Einigung auf Fangquoten

Einigung auf Fangquoten

Jedes Jahr schlägt die EU-Kommission auf Grundlage von wissenschaftlichen Empfehlungen des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) den EU-Ländern konkrete Fangquoten vor. Die letztendlichen Quoten werden dann von den EU-Ministern beschlossen. Für das Jahr 2018 wurden für einzelne Fischarten zum Teil deutliche Beschränkungen der Fangquoten erwirkt. Dennoch bleiben die Beschlüsse teilweise hinter den Empfehlungen des ICES zurück und sind nicht ausreichend, um gesunde Fischbestände in der Ostsee zu erhalten beziehungsweise wieder herzustellen.weiterlesen

Vogelzug im Klimawandel

Vögel passen sich an veränderte Umweltbedingungen an. Sie tun das unterschiedlich erfolgreich, je nachdem wie eng oder weit ihre ökologische Nische ist. Der Haussperling alias Spatz kommt heute fast überall auf der Welt vor, weil er sich neue Lebensstätten und Nahrungsquellen durch den Menschen erschlossen hat. Der Brillenpinguin lebt nur an Südafrikas Küsten. Da seine Nahrungsfische dort verschwinden, ist er inzwischen sehr selten, findet aber keinen alternativen Lebensraum, da er kalte Meeresströmungen braucht. Der Klimawandel zeigt sich bereits deutlich, und er bringt Veränderungen, die gerade für Arten mit komplexen Lebensweisen eine große Herausforderung darstellt. Er beschleunigt sich mit all seinen Symptomen zu schnell, als dass eine evolutionäre Anpassung mithalten könnte. Die Zugvögel gehören zu den Verlierern, denn ein einzelner Vogel ist auf intakte Verhältnisse an mehreren Orten der Welt angewiesen.weiterlesen

Die Schönen der Nacht

Am letzten Augustwochenende feierten Fledermausfreunde in über 35 Ländern die 21. Internationale Fledermausnacht. Die zentrale Hauptveranstaltung in Deutschland fand in diesem Jahr im Oldenburger Schlossgarten statt. Mit vielen Exkursionen und Aktionen, auch vor und nach der offiziellen Batnight, entführte der NABU Oldenburger Land in die Welt der bedrohten nächtlichen Jäger. Wie haben die Besucher die Batnight erlebt und was bedeutet das Ausrichten eines so großen Events für den NABU vor Ort? Ein Bericht aus der Perspektive der Ehrenamtlichen.

Auf der Batnight-Hauptveranstaltung 2017 gab es für Groß und Klein viel zu erleben - unter anderem Fledermausschminken. Foto: Tamara Buj

Auf der Batnight-Hauptveranstaltung 2017 gab es für Groß und Klein viel zu erleben – unter anderem Fledermausschminken. Foto: Tamara Buj

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Klimaschutz! Für Euch, Eure Kinder und deren Enkel

Klimaschutz! Für Euch, Eure Kinder und deren Enkel

Die Erde ändert sich. Tut sie immer schon. Aber noch nie in so dramatischer Geschwindigkeit wie heute. Und noch nie hatte der Mensch einen so großen Einfluss darauf. Der menschengemachte Klimawandel ist Fakt. Und die Auswirkungen sind heute schon dramatisch: wir erleben immer mehr und immer heftigere Wetterextreme. Beispiele gefällig? In diesem Frühsommer gab es in Deutschland dramatische Überschwemmungen, ganze Dörfer standen unter Wasser, Autos schwammen in Schlammmassen und sogar Verletzte und Tote waren zu vermelden. Dramatisch, aber noch gar nichts gegen die Bilder, die der Hurrikan Harvey im Süden der USA produzierte. Und der nächste Mega-Hurrikan Irma folgte sogleich. Es ist dem medialen System inhärent, dass manche Themen verstärkt werden, andere nicht stattfinden. Die USA sind zwar räumlich fern, aber was den Lebensstil angeht vergleichsweise nah. So ist es kein Wunder, dass die Nachrichten voll sind von Unwettern in den USA. Kaum Beachtung fanden hingegen die zeitgleichen massiven Überschwemmungen in Indien, Nepal und Bangladesh. Die Monsunregen forderten ein Vielfaches an Opfern, verglichen mit den Unwettern in den USA, und erst recht verglichen mit denen in Deutschland.

