Rastvögel Beiträge

30. April: Kranich, Fischadler und Kolkrabe

Der starke Südost-Wind brachte nach der Kälte der vergangenen Tage gefühlt sommerliche Temperaturen und auch zwei Insel-Seltenheiten: Ein Kolkrabe und ein Kranich.

28. April: Seeregenpfeifer und Co.

Mit dem besseren Wetter scheint auch der Watvogelzug wieder etwas mehr in Schwung zu kommen. So lief mir heute der erste Seeregenpfeifer der Saison für Trischen vor die Linse und war so nett, in Photographierdistanz zu rasten. Weiterhin konnte ich kleine Saison-„Rekorde“ verzeichnen: 38 Kiebitzregenpfeifer und vier Dunkle Wasserläufer waren jeweils das Maximum, das ich bislang rastend feststellen konnte. Eine ganz andere Größenordnung stellen dagegen Sanderlinge und Alpenstrandläufer dar: 2.140 Sanderlinge und ca. 4.000 Alpenstrandläufer haben heute auf der Insel gerastet. Die rund 1.000 Großen Brachvögel vom Beginn der Saison sind dagegen größtenteils weitergezogen. Ebenso die Spießenten, von denen noch 1 Paar und ein Männchen anwesend sind. Weiterhin gab’s vereinzelte Knutts (schon hübsch rostrot im Prachtkleid), Regenbrachvögel, Grünschenkel und Steinwälzer. Gestern zogen auch wieder zwei Seeadler über die Insel.

18. April: Erster Nachwuchs

Der Nordostwind hat auch Trischen kalt erwischt, so zeigte das Thermometer heute früh nur 4°C. Trotzdem habe ich heute den ersten Inselnachwuchs der Saison erblickt: Gestern habe ich noch ein BIld eines Graugansnestes gezeigt. Heute ist bereits die erste Familie mit mindestens vier Gösseln in der Düne unterwegs gewesen. Bevor ich meine Kamera soweit hatte, sind sie aber leider schon wieder in der Vegetation verschwunden.

Weiterhin neu auf der Saisonartenliste: Höckerschwan, von denen ein Paar und ein kleiner Trupp von vier Vögeln kurz auf der Insel rastete und dann weiter zum Festland zog, sowie zwei Grünschenkel, eine Nebelkrähe und zwei Küstenseeschwalben.

14. April: Sturm und neue Vögel

Der April macht seinem Namen weiterhin alle Ehre: Ein starker Wind peitscht Regen- und Hagelschauer übers Meer und das Hochwasser wieder einmal, wie an fast jedem der letzten Tage, auf 50 cm über normal. Immerhin schien zwischen den kurzen Schauer ausgiebig die Sonne. Der Wind und das hohe Hochwasser haben aber auch was Gutes: Da bei diesen Wasserständen auch die Außensände überflutet sein dürften, tummeln sich gerade ca. 7.500 Alpenstrandläufer und 1.200 Sanderlinge auf der Insel.

Weiterhin gab’s ein paar neue Arten für die Saison: Brand- und Flussseeschwalbe sowie endlich auch die erste Zwergmöwe. Der Schwarzbrauenalbatross, der seit ein paar Jahren jedes Jahr Helgoland besucht (vermutlich ist es immer der gleiche), soll sich auch wieder in der Nordsee rumtreiben. Ich konnte ihn, trotz längerem seawatching, nicht entdecken.

Gestern haben sich trotz, oder gerade wegen des Wetters jeweils der erste Fitis (er sang kurz und leise), die erste Mönchsgrasmücke und die erste Misteldrossel der Saison gezeigt. Als sich nachmittags der Wind etwas gelegt hatte, zogen etliche Trupps Großer Brachvögel laut trillernd und sehr hoch Richtung Osten. 323 Vögel konnten schnell genug entdeckt und gezählt werden.

Wintergäste Teil 2

Plötzlich sind alle Wiesenpieper und Feldlerchen in heller Aufregung und fliegen laut warnend, wild durch die Luft: Untrügliches Zeichen, dass mal wieder ein „Singvogelschreck“ unterwegs ist. Und man muss auch nicht lange suchen, da sieht man einen kleinen braunen Pfeil über die Salzwiese schießen.