Eiderenten mausern auf und um Trischen

Bei der letzten Springtidenzählung (STZ) entdeckte ich eine große Zahl von rastenden Eiderenten (Somateria mollissima) am Nordstrand der Insel. Da mir diese Vögel schon sehr lange ans Herz gewachsen sind, habe ich mich über die Ansammlung sehr gefreut! Den Berichten meiner VorgängerInnen zufolge versammeln jedes Jahr in den Sommermonaten auf und um Trischen eine große Zahl dieser dicken Meeresenten um gemeinsam zu mausern. Sie werden daher wohl eine Weile bei mir auf der Insel verbleiben.  Die Enten sind sehr scheu und flüchten schon relativ früh auf das Wasser. Um einen groben Einblick in das Geschehen zu geben, habe ich für Sie ein kleines Video zusammengestellt. Bei der Zählung zählte ich rund 1.800 Individuen.  Den Berichten zufolge steigt die Zahl der Enten bis Ende Juli noch auf rund 8.000 Individuen an.

 

Hochwasser überflutet weite Bereiche der Salzwiese zum zweiten Mal

Nicht nur die Menschen haben im Moment mit Unwetter und Hochwasser zu kämpfen: Auch auf Trischen kam es heute zu einem für die Brutvögel verehrenden Hochwasser: Erneut sind große Flächen der Salzwiese überspült worden. Bereits zum zweiten Mal in dieser Brutsaison kam es zu so einem Hochwasser. Rotschenkel, Austernfischer und Lachmöwen haben in diesen Bereichen ihre Gelege vermutlich verloren.

Rauchschwalben beziehen Nisthilfe an der Hütte

Seit einigen Tagen beobachte ich zwei Rauchschwalben (Hirundo rustica), die um die Hütte fliegen und sie in Augenschein nehmen. Heute haben sie sich getraut die 2014 an der Nordseite der Hütte installierte Nisthilfe anzunehmen!
Ich konnte die ersten Matsch- und Lehm-Stückchen an der Nisthilfe entdecken. Im Moment fliegen sie fleißig hin- und her und bringen neues Material zur Hütte.

Mit Spannung werde ich den Einzug meiner „Mitbewohner“ beobachten und bei einer erfolgreichen Brut wieder von ihnen berichten.

 

 

Löfflerberingung verlief erfolgreich!

Auch in diesem Jahr wurden Löfflerküken im Rahmen des Brutvogel-Monitorings auf Trischen beringt. Für die Beringung kamen Klaus Günther von der Schutzstation Wattenmeer mit einem Team von HelferInnen vom Festland zu mir auf die Insel. Bei gutem Wetter (nicht zu heiß und nicht zu feucht) konnten insgesamt 20 Küken mit Ringen ausgestattet werden. Im Rahmen der Beringungsaktion findet in jedem Jahr auch eine Gelegezählung zur Ermittlung der Koloniegröße statt. In diesem Jahr konnten insgesamt 127 Nester, verteilt auf vier Kernbereiche im Norden der Insel gefunden werden. Die Kolonie ist damit im Vergleich zum letzten Jahr (116 Nester) erneut gewachsen!

Insgesamt wurden mindestens 100 flügge Küken und noch zahlreiche Eier in den Nestern entdeckt. Die komplette Kükenzahl für die diesjährige Brutsaison wird daher erst in den nächsten Tagen feststehen, wenn die Eier geschlüpft sind.

Das Glück war uns hold, denn auch die Wanderfalkenküken (Falco peregrinus) waren im richtigen Alter um ebenfalls beringt zu werden. Ein Wanderfalkenpaar brütet traditionell im Norden  der Insel. In diesem Jahr war der Bruterfolg der Falken mit drei männlichen und einem weiblichen Küken sehr gut!

Trotz der scharfen Krallen konnten die (sehr wehrhaften!) Küken beringt werden.

Trotz der scharfen Krallen konnten die (sehr wehrhaften!) Küken beringt werden.

 

 

Ringelgänse ziehen los!

Seit gestern konnte ich vermehrt Ringelgänse über die Insel ziehen sehen. Sie werden sich nun auf ihre weite Reise ins Brutgebiet in Sibirien aufmachen, denn Ringelgänse brüten an arktischen Küsten, weit weg vom Wattenmeer.

Insgesamt beobachtete ich mehrere hundert Individuen, wie sie in einer typischem Formation in Richtung Nordost zogen. Dieses Phänomen ist im Moment an der gesamten West- und Ostküste Norddeutschlands zu beobachten.