Kein Bock auf Biotonne

Seit knapp drei Jahren müssen die deutschen Landkreise und kreisfreien Städte laut Kreislaufwirtschaftsgesetz Bioabfälle aus Küche und Garten getrennt sammeln. Aber auch nach mehr als 1.000 Tagen weigern sich viele Gebietskörperschaften, diese gesetzliche Pflicht zu erfüllen. Der NABU hat recherchiert, dass im Oktober 2017 noch immer 33 Landkreise keine Möglichkeit zur Getrennterfassung anbieten. Weitere sieben wollen eine Biotonne erst in den kommenden zwei Jahren einführen. Und rund 17 Landkreise, vornehmlich in Bayern, bieten nur Sammelstellen im Bringsystem an.

Umsetzung der Biotonne in den Landkreisen 2017 -Grafik: NABU

Auch zwei Jahren nach Einführung der Trennpflicht bietet jeder fünfte Landkreis in Deutschland weiterhin kein oder nur ein mangelhaftes Trennsystem für Bioabfälle an. – Grafik: NABU


Hinzu kommen bundesweit 28 Landkreise, in denen die Bürger sich freiwillig für die Biotonne anmelden können oder diese nur in bestimmten Gemeinden abgeholt wird. Insgesamt sind es 85 Kreise, die Bioabfälle gar nicht oder nur ungenügend trennen. Die Frage ist, warum dort die flächendeckende Bereitstellung einer Biotonne schwieriger sein sollte als in den übrigen 317 Verwaltungseinheiten in Deutschland.

Immer die gleichen Gegenargumente

Biomüll

Rund sechs Millionen Tonnen Bioabfälle landen auch im Jahr 2017 im Restmüll. Der NABU fordert von den Landkreisen und den Landesbehörden, geltendes Recht in die Praxis umzusetzen und die Biotonne flächendeckend einzuführen. – Foto: NABU/Till-David Schade

Über kaum ein anderes abfallpolitisches Thema wird so heftig gestritten wie über die Sammlung der Bioabfälle. Die ablehnenden Kreise führen immer wieder die gleichen Argumente gegen die Biotonne ins Feld: Gerade im ländlichen Raum wird auf die hohe Anzahl von Eigenkompostierern verwiesen, die  im heimischen Garten die Küchenabfälle selbst in Humus umwandeln. Andere berufen sich auf kommunale Restmüllanalysen, die einen sehr niedrigen Anteil an verwertbaren Grünabfällen nachweisen. Für viele wiederum stehen die hohen Kosten für die getrennte Sammlung im Vordergrund, die nicht in Einklang zu bringen seien mit dem angeblich niedrigen ökologischen Mehrwert. Letztendlich gibt es auch Landkreise, die ganz offen auf langzeitliche Verträge mit Betreibern von Müllverbrennungsanlagen hinweisen. Hier müssen die Verwaltungen eine Mindestmenge an Inputmaterial für die Müllöfen garantieren, wobei Umweltaspekte keinerlei Rolle spielen. Damit machen sich die Kreise auf Jahre abhängig und schränken ihre Handlungsmöglichkeiten bei der Getrenntsammlung erheblich ein.

Betrachtet man die teils jahrzehntelangen Erfahrungen der großen Mehrheit der Landkreise mit der Biotonne, können die Argumente der Tonnengegner schnell entkräftet werden und es wird klar, dass der politische Wille fehlt, die gesetzlichen Vorgaben umzusetzen und einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz zu leisten.

Nicht alles darf auf den Kompost

Stichwort Eigenkompostierer: Von Umweltseite ist es begrüßenswert, wenn die Bürger ihre Küchenabfälle im eigenen Garten kompostieren. Allerdings reichen für die Blumen- und Gemüsebeete bereits wenige Liter Kompost und es bedarf einer sorgfältigen Handhabe des Komposthaufens, um zu verhindern, dass klimaschädliches Methan entweicht. Gleichzeitig eignen sich bestimmte Abfälle wie Knochen oder Fleischreste nicht für den heimischen Kompost. Sie können aber in großen Vergärungs- oder Kompostanlagen verwertet werden. Biotonne und Komposthaufen widersprechen sich also nicht, sondern ergänzen sich vielmehr. Das meldeten auch Landkreise, die trotz hoher Eigenkompostiererzahlen, die Biotonne erfolgreich eingeführt haben. Entsprechend dienen Restmüllanalysen mit niedrigen Bioabfallanteilen nur als schlechtes Argument gegen die Biotonne. Viele Bioabfälle gehen neben dem ungenutzten Komposthaufen auch über die Kanalisation oder die Gelbe Tonne verloren und das Sammelpotenzial dürfte wesentlich höher sein als angenommen.

