Herbstgruß vom Festland

Auch auf dem Festland scheint es Herbst zu werden. Darauf deutet jedenfalls ein letzter Strandfund hin: Eine reife Kastanie lag im Spülsaum.

Bunter Herbst

„Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder.“ Diese zwei Liedzeilen gelten nicht nur für das Festland, sondern im übertragenem Sinn auch für Trischen. Zwar gibt es hier weder Wälder noch Felder, doch auch die hiesigen Pflanzen wechseln im Herbst ihre Farbe.

Am bekanntesten ist sicherlich der Queller (Salicornia), der die untere Salzwiese in leuchtendem Rot erstrahlen lässt. Er ist der wichtigste Bestandteil des „indian summers“ im Wattenmeer. Das Rotwerden ist beim Queller ebenso wie bei einigen Bäumen ein Zeichen des Absterbens. Während bei den Bäumen nur die Blätter absterben und für den Winter abgeworfen werden, stirbt beim Queller die ganze Pflanze. Einen Sommer vom Keimen bis zur Samenbildung, länger hält es ein Queller an diesem Extremstandort nicht durch. Er wird ja auch täglich zweimal (bei Hochwasser) von Salzwasser umspült.

Neben dem Queller werden noch andere Pflanzen im Herbst rot, z. B. die ebenfalls sukkulente Strandsode, die meist zwischen Queller steht, und die meisten Melden. Bei den Melden bilden insbesondere die roten Stengel einen Kontrast zum noch grünen oder schon gelben Gras.

Rot werden nicht nur Blätter und Stengel. Der bittersüße Nachtschatten lockt nun mit seinen leuchtenden Früchten. Als Mensch sollte man sie jedoch meiden… Eine nahe Verwandte mit ebenfalls roten, aber essbaren Früchten habe ich auch zufällig in der Düne gefunden: Ein kleines Tomatenpflänzchen, dass aber leider keine Früchte trug. Wie das hierher gekommen ist? Vielleicht hat ein Vogel hier ein paar Samen fallen lassen…

Während die meisten Pflanzen schon in den letzten Zügen sind, Früchte bilden und absterben, blühen ein paar jetzt erst richtig auf. Das beste Beispiel ist die Strandaster (Aster tripolium), die aster-typisch erst im Spätsommer und Herbst mit ihren blau-violetten Blüten und kurz danach mit weißen Frucht-Puscheln die untere Salzwiese prägt. Auch der Strand-Beifuss (Artemisia maritima) blüht noch unscheinbar in den letzten Zügen.

Herbstzeit ist auch Pilzzeit und ja, auch auf einer Insel gibt es Pilze, vor allem in den Dünen. Hier zwei Beispiele.

„Meer“-Kohl

Pünktlich zum Kohlanschnitt auf dem dithmarscher Festland sind nun auch im Spülsaum die Kohlwochen angebrochen: Sowohl Anzahl als auch Diversität nehmen zu. Heute gab es gleich frischen Blumenkohl und Brokkoli.

Land unter mal richtig

Mit Sturmtief „Sebastian“ ist gestern der erste ausgewachsene Herbststurm mit Sturmflut über die Nordsee gezogen. Natürlich hat er auch Trischen erwischt. Hier nun ein kleiner Bericht.

Erste Herbststürmchen

Das Wetter der letzten Tage machte unmissverständlich deutlich: Der Herbst steht vor der Tür. So gab es den ersten kleinen Herbststurm mit ordentlich Wind und Brandung, ergiebigem Regen