Das Leid mit den Plastiktüten im Biomüll

Das Leid mit den Plastiktüten im Biomüll

In dieser Woche hatte ich einen halben Herzinfarkt. Gut, dass ist etwas übertrieben. Aber es war so: Ich öffnete morgens unsere eben geleerte Biotonne und was sehe ich? Einen Haufen Plastikmüll. War da jemand geistig umnachtet, fehlt demjenigen das Wissen oder war es ihm einfach egal? Ich kann so was nicht nachvollziehen. Eventuell, weil ich mit Biomüll aufgewachsen bin. Ich komme vom Land, da haben wir früher Kompost gemacht. Später kam dann die Biotonne. Für mich war es also immer selbstverständlich, Biomüll zu sammeln und nicht in den Restmüll zu kippen. Aber auch, dass man keinen Plastikmüll in der Biotonne entsorgt.

Neulich sagte mir aber jemand, dass es für viele auch fremd sein kann, wenn es keine Biotonnen bei ihnen gibt. Oder, dass sie das einfach ekelig finden. Auf diesen Gedanken wäre ich nie gekommen.

Bioabfall

Gesammelter Bioabfall.

Ich sammele meinen Biomüll in einem Plastikmüllbeutel. Dann kippe ich ihn in die Tonne und schmeiße die Tüte in den Restmüll. Ja, da kann ich besser werden, ich könnte auch Altpapier  nehmen, besser als immer eine Tüte zu verschwenden. Entweder müsste ich die Tüte öfter benutzen, oder ich sammel meinen Müll einfach in einer Schüssel, wenn ich nicht so viel Biomüll habe. Ihr seht, es gibt noch einiges zu verbessern. Verzichten tue ich seit langem aber auf die grünen Bioplastikmüllbeutel. Als es die neu gab, habe ich sie auch gekauft, aber erstens siffen die durch – und das ist meiner Meinung nach eklig – und zweitens:

„Bioplastik“-Mülltüte kommt nicht in die Biotonne

Was viele nicht wissen, die „Bioplastik“-Mülltüte für Biomüll sollte besser nicht in die Biotonne. In den meisten Kompost- und Biogasanlagen werden diese Tüten wie normale Plastiktüten als Störstoff aussortiert. Besser ist es, den Biomüll ohne Tüte zum Beispiel mit ein bisschen Zeitungspapier zu sammeln. Wer bislang immer Geld für solche Tüten ausgegeben hat, kann das also ruhig sein lassen.

Tipps für Euch:

Mülltonnen im Schnee.

Mülltonnen im Schnee. Foto: Helge May

Warum das mit den Biotonnen in Deutschland so schwierig ist, und wie ihr am besten Müll trennt, könnt ihr hier nachlesen.

Mit dem NABU-Müllquiz könnt Ihr auch testen, wie viel ihr schon zu dem Thema wisst.

Wer nachlesen will, wie man was trennt, kann das hier.

Und für die, die es ganz genau wissen wollen, zeigt der NABU in einer interaktiven Grafik, wohin unser Hausmüll kommt.

 

 

Aufruf zum Plastikfasten! Wer mitmacht, gewinnt.

Aufruf zum Plastikfasten! Wer mitmacht, gewinnt.

Heute mit Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. Ein Anlass, ab heute mit dem Plastikfasten zu beginnen. Es muss aber natürlich nicht die Fastenzeit sein – jeder Tag ist ein guter Tag damit anzufangen. Mit dem Aschermittwoch beginnt es jedenfalls, in christlichen Religionen dauert diese 40 Tage, also bis Ostern.

Wie ich 2016 das Plastikfasten umgesetzt habe, könnt ihr hier nachlesen. Damals habe ich plastikfrei eingekauft, mich mit Schminke und Co. auseinandergesetzt und vieles mehr. Folgen könnt Ihr mir auch gerne auf  Instagram, da bin ich plastikfreiundfrohdabei.

 Gewinnspiel

Aber jetzt seid Ihr gefragt! Ich möchte Euch mit einem Gewinnspiel animieren. Die Aufgabe: Schickt mir Eure Bilder oder Videos zum Thema Plastikfasten. Macht Eure eigene Challenge. Was ist einfach umzusetzen und wo sind Eure Grenzen? Aus den Einsendungen ziehen wir drei Gewinner. Ich bin sehr gespannt. Wenn Ihr Euer Projekt auf Social Media zeigt, dann benutzt doch gerne den Hashtag #plastikfasten.

