Trifft ein Einsiedler einen anderen…

Eigentlich ist sie ja ziemlich schön. Ich mag ihren Olivton, der an Jade erinnert und von schwarzen und beigen Sprenkeln durchsetzt ist. Die OberflÀchenstruktur der Schale sieht aus wie die Strahlen einer kleinen Sonne. Trotzdem kann ich mich nicht so recht an dem freuen, was ich da gerade aus dem Watt gebuddelt habe. Aber dazu spÀter mehr.

Es ist Anfang September. Und das heißt: Wattkartierung. PĂŒnktlich zum Eintreffen der Zugvögel aus der Arktis ist das Watt um diese Jahreszeit randvoll mit Leben. Einen ganzen Sommer lang hatten Abermilliarden Organismen Zeit zu wachsen und sich zu vermehren. Über Millionen Jahre Evolution und etliche tausend Generationen hinweg haben Lebewesen ihren Lebensrhythmus nach und nach so aufeinander abgestimmt, dass fĂŒr alle eine mindestens brauchbare – also das Überleben und Vermehrung ermöglichende – Gesamtlage dabei herausspringt. Und deswegen landet der AlpenstrandlĂ€ufer hier, wenn der Tisch auch wirklich gedeckt ist. Ich staune jedes Jahr wieder ĂŒber die synchronisierten AblĂ€ufe in der Natur.

Wattkartierung heißt aber nicht nur staunen, sondern auch schwitzen. 15 Kartierpunkte auf zwei insgesamt fast 10 Kilometer langen Strecken muss ich ablaufen. Kluge Leute nehmen sich ein paar Kolleginnen oder Freunde und, wie in der Anleitung empfohlen, „Motivationsschokolade“ mit. Ich habe allerdings auch schonmal von Motivationsbier gehört (Sie ahnen sicherlich, auf welche Idee man bei 15 Kartierpunkten kommen kann – ich halte die Story aber fĂŒr erfunden..). Auf Trischen sieht’s anders aus. Hier heißt es: Du und das Watt. Und so ziehe ich denn los. Auf meinem Wagen schaukeln ein zur Probeentnahmeröhre umfunktioniertes altes Rohr, ein Spaten und eine Kiste mit dem unabdingbaren Kleinkram. Das GPS-GerĂ€t halte ich in der Hand. Zwischen glucksenden SpĂŒllöchern und stochernden Watvögeln fĂŒhrt es mich zu den vorgesehenen Punkten. Da im gesamten Wattenmeer seit Anfang der 90er Jahre solche Kartierungen vorgenommen werden, lassen sich auf lange Sicht sehr prĂ€zise Aussagen ĂŒber die Dynamik von Populationen verschiedenster Arten treffen. Das ist ein Datenschatz, den sich viele andere Wissenschaftler nur wĂŒnschen können.

Aber ich merke einmal mehr: Puh! Wissenschaft ist anstrengend! Die Sonne brennt. Der Schweiß lĂ€uft in Strömen. Ich wette, der Salzgehalt der Nordsee liegt um mindestens einen Prozentpunkt höher, wenn Mitte September alle Kartierteams ihre Arbeit verrichtet haben. Das Watt in der SĂŒdostbucht ist ausgesprochen schlickig, denn hier kommt das Wasser zur Ruhe. Feinste Teilchen sedimentieren und lassen meine Beine bis zum Knie versinken. Der Wagen sammelt den Schlamm, ihm fehlen die KotflĂŒgel. Alle hundert Meter muss ich ihn vom durch die RĂ€der heraufgeworfenen Schlick befreien. Schließlich gibt sich das Problem, da sie sich irgendwann ohnehin nicht mehr drehen – jetzt habe ich einen Schlitten. Ich zĂ€hle OberflĂ€chenspuren, bohre mit der Proberöhre, grabe mit dem Spaten. Als ich nachhause komme, bin ich fix und alle und sehe aus wie das Ding aus dem Sumpf.

Aber jetzt mĂŒssen die Proben sortiert werden. Und da fĂ€llt mir die HĂŒbsche von oben entgegen. Es handelt sich um eine Teppichmuschel der Gattung Ruditapes. Sie stammt aus dem Pazifikraum und wurde durch Menschen sowohl wissentlich eingebĂŒrgert, da sie als Speisemuschel dient, als auch versehentlich eingeschleppt. Leider ist inzwischen belegt, dass sie durch ihre ungeheure Filtrationsleistung die Entwicklung heimischer Muschelarten beeintrĂ€chtigen kann. Dennoch, eine Muschel ist ein faszinierendes Wesen: Zwischen den Schalen lebt etwas, das fast nur aus Muskel und ein bisschen Verdauungstrakt besteht. Wenn man daran ein wenig herumphilosophiert (und vielleicht einen kleinen Sonnenstich hat), kommt man auf interessante Gedanken.

