Beobachtungen Beiträge

Nachwuchs bei den Brandgänsen – endlich!

Ich hatte bereits angefangen mir Sorgen um den Brandgans-Nachwuchs zu machen. Denn bis vor wenigen Tagen hatte ich noch kein einziges Küken gesehen. In den Vorjahren zeigten sich die ersten schon Ende Juni. Vor drei Tagen fiel mir ein Stein vom Herzen, denn ich entdeckt einen Kindergarten mit 21 Brandgansküken und zwei Altvögeln.

Na, die haben sich aber gemausert!

Lange habe ich darüber nachgedacht, wie ich über die Mauser berichte, denn schließlich habe ich versprochen, den Federwechsel, zumindest den der Brandgänse, zu gegebener Zeit genauer vorzustellen. In den Vorjahren haben die Vogelwarte bereits sehr schön und ausführlich über den Vorgang der Mauser in diesem blog geschrieben. (Klick hier: Infos aus 2018; Infos aus 2017) Da wäre es ja für die liebe Leserschaft vielleicht etwas langweilig, das Gleiche nur in anderen Worten erneut präsentiert zu bekommen. Darum soll ein kleiner Schwerpunkt im Jahre 2019 auf die Bestandserfassung der Brandgänse während dieses wichtigen Abschnittes ihres Vogeljahres gelegt werden. Die Eiderenten werden auch noch kurz erwähnt und dann soll nur noch geguckt werden! Ich habe mich entschieden einen Strandspaziergang zu machen und die Federn (vor allem die der Eiderenten, aber auch der Brandgänse und die weniger anderer Vögel) auf die ich stieß, in Bildern festzuhalten. Ich habe sie so fotografiert, wie sie vom Meer auf den Strand gespült und teilweise anschließend von dort in die Düne geweht wurden. Der Strand ist voll von Federn! Und wenn man den Blick gesenkt hält, erkennt man immer wieder wie besonders Wind, Wasser und der Alltag der Vögel sie geformt haben. Außerdem ergeben sie mit anderen Strandfunden wie Muscheln, Tang, Wespe und Marienkäfer sehr schöne Bildkompositionen. Aber manchmal stehen sie auch einfach für sich allein auf weitem Sand oder in ihren besonderen Farben und Oberflächen aus nächster Nähe. Viel Spaß beim Bilder schauen!

Aber nun zunächst zu den Brandgänsen:

Seeschwalben in Trauer

Und das ist sehr erfreulich! Denn es geht nicht darum, dass es den hier brütenden Fluss-Küsten- Zwerg- und (Brand-)seeschwalben nicht gut geht. Das Gegenteil ist überraschenderweise eingetreten! Die hohen Wasserstände Anfang Juni und Anfang Juli haben ihnen weitaus weniger zugesetzt als ich zunächst annahm!

Wasserrallen-Aufregung

Immer wieder wurde in den vergangenen Jahren auf Trischen der besondere Ruf der Wasserralle vernommen. (Gerne wird er in manchen Momenten mit den Lautäußerungen von Schweinen verglichen) Die Art lebt sehr heimlich und ist nur äußerst selten zu erblicken. In einigen Jahren wurden allerdings einzelne Exemplare und sogar ein Küken auf Trischen gesehen und mit einem Brutpaar, beziehungsweise einem Brutverdacht, notiert. Dieses Jahr verhielt es sich mit der Wasserralle wie folgt:

Flügger Wanderfalkennachwuchs

„Traditionell“ brütet auf Trischen, wie auch auf wenigen anderen Inseln und Außensänden, ein Wanderfalkenpaar. Ein zweites Paar hätte keine Chance sich hier einen Nistplatz zu suchen, denn das Revier der großen Falken ist die gesamte Insel! Eindringlinge werden attackiert und vertrieben. Um hier in Ruhe ihre Jungen großziehen zu können, nimmt es das Paar jedes Jahr in Kauf auf dem Boden brüten zu müssen. Eigentlich bevorzugen sie Felsklippen oder größere Bauwerke. Doch die gibt es hier ja bekanntlich nicht.