Biotonne

Rund sechs Millionen Tonnen Bioabfälle landen auch im Jahr 2017 im Restmüll. Der NABU fordert von den Landkreisen und den Landesbehörden, geltendes Recht in die Praxis umzusetzen und die Biotonne flächendeckend einzuführen. – Foto: NABU/Helge May

Stichwort Abfallgebühren: Landkreise mit Biotonne, egal ob in der Stadt oder auf dem Land, zeigen, dass die Getrenntsammlung nicht automatisch teurer werden muss. Bundesweit besteht wohl knapp die Hälfte des Inhalts der Restmülltonne aus Bioabfällen. Bei richtiger Trennung kann der Abholrhythmus für die schwarze Tonne gesenkt werden. Die gewonnene Energie aus dem Biogas oder den Humus aus der Kompostierung kann der Kreis für die eigene Infrastruktur nutzen oder verkaufen. Die Wirtschaftlichkeit und die Ökobilanz der Biotonne verbessern sich für gewöhnlich mit einem höheren Anschlussgrad, so dass es auch nicht sinnvoll ist, auf Freiwilligkeit zu setzen. Dass Bringsysteme der gesetzlichen Pflicht nicht Genüge tun, zeigen die niedrigen Sammelmengen in den entsprechenden Kreisen. Welcher Landrat glaubt ernsthaft, dass die Bürger willens sind, ihre Biobeutelchen kilometerweit zum nächsten Wertstoffhof zu fahren?

Stichwort Öffentlichkeitsarbeit: Letztendlich zeigen Kreisräte auch deswegen eine Abneigung gegen die Biotonne, weil sie von den Bürgern wegen des Gestanks oder wegen des Ungeziefers nicht akzeptiert werden würde. Auch in diesem Fall zeigen praktische Erfahrungen, wie durch eine gute begleitende Öffentlichkeitsarbeit bei der Einführung der Biotonne auf die größten Sorgen eingegangen wurde und die Bürger zum Mitmachen animiert werden konnten. Wer weiß, warum der Abfall getrennt wird und warum man damit einen wichtigen Beitrag für die Umwelt leistet, trennt mit Überzeugung. Sammeltipps wie Biofiltersysteme und die Einwicklung in Zeitungspapier tun ihr Übriges, um das Sammeln möglichst einfach zu gestalten.

Großes Potenzial der Biotonne

Die konsequente flächendeckende Einführung einer Biotonne ist also kein Hexenwerk. Jeder Landkreis hat es durch verschiedene Maßnahmen selbst in der Hand, das Potenzial an verwertbaren Küchen- und Gartenabfällen zu heben: Die Biotonne muss eine Pflicht für alle Haushalte sein und Ausnahmen müssen explizit in der Abfallsatzung benannt und von den zuständigen Ämtern genau kontrolliert werden. Eigenkompostierer dürfen nicht automatisch von der Trennpflicht ausgenommen werden, sondern sollten  die vollständige Verwertung auf der eigenen Fläche auch nachweisen müssen. Die Abfallsatzung muss eine kostenlose Biotonne vorsehen und eventuelle zusätzliche Kosten müssen auf die Restmüllgebühren umgelegt werden, so dass ein zusätzlicher Anreiz für bessere Trennung und Abfallvermeidung entsteht. Eine begleitende Öffentlichkeitsarbeit bei der Einführung sowie in regelmäßigen Abständen in den Folgejahren tragen zusätzlich zum Sammelerfolg bei.