Der zweite Tag geht leichter von der Hand. Im Nordwesten ist das Watt sandiger, da hier viel stĂ€rkere Strömung vorherrscht. Im Vergleich zum Vortag habe ich das GefĂŒhl, ĂŒber das Watt zu fliegen. Und dann finde ich noch einen possierlichen kleinen Einsiedlerkrebs, der auf meiner Hand fĂŒr einen Fototermin posiert. Schön!

ZurĂŒck in der HĂŒtte falle ich fast vom Glauben ab: Mit noch schlammigen FĂŒĂŸen lese ich eine Mail. Und in der Mail steht, ich möge doch bitte nach dem invasiven Einsiedlerkrebs Pagurus longicarpus Ausschau halten, der sich inzwischen in hiesigen Gefilden ausbreitet… Pagurus longicarpus erkennen Sie an einem grĂŒn-blĂ€ulichen Schimmer auf der Schere. Außerdem ist das Glied dahinter verlĂ€ngert und wirkt gestreckter als beim heimischen Einsiedlerkrebs. Und jetzt schauen Sie sich mal die Fotos an.

Die Zeiten Ă€ndern sich also. Arten, die frĂŒher noch hĂ€ufig waren, verschwinden. Neue stellen sich ein. Oft konkurrieren sie miteinander um Ressourcen, zum Beispiel um Plankton, wie Muscheln es aus dem Wasser filtern, oder GehĂ€use von Strandschnecken als Behausung, wie Einsiedlerkrebse sie nutzen. Wie die Sache ausgeht, ist nicht immer einfach zu sagen. Manchmal kommt es zur Koexistenz, manchmal können sich Arten etablieren, wĂ€hrend andere sich nicht mehr halten. Fest steht, dass der Mensch durch Einschleppungen und vor allem die durch ihn bedingten klimatischen VerĂ€nderungen stark zu diesen Prozessen beitrĂ€gt. Ich bin gespannt, wie die Ergebnisse der Wattkartierung in zwanzig Jahren aussehen.

In diesem Zusammenhang habe ich noch eine Anmerkung: Manchmal werden grobe AnalogieschlĂŒsse von der Natur auf den Menschen genutzt, um politisch Stimmung zu machen. Es ist mir deshalb wichtig zu betonen, dass wir Menschen alle zu einer Art gehören, ob das nun dem Einzelnen passt oder nicht. Abgesehen davon sind Sie und ich, anders als die Teppichmuschel, an moralische MaßstĂ€be gebunden. Das macht uns zu Menschen. Wer immer das nicht begreift, dem können Sie also gerne sagen, dass er offensichtlich nicht viel mehr Gehalt hat als, nun ja, ein paar Muskeln und einen erstaunlich langen Verdauungstrakt.

 

Ornithologische Fein(st)arbeit

Denken Sie mal an irgendeine beliebige Krankenhausserie. Da geht es ja stĂ€ndig drunter und drĂŒber, ein Rettungswagen jagt den nĂ€chsten, verstĂ€ndnisvolle Ärztinnen sprechen schwerwiegende Diagnosen aus, meistens brennt neben den Herzen der Protagonisten auch noch ein Kindergarten oder wenigstens ein Tierheim und sorgt fĂŒr noch mehr Drama. Und irgendwer reanimiert eigentlich immer. Das hat mit der RealitĂ€t natĂŒrlich nur bedingt etwas zu tun. Aber manchmal gibt es solche Tage im Krankenhaus tatsĂ€chlich. Nun bin ich ja aktuell in anderer Funktion tĂ€tig. Aber ich kann Ihnen sagen: GĂ€be es eine Emergency-Ornithologen-Serie, wĂ€re heute solch ein Tag gewesen!