Noch besser Leben ohne Plastik

Noch besser Leben ohne Plastik

Was es zu gewinnen gibt: Drei Bücher „Noch besser leben ohne Plastik“ aus dem oekom Verlag. Einsendeschluss ist der 26. April 2018. Die Bilder bitte schicken an nicole.floeper@NABU.de. Viel Erfolg beim Plastikfasten!

Mein Plastikfasten-Versuch im Jahr 2016 gibt es hier.

Der NABU erhebt und verarbeitet Ihre personenbezogenen Daten für die Durchführung und Abwicklung des Gewinnspiels „Plastikfasten 2018“. Die Gewinnerbilder werden dabei mit Namen ggf. im NABU-Blog und auf der NABU-Homepage veröffentlicht. Die Weitergabe Ihrer Daten an Dritte erfolgt grundsätzlich nur mit entsprechender gesetzlicher Grundlage oder Ihrer Einwilligung. Generell erfolgt kein Verkauf Ihrer Daten an Dritte für Werbezwecke.

 

 

Waschbare Makeup-Pads

Waschbare Makeup-Pads

+++Waschbare Makeup-Pads+++

365 plus/minus- Abende, an denen ich die Wimperntusche an meine Augen mit einem Wattepad entferne. Jeder kann sich den Berg Müll vorstellen, der dabei entsteht. Außerdem ist die Herstellung von Baumwolle sehr kritisch zu sehen. Für den Baumwollanbau werden überdurchschnittlich viele Pestizide eingesetzt und Gentechnik ist eher die Regel als die Ausnahme. Vom Wasserverbrauch ganz zu schweigen. Ich habe mir daher waschbare Abschminkpads gekauft.

Waschbare Wattepads

Früher, und heute mit waschbaren Wattepads.

Das Fazit: Man muss die Pads auf jeden Fall mit einem Reinigungsmittel benutzen, ansonsten ist die Oberfläche viel zu hart und tut sehr weh. Das  heißt ich brauche auf jeden Fall ein Reinigungsmittel. Da ich keine wasserfeste Schminke benutze, lassen sich die Pads leicht reinigen. Kleiner Hinweis: Da ich mir keine Wimperntusche selber mache, benutze ich Naturkosmetik. So kann ich sicher gehen, dass da kein Mikroplastik drin steckt und dieses auch nicht im Abwasser landet.

Von Freundinnen habe ich allerdings gehört, die sie ihre Pads nicht mehr sauber bekommen von den schwarzen Flecken.  Für mich heißt das, für Reisen kann das ganz praktisch sein, zu Hause würde ich dann aber einfach ab jetzt einen Waschlappen verwenden. Es entsteht auch kein Müll und er lässt sich gut waschen.

 

Müll bei Veranstaltungen

Müll bei Veranstaltungen

++++Müll bei Veranstaltungen+++

Euch geht es sicher häufig genauso, ihr geht auf tolle Veranstaltungen und dann steht ihr beim Catering und blickt auf Einweggeschirr oder Einwegbecher. Mir ging es am vergangenen Freitag wieder so. Im Berliner Botanischen Garten finden momentan die Tropischen Nächte statt. Eigentlich eine tolle Idee, ab 18 Uhr geht es los, bis 21.30 gibt es Führungen in den verschiedenen Pflanzenhallen und in der Haupthalle gibt es Musik.

Zu viel Müll auf Veranstaltungen

Zu viel Müll auf Veranstaltungen

Leider gab es aber auch Cocktails, und das nicht im Glas, sondern in Einweg-Pappbechern. Immerhin FSC-zertifiziert, aber sollten wir nicht lieber Möbel o.ä. aus dem guten Holz machen statt Einwegbecher für fünf Minuten Cocktailgenuss? Die Becher in der Müllverbrennung, Recycling ist wegen der Beschichtung und der Verschmutzung kompliziert. Bei mindestens 100 Gästen, die alle zwei Cocktails trinken, wären das schon 200 Becher Müll. Ich habe dann auf einen Cocktail verzichtet und ein Bier aus der Flasche getrunken. Meinen Unmut habe ich auch geäußert. Der Betreiber des Catering brachte als Argument daraufhin leider nur, dass die Cocktails dann noch teuer wären. Den Preis hätte ich gerne bezahlt…

Mehrwegsystem in der Gastronomie

Außerdem ging es ja früher auch ohne Einweggeschirr, wenn man einfach vor Ort isst und trinkt… Und selbst für To-Go gibt es mittlerweile zahlreiche Mehrweg-Systeme in der Gastronomie. Mehrweg hätte jedenfalls besser zu dem Abend gepasst.

Wie Mehrweg in der Gastronomie am Strand funktioniert, zeigt der NABU schon auf Fehmarn.