Bioabfälle aus der Küche und dem Garten sind ein wertvoller Rohstoff. Doch zwischen dem Sammelpotenzial und der tatsächlichen Sammelmenge besteht ein Unterschied von mehreren Millionen Tonnen. Die Landräte und Bürgermeister haben die Verantwortung, dies zu ändern. Wo der eigene Antrieb immer noch fehlt, dürfen die Landesbehörden bei der schleichenden Umsetzung der Trennungspflicht nicht mehr beide Augen zudrücken.

Sascha Roth

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Referent für Umweltpolitik
Sascha Roth

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12 Kommentare

Christian Schucht

25.11.2017, 11:18

Uber das Thema könnte man ein Buch schreiben.......ich habe im Abfallmanagement gearbeitet ........ Habe versucht den Einwohnern von Braunschweig zu erklären wie Sie ihren Müll zutrenen haben .....es wird ja ja gesagt und geändert hat sich nix .....ich sehe das Problem in den Rest Müllschleusen mit Chip kaum einer will dafür bezahlen also wird der Müll auf gelbe grüne blaue und braune Tonne verteilt.....;( Hauptsache weg egal wie. Da wo die Restmülltonne noch frei zugänglich ist wird der Müll auch größtenteils getrennt.

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Detlef Mitscherling

25.11.2017, 08:06

Am 5. September 2017 schrieb ich zum Thema Bio-Tonne folgenden Brief an den Nabu, Herrn Roth, den ich hier in Auszügen aus aktuellem Anlass noch einmal einstellen möchte. Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Roth, die Bio-Tonne betreffend bin ich nicht Ihrer Meinung (der Meinung des Nabu), vielmehr halte ich diese in Teilen sogar für falsch und Umweltschädlich. Gründe: Ich lebe auf dem Land und unsere Grundstücke, so auch das meinige, sind um die 1.000 m² groß. Darauf stehen Wohnhaus, Garage und Schuppen. Im Garten wachsen Gemüse, Blumen und entsprechende Rasenfläche steht zur allg. Verfügung. Seit Menschengedenken haben wir einen Komposthaufen, im Volksmund auch treffend "Erdehaufen" genannt. Zudem habe ich seit vielen Jahren, seit etwa 1991 einen Komposter. Und so ist es mir möglich, alle kompostierbaren Abfälle, sogar Strauch- Hecken- und Rasenschnitt und Küchenabfälle biologisch zu entsorgen. Die dabei gewonnene Erde oder den Kompost benutze ich jährlich zum Füllen von Pflanzkübeln oder verbringe das Gut auf Beete und Rasen. Lediglich Knochen und Fettreste, etwa Soße, wandern in ganz geringem Maße in die Restabfalltonne. Nun frage ich mich, warum soll ich, leider auch Ihre Meinung, eine Bio-Tonne füllen und dafür auch noch bezahlen. Zudem wird durch das Einsammeln Kraftstoff bzw. werden Abgase in die Luft geblasen. Völliger Blödsinn! Und wenn ich einmal viel Abfall habe, dann ist die Bio-Tonne zu klein! Ich habe nichts gegen eine solche Tonne in Städten oder anderen modernen Dörfern, wo Haus an Haus steht und nicht einmal ein Käfer landen kann, aber ich werde mich dagegen wären, dass ich solch eine Tonne Zwangsweise benutzen und bezahlen muss, denn ich kann seit Jahrzehnten eine entsprechende Entsorgung nachweisen, auch schon in der Zeit, als die Abfallentsorgung noch nicht einmal an die Geldquelle Bio-Tonne gedacht hat. Ich bitte Sie also Ihre pauschale Meinung zur Aufstellung von Bio-Tonnen zu überdenken. Mit freundlichen Grüßen D. Mitscherling

