44 Tage Plastikfasten – Fazit und Gewinnspiel

Heute ist Gründonnerstag und die Fastenzeit ist offiziell zu Ende. Während meines Plastikfastens wurde ich immer wieder gefragt, wie es mir geht, ob ich durchhalte und ob es mir schwer fällt. Meistens ist es mir nicht schwer gefallen, da ich schon vorher beim Einkaufen darauf geachtet habe, gewisse unnütze Dinge aus Plastik zu vermeiden.

 

Plastikgurken

Bio-Plastikgurken. Foto: Iris Barthel

Trotzdem hat sich mir durch das Fasten eine ganz neue Welt eröffnet. Das bewusste Nachdenken darüber, welche Kosmetik ich im Bad benutze, ging sogar über das Plastik hinaus zu den Inhaltsstoffen. Gerade aufgrund von Mikroplastik und Hormonen in der Kosmetik, möchte ich besser darauf achten, was in meinen Pflegeprodukten ist. Ich hätte außerdem gerne ein Pfandsystem, bei dem ich einfach die Verpackung wieder zurück geben könnte. Meine Anfragen dazu z. B. bei The Body Shop blieben aber bis heute unbeantwortet.

Beim Einkaufen habe ich mich eingeschränkt, da ich einfach keine Lust hatte, jeden Tag eine Stunde zu fahren, um im Unverpackt Laden etwas zu besorgen.  An Grundnahrungsmitteln hat es mir trotzdem nicht gefehlt. Brot backe ich jetzt selber. Erstaunt war ich, dass selbst in Bioläden Plastiktüten bei Obst und Gemüse Standard sind und es Milchprodukte selten im Glas gibt. Daher gehe ich jetzt häufig auf den Wochenmarkt.  So gab es aber auch Abwechslung auf meinem Teller, ich habe eben mit dem gekocht, was gerade zu bekommen war. Neuerdings koche und backe ich daher ganz gerne wieder. Vanillezucker habe ich beispielsweise schon immer selbst gemacht. Am Anfang habe ich mehr Geld ausgegeben, aber das hat sich zum Ende des Monats ausgeglichen, da sich a) die Seifen sehr lange halten, b) das Klopapier noch lange reichen wird, c) vieles gar nicht teurer ist.

Neu war für mich, dass in den Deckeln von Glasverpackungen auch Plastik verarbeitet ist.

Bei Klamotten bin ich noch bei der Recherche. Es gab ja schon einige Tipps hier in den Kommentaren. Ich werde mich sicherlich weiter mit dem Thema befassen und weiter hier darüber bloggen.

Gewinnspiel

Besser leben ohne Plastik

Wer sich wie ich weiter mit Plastik fasten beschäftigen will, der kann hier etwas gewinnen. Ich verlose drei Bücher „Besser leben ohne Plastik“ aus dem oekom Verlag. Was dafür zu tun ist? Einfach ein Bild bis zum 31.03.16 schicken an blogs@nabu.de, das zeigt, wie ihr versucht, Plastik zu vermeiden. Die originellsten Einsendungen werden mit einem Buch belohnt. Viel Erfolg! Und frohe Ostern!

Der NABU erhebt und verarbeitet Ihre Daten ausschließlich für die Durchführung und Abwicklung dieses Gewinnspiels. Die Gewinnerbilder werden mit Namensnennung ggf. im NABU-Blog und auf der NABU-Homepage veröffentlicht. Ihre Daten werden grundsätzlich nicht an Dritte weitergegeben. Der Verwendung Ihrer Daten können Sie jederzeit formlos widersprechen, zum Beispiel per E-Mail an Blogs@NABU.de.

Vielen Dank an alle, die sich an dem Gewinnspiel beteiligt haben. Gewonnen haben: Alexander Egeling, Johanna Ebert und Carola Jürgens. Viel Spaß mit dem Buch!

Anbei noch eine praktische Linkliste (kein Anspruch auf Vollständigkeit)

Hintergrundinfos:

Essen und Trinken

Alltagsprodukte

Naturlieferant

Weitere Blogs:

Leben ohne Plastik

Zero Waste Familie

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Apfelmädchen

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Bad und Co.

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Savion

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Original Unverpackt

Online-Shops

Plasno

Herr Nielsson

Bees and Nectaries

WU Müsli

Nicole Flöper

Nicole Flöper

Mitarbeiterin Presse und Redaktion "Naturschutz heute"
Nicole Flöper

6 Kommentare

hrsc

13.09.2016, 10:56

Eine Zusammenstellung der wichtigsten Organisationen für eine (mikro)plastik-freie Umwelt befindet sich in https://sensiblochamaeleon.blogspot.de/2015/07/mikroplastik.html . ** verzichten - wiederverwenden- vermeiden - ersetzen ** Danke für Ihr Engagement.