FrĂŒher Nachmittag. Ich stehe etwa 100 Meter neben der HĂŒtte am Rande der SĂŒdostbucht. Die Flut lĂ€uft auf. Gerade habe ich den schlickigen Hafenpriel durchwatet, um mich in eine gĂŒnstige Position zu bringen. Denn das Wasser wird die Watvögel auf mich zu treiben, wenn sie gerade eben vor der Wasserkante konzentriert nach Nahrung suchen und mich nicht bemerken. Ich bin gewappnet: Fernglas und das bis zu 60-fach vergrĂ¶ĂŸernde Fernrohr sind im Anschlag. Schon eine halbe Stunde spĂ€ter ist das Wasser heran – und mit ihm die Vögel. Auf der kleinen Landzunge bin ich umgeben von leise tschirpenden AlpenstrandlĂ€ufern, Sanderlingen, Sand- und Kiebitzregenpfeifern. Über den Kopf sausen Dunkle WasserlĂ€ufer. Und dann geht alles sehr schnell. Plötzlich landet neben zwei AlpenstrandlĂ€ufern eine kleine Seeschwalbe, die mir allerdings nur den Hintern zustreckt. Rote FĂŒĂŸe, dunkle Kappe, die FedersĂ€ume verraten ein Jungtier – und dazu die langen Beine – das ist etwas Besonderes! Aber was? Es gibt zwei Möglichkeiten, doch wahrscheinlich nur wenige Sekunden Zeit eine Entscheidung zu treffen. Und schon beginnt das innerliche Flehen, Betteln und Fluchen: Bitte dreh dich zur Seite. Ja, noch ein StĂŒckchen! Verdammt, jetzt steht der Alpi davor! Bitte flieg nicht weg. Hektische Finger suchen nach dem Handy, um schnell ein paar Fotos durchs Fernrohr zu schießen. Jeder Moment, in dem ich versuche, das Telefon vor die Linse zu kriegen, ist einer, in dem ich nicht beobachten kann. Die Wahl fĂ€llt schwer, aber wenn der Vogel gleich doch abfliegt, habe ich weder einen Beweis noch die Möglichkeit, die Details zu begutachten, um sicher zu sein. Und schon ist es passiert. Alle Vögel fliegen hoch. Weg ist sie. Immerhin: Ein paar Fotos sind gelungen. Der Schweiß steht auf der Stirn.

Und jetzt beginnt die ornithologische Feinarbeit. War es doch „nur“ eine junge Trauerseeschwalbe – oder die hier sehr viel seltenere WeißflĂŒgelseeschwalbe? Als der Vogel aufflog, ist mir der weiße BĂŒrzel aufgefallen. Das unterscheidet die beiden Arten im Jugendkleid. Ich hatte mich zufĂ€lligerweise vor einigen Tagen mit einem Freund ĂŒber genau dieses Detail unterhalten. Aber genau das ist auf dem Bild nicht zu erkennen, denn da sitzt die Seeschwalbe und der BĂŒrzel ist nicht sichtbar. Die Brustseite, die bei der WeißflĂŒgelseeschwalbe heller ist, war leider gar nicht zu sehen. Allerdings sprechen die langen Beine sehr fĂŒr diese Art. Und jetzt ist es tatsĂ€chlich ein bisschen wie in der Medizin: Wenn’s kritisch wird, lieber eine Zweitmeinung einholen. Und zwar am besten von einem erfahrenen Kollegen. Mein ornithologischer Oberarzt heißt in diesem Fall Martin KĂŒhn. Martin, Nationalparkranger und absolutes Schwergewicht in Sachen Vogelbestimmung, sichert die Diagnose ab: WeißflĂŒgelseeschwalbe! Ich freue mich. Diese Art wurde vor 21 Jahren zuletzt auf Trischen beobachtet. Es ist hier die vierte Sichtung seit Beginn der Aufzeichnungen.

Wenig spĂ€ter am Weststrand. Ich habe mich bis auf zwanzig Meter an einen emsigen Trupp SteinwĂ€lzer und AlpenstrandlĂ€ufer herangepirscht. Die Freude ist groß, denn gerade ist mir gelungen, bei einem AlpenstrandlĂ€ufer einen Ring, den er ums Bein trĂ€gt und auf dem klitzeklein ein Code steht, abzulesen. Wenn ich zuhause bin, kann ich nachvollziehen, woher der Vogel stammt, wie alt er ist und mit der Beobachtung auf Trischen einen kleinen Teil zur Erforschung dieser Art beitragen. Doch dann blitzt ein paar Meter weiter plötzlich etwas in der Sonne. Da ist ja noch einer! Dieser Vogel trĂ€gt allerdings keinen Farbring mit Code, sondern nur einen winzig kleinen Aluminiumring. Diese Ringe werden eigentlich nur abgelesen, wenn man den Vogel in der Hand hĂ€lt, also bei einem Wiederfang oder Totfund. Der Ring ist nur einen Millimeter weiter als der Durchmesser eines Beins des kaum starengroßen  Vogels… Aber jetzt ist mein Ehrgeiz geweckt. Über eine Stunde spĂ€ter ist der Vogel nahezu umrundet. Ich bin kaum noch fĂŒnf Meter von ihm entfernt. NatĂŒrlich hat er nicht stillgestanden. NatĂŒrlich war die Sonne entweder viel zu hell und der Ring gleißte unablesbar im Licht. Oder das Gegenlicht war zu stark und er lag unergrĂŒndlich im Dunkeln. Und selbstverstĂ€ndlich hĂŒpften, als wĂŒrden sie es absichtlich machen, permanent andere Vögel in die Sichtachse. Es ist eine Zitterpartie. Ich muss an meine Zeit in der Neurochirurgie denken, wo ich manchmal bei Operationen assistieren durfte, bei denen es auch auf den Millimeter ankam und der Operateur sich keinen Ausrutscher leisten durfte. Anderer Kontext natĂŒrlich, aber fĂŒr mich beides ziemlich aufreibend. Und dann ist es tatsĂ€chlich doch geglĂŒckt: Mit sehr viel Geduld und noch mehr Behutsamkeit, mit Zeitlupenbewegungen und einer inneren Anspannung zum Zerplatzen: Der Code auf dem Ring lautet JT8407 Poland. Operation geglĂŒckt. Das klappt lange nicht immer alles so wie heute. Letzten Sonntag hatte ich nach einer lĂ€ngeren Durststrecke noch ein Gesicht gemacht wie sieben Tage Regenwetter.

