Büsumer Meeresleuchten

Am gestrigen Abend wurde bei schlechten Wetterbedingungen in Büsum ein Feuerwerk wie geplant abgefeuert. 15 Minuten lang erhellten die Knaller den Himmel über dem Büsumer Hauptstrand. Auch von Trischen aus konnte das „Spektakel“ beobachtet werden. Glücklicherweise hielten sich wegen starkem Westwind und Regen die befürchteten Störungen, zumindest auf Trischen, in Grenzen. Etliche Seehunde mit ihren Jungen und knapp 3.500 Brandgänse, die im Moment auf der Insel rasten und bald mit der Mauser beginnen, wurden zum Glück nicht durch das Donnern und Aufblitzen erschreckt.

Auch, wenn es auf Trischen keine Auswirkungen auf die Tiere hatte,  muss sich die Frage gestellt werden, ob ein groß angelegtes Feuerwerk zur Brutzeit und eine für Seehunde besonders sensible Zeit, mit dem Nationalparkgedanken zu vereinen ist.

Scheinbar stehen Feuerwerke  auf dem Wasser für die Büsumer Tourismus-Abteilung nicht im Widerspruch zu den Ansprüchen, die der Nationalpark an seine Anwohner stellt.  Schließlich sind diese ja Partner des Nationalparks und damit dem Weltnaturerbe ganz  besonders stark verbunden. Bereits in drei Wochen, am 23. Juli, findet im Rahmen der Kutterregatta erneut ein Feuerwerk statt.

Das Feuerwerk war auch auf Trischen zu sehen

Das Feuerwerk war auch auf Trischen zu sehen

Austernfischer in der Südost-Bucht

Immer mehr Küken sind nun groß genug um in der Südost-Bucht auf Erkundungstour zu gehen. So auch dieses kleine Austernfischerküken (Haematopus ostralegus). Seit einigen Tagen kann ich die kleine Familie (sie besteht eigentlich aus drei Küken und den beiden Eltern) von meinem Hüttenfenster aus beobachten.

Heftiges Gewitter in Dithmarschen und Cuxhaven

In der Nacht zu heute tobte in Dithmarschen und Cuxhaven ein heftiges Gewitter. Von meiner Hütte aus konnte ich das Naturschauspiel beobachten und einige Blitze sogar fotografieren. Das Gewitter an sich hat mich und die Insel zum Glück verschont. Bisher wurde ich von sämtlichen Unwettern und Gewittern, die ja im Momemt in Deutschland z.T. große Verwüstungen verusacht haben, verschont geblieben. So soll es auch bleiben!

Beerdigung zweier Heuler am Dünenübergang

Direkt am Strand vor dem Dünenübergang sind zwei Heuler gestorben. Da diese Stelle eigentlich mein „Badestrand“ ist, habe ich beschlossen die beiden Heuler in der Nähe der Düne zu beerdigen. So kann ich den Strandabschnitt auch weiterhin ohne Bedenken (evtl. Hygienische Probleme, die durch das Verwesen der beiden Kadaver in der Sommersonne entstehen könnten) nutzen. Ein am Strand gefundener Holzklotz dient nun als Grabstein für die beiden Heuler.

My Ocean Sampling Day

Bei bestem Wetter konnte auch auf Trischen die Wasserprobe für den My Ocean Sampling Day genommen werden.

Am 21.6. werden von Wissenschaftlern weltweit Wasserproben im Rahmen des Ocean Sampling Days genommen. Bei dem My Ocean Sampling Day handelt es sich um ein sog. „Citizen Science Projekt“:  intessierte Nicht-Wissenschaftler werden in ein wissenschaftliches Projekt (hier dem Ocean Sampling Day) mit einbezogen. Initiiert wurde dieses Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das zusammen mit der Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) das „Wissenschaftsjahr 2016*17“ ausrichtet.

Für die Probenahme wurde mir ein kleines Päckchen mit den nötigen Utensilien (Spritzen, Filter, usw.) geschickt. Die Wasserprobe wurde durch einen Filter gepresst, welcher mit anschließend mit einer Fixierlösung fixiert und danach kalt gestellt wurde. In diesem Filter sind alle Mikroorganismen und Schwebstoffe, die sich in der Wasserprobe befanden festgehalten. Ich schicke diese Filter mit der nächsten Versorgungsfahrt zurück nach Brenen, denn dort werden Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen des Max-Plack-Instituts für Marine Mikrobiologie diese Filter im Labor weiter untersuchen. Die Ergebnisse werden danach in einer großen Datenbank für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung stehen.