Seeadler Beiträge

[Totfunde] Ein Erstnachweis und das etwas andere „Lockgebüsch“

Nach meinem letzten, eher persönlichen Einblick wird es heute wieder etwas fachlicher. Wie bereits angekündigt, möchte ich mich in diesem Beitrag mit dem beschäftigen, was neben Müll und Plastik sonst noch hier auf Trischen angeschwemmt wird.

Doch bevor wir zum „Angeschwemmten“ kommen, blicken wir erst einmal auf etwas „Angeflogenes“, das mich ziemlich unvorbereitet traf.

Der Erstnachweis

Schon direkt bei meiner Ankunft auf Trischen entdeckte ich unter der Hütte etwas, bei dem ich zweimal hinsehen musste, bevor ich meinen Augen trauen konnte: eine tote Schleiereule.

Schleiereulen, die in Europa vor allem als Kulturfolger auftreten und offene Agrarlandschaften bewohnen, kenne ich aus meinem Heimatdorf sehr gut. Ihr charakteristisches, schrilles Kreischen hat mich (nicht nur) aus Faszination schon so manche Nacht wachgehalten. Sie nun leblos und still hier auf Trischen aufzufinden, verwunderte mich nicht nur aus fachlicher Perspektive, sondern ließ mich auch persönlich nicht ganz unberührt.

Meine Verwunderung bestätigte sich nach einer kurzen Recherche in den Berichten meiner VorgängerInnen: Es handelt sich hierbei tatsächlich um einen Erstnachweis dieser Art für die Insel.

Wie die Eule hier mitten im Wattenmeer landete, bleibt Spekulation. Vielleicht wurde sie durch starke Winde verdriftet. Dass sie im Zuge der im Herbst typischen Wanderungen der Jungvögel hierhergelangt ist und den Winter überlebt hat, halte ich für unwahrscheinlich. Eines ist jedoch sicher: Auf der Insel hatte sie kaum Überlebenschancen. Ihre typische Nahrung in Form von Kleinsäugern, insbesondere kleinen Nagetieren, fehlt hier völlig. Das Tier ist vermutlich entkräftet verhungert – ein trauriger und zugleich überaus spannender Fund.

 

Das „Lockgebüsch“ der anderen Art

Ebenfalls in meiner ersten Woche fand ich im Spülsaum einen toten Schweinswal. Anstatt ihn der nächsten Flut zu überlassen, entschied ich mich dafür, den Wal noch als „Köder“ für all die aasfressenden Bewohner Trischens zu verwenden: Ich schleppte den Kadaver also an eine etwas erhöhte Stelle am Strand und installierte eine Wildkamera davor.

01.04.2026 09:02/01.04.2026 17:49/07.04.2026 06:25

Wildkameras sind in der modernen Forschung an vielen Stellen mittlerweile unverzichtbar. Sie sind eine wunderbare Methode „geringer Invasivität“: Man erhält intime Einblicke in das Verhalten von Tieren, ohne sie durch Anwesenheit zu stören oder gar zu verscheuchen. Solche Kameras sind inzwischen auch relativ erschwinglich, sodass sie auch im privaten Bereich – etwa auf dem Balkon oder im Garten – faszinierende Beobachtungen ermöglichen.

Schon bei meinem nächsten Kontrollgang, bei dem ich die Speicherkarte wechseln wollte, war der Kadaver verschwunden. Hatte ich ihn doch nicht flutsicher genug platziert? Ein langes Spekulieren ersparte ich mir, denn die Kamera lieferte die Antwort: Ein Seeadler hatte den – nach einer Woche bereits deutlich mitgenommenen – Delfinartigen kurzerfang weggeschleppt. Die genaue Auswertung der über 3.000 Bilder hebe ich mir für trübe Bürotage auf. Besonders interessiert mich, neben den verschiedenen Arten, die sich am Kadaver bedienten, auch, ob ich vielleicht beringte Vögel ablesen kann.

Die „Entführung“ (09.04.2026 09:02)

 

Weitere Funde

Des Weiteren gibt es hier noch eine kleine Auswahl an Totfunden, die ich bisher am Strand entdecken konnte. All diese Arten konnte ich – dem Umstand geschuldet, dass sie leblos herumlagen – zum ersten Mal aus direkter Nähe betrachten.

