Natur entdecken Beiträge

Abenteuer Tanasee – Reisetagebuch Teil 1

Abenteuer Tanasee – Reisetagebuch Teil 1

Seit mehreren Jahren engagiert sich der NABU im ostafrikanischen Äthiopien, seit 2012 in der Tanasee-Region. Hier unterstützt der NABU den Aufbau des UNESCO-Biosphärenreservats, das 2015 anerkannt und eröffnet wurde. Biosphärenreservate sind Modellregionen, die zeigen wollen, wie sich wirtschaftliche Interessen mit Natur- und Umweltschutz zusammen bringen lassen. Armut und soziale Ungleichheit machen diese Aufgabe in Äthiopien natürlich besonders schwierig. In Bahir Dar, im nördlichen Hochland Äthiopiens, soll in Zukunft das Thema Umweltbildung unbedingt eine wichtige Rolle spielen. Dafür machen wir uns auf den Weg! Wir, das sind: Jan, Lizzy, Doris, Marie, Ronja und Manuel. In den nächsten zwei Wochen berichten wir auf diesem Blog von unseren Erlebnissen, Erkenntnissen und Ergebnissen am Tanasee. 

MOIN Feldarbeit: Auf der Suche nach den Regenwürmern

MOIN Feldarbeit: Auf der Suche nach den Regenwürmern

Im MOIN findet nicht nur Vogelforschung statt, es wird auch das gesamte Ökosystem im Blick behalten. Denn die Vögel müssen ja auch etwas fressen. Und ohne Nahrung gibt es keine Vögel. Also geht es letztendlich doch wieder um die Vögel …

MOIN Feldarbeit: Ein Fest für den Kiebitz!

MOIN Feldarbeit: Ein Fest für den Kiebitz!

Das Artenschutzprojekt „Sympathieträger Kiebitz“ ist ein ausgezeichnetes Projekt in der UN-Dekade Biologische Vielfalt! Zur feierlichen Preisverleihung durch die Staatssekretärin des Landesumweltministeriums gab es ein kleines Fest in Bergenhusen mit kurzen Vorträgen und einer Exkursion.

MOIN Feldarbeit: Gelegeschutz bei Wiesenbrütern Teil 1

Brachvogelgelege

Dieses Nest eines Großen Brachvogels wird vor Prädation geschützt

Von Mitte April bis Mitte Juni ist hier im MOIN die Hochsaison, alle Vogelarten schreiten zur Brut. Dann gilt es, zu erfassen, wo genau welche Vogelarten brüten und wie viele Paare zu finden sind. Diese Zählungen haben in den letzten Jahren immer kleinere Zahlen ergeben – deutschlandweit und auch in Schleswig-Holstein. Besonders stark zurückgegangen sind die Zahlen der Brutvögel der Agrarlandschaft, das sind vor allem Arten, die am Boden brüten.

Von der Großstadt in die wilde Natur: Ein Vogelexperte packt an

Von der Großstadt in die wilde Natur: Ein Vogelexperte packt an

Moin, ich heiße Marius Adrion und arbeite beim NABU Bundesverband als Referent für Umweltinformationen und Vogelschutz. Das klingt nicht nur ziemlich spannend,  das ist es auch. Denn als Mitarbeiter des NABU, dem größten Vogelschutzverband in Deutschland, kann ich viel für den Vogelschutz in Deutschland, Europa und der Welt erreichen.

Diese wichtige Arbeit ist jedoch fast immer Schreibtischarbeit. Als Biologe und Ornithologe bin ich aber auch sehr gerne draußen unterwegs. Um also etwas aus Berlin rauszukommen, werde ich meine Kollegen vom Michael-Otto-Institut im NABU (MOIN) für vier Wochen tatkräftig unterstützen.

Abschied mit gutem Gefühl

Abschied mit gutem Gefühl

Mehr als zwei Monate sind bereits vergangen, seit wir für den NABU nach Indonesien aufgebrochen sind. Ein Dorf am Rande eines Regenwaldschutzprojektes des NABU in Nord-Sulawesi wurde für Wochen zu unserem zu Hause. Im angrenzenden Waldgebiet sind wir auf die Suche nach Koboldmakis gegangen. Mit Hilfe von Rufaufnahmen haben wir die Verbreitung der nachtaktiven 07Äffchen untersucht um herauszufinden, ob sie als Indikatorarten für den Zustand des Waldes dienen können.

Die Auswertung beginnt

Die Auswertung beginnt

Nach den ebenso erfolgreichen wie aufregenden Tagen des Koboldmaki-Monitorings im Waldgebiet Popayato Paguat haben wir uns nun wieder erholt und konnten all die Eindrücke erst einmal sacken lassen. Wir bekommen allmählich die schon längst überfällige Regenzeit zu spüren und sind dankbar, dass uns die nun einsetzenden, heftigen Tropenschauer nicht schon bei der Datenaufnahme im Wald überrascht haben. Die Folgen des Klimawandels sind auch hier auf der Insel Sulawesi bereits seit einigen Jahren spürbar. Der klare Fluss, dessen Bett wir vor wenigen Tagen noch für die Aufnahme der Koboldmaki-Stimmen hinaufgelaufen sind, hat sich in einen reißenden Strom verwandelt. Außerhalb des NABU-Projektgebietes, wo durch Abholzung der Wald entlang des Flusses verschwunden ist, führen die ergiebigen Regenfälle zu einer massiven Erosion und Totalverlust der sensiblen dünnen Bodenkrume.

Biodiversität – Theorie und Praxis

Biodiversität – Theorie und Praxis

Zurück im Dorf gibt es erstmal eine Dusche! Nach sechs erfolgreichen Tagen in dem Waldgebiet, in dem der NABU eines seiner Regenwaldschutzprojekte hat, sind wir nun zurück in unseren vier Holzwänden. Neben einer Menge neuer Erfahrungen haben wir vor allem Daten und Rufaufnahmen der Koboldmakis mitgebracht.

Zeig mir, wie du rufst und ich sag dir, wer du bist

Zeig mir, wie du rufst und ich sag dir, wer du bist

Wenige Wochen in Indonesien haben für die kleinen Koboldmakis gereicht, unser Herz im Sturm zu erobern. Wenn wir könnten, würden wir die ganze Zeit auf der Lauer liegen, um ein weiteres Foto von den niedlichen Äffchen zu bekommen. Da es aber auch mit etwas Übung nicht so einfach ist, die nachtaktiven Tiere aufzuspüren, konzentrieren wir uns bei dem Monitoring auf unsere Rufaufnahmen.

Der Ruf des Goldes

Der Ruf des Goldes

Um festzustellen, ob sich Koboldmakiarten durch ihre Ruflaute voneinander unterschieden lassen, sind wir bereits vor drei Tagen für weitere Rufaufnahmen in den Regenwald aufgebrochen. Inzwischen fühlen wir uns schon fast wie zu Hause. Anders als in den Agrarflächen nahe den Dörfern, können wir hier im Regenwald nun auch abends die Ruflaute aufnehmen. In der morgendlichen Dämmerungszeit sind aber immer noch weitaus mehr Koboldmaki-Stimmen zu hören.