Putzmittel selber gemacht – mein WE in aller Kürze

Putzmittel selber gemacht – mein WE in aller Kürze

+++Putzmittel selber gemacht+++

Am Sonntag habe ich es endlich in Angriff genommen: Ich habe mir Putzmittel selber gemacht. Rezepte dazu gibt es ja zuhauf im Internet, beispielsweise bei Utopia. Es gibt mittlerweile auch viele DIY-Bücher zu dem Thema.

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Filterpflicht auch für Binnen- und Fahrgastschiffe

Filterpflicht auch für Binnen- und Fahrgastschiffe

Für Touristen sind sie ein willkommenes Gefährt für Sightseeingtouren, Anwohner und Passanten hingegen rümpfen immer öfter verstört die Nase, wenn einer der mehr als 100 Berliner Ausflugsdampfer etwa auf der Spree an Reichstag und Museumsinsel vorbeifährt und eine stinkende Abgasfahne hinter sich herzieht. Kein Wunder, liegen diese Orte doch mitten in einer „grünen“ Umweltzone. Autos, Lkw und Busse mit Dieselmotor brauchen eine entsprechende Plakette, um hier fahren zu dürfen und müssen folglich mindestens die Abgasnorm Euro 3 erfüllen und einen Partikelfilter haben. Auch die Güterschifffahrt trägt mitunter erheblich zur Luftverschmutzung bei. So verglich das Landesumweltamt Nordrhein-Westfalen den Schadstoffausstoß der Rheinschifffahrt mit dem einer stark befahrenen Autobahn. Gerade an stark frequentierten Wasserstraßen, aber auch Anlege- oder Wendestellen, können die Emissionen lokal schnell zu einem relevanten Faktor werden – wie nicht zuletzt Luftschadstoffmessungen des NABU in den vergangenen Jahren eindrücklich belegen konnten.weiterlesen

Meine Zähne und die Umwelt sind fast glücklich

Meine Zähne und die Umwelt sind fast glücklich

Hallo aus der Nasszellen-Zentrale. Hier gibt es momentan einiges an Bewegung. Eventuell habt ihr schon von „happybrush“ gehört? Ich habe mal beim Geschäftsführer nachgefragt, was es damit auf sich hat.weiterlesen

„2018 – Mein Jahr der Selbstversuche“

„2018 – Mein Jahr der Selbstversuche“

Neues Jahr, neues Glück. Auch wenn es jetzt schon Ende Januar ist. Auch ich will hier wieder versuchen, regelmäßig zu bloggen. Angefangen habe ich ja 2015 mit dem Thema „Plastikfasten“. Vielleicht erinnert Ihr Euch. Jetzt soll es um alle möglichen Themen rund um Müllvermeidung und Ressourcenschonung gehen – auch mit ein paar Selbstversuchen.weiterlesen

Abschied mit gutem Gefühl

Abschied mit gutem Gefühl

Mehr als zwei Monate sind bereits vergangen, seit wir für den NABU nach Indonesien aufgebrochen sind. Ein Dorf am Rande eines Regenwaldschutzprojektes des NABU in Nord-Sulawesi wurde für Wochen zu unserem zu Hause. Im angrenzenden Waldgebiet sind wir auf die Suche nach Koboldmakis gegangen. Mit Hilfe von Rufaufnahmen haben wir die Verbreitung der nachtaktiven 07Äffchen untersucht um herauszufinden, ob sie als Indikatorarten für den Zustand des Waldes dienen können.weiterlesen

Die Auswertung beginnt

Die Auswertung beginnt

Nach den ebenso erfolgreichen wie aufregenden Tagen des Koboldmaki-Monitorings im Waldgebiet Popayato Paguat haben wir uns nun wieder erholt und konnten all die Eindrücke erst einmal sacken lassen. Wir bekommen allmählich die schon längst überfällige Regenzeit zu spüren und sind dankbar, dass uns die nun einsetzenden, heftigen Tropenschauer nicht schon bei der Datenaufnahme im Wald überrascht haben. Die Folgen des Klimawandels sind auch hier auf der Insel Sulawesi bereits seit einigen Jahren spürbar. Der klare Fluss, dessen Bett wir vor wenigen Tagen noch für die Aufnahme der Koboldmaki-Stimmen hinaufgelaufen sind, hat sich in einen reißenden Strom verwandelt. Außerhalb des NABU-Projektgebietes, wo durch Abholzung der Wald entlang des Flusses verschwunden ist, führen die ergiebigen Regenfälle zu einer massiven Erosion und Totalverlust der sensiblen dünnen Bodenkrume.weiterlesen