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Mehr Tempo beim Bauen – aber zu welchem Preis?

Mehr Tempo beim Bauen – aber zu welchem Preis?

Die Bundesregierung will das Baugesetzbuch modernisieren. Diese Absicht greift eine der zentralen Fragen unserer Zeit auf: Wie wollen wir künftig in unseren Städten und Gemeinden leben? Bis zum 29. April 2026 lief die Verbändebeteiligung, bei der sich der NABU mit einer umfangreichen Stellungnahme eingebracht hat. Der Kabinettsbeschluss soll voraussichtlich Ende Mai gefasst werden.

Die Novelle verspricht schnellere Verfahren, mehr Wohnungsbau, weniger Bürokratie und mehr Klimaanpassung. Aus Sicht einer nachhaltigen Stadtentwicklung bleibt der Entwurf jedoch weit hinter dem zurück, was angesichts der Krisen unserer Zeit notwendig wäre. Dabei setzt die Bundesregierung ihren bereits mit dem sogenannten „Bau-Turbo“ eingeschlagenen Kurs konsequent fort: Planungsbeschleunigung und Deregulierung werden erneut zur zentralen Antwort auf komplexe wohnungs- und stadtentwicklungspolitische Probleme erklärt. Zudem scheinen Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Instrumenten unvorhersehbar.

Infrastruktur-Zukunftsgesetz und Naturflächenbedarfsgesetz – worum geht‘s?

Infrastruktur-Zukunftsgesetz und Naturflächenbedarfsgesetz – worum geht‘s?

Bürokratieabbau und Planungsbeschleunigung sind die aktuellen Zauberformeln der Politik. Ob der Bau von Wohngebäuden, Fabriken oder Stromleitungen – Deutschland ist zu langsam. Die Bundesregierung will das bei der Verkehrsinfrastruktur ändern. Aber was steht drin im neuen Infrastruktur-Zukunftsgesetz?

Mitmachen beim Wettbewerb „BodenWertSchätzen“ – und bis zu 5.000 Euro gewinnen

Die Bundesregierung hat sich vorgenommen bis zum Jahr 2020 nur noch 30 Hektar pro Jahr neu in Anspruch zu nehmen. Dafür hat sie nur noch fünf Jahre Zeit – ambitioniert, wenn man bedenkt, dass es aktuell noch immer gut 70 Hektar im Jahr verbraucht werden. Das entspricht umgerechnet 100 Fußballfelder pro TAG! Würde das 30-Hektar-Ziel schon heute gelten, hätten Anfang Juni bereits die Bagger in Deutschland still stehen müssen.

Green World © Ella Sarkisyan - Fotolia

„BodenWertSchätzen“ – Gruppen können sich noch bis 31.7.2015 bewerben und bis zu 5.000 Euro gewinnen. Foto: Green World © Ella Sarkisyan – Fotolia

Weltweit sieht es auch nicht besser aus. Statt den Boden und damit unsere Lebensgrundlage zu schützen, gehen weltweit jährlich rund 24 Milliarden Tonnen fruchtbaren Bodens verloren. Bodenschutz lässt sich darum nicht mehr länger vertagen.