Wegwerfgesellschaft Beiträge

Alle(s) für die Biotonne

Alle(s) für die Biotonne

Seit 2015 muss laut Kreislaufwirtschaftsgesetz in den Kommunen Bioabfall getrennt gesammelt werden. Der NABU hat jedoch nachgewiesen, dass sich nach wie vor viele Kreise gegen die Einführung einer Getrenntsammlung sperren und weitere Kreise die Biotonne nicht flächendeckend anbieten. Die Folge ist, dass viel zu viele Bioabfälle in der Müllverbrennung landen, statt als Biogas und Kompost verwertet zu werden.

Fashion For Future – Mode für die Zukunft fit machen

Fashion For Future – Mode für die Zukunft fit machen

Am 22. April beginnt die Fashion Revolution Week. Sie steht ganz im Zeichen der Kleider, die wir an unseren Körpern tragen. Sie markiert auch den sechsten Jahrestag des schweren Einsturzes der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch am 24. April 2013, bei dem 1.134 Menschen ihr Leben verloren.

Heute Lust auf Limo im Genmais-Becher?

Heute Lust auf Limo im Genmais-Becher?

In letzter Zeit häufen sich die Anlässe, einen Beitrag zu „alternativem Einweggeschirr“ zu schreiben: An Orten, wo man gar nicht „to-go“ isst und trinkt, stößt man immer öfter auf Einweg. Zuletzt gab’s beim Rockkonzert etwa Einwegbecher aus Maisstärke – „die sind ja nicht so schlimm“, hieß es; oder bei der Ethical Fashion Week fesche Holzschälchen und Papierbecher – war ja nur mal ein Baum statt Plastik.

Das Märchen von der umweltfreundlichen Kaffeekapsel

Das Märchen von der umweltfreundlichen Kaffeekapsel

Lungo, Ristretto, Crema, Americano oder einfach nur Classic: All das gibt es bei einer Kaffeekapselmaschine bequem per Knopfdruck. Seit Jahren freuen sich die Hersteller über steigende Absatzzahlen – doch mit ihnen wachsen auch die Müllberge, die die Einmalkapseln produzieren. Unvorstellbare 8 Millionen Kapseln werden in Deutschland pro Tag verbraucht. Für uns Menschen mögen Kapselmaschinen ein Komfort sein – für die Umwelt sind sie eine kleine Katastrophe.

Unsere Meere sind keine Müllkippen

Unsere Meere sind keine Müllkippen

Tag drei der unserer „NABU macht Meer“-Tour: Heute machen wir Stopp in Burgstaaken auf Fehmarn und haben ein ernstes Anliegen mit im Gepäck: Plastikmüll und seine Folgen für die Meere. Das Problem ist gravierend, denn weltweit gelangen jedes Jahr zwischen fünf und 13 Millionen Tonnen davon allein von Land aus in die Weltmeere. Auch die Nord- und Ostsee bleiben davon nicht verschont. Auf Fehmarn liegen etwa 70 Müllteile auf 100 Meter Küste, an den Stränden des Wattenmeers sind es über fünfmal so viel.

Noch immer viel zu viele Plastiktüten

Noch immer viel zu viele Plastiktüten

Stolz hat der Einzelhandelsverband bekannt gegeben, dass im letzten Jahr der Verbrauch an Plastiktüten in Deutschland von 68 auf 45 Tüten pro Kopf zurückgegangen ist. Damit erfüllt Deutschland schon fast die (nicht sehr ambitionierte) EU-Vorgabe, bis Ende 2025 nur noch 40 Tüten zu verbrauchen. Es ist sehr erfreulich, dass wir weniger Plastiktüten verbrauchen, aber es sind immer noch viel zu viele: 3,6 Milliarden Plastiktüten jährlich plus über drei Milliarden so genannte Hygiene- oder Knotenbeutel für Obst und Gemüse, Käse oder Wurst etc. Dazu kommen noch die Einwegtüten aus Papier, zu denen aktuell noch keine Daten veröffentlicht wurden.

Eine Welt aus Plastik

Eine Welt aus Plastik

Huch, schon gemerkt, jetzt ist schon wieder Fastenzeit. Vor einem Jahr habe ich zur Fastenzeit eine Plastikfasten-Aktion begonnen. Über meine Erfahrungen habe ich hier im NABU-Blog geschrieben. Nur, was hat sich seitdem verändert? Getan hat sich meiner Meinung nach einiges, denn vor allem in den Medien ist das Thema „Plastik“ 2016 verstärkt aufgenommen worden. Warum? Weil Plastik natürlich unser tägliches Leben bestimmt, und es mittlerweile auch genug Studien dazu gibt, wie viel Plastik im Meer schwimmt. Vor allem als Mikroplastik, das über Kosmetik oder synthetische Klamotten über die Flüsse ins Meer gelangt.

Deutschland, Abfallland: Wir müssen mehr vermeiden

Müll, Abfall, Unrat. Für die Überbleibsel unseres Konsums haben wir viele Namen. Gesellschaftlicher Konsens ist seit einiger Zeit, dass unser Abfallaufkommen kleiner werden muss, um unsere natürlichen Ressourcen zu schonen. Vermeidung, Wiederverwendung und Recycling lauten die Mittel im Kampf gegen den Müll.

Nicht nur die eingeschweißte Gurke ist das Problem

Alle regen sich über die eingeschweißte Gurke auf. Eine neue NABU-Studie über Verpackungen bei Obst und Gemüse zeigt aber, dass nicht allein die Gurke wieder „ausgepackt“ werden muss. Es ist tatsächlich erschreckend, wie viele Tonnen Obst und Gemüse schon vorverpackt verkauft werden, beispielsweise in Plastikschalen mit oder ohne Deckel, in Folien, in Pappschalen, in Holznestern oder in Netzen. Im Jahr 2014 waren 60 Prozent des Obstes und sogar 66 Prozent des Gemüses vorverpackt (Obst und Gemüse, das private Haushalte im Einzelhandel oder auf dem Wochenmarkt gekauft haben).

Verschwindet jetzt die Plastiktüte?

In den Medien ist die Plastiktüte gerade ein beliebtes Thema. Viele Leute gehen sogar davon aus, dass es sie bald nicht mehr gibt. Das ist zwar nicht der Fall, aber in Zukunft wird es hoffentlich keine kostenlosen Plastiktüten mehr geben. Allerdings wird selbst das noch eine Weile dauern. Denn das Umweltministerium hat sich entschieden, unseren Tütenverbrauch nicht durch eine einheitliche gesetzliche Lösung zu regeln, sondern durch eine freiwillige Vereinbarung mit dem Handel. Alle Verbände, die diese Vereinbarung mittragen, wollen dann keine kostenfreien Plastiktüten mehr an ihre Kunden ausgeben.

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Der Tütenverbrauch in Deutschland soll durch eine freiwillige Vereinbarung verringert werden. Foto: NABU/Sebastian Hennigs

Es wird weiterhin Plastiktüten geben

Der Handelsverband, der diese Vereinbarung mit dem Umweltministerium schließen will, hat aber nicht auf alle Branchen Einfluss, die kostenlose Plastiktüten verteilen. So gibt es zum Beispiel keine Pläne für Imbisse, Bäckereien, Kioske oder Wochenmärkte. Wichtig wäre jedoch eine einheitliche Regelung für alle Plastiktüten.