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Lebendige Flüsse für Mensch und Natur

Lebendige Flüsse für Mensch und Natur

Ein plätschernder Gebirgsbach auf dem Weg ins Tal. Er bildet Strudel, ruht sich in Mulden aus und sucht sich dann wieder schnell seinen Weg. Die Sonne lässt das Wasser glitzern, die Luft ist kühl und erfrischend. Schon wenige Minuten an solch einem Ort – und wir fühlen uns wiederbelebt. Bach, Fluss oder Strom – naturbelassene Gewässer haben ihren besonderen Reiz.weiterlesen

Was geschah mit Bilbo?

Viele Besucher und Besucherinnen unserer Waldkauz-Webcam erinnern sich sicherlich an den dramatischen Tod von Bilbo, dem jüngsten der vier Berliner Waldkauz-Küken Anfang Mai dieses Jahres. Das Waldkauz-Junge wurde urplötzlich von einem größeren Geschwister attackiert und anschließend von ihm aufgefressen – Bilbo wurde 28 Tage alt.

Bilbo verstarb völlig unvermittelt. Er war vier Tage jünger als die beiden ältesten Jungen und zog bei vielen Fütterungen den Kürzeren.

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Katerstimmung nach dem Dieselgipfel

Katerstimmung nach dem Dieselgipfel

Das war es schon. Hat doch gar nicht weh getan. Oder können Sie sagen, bei welchem der Punkte, die der sogenannte „Dieselgipfel“ am Ende als Ergebnis präsentierte, die Automobilindustrie ernstlich für den entstandenen Schaden aufkommen muss? Doch wen verwundert es, angesichts der illustren Zusammenstellung der Partygäste: Neben den MinisterInnen für Verkehr, Wirtschaft und Umwelt stellten sich einige Ministerpräsidenten mit Automobilstandorten sowie die Chefs der Automobilindustrie ein. weiterlesen

Danke EU! Laute und schlechte Staubsauger verschwinden

Anfang September 2017 sind neue EU-Energieeffizienz-Regeln für Staubsauger in Kraft getreten. Innerhalb der EU dürfen jetzt nur noch Staubsauger mit einer Leistungsaufnahme von weniger als 900 Watt und einem Lautstärke-Grenzwert von 80 Dezibel verkauft werden. Und das ist gut so!

Dieser alte Staubsauger dürfte so nicht mehr neu verkauft werden – er ist nicht gut genug – Foto: Sebastian Scholz

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Rebound. Effizienz. Backfire. Wie bitte?

Rebound. Effizienz. Backfire. Wie bitte?

Da ich mich privat seit meiner Jugend mit Basketball befasse, ist mir „Rebound“ auf jeden Fall ein Begriff: Der Ball prallt bei einem nicht erfolgreichen Korbwurf von Korb oder Brett zurück und wird von einem Spieler wieder gefangen. Meistens waren das die größeren Mit- oder Gegenspieler. Aber ein Rebound war und ist immer die Option für einen neuen Angriff.

Als ich angefangen habe, mich mit nachhaltigem Wirtschaften, Klimawandel und Energieeffizienz zu befassen, bin ich wieder auf den Begriff „Rebound“ gestoßen. Die Freude, endlich einem mir bekannten Begriff zu begegnen wich jedoch schnell der Ernüchterung, als die Bedeutung von „Rebound“ und Rebound-Effekten in der Ökonomie klar wurde: Effekte die das Einsparpotenzial von Effizienzmaßnahmen reduzieren oder ganz vernichten.

Gut. Um den Begriff (oder das Konzept) Rebound-Effekt zu verstehen, muss man also erst einmal wissen, was Effizienz ist. Die Wirkung von Effizienz & Rebound kann, oder eigentlich muss, sowohl bei die Materialressourcen als auch bei Energieressourcen betrachtet werden. weiterlesen

Unter Segeln für den Schutz von Nord- und Ostsee

Zehn Tage lang waren mehr als 30 NABU-Aktive mit dem Traditionssegler „Ryvar“ unterwegs und haben sechs Häfen besucht und drei Fachgespräche bzw. Podiumsdiskussionen durchgeführt. Hunderte Menschen waren bei uns an Bord oder an den Infoständen der „NABU macht Meer“-Tour und haben sich über die aktuellen Herausforderungen im Meeresschutz informiert. Unsere Botschaft ist klar: Deutschland braucht einen Kurswechsel in der Meerespolitik. 50 Prozent der Schutzgebiete müssen der Natur vorbehalten sein und eine eigene Meeresschutzbehörde muss aufgebaut werden.weiterlesen