Wenn keine Ziffer fehlt, wissen wir in ein paar Tagen mehr ĂŒber den Vogel (der Patient ist also sozusagen noch nicht ganz ĂŒber den Berg). Unten habe ich Ihnen einmal ein paar Ringe abfotografiert. Der große ist der Farbcodering einer Silbermöwe, der nĂ€chstkleinere der Aluminiumring einer Silbermöwe, der kleinste gehörte zu einer noch kleineren Brandseeschwalbe. Halbieren Sie die GrĂ¶ĂŸe des letzten, und sie landen bei der RinggrĂ¶ĂŸe des AlpenstrandlĂ€ufers. Darunter die Bilder vom Vogel und seinem Ring.

Im Bild darunter die WeißflĂŒgelseeschwalbe (die erwachsenen Tiere sehen ĂŒbrigens ganz anders aus. Googeln sie ruhig mal, es lohnt sich!).

 

 

 

 

 

Wo sind all die Blumen hin?

Und jetzt ist SpĂ€tsommer. Diesen Satz hier stehen zu sehen ĂŒberrascht mich selbst. Denn diese Jahreszeit kommt nicht mit wilden StĂŒrmen oder krachendem Eis ĂŒbers Land. Es stehen auch nicht, wie ĂŒber Nacht aus einem Farbeimer verschĂŒttet, frisches GrĂŒn, Weiß und Violett in der Landschaft, wie manchmal an einem MĂ€rz- oder Aprilmorgen. Und der erste Schnee, der das GefĂŒhl von einem Tag auf den anderen auf „Winter“ umstellt, fĂ€llt auch nicht. Nein, der SpĂ€tsommer sickert ganz langsam in die Landschaft ein. Über Tage und Tage durchwirkt er die Pflanzen, legt sich Schicht fĂŒr Schicht auf die spiegelnden WattflĂ€chen und erscheint schließlich auch in einer ganz langsamen Verschiebung der Blautöne des Himmels. Die Salzwiese wirkt an manchen Stellen wie ein goldgelbes, erntereifes Feld. Ähren pendeln schwer im Wind, dazwischen taumeln mit dem Ostwind herangewehte Admirale und Tagpfauenaugen. Der Boden hat die Sonne der letzten Wochen aufgesaugt und gespeichert wie ein WĂ€rmereservoir. Wenn ich nach Sonnenuntergang noch einmal den Weg zum Strand gehe, sinken die FĂŒĂŸe in warmen Sand, aus dem die Hitze der letzten Wochen jeden Tropfen Wasser gesaugt hat. Ganz fein rieseln die Körner zwischen die Zehen und schmeicheln der Haut. Und das Meer scheint selbst das Licht zu speichern: In der Dunkelheit blinkt es geheimnisvoll grĂŒnlich im leisen Wellengang. Die Schritte im Wasser hinterlassen eine Spur glimmernder Funken. Meeresleuchten! Es sind winzige Geißeltierchen, in denen bei BerĂŒhrung eine chemische Reaktion ablĂ€uft, die sich in Licht entlĂ€dt. Es wirkt eher, als hĂ€tten sich einige Funken Licht im Meer verirrt und wĂŒrden nun wieder herausfinden wollen.

Sie spĂŒren es vielleicht in meinen Worten: Mit dem ausklingenden Sommer passiert auch mit mir etwas. Ich habe mich verĂ€ndert, genau wie die Salzwiese: Die Haut ist so braun wie seit etlichen Jahren nicht mehr, die Haare darauf golden. Durch Wind und Salz und Licht ausgebleicht, kann ich mir meine grauen Haare nun wieder als blond verkaufen. Und das ist natĂŒrlich nur die HĂŒlle. Der Gang der Jahreszeit lĂ€sst mich auch innerlich nicht unberĂŒhrt. Wie naiv ist die Annahme, dass die KrĂ€fte, die eine ganze Insel formen, nicht auch einen Menschen prĂ€gen sollten! Aber die SandbĂ€nke und Priele der Seele sind eben nicht besonders gut zugĂ€nglich. Schutzzone 1 gewissermaßen, hier hat nur einer Zutritt (und der bin in diesem Fall ich).

