Dennis Zagermann Beiträge

Wie können Unternehmen mehr zu Natur- und Klimaschutz beitragen?

Wie können Unternehmen mehr zu Natur- und Klimaschutz beitragen?

Nur mit einer richtigen Bilanzierung der eigenen Aktivitäten!                    Kritik am Ansatz der Value Balancing Alliance

Sustainable Finance spielt eine immer größere Rolle, um Klima- und Naturschutzziele in der Realwirtschaft zu stärken. Zudem spielt die Vermeidung von Greenwashing eine wichtige Rolle. Neben klaren Nachhaltigkeitsklassifikationen für Finanzanlagen sind erweiterte Unternehmensberichterstattungspflichten zentral, um Finanzflüsse effektiv umzuleiten. Investor*innen brauchen Klarheit darüber, wie stark Geschäftsmodelle auf das Klima und die Natur wirken und welche finanziellen Risiken sich durch Klima- und Umwelteinflüsse ergeben. Damit die Unternehmensberichterstattung dazu beitragen kann, Geschäftsmodelle anhand planetarer Grenzen auszurichten und Nachhaltigkeitsaspekte effektiv in die Unternehmenssteuerung zu integrieren, sind ambitionierte, wissenschaftsbasierte und zukunftsorientierte Accountingstandards notwendig.

IPPC-Bericht: Finanzströme dringend umlenken für das 1,5 Grad-Ziel

IPPC-Bericht: Finanzströme dringend umlenken für das 1,5 Grad-Ziel

Mit seinem dritten Abschnitt des IPCC Reports zeigt der Weltklimarat auf, wo der Wandel stattfinden muss, um das 1,5 Grad-Ziel zu erreichen. Ein wichtiger Hebel: Unsere Finanzen. Noch immer fließen erheblich mehr Mittel in fossile Energieträger und klimaschädliche Investitionen als in den Klimaschutz – allen Anstrengungen der letzten Jahre zum Trotz.

EU-Taxonomie: Greenwashing mit weitreichenden Folgen

EU-Taxonomie: Greenwashing mit weitreichenden Folgen

Seit Monaten haben wir die Entscheidung der EU-Kommission erwartet, ob fossiles Gas und Atomenergie in die EU-Taxonomie aufgenommen wird. Vielfach wurde kritisiert, dass eine Klassifizierung von konventionellen, fossilen und risikobehafteten Technologien institutionelles Greenwashing darstellt. Greenwashing, so wurde regelmäßig betont, würde die Glaubwürdigkeit der EU-Taxonomie erheblich beeinträchtigen und den European Green Deal vor erhebliche Probleme stellen. Auch der NABU hat dies in den vergangenen Monaten immer wieder hervorgehoben.

Am Silvesterabend, den 31.12.2021 gegen Mitternacht, hat die EU-Kommission nun Fakten geschaffen. Sie schlägt vor, dass Gas und Atomenergie befristet Eingang in die EU-Taxonomie finden sollen. Das wertet der NABU als folgenschwere Fehlentscheidung.

EU-Taxonomie: Es droht institutionelles Greenwashing

EU-Taxonomie: Es droht institutionelles Greenwashing

Mit der Taxonomie hat sich die EU die Gestaltung eines zentralen Instruments für den Green Deal vorgenommen. Auf wissenschaftlicher Basis soll die Taxonomie Nachhaltigkeitsstandards für Finanzanlagen setzen. Einher geht die Nachhaltigkeitseinstufung mit einer ambitionierten Unternehmensberichterstattung, die Umwelt- und Klimafolgen von Wirtschaftsaktivitäten dokumentiert.

Auf nachhaltigen Finanzkriterien lastet ein hoher Lobbydruck

Auf nachhaltigen Finanzkriterien lastet ein hoher Lobbydruck

Die Einstufung von Gasverstromung und Atomenergie als nachhaltig würde der EU-Taxonomie die Glaubwürdigkeit nehmen

Der sechste Bericht des Weltklimarates zeigt erneut auf, wie zentral die Senkung von Treibhausgasemissionen ist, um das 1,5 Grad-Ziel zu erreichen. Doch schon im ersten Halbjahr 2021  sind die Emissionen wieder höher als im letzten Jahr. Insbesondere die Energiewirtschaft und verarbeitende Industrie, aber auch die Sektoren Verkehr und Gebäude emittieren mehr Treibhausgase als für sie als Ziel ausgegeben wurde. Um auf den 1,5 Grad-Pfad zu gelangen, sind daher hohe Investitionen notwendig, die den Umstieg auf erneuerbare Energieträger, nachhaltige Mobilität und eine emissionsfreie Produktion ermöglichen. Bei diesen Investitionen muss die kommende Bundesregierung ansetzen.