Die Seehunde, die wohl zu unseren bekanntesten Meeressäugern gehören, sehe ich sonst meistens nur in der Ferne, wie sie auf den Sandbänken die Sonne auf den Bauch scheinen lassen oder ab und zu ihre Köpfe aus dem Wasser strecken. An einem dieser Seehunde – der sich die Sonne schon deutlich länger aufs Gerippe scheinen lässt – komme ich nun einmal wöchentlich vorbei, wenn ich zur Südspitze der Insel laufe, um meinen Proviant für die Woche abzuholen.

Ebenfalls angespült wurden gleich zwei „Kleingefleckte Katzenhaie“. Man findet hier zwar oft ihre charakteristischen Eikapseln im Spülsaum, doch die ausgewachsenen Tiere mit ihrer wunderschönen Punktierung habe ich zuvor noch nie gesehen. Ein weiterer Fund war eine Trauerente, diese Art habe ich bisher vor allem beim „Seawatching“ in Trupps in kilometerweiter Entfernung als dunkle Punkte vorbeiziehen sehen. Zuletzt entdeckte ich noch eine Trottellumme – auch diese Art habe ich bisher nur aus der Ferne gesehen, zum Beispiel auf Helgoland, wo die Art an den Felsen brütet.

 

Terminhinweise

Zum Schluss möchte ich noch auf zwei Termine hinweisen, die mir besonders am Herzen liegen:

1. Mai: Tag der Arbeit

Gerade in Zeiten, in denen die Errungenschaften der ArbeiterInnenbewegung zunehmend unter Beschuss stehen, ist es wichtig, sich zu organisieren und diese Errungenschaften zu verteidigen. Da ich hier draußen die Stellung halten muss und mich nicht selbst an den Demonstrationen beteiligen kann, hoffe ich auf euch: Vielleicht können diejenigen, die es bisher noch nicht getan haben, an meiner statt auf die Straße gehen. Selbst auf das Hissen einer roten Fahne muss ich dieses Jahr verzichten – so sehr ich es gerne täte, die Gefahr, dass sie als offizielles Seezeichen missverstanden wird, ist mir doch zu groß.

2. Mai: Birdrace des DDA

Direkt im Anschluss folgt der für „Birder“ wohl wichtigste Tag im Jahr: Das Birdrace des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten.

Auch wenn ich dieses Jahr zumindest physisch nicht gemeinsam mit meinem Team, den „Rothausschwänzen“, durch die Gegend ziehen kann, werde ich hier auf Trischen alles geben. Ich bin extrem gespannt, welche Arten mir vors Spektiv fliegen, und werde euch im Nachgang natürlich davon berichten. Im Gegensatz zum oft recht sportlichen Programm in Südbaden freue ich mich dieses Jahr auf ein etwas entspannteres, beinschonendes „Rennen“ direkt von der Hütte aus.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen kämpferischen 1. Mai und „Gut Glas“ fürs diesjährige Birdrace! 

Trischen, den 29.04.2026

Die Vogelgrippe auf Trischen

Moin, liebe Blog-Leser:innen,

seit meiner Ankunft achte ich bei meinen Touren über Strand, Düne und Salzwiese auf alles was so herumliegt: interessante Fundstücke an Müll, Bernstein, ein altes 5 Mark Stück oder Quitscheentchen. Irgendetwas Neues findet sich meistens. Was ich vor allem viel finde, sind verendete Vögel. Mein Vorgänger Till hat hier bereits über die Endlichkeit auf der Insel geschrieben (LINK). Wenn ich einen Kadaver sehe, dokumentiere ich die Art, Details wie Alter und Geschlecht, den Fundort und das Datum. Dann markiere ich den Vogel mit einem bunten Plastikfaden, um ihn beim nächsten Mal nicht doppelt zu erfassen, ein Trick den mir meine Vorgängerin Melanie gegeben hat. Im ersten Monat ist schon einiges zusammengekommen, insgesamt habe ich 180 Totvögel aus 21 Arten gefunden. In den letzten Jahren waren es zwischen 12 und 63 Totvögel, die Zahlen sind also sehr hoch. Einige dieser Vögel sind Rupfungen, vor allem durch Wanderfalke und Seeadler geschlagen. Darunter sind viele Waldschnepfen, Eiderenten, Alpenstrandläufer und ein Merlin. Die Natur nimmt ihren üblichen Lauf.