Und deshalb erzĂ€hle ich Ihnen nun von einigen nachdenklich stimmenden Strandfunden: PatronenhĂŒlsen. Keine Sorge, es sind nur HĂŒlsen. Manchmal findet man eine am Strand. GefĂ€hrlicheres liegt zuhauf im Meer, Nord- und Ostsee sind immer noch voller Mordinstrumente. Die Kriege der Menschheit erstrecken sich leider weit ĂŒber ihr offizielles Ende hinaus. Das ist gefĂ€hrlich fĂŒr Menschen – jeder kennt ja die schrecklichen Bilder von Landminenopfern. Aber auch Seeminen haben schon manchen KutterkapitĂ€n das Leben gekostet! Doch auch fĂŒr die Natur ist es natĂŒrlich Mist, wenn tonnenweiser explosiver und giftiger Sprengstoff ganze LebensrĂ€ume verseucht, der langsam seinen Weg durch rostendes Metall findet. Wir kriegen normalerweise nicht viel davon mit. Aber jetzt liegen sie hier vor mir: Drei PatronenhĂŒlsen. Kein Schrot fĂŒr die GĂ€nsejagd. Es sind MG-Patronen. Die Jahresstempel sind 1943, 1943 und 1944. Vielleicht aus einem FlugabwehrgeschĂŒtz, vielleicht aus einem Flugzeug. Ich weiß nicht, ob sie abgefeuert wurden oder ob Ladung und Projektil von der Nordsee herausgelöst sind. Ist Ihnen jemand zum Opfer gefallen? Wurden sie mit der Absicht, einen Menschen zu töten, abgefeuert? Ich muss wohl davon ausgehen. Und auch wenn ich natĂŒrlich weiß, dass genau das vielmillionenfach passiert ist, ist die Unmittelbarkeit in der dieser vergangene Moment hier vor mir liegt, doch irgendwie wĂŒrgend. Dass der Raum, in dem ich mich aufhalte, nicht nur Natur- sondern auch Menschengeschichte atmet, wird leider nicht nur durch die zahlreichen Ziegelsteine des alten Luisenhofes hier am Strand, sondern auch durch solche unappetitlichen Funde belegt.

Irgendwie ist es ja etwas kitschig, aber ich muss an das bekannte Antikriegslied von Pete Seeger denken: „ Where have all the flowes gone?“ Ich hebe die HĂŒlsen also auf und stecke ein paar gelbe Distelköpfe hinein. Mit ein paar Tropfen Wasser sind die Mordinstrumente zur Blumenvase umfunktioniert, wenn auch zu spĂ€t.

Mittags sitze ich auf der Bank in der Sonne. Plötzlich ertönt ein GerĂ€usch in der Luft, das mich polternd aufspringen lĂ€sst – meine HĂ€nde suchen nach dem Fernglas, wĂ€hrend ich bereits um die HĂŒtte herumlaufe und versuche, den schwarzen Punkt, der am Himmel auf mich zurast, zu fixieren. Und dann ist sie schon ĂŒber mir: „QUOORRK“! Eine Raubseeschwalbe! So wie ich auf der HĂŒtte poltere, poltert sie durch die Luft, fĂŒr eine Seeschwalbe ist der Vogel ein ziemlicher Brecher, und der riesige Schnabel sieht so aus, als hĂ€tte man einem Schneemann eine Möhre ins Gesicht gesteckt. Ich weiß nicht, was der seltene Gast aus dem Ostseeraum hier suchte; nach kaum zwei Minuten war der Vogel gen West verschwunden. Aber die Begegnung hinterlĂ€sst in mir ein GefĂŒhl tiefer Dankbarkeit. Ich bin so froh, nach Seeschwalben Ausschau halten zu dĂŒrfen. In der Luft die Schönheit und nicht den Tod wittern zu mĂŒssen. Ich denke an die Menschen, frĂŒher und heute, denen es anders geht. Und wenn auch der Halliglfieder nun verblĂŒht ist – mit jeder Pore von Körper und Geist sauge ich das Leben in mich auf.

 

Limikolophilie

Jede Welle bringt sie ein StĂŒck nĂ€her an mich heran. Barfuß im nassen Sand, die Knöchel immer wieder ĂŒberspĂŒlt von einem Schwall Wasser, stehe ich am Strand vor der HĂŒtte und erwarte, was jedem Vogelbeobachter das Herz hĂŒpfen lĂ€sst wie einen kleinen Sanderling im Sand: Limikolen!

Limikolen sind Watvögel. Etliche verschiedene, oft schwer unterscheidbare Arten zĂ€hlen zu dieser illustren Gruppe. Ihre Namen erzĂ€hlen von abgelegenen Sehnsuchtsorten, von der Musik der Wildnis und von sehr flinken, sehr langen Beinen: AlpenstrandlĂ€ufer. TerekwasserlĂ€ufer. Anadyrknutt. Sandregenpfeifer. Rot-, GrĂŒn- und Gelbschenkel! Meine Namens-Favoriten: Goldregenpfeifer und Einsamer WasserlĂ€ufer. Pure Poesie!

