BauGB Beiträge

Mehr Tempo beim Bauen – aber zu welchem Preis?

Mehr Tempo beim Bauen – aber zu welchem Preis?

Die Bundesregierung will das Baugesetzbuch modernisieren. Diese Absicht greift eine der zentralen Fragen unserer Zeit auf: Wie wollen wir künftig in unseren Städten und Gemeinden leben? Bis zum 29.04.2026 lief die Verbändebeteiligung, bei der sich der NABU mit einer umfangreichen Stellungnahme hat. Der Kabinettsbeschluss soll voraussichtlich Ende Mai gefasst werden.

Sie verspricht schnellere Verfahren, mehr Wohnungsbau, weniger Bürokratie und mehr Klimaanpassung. Aus Sicht einer nachhaltigen Stadtentwicklung bleibt der Entwurf jedoch weit hinter dem zurück, was angesichts der Krisen unserer Zeit notwendig wäre. Dabei setzt die Bundesregierung ihren bereits mit dem sogenannten „Bau-Turbo“ eingeschlagenen Kurs konsequent fort: Planungsbeschleunigung und Deregulierung werden erneut zur zentralen Antwort auf komplexe wohnungs- und stadtentwicklungspolitische Probleme erklärt. Zudem scheinen Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Instrumenten unvorhersehbar.

NABU fordert: Flächenschutz statt Flächenfraß!

NABU fordert: Flächenschutz statt Flächenfraß!

Politische Mühlen mahlen langsam. Meistens jedenfalls. Außer es ist Eile geboten. Leider meist nicht durch die Dringlichkeit der Sache, sondern durch selbstauferlegte Fristen und bürokratische Prozesse. So auch in der Thematik des zum Jahresende auslaufenden §13b BauGB. Dieser hat sich in seinem kurzen, 2-jährigen Bestehen durch seine Folgen zurecht Beinamen wie „Turbo-, Zersiedlungs- oder Betonparagraph“ eingehandelt. Er steht im krassen Widerspruch zur deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, zum Klimaschutzplan 2050 und Koalitionsvertrag der Bundesregierung sowie den Flächensparzielen der EU.