Einen großen Teil der toten Vögel muss ich aber leider der Vogelgrippe zuordnen, diese erklärt auch die hohe Zahl der gestorbenen Individuen im Vergleich zu den Vorjahren. Die Vogelgrippe ist in der Vergangenheit überwiegend im Winter aufgetreten, seit 2020 kann sich H5N1 jedoch auch über den Sommer halten, eine bedrohliche Situation. Vor allem Kolonien von ohnehin schon gefährdeten Seevogelarten waren hiervon jüngst betroffen. Auch auf Trischen ist die Vogelgrippe nichts Neues, Till hatte hier viele betroffene Brandseeschwalben gefunden, daneben auch Basstölpel und Eiderenten (LINK). Zu einem Ausbruch unter den hier brütenden Arten kam es nur bedingt, junge Löffler und Silber- und Heringsmöwen waren betroffen, aus 2023 gab es keine eindeutigen Nachweise.

Allein 95 meiner gefundenen Kadaver sind Alpenstrandläufer, eine ungewöhnlich hohe Zahl. Die Vogelgrippe beim Alpenstrandläufer ist gut untersucht. Diese Art steckt sich leider sehr schnell mit dem Virus an. Etwa drei bis fünf Tage nach der Infektion stirbt der Vogel, in der Zwischenzeit kann er seine Artgenossen anstecken. Zur Zeit rasten tausende Alpenstrandläufer um und auf Trischen, die Vogelgrippe verkleinert die Zahl. Zudem sind viele Eiderenten unter meinen Funden, eine Art bei der der Ausbruch der Aviären Influenza, wie die Vogelgrippe auch genannt wird, ebenfalls gut belegt ist. Ich wünsche mir sehr, dass es in diesem Jahr bei den Wintergästen und Rastvögeln im Frühjahr bleibt, dass die Brutvögel hier nicht oder wenigstens wenig betroffen sein werden. Ausbrüche solcher Viren zeigen, wie angreifbar ein Ökosystem sein kann und wie wichtig es deshalb auch ist, Gebiete, Arten und Individuuen zu schützen und die Gefährdungsursachen so gut es geht zu minimieren.

Wo viel Leben ist, wird auch viel gestorben, die Totfunde gehören zum Leben als Vogelwart. Aber genug der traurigen Themen. Die Insel wird auch immer lebendiger. Die ersten Seeschwalben treffen langsam ein, immer mal huscht eine Rauchschwalbe über die Insel, die ersten Pflanzen blühen und ich habe schon viele Gelege von Graugänsen und Stockenten entdeckt. In den nächsten Tagen wird es voller hier auf der Insel, die Gelege werden schlagartig zunehmen, es wird mehr und mehr blühen, die Insel wird grüner. Toll, das miterleben zu dürfen!

Ich wünsche euch allen einen schönen, lebendigen Frühling,

Jakob

Alle Jahre wieder

Liebe LeserInnen,

wir alle kennen diese Tage oder Wochenenden, an denen wir immer das Gleiche vorhaben. Alle Jahre wieder, feiern wir unsere kleineren und größeren Traditionen an festgelegten Tagen. Mit der Familie oder mit Freunden gehen wir wandern, feiern, machen Musik oder treffen uns zu einem gemütlichen Abendessen. Am ersten Wochenende im Mai kommen jedes Jahr deutschlandweit Menschen zu so einer Tradition zusammen. Sie wollen an einem Tag so viele Vogelarten wie möglich entdecken: das Birdrace.

Auch freue mich jedes Jahr auf diesen Tag, an dem ich mit Freunden von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang auf dem Fahrrad durch Nordfriesland fahre. Der Tag beginnt damit, bei geöffnetem Küchenfenster nach draußen zu lauschen während auf dem Herd der Kaffee brodelt. Und meistens endet er damit, in der späten Dämmerung, nach einem gemeinsamen Essen und Bierchen unglaublich müde aber glücklich nach Hause zu radeln und ins Bett zu fallen.