Margot, Bremen

11.06.2016, 17:21

Ich arbeite in einem Bioladen. Bei uns kann viel ohne Verpackung eingekauft werden, Obst und Gemüse sowieso, manches bekommen wir in 25kg-Säcken und füllen dann in Papiertüten ab. Die Leute bringen ihre gebrauchten Papiertüten mit und füllen wieder was rein. Das funktioniert im Großen und Ganzen gut. Was ich sagen möchte: es gibt viel Plastik und Verpackung, von dem die Kunden gar nichts mitbekommen. Das Gemüse, das aus Deutschland – wenn möglich regional – kommt, ist in Pfand-Kisten aus Plastik, was ja schon mal gut ist, obwohl auch diese Kisten erst mal hergestellt werden müssen. Oder in Kartons, bzw. Holzkisten. Wenn wir eine Kiste Möhren z.B. geliefert bekommen, sind die Möhren in der Kiste noch mal in einer Plastiktüte. Ebenso die Bananen. Salat und anderes ist mit einer Plastikfolie abgedeckt. Manche Sachen, wie Pilze sind in einer Einweg-Plastikkiste. Ein ganzer Rollwagen mit Ware ist manchmal mit Folie umwickelt, wegen der Stabilität. Alle anderen Waren werden in Kartons geliefert, also z.B. 8 Tüten Mehl in einem Karton. Bei uns entstehen Unmengen an Verpackungsabfall, das meiste Karton, aber auch Plastik. Manche Gebinde sind auch in Plastik eingeschweißt, bei Kosmetika kommt das vor (4 Flaschen Shampoo z.B.). Wenn dann wenigstens beim Einkaufen nicht noch zusätzlich Verpackungsmüll entsteht, ist das auf jeden Fall gut, aber wie gesagt, dazu kommt noch mehr, was nicht sichtbar ist.

ambrosia.emporion.es

26.05.2016, 15:15

Liebe nabu.de, ¿Könnten Sie bitte prüfen ob Sie mich in Ihre praktische Linkliste aufnehmen könnten? Danke im voraus. mfg Weitere Blogs: http://ambrosia.emporion.es/leben-ohne-plastik.html Online-Shops www.emporion.es

Henning Munte

25.03.2016, 20:32

Wenn man etwas will, dann schafft man es auch. Auf Plastik immer komplett zu verzichten ist trotzdem zur Zeit eher unmöglich - es sei denn, man beschränkt sich auf die wirklich wichtigen Dinge im und zum Leben. Dennoch ist es enorm wichtig, das jeder Mensch auf seinen gesunden Verstand hört und sich nicht von unserer Industrie einlullen lässt. Unser Wirtschaftssystem ist, wie Papst Franziskus in seiner Enzyklika Laudato Si' sagt, pervers. Ich denke, das wird sich auch nur grundlegend ändern, wenn sich viele Menschen von diesem System abwenden und vor allem multinationale Konzerne boykottieren. Think, before you buy. Macht mit, es geht. Frohe Ostern und liebe Grüße Henning Munte

Schotti

25.03.2016, 06:35

Die Plastikverpackung ist meist viel mehr als der kleine Inhalt. Ich nehme Stofftasche zum Einkaufen, versuche so gut es geht unverpackte Waren zu kaufen. Aus Entfernungsgründen ist mir ein Markteinkauf leider nicht möglich. Ich schicke auch ein Foto von meiner Stofftasche. Danke für Ihre Hinweise Nicole Flöper; es gibt vieles zu ändern: Auch ein langer Weg beginnt mit dem ERSTEN Schritt, nicht wahr?

Maria Brunheim

24.03.2016, 16:06

Schönen Dank Frau Flöper, dass Sie dieses Thema hier angerissen haben. Mehr als ein Anriss kann es nicht sein, doch der ist wichtig und nötig. Denn dann geht es weiter. Mich freut, dass Sie die Anregung aufgegriffen haben, mehr darauf zu achten, was Ihre Körperpflegeprodukte enthalten. Denn die herkömmlichen bestehen so gut wie nur aus Substanzen aus Chemielaboren, die bei der Erdölverarbeitung abfallen. Sobald Worte in der Inhaltsangabe vorkommen, die sich nicht aussprechen lassen, können Sie davon ausgehen dass es keine natürliche Substanz ist. Auch bei Nahrungsmitteln ist nicht nur die Verpackung entscheidend. Auf den Inhalt kommt es genauso an. Ob das Bio ist, aus nachhaltigem Anbau stammt, ob das fair gehandelt wurde und wie hoch der Wasserverbrauch bei der Herstellung ist. Und ob es weite Transportwege hinter sich hat oder aus der Region kommt und der jeweiligen Jahreszeit entspricht (saisonal ist). Das sind eigene Themen, die zum Plastikfasten dazugehören wie der Knopf zur Hose. Ich wünsche Ihnen frohsinnige Ostern mit pflanzengefärbten Eiern und solchen, die Sie ohne Verpackung kaufen konnten. Gar nicht so einfach...denn dann kommt auch noch das Thema Zucker dazu, was für unsere Gesundheit entscheidend ist. :-)

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