CITES-Konferenz nimmt Fahrt auf
Langsam nimmt die Konferenz Fahrt auf – nicht nur in den beiden Committees, sondern auch hinter den Kulissen. Positionen werden abgeklopft, die Diskussionen in den Meetingräumen und auf den Fluren intensivieren sich. Auch wir haben mittlerweile Kontakt zu jenen Delegierten aufgenommen, mit denen wir in der Vergangenheit schon viele konstruktive Gespräche geführt haben.
Gemeinsam mit unseren Weggefährten von anderen NGOs sammeln wir Stimmungen und Trends zu den Listungsanträgen, die vermutlich am Mittwoch erstmals auf den Tisch kommen, und versuchen zu evaluieren, wo unsere Überzeugungsarbeit am dringendsten gebraucht wird.

Auch über Haie wird verhandelt werden. Hier: Weißspitzenhochseehai – Foto: NABU/Jürgen Schrön
In Committee II standen heute zum ersten Mal Elefanten auf der Agenda. Es ging unter anderem um Themen wie Vernichtung von Elfenbein-Lagerbeständen, den Handel mit lebenden Elefanten und die Schließung von „domestic markets“ für Elfenbein. Der Gesprächsbedarf war enorm – die Liste jener, die einen Redebeitrag angemeldet haben, war schier unendlich lang.
Und dann kam auch schon der erste Kracher: Namibia, mit Unterstützung von Swasiland, stellt sich gegen die Forderung, die „domestic markets“ zu schließen und führt an, dass CITES keine Kompetenz hätte, sich mit dem Binnenhandel zu befassen. Warum überrascht uns das nicht? Schließlich werden Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit den einzelnen Themen auseinandersetzen werden – wir halten Euch auf dem Laufenden!




In Brüssel hat die EU-Kommission nach der Sommerpause wieder ihre Arbeit aufgenommen. Ein wichtiger Punkt auf der Herbstagenda sollte die Veröffentlichung der politischen Schlussfolgerungen zum Fitness-Check der EU-Naturschutzrichtlinien sein. Nachdem die Kommission die Entscheidung über den Frühling bis in den Sommer hinein immer wieder verzögert hatte, reagierte sie im Juli auf den Druck der Umweltverbände und legte immerhin die Fitness-Check Studie (
Den politischen Schlussfolgerungen jedoch, so die Kommission im Juni, könne man sich erst im Herbst wieder widmen. Wir fordern die EU-Kommission zusammen mit unserem Dachverband BirdLife nun mit dem Slogan „It’s autumn!“ (Es ist Herbst!) auf, das Ergebnis des nunmehr über 1000 Tage andauernden Fitness-Checks vorzulegen. Statt die Entscheidung weiter hinauszuzögern, muss der Erhalt der EU-Naturschutzgesetzgebung endlich verkündet werden und die vollständige Umsetzung auf den Weg gebracht werden. 