Aber ich möchte nicht nur ĂŒber ihre Namen sinnieren. Ich möchte sie sehen, und zwar möglichst nah. Die Zeit ist gerade in gleich zweifacher Hinsicht genau richtig: Einerseits hat der Vogelzug seine Richtung inzwischen wieder geĂ€ndert. Seit vor ein paar Tagen der Himmel ganz kurz eine verrĂ€terische Nuance von Septemberblau aufleuchten ließ, trudeln jeden Tag neue SchwĂ€rme auf der Insel ein. Und andererseits lĂ€uft jetzt die Flut auf. Das treibt die Vögel langsam, aber sicher vom nahrungsreichen Watt auf den Strand. Und damit direkt auf mich zu. Wenn ich ganz still stehe, bemerken sie mich in der Hektik des Pickens, Rennens und Schwirrens nicht. Es gibt wohl kaum eine schonendere Art des Beobachtens. Davon zeugt auch, dass die Sanderlinge schließlich kaum drei Meter vor meinen FĂŒĂŸen herumflitzen. Als die Flut ihren höchsten Punkt erreicht, nicken einige von ihnen sogar ein.

Das Gros der kleinen Gestalten machen AlpenstrandlĂ€ufer aus. Die Vögel sind nicht einmal so groß wie eine Amsel, aber ihre schiere Masse ist ĂŒberwĂ€ltigend: Wenn Tausende von ihnen ĂŒbers Watt in eine Richtung trippeln, wirkt das wie eine vorrĂŒckende Legion aus einem Hollywoodfilm, zumal in diesem Fall ich die Vogelperspektive innehabe. Dass viele von ihnen noch immer einen Teil des Prachtgefieders tragen, dass also zweitausend Winzlinge, allesamt mit schwarzbefiederten BĂ€uchlein und somit gewissermaßen uniformiert, auf mich zu rennen, verstĂ€rkt diesen Eindruck noch. Erst bei genauerem Hinsehen fĂ€llt auf, dass bisweilen schon die helleren Federn des Schlichtkleides hindurchlugen und einige Vögel etwas scheckig erscheinen. Den einen zieren bereits zwei, drei weiße Flecken, ein anderer strahlt noch im vollen Ornat des BrutgeschĂ€ftes: Eigentlich sehen sie doch alle unterschiedlich aus. Jeder ist ein wundervoll arrangiertes Federmosaik aus Beige, Rostbraun, Tintenschwarz und DĂŒnensandweiß und damit ein Kunstwerk fĂŒr sich. Dazwischen saust immer mal wieder ein Wicht entlang, der den „Alpi“ wie einen Riesen erscheinen lĂ€sst: Ein ZwergstrandlĂ€ufer. Das winzige FederbĂ€llchen brĂŒtet im allerhöchsten Sibirien, wo er zwischen Schneeeule und Rentier sein klitzekleines Nest baut. Seine KĂŒken sind kaum daumennagelgroß. Ich kann mich nicht sattsehen.

Inzwischen stehe ich auf einer kleinen Sandbank. Der Strand vor der HĂŒtte wird bei hoch auflaufendem Wasser zu einer großen, flachen, PfĂŒtze, die durch einen einige Zentimeter höheren SandrĂŒcken vom Meer getrennt ist – ideal fĂŒr Watvögel, hier lĂ€sst sich prima im Boden stochern und anschließend geschĂŒtzt rasten. Meine Zehen graben sich fest in den Sand. Ich stelle das Spektiv gerade, es ist durch einen krĂ€ftigen Wasserschwall verrutscht. Plötzlich schwirrt die Luft. Ein weiterer Schwarm saust ĂŒber meinen Kopf. Das „chrĂŒĂŒi“  aus vielen Kehlchen verrĂ€t mir, dass es Sandregenpfeifer sind, noch bevor sie sich, vielleicht fĂŒnfzehn Meter vor mir, aus vollem Schwung auf butterweichen Schwingen niederlassen. Anders als ein AlpenstrandlĂ€ufer, der wie eine NĂ€hmaschine durchs Watt stochert und mit seinem Schnabel WĂŒrmer ertasten kann, ist der Sandregenpfeifer auf seinen Gesichtssinn angewiesen: Kurz stehen, gucken, rennen, picken – repeat. Das ist der Lebensrhythmus dieses Vogels. Und der Grund, warum sie einfach verdammt niedlich sind. Denn damit das funktioniert, ist Freund Pfeifer mit großen, großen dunklen Augen ausgestattet.

