Strandfunde Beiträge

Warten auf das Meer

Die Gestirne stehen ungünstig und der Wind weht aus der falschen Richtung. Jedenfalls ist das gerade für mich und Axel, den Inselversorger so. Eigentlich wollte er am Samstag mit seinem Boot nach Trischen kommen, um mir Lebensmittel und Post zu bringen. Aber es soll nicht sein. Seit Samstag klingelt täglich kurz nach Hochwasser mein Telefon und Axel sagt mir, dass er nicht ablegen kann. Zu wenig Wasser unterm Kiel. Letzte Woche ein kleines „Land unter“ und diese Woche das. Aber so ist es nur mal mit der Spring- und der Nipptide. Und wenn dann zusätzlich eben auch noch der Wind das Wasser raus ins offene Meer, anstatt rein Richtung Küste drückt, dann bekomme ich erstmal keinen Besuch auf Trischen.

Muschelfriedhof

 

Die einzige Konstante im Wattenmeer ist der Wandel. Die stete Dynamik dieses besonderen Lebensraumes ist auf Trischen hautnah zu erleben. Priele verändern ihren Lauf, Strömungsverhältnisse variieren, hier wird Sediment abgetragen und dort wieder abgelagert. Besonders eindrücklich ist dieses Phänomen dort zu sehen, wo ganze Muschelfriedhöfe mit tausenden im Wattboden steckenden Schalen freigespült werden.

Rosen am Strand

Das Meer hört immer zu. Es schluckt Wut und Trauer, schenkt Hoffnung und Zuversicht. Seine Weite ist endlos, seine Kraft unbändig. Manche Menschen finden dort ihre letzte Ruhe und den ewigen Frieden.

Stößchen – Piccolöchen am Strand von Trischen

Hin und wieder landet so manches kurioses am Strand von Trischen. In der Regel ist es allerdings nicht mehr verwendbar, geschweige denn genießbar. Bei einer noch verschlossenen City Hugo Rosé -Dose wurde ich aber nun doch neugierig.

Ein Schatz aus Zeiten der Weimarer Republik

Wäre sie nicht so unglaublich korrodiert, hätte sie jetzt vermutlich einen weitaus größeren Wert als zu ihrer Zeit: Eine 10 Reichspfennig-Münze der Weimarer Republik, geprägt zu Beginn der Weltwirtschaftskrise 1929. Längst vergessen fand ich sie gestern am Strand von Trischen.