Unterwegs mit Fauzan und Djoko

Unterwegs mit Fauzan und Djoko

Anders als erwartet stehen dem Koboldmaki-Projekt nun zwei lokale Guides zur Verfügung. Fauzan und sein Freund Djoko wohnen mit ihren Familien in einfachen Holzhütten am Dorfrand neben den Kakaoplantagen. Sie sind hier aufgewachsen und finden sich im Regenwald bestens zurecht.

Beide wirken sehr selbstsicher im Umgang mit und in der Natur. Sie wissen, wo wir entlanglaufen können und wo nicht, welche Tiere gefährlich sind und welche nicht. Gerade bei der Anzahl an riesigen Spinnen, die ihre Netze überall zwischen die Büsche weben, ist das doch sehr beruhigend. Mit Fauzan und Djoko an unsere Seite fühlen wir uns selbst bei Dunkelheit sicher. Sie wissen außerdem, wo man die kleinen Kobolde findet und hören sofort, wenn einer von ihnen anfängt zu rufen.

Regenwaldbewohner - Foto: Simon Stephan

Regenwaldbewohner – Foto: Simon Stephan

Häufig vor den Abend- und nach den Morgentouren, wenn es noch bzw. schon hell ist, zeigt uns Fauzan die vielen interessanten Dinge, die der Wald neben den Koboldmakis noch zu bieten hat. Wir haben so bereits Schlangen und verschiede Arten bunter Eisvögel beobachten können, einem Babirusa-Schwein beim Schmatzen zugehört und mitbekommen, wie große Eulen über das Regenwalddach über uns flogen. Auch was Vogelstimmen angeht, weiß er besten Bescheid. Da sich trotz unseres Indonesisch-Sprachkurses die Kommunikation doch häufig auf das Nötigste beschränkt und im Zweifel mit Händen und Füßen, oder gar irgendwelchen Geräuschnachahmungen ergänzt wird, bringt Fauzen zu den Touren ein Vogelbestimmungsbuch mit. Darin kann er uns die genauen Arten und sogar ihr jeweiliges Verbreitungsgebiet zeigen.. Daher sind wir auch nach Abschluss der eigentlichen Datenaufnahme gerne bereits, noch ein weiteres Stündchen den Fluss entlang zu laufen und uns von der Schönheit der Natur überraschen zu lassen.

Titelbild: Simon mit Fauzan und Djoko – Foto: Lara Shirin Bienkowski

Lara Shirin Bienkowski und Simon Stephan

Simon Stephan

Simon Stephan

studiert an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde in dem Studiengang International Forest Ecosystem Management. Seine Liebe zu den Waldökosystemen der Erde wurde durch eine Reise in die kanadischen Outbacks geweckt. Sein Interessengebiet umfasst insbesondere das Feld der Umweltbildung und die Anwendung geographischer Informationssysteme zur Lösung umweltrelevanter Problemstellungen. Im Rahmen eines Auslandspraktikums beim NABU ist er mit einem Team von Wissenschaftlern auf Sulawesi unterwegs um die Frage zu klären, ob die Sulawesi-Tarsier als Indikatorarten für den Zustand des Regenwaldes geeignet sind.
Simon Stephan

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