Auszeichnung abstauben: „Projekt Nachhaltigkeit“

Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Besonders seit der Verabschiedung der nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) vor einem Jahr ist der Begriff „Nachhaltigkeit“ wieder ein Buzz-word.

Diese nachhaltigen Entwicklungsziele wurden von allen Staaten der Vereinten Nationen unterzeichnet. Ihr Zweck ist es, bis zum Jahr 2030 ein gutes Leben für alle Menschen zu ermöglichen und gleichzeitig unsere Natur- und Umwelt zu erhalten – eben eine nachhaltige Entwicklung.

Streuobst

Auch die Rekultivierung einer Landschaft kann ein Beitrag zur Nachhaltigkeit sein. – Foto: NABU/B. Schaller

Entscheidend bei „Nachhaltigkeit“ ist für mich, dass dabei ökologische, soziale und ökonomische Aspekte gemeinsam betrachtet und berücksichtigt werden – und nicht nur eine dieser drei Nachhaltigkeitsdimensionen allein.

Zur Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele sollen, und können, jetzt alle beitragen: Politiker, die Wirtschaft, Länder und Kommunen, die Zivilgesellschaft und jeder Einzelne. Und dazu muss das Rad nicht neu erfunden werden: Denn es gibt bereits viele engagierte Menschen, die ihre Ideen für eine nachhaltige Gesellschaft in Projekte und Taten umsetzen und so zum Wandel beitragen.

Um dieses Engagement zu unterstützen, zeichnet der Rat für Nachhaltige Entwicklung dieses Jahr wieder besonders nachhaltige Projekte aus. Die Ausschreibung richtet sich an jedermann – egal ob Privatperson, Organisation, Kommune oder Unternehmen. Bis zum 31.10. können sich ganz unterschiedliche Projekte um diese Auszeichnung bewerben – und die fünf herausragendsten werden als Leuchtturmprojekte ausgezeichnet.

Was das für Projekte sein können sieht man gut an den in den letzten Jahren ausgezeichneten Projekten auf der Webseite www.tatenfuermorgen.de. Sich durch die Projekte zu klicken – nach Jahr, Thema oder Region-  macht Spaß und weckt Ideen und Begeisterung.

Um ein Beispiel zu geben: ein interessantes Projekt ist ein Verein für Gemeinschaftsläden – das sind Läden die dazu beitragen wollen, dass im Überfluss vorhandene Güter in unserer Gesellschaft gerecht(er) verteilt werden. Sowas kann in einem Umsonstladen oder in einem Verleihladen passieren. Oft sind solche Läden auch soziale Treffpunkte. Es gibt bestimmt noch viel mehr spannende Initiativen und Projekte die zu mehr Nachhaltigkeit beitragen, aber noch nicht auf der Webseite von Projekt Nachhaltigkeit stehen – ganz gleich ob NABU-Gruppen oder nicht.

Ich hoffe, dass sich deshalb viele neue Initiativen in diesem Jahr bewerben und die Chance nutzen, mit der Auszeichnung bekannter zu werden, neue Leute Unterstützer und Nachahmer anzuziehen.

Ausführliche Informationen zur Bewerbung und zum „Projekt Nachhaltigkeit“ gibts auf der Webseite des Projekts, die genauen Teilnahmebedingungen befinden sich hier.

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Julia Balz

Julia Balz

Referentin Strategische Planung Umweltpolitik und Nachhaltigkeit

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