Müll bei Veranstaltungen

Müll bei Veranstaltungen

++++Müll bei Veranstaltungen+++

Euch geht es sicher häufig genauso, ihr geht auf tolle Veranstaltungen und dann steht ihr beim Catering und blickt auf Einweggeschirr oder Einwegbecher. Mir ging es am vergangenen Freitag wieder so. Im Berliner Botanischen Garten finden momentan die Tropischen Nächte statt. Eigentlich eine tolle Idee, ab 18 Uhr geht es los, bis 21.30 gibt es Führungen in den verschiedenen Pflanzenhallen und in der Haupthalle gibt es Musik.

Zu viel Müll auf Veranstaltungen

Zu viel Müll auf Veranstaltungen

Leider gab es aber auch Cocktails, und das nicht im Glas, sondern in Einweg-Pappbechern. Immerhin FSC-zertifiziert, aber sollten wir nicht lieber Möbel o.ä. aus dem guten Holz machen statt Einwegbecher für fünf Minuten Cocktailgenuss? Die Becher in der Müllverbrennung, Recycling ist wegen der Beschichtung und der Verschmutzung kompliziert. Bei mindestens 100 Gästen, die alle zwei Cocktails trinken, wären das schon 200 Becher Müll. Ich habe dann auf einen Cocktail verzichtet und ein Bier aus der Flasche getrunken. Meinen Unmut habe ich auch geäußert. Der Betreiber des Catering brachte als Argument daraufhin leider nur, dass die Cocktails dann noch teuer wären. Den Preis hätte ich gerne bezahlt…

Mehrwegsystem in der Gastronomie

Außerdem ging es ja früher auch ohne Einweggeschirr, wenn man einfach vor Ort isst und trinkt… Und selbst für To-Go gibt es mittlerweile zahlreiche Mehrweg-Systeme in der Gastronomie. Mehrweg hätte jedenfalls besser zu dem Abend gepasst.

Wie Mehrweg in der Gastronomie am Strand funktioniert, zeigt der NABU schon auf Fehmarn.

Nicole Flöper

Nicole Flöper

Ich arbeite seit 2015 wieder für den NABU Bundesverband, habe dort 2013 als Trainee angefangen. Ich bin verantwortlich für das Mitgliedermagazin Naturschutz heute und schreibe als ausgebildete Redakteurin gerne auch eigene Artikel. Mein Herz schlägt besonders für Schildkröten und ich achte in meinem Alltag darauf, nachhaltiger zu leben. Mich regt es auf, wenn Gemüse und Obst in Plastik eingepackt sind und es Gurken nur aus Spanien im Supermarkt gibt und nicht aus Deutschland.
Nicole Flöper

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2 Kommentare

Jule K.

09.02.2018, 21:12

Habe den newsletter gerade noch rechtzeitig gelesen, und den link angeklickt, um auf die Idee zu kommen, bei unserer Klassenfaschingsfeier in den Raum zu werfen, dass sich jedes Kind doch seinen eigenen Becher nebst Teller und Besteck von zu Hause mitbringt, anstatt dass Einwegsachen gekauft werden. Ist auch nicht so viel mehr Aufwand, das müsste doch zu schaffen sein, auch und gerade in Hinblick, dass uns die Zukunft ebendieser Kinder doch sehr am Herzen liegen sollte...

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Thomas

07.02.2018, 13:26

Ja, schlimm, dass die Menschen sich bei Müll bei Veranstaltungen nicht weniger aufregen. Hier ein schönes Video von Greenpeace zur Gewahrwerdung wie schlimm Einweggeschirr ist: https://www.youtube.com/watch?v=ebuRHcv7TtI "Die unglaubliche Geschichte eines Löffels"

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