In diesem Jahr läuft Alles etwas anders ab. Zum einen durften wir nur zwischen 5 und 22 Uhr racen, damit die Menschen mit Ausgangssperren keine Nachteile erfahren und man kann sich zu virtuellen Teams zusammenfinden um auch in Coronazeiten in Teams ungebremst den Vögeln „nachjagen“ zu können. 2582 Menschen waren gestern in 943 Teams dabei.

 

Und was war das für ein genialer Tag!

Nach den schweren Sturmtagen und kalten Wintertemperaturen der letzten Woche, war gestern der erste windstille Morgen mit milden Temperaturen und Sonne. Nur am Abend kam der Regen. Und los ging es dann auch mit gutem Kleinvogelzug und ein paar tollen Überraschungen. Insgesamt habe ich 52 Vogelarten gesehen, wovon 17 Singvögel waren. Morgens sang ein Fitis vom Hüttengeländer und das Sommergoldhähnchen kam so nahe, dass es fast auf meinem Schoß gelandet wäre.

Steinschmätzer, Ring- und Singdrossel, Garten- und Dorngrasmücke, Rotkehlchen und Zaunkönig hielten sich rund um die Hütte auf. Nachmittags ein weiteres Highlight: Ein Kranich flog über die Südspitze der Insel, drehte dann nach Westen ab und kam schön nahe der Hütte vorbei, verfolgt von Brandgänsen die den Kranich offensichtlich unheimlich fanden. Später dann doch noch ein Paar Spießenten und am Abend gleich drei Seeadler auf einmal. Die Gesamtartenliste finden Sie hier.

 

Ein Tag voller Überraschungen – das ist für mich Birdrace. Und manche Arten von denen man ganz genau weiß das sie vor Ort sind, sieht man dann den ganzen Tag nicht. Gestern war das für mich der Knutt. Zigmal habe ich die Wattflächen abgesucht, aber kein Knutt weit und breit. Und wer fliegt heute Morgen an der Hütte vorbei?

Sie können es sich denken.

 

 

die Saison geht weiter

Liebe LeserInnen,

seit vorgestern weile ich wieder auf Trischen. Am Montag konnte ich gemeinsam mit meinem Mann René, der mich ein paar Tage nach Trischen begleitet, von Büsum aus übersetzen. Diesmal fährt uns Patrick, mit der „See-Eule“ des ITAW. Die Überfahrt ist wunderbar, bei sehr ruhiger See und strahlendem Sonnenschein.

Kurz vor Hochwasser, gegen 12 Uhr, legen wir an der Südspitze an und gehen zur Hütte. Nach einer kleinen Kaffeepause gehen wir gemeinsam zurück zum Anlegeplatz, die leeren Wasserkanister für die nächste Versorgungsfahrt dabei. Das Wasser ist schneller abgelaufen, als wir erwartet haben. Die „See-Eule“ sitzt schon ein klein wenig auf Grund, bewegt sich aber noch. Mit aller Kraft versuchen wir sie in tiefere Bereiche zu schieben. Ein Wettlauf gegen die Zeit, denn mit jeder Minute zieht sich das Wasser weiter zurück. Nach etwa 15 Minuten wird klar: Das wird nichts mehr, Patrick muss bis zum nächsten Hochwasser bleiben. Das bedeutet etwa 10 Stunden warten. Im Wattenmeer haben eben immer die Gezeiten das letzte Wort.

Nach einer ersten Inspektion des Strandes und der Vogelwelt, endet der Tag ganz gemütlich in der Hütte und einem nächtlichen Spaziergang zur Südspitze. Bei absolutem Vollmond ist die „See-Eule“ schließlich gegen 23:30 Uhr gut losgekommen und unerwartet spät ging der erste Tag für uns zu Ende.

Nach zwei Wochen hat sich auf Trischen einiges verändert. Die ersten Seeschwalben sind angekommen und bereichern die Geräuschkulisse der Insel. Außerdem flitzen jetzt jeden Tag Rauchschwalben flach über die Wiesen. Die Rotschenkel, Brandgänse und Möwen balzen fleißig und auch die Austernfischer stehen jetzt überall schon als Paare zusammen.

