Klimawandel Beiträge

Der Benzinpreis darf nicht steigen!

Der Benzinpreis darf nicht steigen!

Die Aufregung war groß: Hatte die Grüne Spitzenkandidatin Annalena Baerbock es doch tatsächlich gewagt, auf Pläne ihrer Partei hinzuweisen, die CO2-Abgabe auf Kraftstoffe bis zum Jahr 2023 nochmals um 9 Cent je Liter anzuheben. Neun Cent! Ein Land im Ausnahmezustand. Befeuert durch die ungewohnt einige Allianz von Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD), ergoss sich eine Welle der Empörung über die grüne Partei. Da war längst vergessen, dass noch wenige Monate zuvor unter dem Eindruck der Corona-Krise der Preis für einen Liter Diesel unter die Marke von einem Euro gerutscht war und damit so günstig zu haben war, wie zuletzt vor über 15 Jahren.

Klimaanpassung digital: Als Biene in die Zukunft

Klimaanpassung digital: Als Biene in die Zukunft

Vergiss Zoom, Teams & Co. – im Jahre 2021 steuert man als digitale Biene in einer farbenfroh animierten, freischwebenden Stadt die Online-Veranstaltungen seiner Wahl an. Zumindest in Groningen, wo vom 19. bis 25. Januar die erste internationale Climate Adaptation Week stattfand. Eine Woche lang drehte sich bei diesem selbsternannten „interaktiven internationalen Festival-Erlebnis“, organisiert von der niederländischen Stadt und dem Global Center on Adaptation, alles ums Thema Klimaanpassung. Die Eventreihe bildete den Vorlauf zum Climate Adaptation Summit (CAS2021), einem hochkarätigen Gipfel zur Anpassung an den Klimawandel, der am 25. und 26. Januar die Thematik offiziell zurück auf die globale Agenda hob.

Fünf Jahre nach Paris

Fünf Jahre nach Paris

Am 12. Dezember 2015 fiel in Paris der Hammer und Laurent Fabius, der damalige französische Außenminister und Gastgeber der Weltklimakonferenz, verkündete, dass das Pariser Klimaabkommen angenommen ist.Wir haben es damals gefeiert, so wie fast alle Akteur*innen aus der Klimabewegung und der Politik.

Mit dem Pariser Klimaabkommen wurde sich unter anderem darauf verständigt, die globale Erderhitzung auf 1,5°C, zu begrenzen. Der Weg dorthin soll über individuelle Ziele auf Ebene jedes einzelnen Staates erfolgen. Schon 2015 sah dieser Weg nicht so aus, als ob er zum Ziel führen würde, sodass ein Überprüfungsmechanismus geplant wurde, der dazu führen soll (und muss), dass die individuellen Klimaschutzziele stetig angehoben werden. So soll die Aufwärtsspirale in Gang kommen.

Fünf Jahre später ist es Zeit für eine erste Bilanz. Wobei das eigentlich immer noch zu früh ist, denn es trat zwar bereits im November 2016 in Kraft, die Regelungen des Pariser Abkommens greifen jedoch erst ab 2020 – also ab diesem Jahr. Dennoch: Was ist seitdem passiert, was hat das Pariser Klimaabkommen gebracht?

Einfach mal abschalten

Einfach mal abschalten

Die Augen haben Ringe bekommen. Das Arbeiten und Leben in Zeiten von Corona hinterlässt eben seine Spuren. Es ist Mitte Mai, seit zwei Monaten arbeite ich von zu Hause. Wenn ich morgens aufstehe, brauche ich nur wenige Schritte zu gehen und bin schon am Arbeitsplatz. Aber erst mache ich einen weiten Weg darum herum und versuche ruhig in den Tag zu starten. Während ich frühstücke, reißt das Arbeitshandy mich aber bereits mit ersten Nachrichten und To Do‘s in den Arbeitsalltag. Also ran an den Laptop, um fix ein paar Sachen abzuarbeiten, bevor schon die erste Videokonferenz mit meinem Team ansteht. Bis zum Feierabend sollen weitere folgen, mit gefühlt stets mehr rauchenden Köpfen und weniger produktiven Gesprächen. Und danach? Mein Sportkurs, der jetzt eben online stattfindet. Abends schaue ich einen Livestream einer Politiker*innendiskussion, dann melden sich die Lieben aus der Ferne und wir spielen ein gutes altes Gesellschaftsspiel – per Videoanruf.

Halbzeit auf der Weltklimakonferenz in Polen

Halbzeit auf der Weltklimakonferenz in Polen

Es ist Halbzeit auf der Weltklimakonferenz im polnischen Kattowitz. Es ist, wie eigentlich immer zu diesem Zeitpunkt auf Klimakonferenzen, noch viel zu wenig erreicht. In diesem Jahr muss das Regelwerk zur Ausgestaltung des Pariser Klimaabkommens verhandelt werden. Außerdem müssen die Ambitionen gesteigert werden. Schon in Paris war klar, dass die nationalen Beiträge zur Begrenzung der Erderhitzung nicht ausreichen werden. Der jüngst veröffentlichte Sonderbericht des IPCC über 1,5°C Erderhitzung macht deutlich, wie dringend es ist, dass Treibhausgasemissionen endlich sinken und die Klimaschutzambitionen aller Staaten deutlich steigen. Der Bericht stellt sogar einen möglichen Pfad dar, wie dieses Ziel erreichbar ist, ohne auf negative Emissionen aus großflächigen Bioenergieplantagen kombiniert mit CO2-Abtrennung zu setzen.

