Beobachtungen Beiträge

Ziegenmelker auf Trischen

Der Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus) sitzt reglos im Lockgebüsch, der einzigen gehölzartigen Struktur auf der Insel Trischen. Er vertraut auf seine perfekte Tarnung, die in wie ein Stück Holz oder Rinde aussehen lässt. Und während ich euphorisch mit dem Teleobjektiv drauf los knipse, wirkt er mit seinen langen Mundwinkeln fast schon gelangweilt.

Goldvogel zieht an Trischen vorbei

Das Sprichwort „Morgenstund hat Gold im Mund“ kam mir heute auf Trischen in den Sinn, als bei der morgendlichen Zugplanbeobachtung eine Besonderheit an der Insel vorbeiflog: Ein Pirol (Oriolus oriolus), im Volksmund auch Goldvogel genannt.

Glücksvögel

Glücksvögel sind Kraniche (Grus grus) auf Trischen in zweierlei Hinsicht.

Es war die Nachtigall und nicht die Lerche

Ein kurzes melodisch-kräftiges Gesangsfragment ertönt plötzlich aus dem Holzstapel vom Zwischendeck der Hütte. Anschließend herrscht längere Zeit Stille. Es ist außer einem Rotkehlchen, das nach Nahrung sucht, kein weiterer Singvogel im Hüttenumfeld zu sehen.

Ein Hochseegast

Starke westliche Winde mit Windstärken von 5-6 bft, in Böhen bis 8 bft, fegen die letzten Tage über Trischen hinweg. Da lohnt sich das sogenannte „Seawatching“, denn die Chance Hochseeevögel am Horizont zu erblicken, nimmt bei starkem Westwind zu. Dass dieser Basstölpel (Morus bassanus) dann direkt über die Insel fliegt, war pures Glück.