Elektroschrott Beiträge

#CO2FreiSpassDabei – „Ich konsumiere, also bin ich“

Diese Woche geht es um Konsum, ich werde mein Verhalten analysieren, prüfen was ich verbessern kann und aufzeigen, welche Hilfsmittel es gibt. Aber zunächst zum Zwischenstand: Ausgleich!

Zwischenstand: Danny 1 : Sebastian 1

Mobilität ging eindeutig an Danny, aber mit dem Bereich Wohnen gleiche ich aus. Ich habe noch mal meine Abrechnungen heraus gekramt: mein Stromverbrauch liegt mit 1.233 Kilowattstunden (kWh) deutlich unter Dannys. Zugegeben, ich lebe auch im Zwei-Personen-Haushalt, und schon daher sind unsere Verbrauchszahlen nur schwer vergleichbar. Und natürlich kommt in meinem Haushalt ebenfalls Ökostrom zum Einsatz, in meinem Fall von Greenpeace Energy, aber auch andere Anbieter liefern gute Qualität (achtet am besten auf das Grüner-Strom-Label, dann macht Ihr nicht viel verkehrt).

Auch bei mir werden die Heizungen automatisch geregelt. Foto: Sebastian Scholz

Auch bei mir werden die Heizungen automatisch geregelt. Foto: Sebastian Scholz

Aber richtig eindeutig ist mein Vorsprung im Bereich Wärme. Genauso wie Danny wohne ich zur Miete und habe wenig Einfluss auf die Energiequelle. Auch bei mir wird der Wärmeverbrauch über die Fläche im Haus verteilt. In meinem Wohnhaus gibt es aber nicht etwa eine Gaszentralheizung, sondern Fernwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung kombiniert mit Solarthermie-Anlagen auf dem Dach – was die Emissionen angeht, eine recht gute Kombination.

Neue Wege fürs Handyrecycling

NABU, Telefónica und AfB und geben alten Handys gemeinsam eine Zukunft

Der NABU kooperiert nach der Fusion von O2 und E-Plus zur neuen Telefónica Deutschland ab September 2015 bei dem wichtigen Thema Altgeräterücknahme mit Telefónica und dem gemeinnützigen Unternehmen AfB (Arbeit für Menschen mit Behinderung).

Althandys - Foto: NABU/S. Hennigs

Alte Handys besitzen noch viele wertvolle Wertstoffe und sollten daher fachgerecht recycelt werden – Foto: NABU/S. Hennigs

Die Nachfrage nach Handys, Smartphones und Tablets steigt kontinuierlich – und mit ihr die Zahl an ungenutzten Altgeräten. Inzwischen liegen mehr als 100 Millionen alte Handys und Smartphones größtenteils vergessen in Schubladen, Kellern und auf Dachböden.

Die Zahnbürste und die geplante Obsoleszenz

Am Anfang dieser Geschichte steht eine kaputte elektrische Zahnbürste, die ich seit drei Jahren mein Eigen nenne. Aber was heißt schon „kaputt“? Der Akku funktioniert einfach nicht mehr. Nach ständigem Aufladen hat er den Geist aufgegeben. Und nun? Die Zahnbürste zum nächsten Wertstoffhof bringen? Kommt für mich nicht in Frage! Schließlich setzen wir uns beim NABU ja immer dafür ein, dass Elektrogeräte ein längeres Leben bekommen und damit Umwelt und Ressourcen geschützt werden.

Elektrische Zahnbürste - Foto: Michael Dommel

Praktisch ein Ding der Unmöglichkeit, den Akku einer elektrischen Zahnbürste selber auszuwechseln – Foto: NABU/Michael Dommel

Versuch, den Akku selber auszutauschen

Ich untersuche die Zahnbürste also genauer und stelle fest, dass es nirgendwo eine Öffnung oder eine Klappe gibt, durch die ich an die Batterie herankomme. Es handelt sich also um einen eingebauten Akku, der erheblichen Einfluss auf die Lebensdauer der Bürste hat. Denn ist er erst einmal kaputt, werfen viele Verbraucher das Gerät sofort weg und kaufen eine neue Bürste.

Mit Youtube-Videos zum Erfolg?

Was also tun? Wer heute nicht mehr weiter weiß, der bildet keinen Arbeitskreis, sondern guckt sich erst einmal im Internet um. Auf der Internetseite des Herstellers werde ich erst einmal enttäuscht, denn ich finde zwar eine knappe Bedienungsanleitung, aber kein Handbuch für die Reparatur. Nach kurzer Suche finde ich zwar einen Reparatur-Service-Partner, der befindet sich aber am anderen Ende von Berlin. Also surfe ich weiter und werde dann auch sofort überwältigt von 21.700 Suchergebnissen, bestehend aus Reparaturvideos, Reparaturblogs, Zeitungsartikeln und Produktbewertungen.

Boykott Elektroschrott

Ein neues Gesetz verhindert, dass zukünftig mehr Elektroschrott ein zweites Leben eingehaucht bekommt. Handy, Toaster, Herd und Lampe will jeder irgendwann einmal loswerden. Das Gesetz, das den Umgang mit dem vermeintlichen Elektroschrott regelt, ist Anfang Juli vom Bundestag mit den Stimmen der Regierungskoalition verabschiedet worden.

Diese Elektrogeräte sind für den Second-Hand-Markt verloren, weil mit ihnen nicht sorgsam genug umgegangen wurde - Foto: NABU/B. Bongardt

Diese Elektrogeräte sind für den Second-Hand-Markt verloren, weil mit ihnen nicht sorgsam genug umgegangen wurde – Foto: NABU/B. Bongardt

Nun ist es nicht so, dass es vorher keine Regelung gab, im Gegenteil: Die Grundsätze bleiben. Alte Elektrogeräte sind Sonderabfall, der beim Wertstoffhof oder im Einzelhandel abzugeben ist. Deutschland muss Minimummengen einsammeln. Die gesammelten Geräte müssen von Schadstoffen befreit und vor allem die Metalle ins Recycling geschickt werden.