Und so geht es weiter. Eine Pfuhlschnepfe landet. Zwischen den AlpenstrandlĂ€ufern vagabundieren im rostroten Wams langbeinige SichelstrandlĂ€ufer. Cremefarbene FedersĂ€ume verraten mir, dass die beiden dicken Knutts in der Mitte der Versammlung erst dieses Jahr geschlĂŒpft sind und zum ersten Mal die Reise ins ferne Westafrika antreten. Hoch in der Luft tönt das klagende Flöten der Kiebitzregenpfeifer: „FiiĂŒhhhiiie, fiiĂŒhhiiie!“. Es klingt, als wĂŒrden sie vergangenem LiebesglĂŒck hinterherpfeifen. Noch immer treffen in langen Ketten Austernfischer und die langschnĂ€beligen Großen Brachvögel von weiter außen liegenden SandbĂ€nken ein. Und immer wieder bin ich beim Mustern der SchwĂ€rme plötzlich wie elektrisiert: War das da gerade nicht doch ein SumpflĂ€ufer? Aber wo ist er nun hin im Gewusel? Oder womöglich ein noch seltenerer Gast aus Amerika? Am Ende finde ich keinen davon. Aber dafĂŒr kann ich einen farbberingten AlpenstrandlĂ€ufer ablesen, dessen Markierung mir verrĂ€t, dass er in Ungarn beringt wurde. Als mir das Meer mit einigen im Wellenrauschen klirrenden Sandklaffmuscheln noch ein paar weiße Sanderlinge, wie Schneeflocken im Sommer, vor die FĂŒĂŸe trĂ€gt, bin ich glĂŒcklich.

Aber der komischste Vogel steht wohl mittendrin im Gewusel. Vielleicht haben Sie ein Bild von mir in markigen Outdoorklamotten, gewissermaßen immer mit Fahrtenmesser, Kompass und Camouflagedress ausgerĂŒstet. Ich muss mit dieser Vorstellung – zumindest fĂŒr heute – aufrĂ€umen: Kurz zuvor war ich noch baden, die HĂŒtte ist hundert Meter weiter hinter der DĂŒne…wozu also der Tand? Bademantel, Boxershorts und Sonnenbrille reichen zum Vögel beobachten doch völlig aus. Und auch wenn ich wahrscheinlich aussehe wie König Koks oder ein missglĂŒckter Hugh Hefner-Verschnitt – was soll’s! Die Sanderlinge hat’s jedenfalls nicht gestört…

 

Bild 1: Sanderlinge und AlpenstrandlÀufer.

Bild 2: Auf der Sandbank: AlpenstrandlĂ€ufer – und finden Sie den SichelstrandlĂ€ufer (rostbraun, etwas grĂ¶ĂŸer..)?

Bild 3: Links Kiebitzregenpfeifer, rechts Sandregenpfeifer.

 

Der Hochzeitsfluch der Ameisen

Sind wirklich so viele Fans der Royals unter den Leserinnen und Lesern des Trischen-Blogs? Sie stutzen vielleicht, aber die website-Statistik verrĂ€t mir, dass der mit Abstand beliebteste Eintrag fast jeden Tag „Hochzeitsflug der Ameisen“ heißt. Das alljĂ€hrliche SchwĂ€rmen der Königinnen und ihrer zahlreichen Gemahlen generiert jedenfalls jede Menge Klicks. Vielleicht liegt es daran, dass sich zwei EintrĂ€ge unter gleichem Namen summieren – sowohl Tore als auch Anne haben schon sehr schön ĂŒber das alljĂ€hrliche Ereignis geschrieben -, vielleicht aber auch daran, dass es im Internet verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig wenig Informationen ĂŒber das PhĂ€nomen gibt. Wer immer im Hochsommer unter hunderten geflĂŒgelten Ameisen plötzlich auch ein großes Fragezeichen im Gesicht stehen hat, landet offensichtlich beim Trischen-Blog.

Sei’s drum, da auch meine bescheidene Residenz heute Schauplatz des royalen Großereignisses war, wollen wir der Königin die Ehre erweisen. Aber bevor ich zum literarischen Kratzfuß ansetze noch einmal in aller KĂŒrze: Worum geht es hier nochmal?

Bei Ameisen schreiten nur die MĂ€nnchen und eine exklusive Auswahl an Weibchen, eben die Königinnen, zur Paarung. Die Arbeiterinnern, also jene Ameisen, die einem in den allermeisten FĂ€llen ĂŒber den Weg krabbeln, haben zwar kein Recht auf Sex, aber dafĂŒr auf lebenslange Arbeit. Sie sind von der Hochzeit also ausgeladen. Königinnen und MĂ€nnchen tragen als Zeichen ihres Adels FlĂŒgel, mit denen sie sich in die Luft schwingen um sich dort zu paaren. Das geschieht synchron bei windstillem, heißen Wetter und sorgt fĂŒr genetischen Austausch zwischen weit voneinander entfernt liegenden Populationen. WĂ€hrend die befruchteten Königinnen anschließend neue Kolonien grĂŒnden können (mit befruchteten Eiern, die zu MĂ€nnchen und Königinnen, und unbefruchteten, die zu Arbeiterinnen werden), haben die Herren der Ameisenschöpfung nach der Paarung ihr Recht auf Leben verwirkt und mĂŒssen sterben. Alles ist eitel.

