Sommerurlaub – zu Hause ist es doch am Schönsten

Sommerurlaub – zu Hause ist es doch am Schönsten

Wer hat schon alle Flüsse, Badeseen oder Berge in der Nähe bereits erkundet? Und wie steht es mit den Natur-Schätzen? Wissen wir, wo man besonders gut Kraniche beobachten kann, wo der beliebteste Radweg verläuft oder in welcher Gegend nachts die Sterne am hellsten funkeln?

Erst mal vor der eigenen Haustür schauen

Auch ein Kiefernforst kann entspannend sein. Bei einer Wanderung zwischen den schnurgeraden Stämmen dauert es eine Weile, bis sich der Körper auf den ungewohnten Untergrund einstellt. Und schon ist der Kopf wieder frei. Die Wahrnehmung ändert sich –  mehr sehen, mehr hören, Vogelpiepsen und der Harzgeruch des Waldes. Vieles ergibt sich dann von selbst: Beeren naschen, Pflanzen erkennen oder Entenfamilie mit kleinen Küken gucken. Flirrende Sonnenflecken, dickes Moos und Wurzeln gibt es gleich vor der Haustür – größere Reiseplanung nicht notwendig.

Wildnis für das Wohlbefinden

Für die Abwechslung gibt es unsere Wildnisgebiete, die sich fast ohne menschliche Eingriffe entwickeln dürfen wie geschützte Flussauen, Moore, ehemalige Militärgebiete oder Bergbaufolgelandschaften. In vielen Schutzgebieten kann man sich schlau machen über die komplexen ökologischen Zusammenhänge. Gleichzeitig entsteht eine Verbundenheit mit der Natur. Das beeinflusst auch unmittelbar unsere Gesundheit.

Der Aufenthalt in Wäldern, am Meer oder in den Bergen lindert Stress, stärkt das Immunsystem und hebt das Selbstwertgefühl. Insbesondere naturnahe Wälder, wie wir sie in Wildnisgebieten finden, wirken sich positiv auf unsere Widerstandsfähigkeit gegenüber Stress aus. Belastende Alarmreize aus dem Alltag, die z. B. vom Straßenverkehr ausgehen, bleiben beim Besuch von Wildnisgebieten nicht nur außen vor. Im Gegenteil: Die Reizüberflutung nimmt ab, wenn ich an einem See sitze, über die Wasseroberfläche blicke und Schwalben beobachte, die fleißig Mücken jagen. Mehr braucht es nicht.

Entspannen statt Jetlag

30 Prozent der Deutschen verbringen ihren Urlaub im Inland, 31 Prozent der Urlauber wünschen sich einen ökologisch korrekten Urlaub. Das lässt sich machen, wenn ich mir lange Wege spare und den eignen Garten genieße oder die Seen und Berge in der Region. Flugreisen sind nunmal sehr klimaschädlich. Das klingt nach Spielverderber-Moral. Aber ob mein Urlaub toll wird, hängt von so viel mehr Faktoren ab, als der Distanz zum Urlaubsziel. Zum Beispiel, wie gelassen ich den Urlaub angehen kann.

Urlaub im Garten

Ruhe vom Alltag. Verträumte Plätze, ein buntes Blütenmeer, eine lebendige Tierwelt und zwischendurch ein bisschen Bewegung – dieser Traum kann schnell im eigenen Garten wahr werden. Gärtnern ohne Pestizide, Torf und Einheitsgrün macht jeden Garten zu einem Paradies für Menschen und tierische Garten-Mitbewohner. Und alle erfreuen sich an gesundem Obst, Gemüse und Kräutern aus der Region.

Klimaschutz? Ziehen wir Bilanz!
Klimaschutz geht uns alle an. Aber wissen wir, wo wir stehen …und welche Maßnahmen zukünftig unseren CO2-Fußabdruck entscheidend verbessern können? Das lässt sich rausfinden mit dem NABU-CO2-Rechner. In dieser persönlichen CO2-Bilanz werden verschiedene Bereiche des Lebens von der Heizung über den Konsum bis zu den Fortbewegungsmitteln betrachtet. Berechnet wird nicht nur der individuelle CO2-Ausstoß, sondern auch das CO2, das durch einen klimafreundlichen Lebensstil nicht mehr in die Atmosphäre entweicht. Zum Vergleich wird auch der deutsche Durchschnitt angezeigt.

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Tina Mieritz

Tina Mieritz

Referentin für Energiepolitik und Klimaschutz

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