Anne de Walmont Beiträge

Vom Kartieren der Brutvögel

Was auf diesem Bild aussieht wie einfach nur kilometerweite Salzwiese, und zwar nur Salzwiese, ist gleichzeitig auch Brutgebiet. Auf Trischen brüten um die 20 verschiedenen Vogelarten. Viele tief in der Salzwiese versteckt. Einige mit nur einzelnen Brutpaaren, andere mit über tausend in großen Kolonien. So unterschiedlich die Vögel in ihrem Brutverhalten sind, so vielfältig auch die Methoden, um allesamt zu erfassen. Zur Zeit laufen die Brutvogelkartierungen auf Hochtouren. In diesem Beitrag möchte ich exemplarisch mit einigen Arten und Methoden einen kleinen Einblick in die „Arbeit im Feld“ geben.

Was für ein Tag!

Massenzug beginnt (Foto: A. de Walmont)

Das Leben hier auf Trischen verläuft im Rhythmus der Natur. Mein Tagesablauf und die zu erledigenden Aufgaben richten sich nach Wetter, Wasser, Fauna und Flora. Meist habe ich das Gefühl, ganz entschleunigt meinen Aufgaben nachgehen zu können. Doch am gestrigen Samstag war dies absolut nicht der Fall.

Nach dem seltenen Weißstorchbesuch, folgte direkt am nächsten Tag ein nicht nur seltener, sondern auch sehr ungewöhnlicher Gast. 

seltener Besuch

Störche mögen das Meer nicht so gerne und deshalb passiert es nur selten, dass die großen schwarz-weißen Vögel mit dem roten Schnabel und den roten Beinen, Trischen einen Besuch abstatten. Gestern war es aber überraschenderweise soweit: Gegen Mittag zogen aus dem Süden gleich drei Weißstörche Richtung Trischen.

Nistplatzsuche – „Wohnungsbesichtigung“

Es sind zwei potentielle Wohnungen frei! Eine steht nun schon eine Weile leer, während die andere meines Wissens zuvor noch nie bewohnt war. Zwei Bewerberparteien haben sich je eine Wohnung angeschaut. Die eine unterm Dach die andere, na sagen wir….Souterrain. Und so lief das Ganze ab: