Putzmittel selber gemacht – mein WE in aller Kürze

Putzmittel selber gemacht – mein WE in aller Kürze

+++Putzmittel selber gemacht+++

Am Sonntag habe ich es endlich in Angriff genommen: Ich habe mir Putzmittel selber gemacht. Rezepte dazu gibt es ja zuhauf im Internet, beispielsweise bei Utopia. Es gibt mittlerweile auch viele DIY-Bücher zu dem Thema.

Vorhanden sollte sein: ein Kochtopf, ein Schneebesen, Löffel, ein Trichter zum Abfüllen, eine Reibe,  Gefäße. Aus der Chemieküche: Reine Citronensäure, Waschsoda, Kernseife (am besten Palmölfrei oder/und Bio), Essig, Speisestärke, Natron, Flüssigseife, Bio-Zitronen.  Die Zutaten gibt es alle in Drogerien bis auf die Bio-Zitronen und die Speisestärke, die gibt es im Supermarkt.  Ich hatte mir für mein Vorhaben Limo-Flaschen mit Schraubverschluss gebunkert.

1. Für einen Kloreiniger habe ich erst 100 ml Wasser gekocht, dieses kalt werden lassen.

2. Das abgekühlte Wasser habe ich dann mit 2 EL Citronensäure gemischt. Es geht auch mit frischem Zitronensaft. Auf keinen Fall mit heißem Wasser mischen, denn dann entsteht schwerlösliches Calciumcitrat.

3. Dann in einem Topf 2 EL Speisestärke in 500 ml Wasser eingerührt, kurz aufkochen, und dabei rühren, bis eine zähe Flüssigkeit entsteht.

4. Dann kommen 10 ml Flüssigseife dazu. Ich habe das ehrlich gesagt mit Augenmaß gemacht… Dann vermengt man beide Mischungen und fertig. Jetzt noch mit einem Trichter in die Flasche füllen. Ich habe das Gemisch auch schon ausprobiert und kann bislang keine Nachteile erkennen.

Dann habe ich noch einen Allzweckreiner hergestellt, den man auch im Bad benutzen kann.

1. Dafür habe ich einen TL Kernseife abgerieben und den mit einer Tasse heißem Wasser in einem Topf gemischt und verrührt, bis sich die Flocken gelöst haben.

2. Dann 1 TL Natron, einen Spritzer Zitronensaft dazugeben und abkühlen lassen.

3. Danach abfüllen (ich habe eine alte Sprühflasche verwendet) und fertig!

In dieser Woche möchte ich noch einen Essigreiniger mit Zitronenschalen herstellen, allerdings mag ich den Essiggeruch nicht. Er ist aber effektiv bei der Kalkentfernung.

Häufig wird empfohlen, für den Geruch, Lavendel-, Orangen oder Zitronenöl zu verwenden. Doch viele Duftstoffe, auch solche aus natürlichen Rohstoffen, sind besonders schlecht abbaubar, giftig für Wasserorganismen und allergie-auslösend. Dazu zählt beispielsweise Limonen, ein Duftstoff, der in allen Orangen-, Zitronen- oder Lavendelölen steckt. Also lieber weg lassen. Mehr Infos dazu auch hier.

 

Nicole Flöper

Nicole Flöper

Redakteurin "Naturschutz heute" und Mitarbeiterin der Pressestelle
Nicole Flöper

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6 Kommentare

Saaba

06.02.2018, 18:29

Danke für den Hinweis auf die Duftstoffe. Ich benutze schon lange ätherische Öle (ab und zu und in geringen Mengen) und mir war nicht klar, dass sie im Abwasser schaden anrichten. Diese konkreten Beschreibungen mit eigenen Fotos (ich nutze gern Rezepte von smarticular.net), wie man Reinigungsmittel selbst macht, sind sehr hilfreich. Man kann schon vorhandene Behälter (leere PET-Sprühflaschen, Marmeladengläser, Deosprühfläschchen, Kanister von Bioreinigern und leere Cremedosen etc.) wiederbenutzen. Daher finde ich den Einwand von D.A.Hiller unnötig, denn im Artikel wird ja eine alte Sprühflasche wiederverwendet und landet schließlich NICHT im Müll. Auch das mit der Zitronensäure: da man die Reinigungsmittel nicht isst, einige Lebensmittel auch Zitronensäure enthalten, und sie ist abbaubar. Es ist aber wohl so, dass einige Armaturen keine Zitronensäure vertragen, sondern man da besser verdünnten Essig nimmt.

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Nicole Flöper

Nicole Flöper

07.02.2018, 07:49

Ja genau, das wollte ich auch noch ergänzen. Die PET-Flasche nutze ich schon mindestens drei Jahre, habe sie bislang immer nachgefüllt. Ich denke, das ist schon mal besser, als alles halbe Jahr eine neue zu kaufen.