Fast täglich kommt auch der Seeadler vorbei. Seine Präsenz wird durch das Auffliegen aller Vögel angekündigt, so dass ich oft erst den Trubel höre und ihn dann erst im riesigen Vogelschwarm entdecke. Heute hatte ich das Glück, den wohl gefährlichsten Prädator der Insel gut vor die Kamera zu bekommen.

Los geht´s!

Am 4. Mai erreicht uns eine gute Nachricht. Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung meldet das der Meldorfer Hafen dem 11. Mai wieder regulär befahrbar ist. Freie Fahrt, für unseren ersten Besuch auf Trischen!

Mit 6 Windstärken war Anfang der Woche jedoch an eine Überfahrt noch nicht zu denken. Donnerstags konnte Axel dann eine erste Erkundungsfahrt unternehmen. Nach dem Herbst und Winter sind viele Sandbänke und Fahrwasser im Wattenmeer stark verändert. In jedem Frühjahr muss die Fahrtstrecke daher neu ausgelotet werden. Am Freitag früh um sechs Uhr ging es für mich dann endlich los. Zwei Monate später als geplant, saß ich nun glücklich an Bord der „Luise“ für meine erste Überfahrt.

Vier Nächte blieb ich auf Trischen. Die ehemalige Vogelwartin Julia hat mich dabei begleitet. Es gab jede Menge zu tun, und so war Julias Hilfe und Erfahrung sehr viel wert. Nach etwa zwei Stunden erreichen wir nach einer schaukeligen Überfahrt die Südspitze von Trischen. Noch ist zu viel Wasser unterm Schiff, um an Land zu gehen. Also sitzen wir zusammen bei Kaffee und einem Frühstücksbrot und warten auf die Ebbe.

wir warten auf die Ebbe

 

Nach dem Verladen des Gepäcks auf die zwei Handkarren, ziehen wir diese bis zur Hütte den Strand hinauf. Sogleich umschwirren uns die kreischenden Seeschwalben, welche erfreulich zahlreich das große Muschelfeld an der Südspitze in Beschlag genommen haben. Entlang der Dünen stehen Möwen und Austernfischer und beäugen uns. Sobald wir am Dünenübergang der Hütte in die Salzwiese gelangen, wechseln die Rufe. Hier dominieren plötzlich die tütütütü-Rufe der Rotschenkel, welche zum Teil ganz nah an der Hütte brüten.

Eine erste Inspektion der Hütte zeigt, dass diese sehr gut über den Winter gekommen ist. Es sind keine Schäden erkennbar, alles ist trocken und die Solarzellen funktioniert einwandfrei. Kurz nachdem wir die Hütte eingerichtet haben, entdecken wir schon einen Seeadler!  Von aufgeregten Möwen verfolgt, kreist er tief über den Dünen. Es scheint, als ob er auf Nahrungssuche ist. Einige Male zieht er seine Runden, bevor er sich auf leichten Schwingen wieder davon macht.

Brütende Möwen entlang der Dünen.

 

Der Seeadler kreist über den Dünen.

 

Von Möwen verfolgt!

Zum Nachmittag hin holen wir die zweite Fuhre unseres Gepäcks. Auf Trischen gibt es keinen Wasseranschluss. Also muss das Trinkwasser in Kanistern mitgebracht werden. Für die 4 Tage standen uns 70 Liter zur Verfügung. Ich hatte ja keine Ahnung, wie unglaublich schwer diese Wasserkanister sind! Um es uns ein wenig zu erleichtern haben wir zwei Kanister oberhalb des Spülsaums abgestellt, um sie am nächsten Tag zu holen. Völlig aus der Puste stellen wir die Kanister ab und zack! Da findet Julia gleich neben dem Kanister einen wunderbar großen Bernstein!

Und so geht schon bald mein erster Tag auf Trischen zu Ende. Leider ist es viel zu windig und zu kalt, um draußen den Abendhimmel zu genießen. Also sitzen wir bei heißem Tee vorm Ofen, lassen den Tag ausklingen und planen unsere Aktivitäten für die kommenden Tage.

Bernstein

 

Abendhimmel

Liebe Trischenfreunde, ich werde hier bald mehr von meinem ersten Besuch berichten. Bis dahin wünsche ich Ihnen schöne Maitage,

Anne