Aber nun! Wie war die Massenhochzeit der Königinnen? Das Fest begann bereits am frĂŒh Morgen, und kaum strahlte das Dach der HĂŒtte etwas WĂ€rme zurĂŒck, war der Andrang riesig. Innerhalb zweier Stunden stand ĂŒber dem First eine schwirrende Wolke aus Abertausenden tanzender Ameisen, die in einer fĂŒr menschliche Augen vollkommen unkoordinierten Wirrsal versuchten, der Bestimmung allen Lebens nachzugehen. Man hat kaum den Gedanken „Ameise“; die einzelnen Tiere sind als solche kaum zu identifizieren. Es wirkt eher, als wĂŒrde plötzlich durch eine magische Brille der wilde Tanz der Atome sichtbar werden. So viele Tiere! Jedes einzelne unendlich fragil, mit hauchzarten, glĂ€sernen FlĂŒgelchen, haarfeinen FĂŒhlern und vielgliedrigen Beinen, jedes fĂŒr sich ein vollendetes Wesen, das in seiner Winzigkeit mit allem ausgestattet ist, was es braucht. Hunderttausende dieser kleinen Wunder ziehen wie Rauchschwaden ĂŒber die Insel, stehen als zitternde SchattenpĂŒnktchen in heißer Luft, sausen sonnenbeleuchtet umher wie weiß glĂŒhende Lichtsplitter. Hunderttausende verbrauchen sich in einem einzigen großen Fest, steigen hoch auf, erschöpfen sich, fallen schließlich wie ein Regen schwindenden Lebens vom Himmel und sind schon morgen nichts mehr als die Erinnerung eines schreibenden Mannes auf einer einsamen Insel. Der kleine quietschgelbe Fitis, der sich heute die Veranda mit mir teilt, sieht das prosaischer: Er schlĂ€gt sich den Wanst voll, fĂŒr ihn regnet es sozusagen Pommes.

Ich bin einmal mehr beeindruckt davon, wie viel Leben da draußen ist. Denn das, was ich heute gesehen habe ist ja nur ein Tag auf einer Insel irgendwo im Wattenmeer. FĂŒr wie viele Wesen hat sich hier heute ihr Leben vollendet? Die menschliche Sprache hat fĂŒr diese Großereignisse der Natur immer schnell den Begriff der „Verschwendung“ parat. Und der Gedanke mag wirklich aufkommen, schließlich paart sich nur ein Bruchteil der MĂ€nnchen. Aber genau das ist eben das Prinzip Ameise. Nur der unsagbar produktive Ausstoß möglichst vieler Individuen garantiert den Erhalt der Art. Das geht auch anders: Wale zum Beispiel verfolgen sichtlich ein ganz anderes Konzept und sind damit (wenn der Mensch sie nicht daran hindert) ebenso erfolgreich.

DarĂŒber zu spekulieren, was Natur denn nun eigentlich „will“, also beispielsweise den Erhalt möglichst vieler Individuen oder einer grĂ¶ĂŸtmöglichen Anzahl von Arten, ist mĂŒĂŸig. Natur ist kein denkendes Subjekt. Es ist unser menschlicher Blick, der diese Schablonen nutzt, um sich dem rĂ€tselhaften PhĂ€nomen „Leben“ zu nĂ€hern. Wir fragen eben gerne, welcher Zweck verfolgt wird, und welche Mittel dazu eingesetzt werden. Aber diese Art zu Denken stammt aus unserer eigenen kleinen Menschen-Lebenswelt. Sie ist nur relevant fĂŒr uns Menschen. „Das Leben“ fragt sich nicht, warum es da ist – und wenn doch, dann eben nur durch einen seiner allerwinzigsten Bruchteile: Uns.

ZurĂŒck zum Fest. Da ich dies schreibe, rieseln noch immer sterbende Ameisen-Galane auf meine Tastatur. Bekanntermaßen bekommt ja auch nicht allen Menschen die Ehe (angeblich verlĂ€ngert sie das Leben von MĂ€nnern und verkĂŒrzt das von Frauen), fĂŒr den Ameisenmann aber bedeutet sie den sicheren Tod. Die Liebe ist sein Fluch, sein Leben im Rausch eines Sommertages verblĂŒht. Aber irgendwo draußen im Dunkeln krabbelt es doch noch: Es sind die Ameisenköniginnen, die das Treiben ĂŒberstanden haben und in ihren kleinen Körpern das Leben ins nĂ€chste Jahr tragen werden.

Und deshalb schließe ich heute ausnahmsweise einmal anders, nĂ€mlich mit

God save the Queen!