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Sascha Roth

Sascha Roth

27.11.2017, 09:57

Sehr geehrter Herr Mitscherling, ich nutze das Forum und veröffentliche meine Antwort, die Sie ja prompt auf Ihre Frage erhielten: Sehr geehrter Herr Mitscherling, der von Ihnen beschriebenen Fall mit einer großen Gartenfläche, in der 100 Prozent des Kompostes tatsächlich verwertet werden stellt eine Ausnahme für die Nutzung der Biotonne dar. Dem entspricht auch der Gesetzgeber, der 2015 bei der eingeführten Getrenntsammlungspflicht für Bioabfälle entsprechende Ausnahmeregelungen vorsah. Viel zu oft kommt es aber vor, dass Landkreise und Städte einen sehr niedrigen Anschlussgrad der Biotonne haben, weil die Ausnahmeregelung sehr sehr lax gehandhabt wird. Ein ökologischer Vorteil ergibt sich bei der Eigenverwertung im eigenen Garten, wenn der Kompost entsprechend fachgerecht gewendet wird, um die Entstehung klimawirksamer Gase zu vermeiden und wenn auch wirklich der gesamte Kompost genutzt wird. Dies passiert bei weitem nicht bei allen Gartenbesitzern. Entsprechend schreiben wir auch in unserem Fragenkatalog auf www.NABU.de/biomuell, dass Biotonne und Eigenkompost keine Widersprüche sein müssen. Damit die Biotonne wie von Ihnen angesprochen in Städten und Dörfern mit Wohnhäusern und kleinen Gärten, aber eben auch mit großer Gartenfläche ohne Kompostverwertungsmöglichkeit attraktiver wird, sollte sie aus NABU-Sicht auch kostenlos angeboten werden. Wir haben uns viele Gedanken zum Thema gemacht und von Begriffen wie "völligem Blödsinn" und "Verpauschalisierung" bin ich nicht überzeugt. Auch in der ländlichen Region zeigen uns Müllanalysen, dass die Restmülltonne bis zur Hälfte mit organischem Müll gefüllt ist. Es gibt also genütgend Sammelpotenzial für die Biotonne ohne den eigenen Kompost aufgeben zu müssen.

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Robert

24.11.2017, 20:32

Wenn die Bio-Tonne korrekt aufgestellt wird (im Sommer schattig) ist auch die Geruchs- und Madenbelästigung gering. (Ehrfahrungswert) Zur Grafik (Landkreise): Es ist gut, dass eine Quellenangabe enthalten ist. Nur dumm dass in der Quelle steht, dass die Karte von 2015 ist und Nabu drüberschreibt, dass es der Stand von 2017 wäre. Zusätzlich weiß ich, dass im Landkreis Oder Spree (Bietet laut Karte keine Biotonne an, das ist so auch korrekt) vor einigen Jahren die Biotonne bereits im Einsatz war. Ich war sehr erstaunt als mir erzählt wurde, dass sie wieder abgeschafft wurde. Wahrscheinlich hat auch hier ein falscher Aufstellort (pralle Sonne im Sommer) neben der Ignoranz der Nutzer (Biomüll im PVC-Beutel) zur Mangelnden Akzeptanz geführt. Ein zusätzliches Problem besteht auch in den Sammelbehältnissen für die Küche: die Papiertüten sind nach 3 Tagen bei wenig Inhalt durchgeweicht und die Bio-"Plastik"-Beutel werden in manchen Landkreisen verboten. Grund dafür ist, dass der Bio-Müll nicht kompostiert wird, sondern in die Bio-Gas-Anlage gebracht wir. Dort bleiben diese Beutel angeblich im Filter/Gitter hängen und verstopfen diesen. Trotzdem bin ich weiterhin Pro-Biotonne.

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Sascha Roth

Sascha Roth

27.11.2017, 10:08

Hallo Robert, zu unserer Karte und den Quellenangaben: Der NABU hat in den Jahren 2016 und 2017 geprüft, wo Biotonnen angeboten werden und in welcher Form das geschieht. Basis bei der Recherche war die Karte einer Veröffentlichung des Umweltbundesamt aus dem Jahr 2015. Zum Thema Papiertüten: Wir empfehlen Papiertüten mit einer dünnen Wachsbeschichtung. Diese halten sehr gut, weichen nicht durch, und werden anders als die "Bio"-Plastiktüten sehr gut in der Anlage abgebaut.

