Toter Basstölpel

Heute soll es um ein ernstes Thema gehen. Bislang habe ich über Müll am Strand meist mit einem kleinen Augenzwinkern berichtet. Aus einem bestimmten Grund: Um die Aufmerksamkeit auf das Thema Müll im Meer zu lenken und zum Nachdenken anzuregen. Denn es ist ein wichtiges Thema. Das verdeutlicht wieder einmal ein Fund der letzten Tage.

Ursuppe?

Habe ich mit den neusten kuriosen Strandfunden etwa die wahren Zutaten der Ursuppe, von der man immer wieder hört, gefunden? Oder sind wem die Zutaten über Bord gegangen und muss jetzt hungern? Möhre und Zwiebel waren jedenfalls nicht mehr ganz genießbar.

Die trillern von früh bis spät

Nach den ganzen Schlechtwetterbottschaften soll es heute mal wieder um eine prägende Vogelart gehen, die in Nordfriesland auch als „Halligstorch“ bekannt ist: der Austernfischer (Haematopus ostralegus).

Apfelzeit

Nach längerer Durststrecke wird die Vitaminversorgung aus dem Meer wieder besser: ein frischer Apfel wurde angespült, womöglich ein erster von heimischem Baum? Auch ein weiterer Appel ist gestrandet, leider nicht so nahrhaft und sehr holzig: ’n Kienappel (Platt für Kiefernzapfen).

30. Juni: Dauerregen und nasse Vögel

Der letzte Tag des Juni brachte auch auf Trischen Dauerregen mit 25 l/qm in 24 Stunden. Da hat man doch Mitleid mit den Vögeln, die kein Dach über dem Kopf haben. Die Stare verkrochen sich auch wieder in den Wind- und Regenschatten der Hütte, bis ins Klo. Bis zum Abend war nicht viel los. Doch dann klopfte wortwörtlich doch noch etwas an, kam sozusagen aus wie der Regen aus dem nicht heiterem Himmel gefallen. Ein Fichtenkreuzschnabel versuchte auf dem schmalen Fensterbrett zu landen und der Vogelwart war auf einmal wieder hell wach. Denn so einen ausgesprochenen Waldvogel sieht man nicht jeden Tag auf der Insel. Dankenswerterweise setzte er sich noch einmal aufs Geländer, was ein verwackeltes Belegfoto ermöglichte, und mit einem „glipp-glipp“ verkroch sich der vollkommen durchnässte Vogel in der Kartoffelrose.