suchen. In diesem Jahr findet die Klimakonferenz gar im Herzen der polnischen Kohlewirtschaft statt: in Kattowitz. Der Gastgeber wollte wohl sicherstellen, dass die Konferenzteilnehmer nicht an Kohle als hier alltäglichem Energieträger vorbei kommen.