Eine Insel mit dem Namen „Zuhause“

Liebe LeserInnen, Sie vermuten schon richtig: Ich bin immer noch zuhause in Mildstedt und noch nicht auf Trischen.

Nach den anfänglichen Problemen mit der Schleuse, führen in der Zwischenzeit die Einschränkungen durch den Coronavirus zu einer erneuten Verzögerung. Der Hafenbetrieb ist vorerst bis Ende April eingestellt.

Das bedeutet, dass das Versorgungsschiff „Luise“ nicht ausfahren kann und ich entsprechend nicht nach Trischen komme.

Zur Zeit ist noch nicht ganz klar, wie die Trischensaison in diesem Jahr aussehen wird. Der NABU, die Nationalparkverwaltung und einige ehemalige TrischenwartInnen stehen dazu in engem Austausch. Wir werden hoffentlich in den kommenden Tagen zu einer sinnvollen Entscheidung und einem guten Ergebnis kommen. Denn ein Aufenthalt auf Trischen ist eben maßgeblich von einer zuverlässigen Versorgung vom Festland abhängig.

Und so bleibe auch ich vorerst auf der kleinen Insel mit dem Namen „Zuhause“.

Diesmal bleibe ich lieber zurückhaltend mit meinen Voraussagen von welcher Insel aus ich das nächste Mal schreiben werde. Ich halte Sie aber wie gewohnt auf dem Laufenden und wünsche Ihnen bis dahin wunderbare Frühlingstage und natürlich gute Gesundheit!

Ein paar Tage…

…wird sich die Überfahrt nach Trischen wohl noch verzögern.

Die letzten Tage vor der Überfahrt sind wohl für alle Vogelwarte und Vogelwartinnen äußerst spannend. Wann ist es soweit? Schon Morgen? Oder doch erst später?

Meistens erfolgt die Überfahrt einige Tage nach dem offiziellen Beginn am 15. März. Schließlich muss alles passen: wenig Wind, günstige Tidezeiten, Schleusenbetrieb, Einsatzbereitschaft der „Luise“ usw. Auch ich sitze gespannt auf gepackten Taschen und muss mich wohl noch etwas gedulden. Diesmal ist der Grund, dass die Schleuse in Meldorf noch nicht einsatzbereit ist.

Die Versorgungsfahrten hat Axel Rohwedder bisher immer von Friedrichskoog aus erledigt. Der Hafen dort wird jedoch seit 2015 nicht mehr ausgebaggert, so dass er mittlerweile stark versandet ist. So kam Axel im letzten Jahr oft nicht mehr gut aus dem Hafen raus bzw. rein. Daher wird die Trischenversorgung ab diesem Jahr komplett vom Meldorfer Hafen aus passieren, wo die „Luise“ schon abfahrtbereit im Wasser liegt.

Und so kann ich noch einige Tage die Meisen, Stare und Feldsperlinge in meinem Garten beim beziehen der Nistkästen beobachten und mich weiter auf die bevorstehende Zeit auf Trischen freuen.

Das nächste Mal, und hoffentlich sehr bald, melde ich mich dann aus der Hütte…

Es kann losgehen

Tschüss, Trischen! – Saisonabschluss 2019

Lieber Leserinnen und Leser dieses NABU-blogs,

gestern war der 15. Oktober und damit der letzte Tag der Saison. Bei unglaublich schönem Wetter und guten Wasserständen fuhr ich gemeinsam mit Axel und Lukas, der mir sowohl beim Hin- als auch beim Rückumzug half, zurück ans Festland.

Während wir die letzte Fuhre mit dem Handkarren zum Boot zogen, packte mich doch ganz schön die Wehmut, denn es gehen sieben unglaublich schöne und ereignisreiche Monate zu Ende.

Trischen hat sich von all ihren schönen Seiten gezeigt, mir wunderbare Momente beschert, und Begegnungen mit Vögeln ermöglicht, wie es sie andernorts wohl so nicht gegeben hätte.

Auf dem weiteren Weg nach Hause konnte ich das Fernglas noch nicht ganz beiseite legen. Eine Sturmmöwe, die ebenfalls Elbfähre fuhr, begleitete mich und an der Wurster Küste wurde ich von tausenden von Weißwangengänsen begrüßt. Denn natürlich bin ich der Gewohnheit halber, bei Ankunft erstmal direkt über den Deich. Apropos der Gewohnheit halber: Um 19 Uhr am Festland wollte ich doch tatsächlich, wie jeden Tag in den letzten sieben Monaten, Wetterdaten und Schiffszahlen aufschreiben. Ich glaube ein bisschen wird die Eingewöhnung noch dauern:)

Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich virtuell mit Hilfe dieses blogs während meiner Zeit auf Trischen begleitet haben und mitfieberten, wenn die Seeadler kamen, bei „Land unter die Insel im Meer versank, oder eine sich leicht verflogene Schwalbenmöwe vor der Hütte dümpelte.

Die Einträge im Gästebuch haben mich sehr gefreut und waren motivierend um mit der Berichterstattung immer am Ball zu bleiben. Es war mir eine Freude, dankeschön!

Ich hoffe alle Leserinnen und Leser bleiben Trischen erhalten und werden, wenn Mitte März 2020 die nächste Saison startet, wieder hier auf dieser Seite mit von der Partie sein! Ich werde es auf jeden Fall! Dann allerdings selbst als Leserin.

Alles Gute,

 

Ihre und Eure Anne

 

 

Sommer, Winter, Herbst Frühling, Goldhähnchen Jahreszeitenpotpurri

Im Frühling berichtete ich vom Wintergoldhähnchen, im Herbst nun vom Sommergoldhähnchen. Das klingt erst einmal nach jahreszeitlichem Durcheinander.

Die letzten Tage

Die letzte Woche der Trischensaison 2019 hat bereits begonnen! Wie in den Vorjahren ist die Überfahrt für den 15. Oktober geplant, vorausgesetzt Wind und Wasser spielen mit.