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Dirk A. Hiller

06.02.2018, 13:40

Hallo Nicole, es ist traurig zu sehen das der NABU, so vieles Negatives macht und Du bietes auch noch gentechnisch veränderte Stoffe (Citronensäure als als selbst gemachte Reinigungsmittel an. Zu dem in PET-Flaschen?, Komme gerade von einer NABU-Station zurück. Keine Bio- Lebensmittel, weißer Zucker wird angeboten. Eine Vorbildfunktion hat der NABU nicht! Erklärung: Zitronensäure (meist gentechnisch verändert) hat nichts mit Zitronen zutun, sondern wird mit transgenen Varianten des Schimmelpilzes Aspergillus niger (u.a. der Schwarzschimmel aus dem Bad.) hergestellt. Zusätzlich ist Zitronensäure in dieser isolierten Form extrem gesundheitsgefährdend. Sie erhöht u. a. die Aufnahme von Aluminium in den Körper, fördert schädliche Oxidationsprozesse, greift die Zellmembranen an und schädigt den Zahnschmelz. MfG Dirk A. Hiller Freier Baubiologe (IK)

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Nicole Flöper

Nicole Flöper

06.02.2018, 13:55

Hallo Dirk, danke für Deine Anmerkungen. Ich bin nicht der Meinung, dass der NABU so vieles Negatives macht. Wo bekomme ich denn Citronensäure im Glas und nicht gentechnisch verändert? Über Tipps wäre ich dankbar. Ich hatte mich für das Produkt entschieden, da ich mir mehr für die Reinigung verspreche. Es ist ja nicht immer so, dass es gentechnisch verändert wird. Wo finde ich das denn raus? Von Gesundheitsgefährung weiß ich nichts, schließlich darf das in Lebensmitteln verwendet werden. Citronensäure gilt meines Wissens nach als unbedenklich. Sie wird im Körper vollständig verwertet. Karies ja, aber nur, wenn es in Getränken ist. Zur NABU-Station kann ich nichts sagen, hast Du Dich denn vor Ort an die Betreiber gewandt und darauf hingewiesen? Ich würde das nicht auf den gesamten NABU übertragen wollen. VG Nicole

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Dirk A. Hiller

06.02.2018, 17:47

Hallo Nicole, nur weil etwas erlaubt ist es nicht auch gut. Meist eine rein ökonomische Ansicht! Zusatzstoffe dienen nicht den Konsumenten, sondern den Herstellern industrieller Nahrung und Produkten. Sie sollen in erster Linie die Haltbarkeitsdauer verlängern und die Kosten senken. Der menschliche Organismus sowie auch die Natur braucht solche Chemikalien nicht. Der Ansatz für ein giftiges Reinigungsmittel ist schon nicht so toll? (Baubiologie: Ein gut gebautes Haus kennt zudem keinen Schimmel, vielleicht mit Ausnahme eines Schimmelkäse im Kühlschrank.) Die natürliche Zitronensäure aus Früchten (ganz gegessen) unterscheidet sich aus chemischer Sicht (technisch) zwar nicht von einer synthetisch hergestellten Säure. Dennoch sind beide Säuren in ganzheitlicher Hinsicht keineswegs vergleichbar. Die in Früchten enthaltene Zitronensäure gelangt nicht isoliert, sondern in ihrem natürlichen Verbund in den Körper. So liefert die Frucht neben der Zitronensäure gleichzeitig viele Vitamine, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe, die eine Fülle gesundheitsfördernder Wirkungen besitzen. (Ähnlich Vollrohrzucker und Chemie-Kristallzucker beides Zucker, doch einmal im Verbund mit gut 3000 mg Mineralstoffe des Zuckerrohrsaftes und einmal unter 50 mg im Weißzucker. Das eine ein Lebensmittel, das andere langfristig tödlich…) Bei einer industriell produzierten Zitronensäure handelt es sich um ein isoliertes Säurekonzentrat, das der Gesundheit in keinerlei Hinsicht dienlich ist. Ganz im Gegenteil, auch nicht die Zitronensäure aus Zitronen, denn da war auch viel Chemie drin. Im nicht mehr benutzen ursprünglichen Verfahren wurde Zitronensäure aus Zitrusfrüchten gewonnen. Zitronensaft wurde mit konzentrierter Ammoniaklösung versetzt, eingedickt und filtriert. Das leicht lösliche Ammoniumcitrat wurde durch Fällung mit Calciumchlorid in schwerer lösliches Calciumcitrat umgewandelt. Die Lösung wurde erneut filtriert und der Filterkuchen in 25%iger Schwefelsäure gelöst, wobei noch schlechter lösliches Calciumsulfat (Gips) ausfällt. Nach erneuter Filtration wird eine Zitronensäurelösung gewonnen. Für die Biotechnische Herstellung von Zitronensäure werden zur Fermentation mit Aspergillus-niger-Stämme verwendet. Vor allem in den USA und in China kommen oft transgene Varianten ( >> für Unbelehrbare ein (nicht von mir überprüfter) Hersteller von (Bio) Zitronensäure (E330) wasserfrei aus Spanien u.a. bei Amazon.. „NortemBio ist ein 100 % reines Produkt für die Lebensmittelindustrie. Europäische Zulassungsnummer, Nº RGEAA: 31.003114/CA. Behälter aus Polypropylen PP für Lebensmittel, 100 % BPA-frei (Bisphenol A, eine gesundheits- und umweltschädliche Chemikalie), um die Qualität unseres Produktes zu bewahren.“ Anwendung als pH-Korrektur für Nahrungsmittel und Getränke, Konservierungs- und Antioxidationsmittel, Geliermittel für Marmelade, Geschmacksverstärker für Gebäck, usw. Transgene Erreger frei und Antiklumpmittel frei. Geeignet für Vegetarier und Veganer. Ein Tipp, besser das Milieu verändern dann braucht man keine Gifte! MfG Dirk

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Nicole Flöper

Nicole Flöper

07.02.2018, 07:50

Danke für den Beitrag, ist sicher für einige Leser hier interessant.

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