Vogelzug im Klimawandel

Vögel passen sich an veränderte Umweltbedingungen an. Sie tun das unterschiedlich erfolgreich, je nachdem wie eng oder weit ihre ökologische Nische ist. Der Haussperling alias Spatz kommt heute fast überall auf der Welt vor, weil er sich neue Lebensstätten und Nahrungsquellen durch den Menschen erschlossen hat. Der Brillenpinguin lebt nur an Südafrikas Küsten. Da seine Nahrungsfische dort verschwinden, ist er inzwischen sehr selten, findet aber keinen alternativen Lebensraum, da er kalte Meeresströmungen braucht. Der Klimawandel zeigt sich bereits deutlich, und er bringt Veränderungen, die gerade für Arten mit komplexen Lebensweisen eine große Herausforderung darstellt. Er beschleunigt sich mit all seinen Symptomen zu schnell, als dass eine evolutionäre Anpassung mithalten könnte. Die Zugvögel gehören zu den Verlierern, denn ein einzelner Vogel ist auf intakte Verhältnisse an mehreren Orten der Welt angewiesen.

Klimawandel und Artenschwund – eine gefährliche Entwicklung

Klimawandel und Artenschwund – eine gefährliche Entwicklung

Schwindendes Meereis, Korallensterben und Dürren sind Bilder die wir mit dem Klimawandel verbinden. Die globalen Symptome des längst laufenden Erwärmungsprozesses unserer Erde beherrschen die Aufmerksamkeit, wenn das Thema es endlich mal wieder in die Medien schafft. Immer öfter kommen die Meldungen von Extremwetterereignissen inzwischen auch aus Europa, wie kürzlich angesichts der Überflutungen südlich der Alpen und der extremen Hitze und Wasserknappheit nur wenige hundert Kilometer entfernt in Mittel- und Süditalien.

#CO2FreiSpassDabei: Das Ende ist erst der Anfang!

Bier ist nicht gleich Bier und Tomate ist nicht gleich Tomate

Ich hatte ja in meinem letzten Beitrag mit dem Bier aufgehört. Und es ist wirklich nicht leicht, Daten zum Product-Carbon-Footprint (PCF) von Bier oder Nahrungsmitteln generell zu bekommen. Wir haben uns mal die Mühe gemacht, und Daten für einige gängige Lebensmittel zusammengestellt. Mit zum Teil verblüffenden, zum Teil schockierenden Ergebnissen. Zurück zum Bier: Eine österreichische Brauerei hat nach internationalen Standards untersuchen lassen, wie viel CO2 bei der Bierproduktion so anfällt. Wenig überraschend ist dabei, dass Einwegflaschenbier einen fast doppelt so hohen PCF (671 g/l) hat wie Bier aus Mehrwegflaschen (305 g/l). Und Fassbier hat mit 281 g CO2 pro Liter am wenigsten. Hier scheint also die Wahl der Verpackung einen wesentlichen Einfluss auf den Carbon-Footprint zu haben. Und Fassbier schmeckt ja sowieso am besten…

Tomaten sind nur während der Saison wirklich klimafreundlich. Foto: Sebastian Hennigs

Tomaten sind nur während der Saison wirklich klimafreundlich. Foto: Sebastian Hennigs

Es gibt viele Lebensmittel, bei denen die Wahl nach dem klimafreundlichsten Produkt schwer fällt. Vor allem weil es kaum zugängliche Informationen darüber gibt und die Streuung doch sehr groß sein kann. Ich möchte nur einige Beispiele dazu nennen – und ja, ich weiß, viele Zahlen sind nervig, aber es geht leider nicht anders.

#CO2FreiSpassDabei: Wie schmeckt CO2-armes Essen?

Nun, mein Kollege und Mitstreiter Sebastian hat ja letzte Woche bereits viel Wichtiges und Richtiges zum Thema CO2-sparen beim Konsum berichtet. Da bleibt mir gar nicht mehr viel hinzuzufügen… Obwohl: Einige Verhaltensweisen, die Sebastian beschrieben hat, haben meine Familie und ich über die letzten Jahre auch entwickelt.

Gedeckter Frühstückstisch - Foto: NABU/S. Hennigs

Die „richtige“ Auswahl der Lebensmittel und das Vermeiden von Nahrungsmüll haben einen wesentlichen Einfluss auf den persönlichen Klima-Fußabdruck – Foto: NABU/S. Hennigs

Neu kaufen ist so … 90er…!

Da wäre zum Beispiel die Sache mit den Gebrauchtgütern. Unser Auto (ob der Besitz eines Autos überhaupt notwendig ist, ist schon fraglich…) ist gebraucht. Selbst in unserer neu möblierten Küche haben wir gebrauchte Möbel. Und das wiederaufarbeiten und integrieren in die „moderne“ Küche hat sogar Spaß gemacht… Einen Großteil der Klamotten für unsere Kinder sind auch gebraucht. Wir gehen gerne mal bei Humana shoppen. Es ist schon unglaublich, wie viele Kindersachen man in Second-Hand-Läden für 30 Euro bekommen kann – eigentlich eine Vollausstattung. Und die riechen nicht mal nach Chemie!

Ende Energiewende? Nein, die Küche ist noch nicht fertig!

„Kritik am massiven Ausbau der Übertragungsnetze.“ „Gegenwind für EEG-Reform.“ „Anstieg der Ökostrom-Umlage stößt auf harsche Kritik.“ „Verspargelung der Landschaft!“ „EEG-Entwurf würgt Energiewende ab.“ So lesen sich derzeit die Nachrichten, wenn es um das Thema Energiewende geht. Aber was genau ist eigentlich „Energiewende“. Warum brauchen wir sie? Ist eine Energiewende überhaupt möglich?

Kohleabbau, die bisherige Basis unserer Energieversorgung. Foto: NABU/E.Neuling

Kohleabbau, die bisherige Basis unserer Energieversorgung. Foto: NABU/E.Neuling