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Gitta Meding

24.11.2017, 18:49

Ich wohne auch auf dem Land "Eigenkompostierer" 4000qm Garten. Warum soll ich gezwungen werden meine eigenen Wertstoffe(Biotonne gebührenpflichtig) abzugeben? Wenn ich sie selber nutze/benötige!! Was soll mir als Bürger noch alles aufgezwungen werden? Ich denke, wenn die Möglichkeiten gegeben sind sollte das jeder selbst entscheiden dürfen. Meine Eltern wohnen in einem grossen Mietkomplex ,dort funktioniert svhon die Entsorgung über die gelbe Tonne nicht. Wie sollte so etwas mit der BioTonne funktionieren??? MfG Gitta M. vom Niederrhein

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Sascha Roth

Sascha Roth

27.11.2017, 10:15

Sehr geehrte Frau Meding, wenn es um sehr große Grundstücke wie das Ihrige geht, dann sollte eine Eigenverwertung der Biogutmengen kein Problem sein. Entsprechend sieht das Kreislaufwirtschaftsgesetz hier auch Ausnahmeregelungen vor. Selbst wenn es in Ihrem Landkreis eine Pflicht-Biotonne geben sollte, könnten Sie sich davon befreien lassen.

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Christine

24.11.2017, 16:29

Ich finde die Biotonne super, Ja, im Sommer müffelt es schon mal und es lebt auch so einiges darin, aber die Umwelt und die Welt in der ich, meine Kinder, Kindeskinder ... leben ist mir das allemal wert. Außerdem brauchen wir seit der Einführung der Biotonne und mit konsequenter Trennung des Verpackungsmülls nur noch eine kleine 80l Restmülltonne, und die ist noch nicht mal voll nach 14 Tagen. Das spart unseren 4 Personenhaushalt wirklich Geld. Toll finde ich Gemeinden, wo Restmüll nach Gewicht oder wenigstens nach Anzahl der Tonnenleerungen gezahlt wird. Da wird Müllvermeidung wirklich belohnt. Dass irgendwer fremden Müll in unsrer Tonnen entsorgt, habe ich noch nie erlebt. Das hängt vielleicht von der Gegend ab. Ich bin absolut pro Biotonne und es freut mich, dass der Nabu das auch ist, denn die vielen Gegenargumente, die man immer wieder hört, verunsichern mich zwischendurch.

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Berthold

24.11.2017, 10:58

Da die Bio-Tonne nur alle 14 Tage geleert wird, entsteht in der Tonne gerade im Sommer Gestank und Leben. Das spricht für mich nicht gerade für eine Bio-Tonne.

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Sascha Roth

Sascha Roth

27.11.2017, 10:21

Hallo Berthold, um den Gestank der Tonne im Sommer zu minimieren, gibt es verschiedene Tipps: Die Tonne sollte an einem schattigen, kühleren Ort stehen. Die Küchenabfälle in Zeitungspapier einwickeln. Auch den Boden kann man mit Zeitungspapier und trockenem Material einstreuen, so dass die Biotonne sauber bleibt. Wer im Sommer den Biotonnendeckel mit einer Essigmischung besprüht, hält Insekten fern. Unabhängig davon gibt es verschiedene Landkreise, die im Sommer den Biomüll wöchentlich abholen oder die Tonnen mit Biofilterdeckel anbieten.

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Birgit Bossbach

27.11.2017, 21:28

Soll mir keiner erzählen, dass ein ordentlicher Kompost mehr Methan abgibt als eine Bio-Tonne in der Essensreste vor sich hin gären.

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Birgit Bossbach

24.11.2017, 10:05

Leider gelangen zu viele Abfälle in die braunen Tonnen, die dort nicht hinein gehören. Viel zu viel Plastikmüll. Die Bauern, die diesen Kompost nutzen müssen, beschweren sich, dass es anschließend auf ihren Feldern aussieht, wie auf einer Müllkippe. Ich kompostiere selbst, im großen Garten, nur jetzt, wo viel Herbstlaub auf der Straßenseite anfällt und im Winter, wenn ich nicht mehr weiß, wohin mit dem Gehölzschnitt, kommt die braune Tonne zum Einsatz. Einmal nach der Leerung nicht sofort weggeräumt, schon hat jemand einen Beutel voll Plastikmüll 2go darin entsorgt. :-( Und wer weiß, was diese netten Mitmenschen da vor der Leerung reinstecken, wenn die Tonne am Straßenrand wartet?

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